Digitalisierung im Unternehmen

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Mit Seminaren die Herausforderungen meistern

Schlagworte wie Omni-Channel, Echtzeit-Datenaustausch, Modularität und Big Data verdeutlichen: Digitale Technologien revolutionieren den privaten und geschäftlichen Alltag. Die Digitalisierung im Unternehmen  ist so allumfassend und allgegenwärtig, dass von der „Industrie 4.0” gesprochen wird.

Die digitale Revolution betrifft jede Industrie. Doch die Möglichkeiten der Digitalisierung sind noch nicht annähernd ausgeschöpft und die Weichen noch lange nicht gestellt. Der Weg dahin ist lang. Es fehlt an Know-how in den Unternehmen, es mangelt an Zusammenarbeit zwischen Kunden, Dienstleistern und Lieferanten. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen sich auf die Herausforderungen der Digitalisierung einstellen. Der wichtigste Schritt ist daher die Weiterbildung, beispielsweise in Digitalisierungsseminaren.

Der Weg lohnt sich. So schätzt das Marktforschungsunternehmen Gartner, dass Unternehmen mit dem Internet der Dinge im Jahr 2020 voraussichtlich rund 309 Milliarden Euro erwirtschaften.
Seminare zum Thema Digitalisierung helfen, die digitale Transformation erfolgreich zu bestehen. In den Seminaren und Weiterbildungen lernen Mitarbeiter und Führungskräfte, drei wesentliche Punkte der digitalen Umwandlungsprozesse zu verstehen:

  1. Kundenbedürfnisse besser und schneller erkennen,
  2. Geschäftsmodelle hinterfragen und aktiv agieren,
  3.  Zusammenarbeit zwischen Lieferanten, Kunden und Partnern digital steuern.

1. Die Macht des Kunden in der digitalen Welt

Der Satz „Der Kunde ist König” ist wahrscheinlich so alt wie das Marketing. Doch noch nie konnte der Kunde, sprich König, seine Macht so leicht ausspielen wie in der Zeit der Digitalisierung. Ein Produkt entspricht nicht den Erwartungen? Flugs erhält es auf der Bewertungsseite nur einen Stern. Die Lieferzeit wurde nicht eingehalten? Schon steht eine Beschwerde auf der Facebookseite. Wie einst im Kolosseum senkt der König seinen Daumen oder hebt ihn.

Beispiel: Lieferzeiten bei Amazon
Nicht nur die direkte Macht des Königs ändert sich rasant, sondern auch seine Erwartungshaltung. Nehmen wir die Lieferzeiten. Waren in Zeiten des Kataloghandels wie des Otto-Katalogs noch zwei Wochen Lieferzeit die Regel, so setzte Amazon in den Anfangstagen des Online-Handels eine zweitägige Lieferzeit durch. Heute bietet der Versandriese mit seinem Prime-Angebot eine Auslieferung am gleichen Tag an. Die neuesten Überlegungen gehen Richtung Zwei-Stunden-Lieferung. Andere Anbieter ziehen nach, sodass man davon ausgehen kann, dass bald sehr kurze Lieferzeiten für viele Produkte zum Standard werden. Der Kunde nimmt dann die Tageslieferung als Selbstverständlichkeit an. Ergo: Unternehmen müssen sich auf die neuen Erwartungshaltungen einstellen und ihre Lieferketten und ihre Lagerung so digital vernetzten, dass sie Produkte innerhalb weniger Stunden ausliefern können.

2. Schnell, schneller, digital

Digitalisierungsprozesse schreiten in so hoher Geschwindigkeit voran, dass selbst Vorreiter schnell abgehängt sein können, wenn sie nicht aktiv handeln und zu lange auf das gewohnte Geschäftsmodell setzen.

Beispiel: Apple iTunes
Apple gehört sicherlich zur Speerspitze der digitalen Transformation. Durch den iPod von Apple verschwanden innerhalb weniger Jahre Musikgeräte wie Walkman oder Discman vom Markt, die noch mit physischen Tonträgern arbeiteten. Die Marktmacht des iPods war nur von kurzer Dauer; der Todesstoß kam vom eigenen Unternehmen in Form des iPhones, das alles bot, was auch einen iPod auszeichnete – nur noch viel mehr. Hand in Hand mit der Einführung des iPods baute Apple die Musikplattform iTunes auf, von der aus Apple digitalisierte Musik vertrieb. Dank der Verknüpfung von Hardware und digitalen Tonträgern erlangte iTunes schnell eine Vormachtstellung als Verkaufsplattform für digitale Musik. Doch hier endete die Revolution nicht. Vor wenigen Jahren sprach man von den iTunes-Charts, heute spricht man von den Spotify-Charts. Der Verkauf wurde durch das Streamen abgelöst, eine Entwicklung, die Apple zu spät erkannte. Der hauseigene Streaming-Dienst Apple Music hat kaum Kunden.

Unser Tipp: Weitere Informationen zum Thema

3. Digitale Vernetzung – B2B

Das Internet der Dinge zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass Maschinen mit Maschinen korrespondieren und so Informationen in Echtzeit ausgetauscht und verarbeitet werden können. Die Folge ist einerseits eine enorme Beschleunigung. Diese Beschleunigung betrifft vor allem den B2B-Bereich. Andererseits arbeiten dank der Vernetzung Lieferanten, Kunden und Partner enger zusammen.

Beispiel: Hamburger Hafen
Der Hamburger Hafen ist Europas zweitgrößter Containerhafen. Damit mehr Güter in kürzerer Zeit umgeschlagen werden können, entwickelt das Hafenmanagement in Kooperation mit SAP und der Deutschen Telekom eine IT-Logistik-Plattform, die Unternehmen, Partner und Kunden des Hafens miteinander vernetzt. Das Ziel der „Smart Port Logistics”, so ihr Name, ist es, den Lkw-Fahrern durch ein digitales Verkehrsmanagementsystem sofortige Informationen zu Fahrten und Verkehrssituation im Hafen bereitzustellen. Dadurch werden Warte- und Stauzeiten minimiert und der Warenfluss optimiert. Die Software ist als App erhältlich. Fahrer können so über ihr Smartphone oder ihr Tablet Verkehrsinformationen und Warenstatus abrufen.

Faktor Mensch in der Digitalisierung

Die Beispiele machen deutlich, dass es nicht eine Herausforderung im Zusammenhang mit der Digitalisierung gibt, sondern sehr unterschiedliche. Der entscheidende Faktor ist und bleibt der Mensch, der einerseits als Innovator fungiert und andererseits die digitalen Transformationsprozesse annehmen muss. Das heißt: Führungskräfte und Mitarbeiter müssen in Weiterbildungen und Seminaren fit für die Digitalisierung gemacht werden.

Folgende Fragen sollte sich jedes Unternehmen stellen:
Sehen meine Mitarbeiter die digitale Umwälzung als Gefahr oder Chance? Welche Aufgaben kommen auf die Mitarbeiter und Führungskräfte zu? Bin ich mit meinen Kunden, Lieferanten und Partnern perfekt vernetzt? Arbeiten mein Unternehmen und meine IT agil? Ist meine IT auf die Herausforderungen eingestellt? Besitzen wir ein aktives Innovationsmanagement? Wie gehen wir mit den Daten um? Stichwort: Big Data. Erfahren Mitarbeiter Digitalisierung als Stress oder gehen sie achtsam mit ihren Ressourcen um?

Seminare zum Thema Digitalisierung

In Digitalisierungsseminaren lernen Führungskräfte und Mitarbeiter die wichtigsten Begriffe und Trends kennen und entdecken neue Geschäftsfelder. Sie erhalten das Rüstzeug für eine erfolgreiche Implementierung von digitalen Technologien. Weiterbildungsmodule zeigen, wie Unternehmen eine positive Innovationskultur aufbauen können. Spezielle Seminare zum Datenmanagement geben wichtige Hinweise zu den rechtlichen Grundlagen im Umgang mit Big Data. Seminare zum Thema Achtsamkeit schützen vor Burnout durch Digitalisierungsstress.

Fazit
Die digitale Transformation ist viel mehr als die Einführung neuer Technologien. Sie ist eine neue Denkweise. Sie trifft jedes Unternehmen. Der wichtigste Ansatzpunkt ist und bleibt der Mensch. Seminare und Weiterbildungen helfen, Führungskräfte und Mitarbeiter fit für die Herausforderungen der Digitalisierung zu machen.

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Über den Autor

ist Produktmanager für die Bereiche Digital Business, Betriebs­wirtschaft, Rechnungswesen sowie der Jahresschluss-Tagungen bei der Haufe Akademie.

 

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