Individuelle Führungskräfteentwicklung

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Das Leader-Chip-Programm ist eine interne und individuelle Führungsakademie auch für mittelständische Unternehmen. Für eine individuelle Führungskräfteentwicklung – denn jeder Jeck ist anders!

Stellen Sie sich vor: Alle Führungskräfte bekommen genau die Weiterqualifizierung, die sie wirklich brauchen: Der Geschäftsführer bekommt individuelle Unterstützung in strategischen Planungen, der Abteilungsleiter erhält Antworten auf aktuell schwierige Führungssituationen, die Nachwuchsführungskraft lernt die Grundbegriffe professioneller Mitarbeiterkommunikation. Klingt gut? Wir zeigen Ihnen, wie es auch für kleine und mittelgroße Unternehmen gelingt.

Die Grundidee

Stärkere Nachfrageorientierung, Diversifizierung der Formate, Selbstverantwortung und Selbststeuerungskompetenz der Führungskräfte auch in der Weiterbildung sind häufig genannte Trends in Personal- und Führungskräfteentwicklung. Große Firmen können ihren Führungskräften über eigene interne Akademien die Möglichkeit bieten, ihren Bildungsweg bedarfsgerecht und individuell zu gestalten. Aber ist das auch möglich, wenn das Unternehmen eben nicht hunderte von Führungskräften hat? Ohne ein Einheitsprogramm für alle zu machen?
Es gibt einen anderen Weg: Mit dem Leader- Chip-Konzept können die Vorteile einer Akademie auch für eine geringe Anzahl von Führungskräften (z. B. 6 oder 12) umgesetzt werden. Jede Führungskraft erhält eine gleich große Anzahl von Leader-Chips, die festgelegte Zeiteinheiten darstellen (z. B. 2 Stunden pro Chip). Diese werden dann im Rahmen der von der Geschäftsführung festgelegten strategischen Schwerpunkte und Ausrichtung der Führungsarbeit individuell für die Qualifikationeingesetzt. Die Umsetzungsform kann zwischen Einzelcoaching, Workshop und anderen Kleingruppenformaten variieren.

Phase 1: Den Rahmen setzen

Führung ist kein Selbstzweck, sondern dient im Unternehmenskontext der Strategie- Umsetzung. In einem sogenannten „Konfigurator-Workshop” wird gemeinsam mit der Geschäftsführung festgelegt, an welchen Punkten sich Führung im Unternehmen mit Blick auf die strategischen Ziele generell verändern muss: Z. B. geht es hier auch um die Frage: Wieviel Zeit sollte reine Führung einnehmen und was soll/kann in dieser Zeit geschehen? So wird einerseits von der Geschäftsführung ein Commitment zu dem Programm eingeholt, zum anderen gewinnen die Mitglieder der Geschäftsführung durch die intensive Zusammenarbeit Vertrauen in die durchführenden Trainer.

Phase 2: Individuelle Analyse

Jede Führungskraft analysiert nach einem festen Konzept in einem zweistündigen Einzelgespräch mit einem der durchführenden Trainer die aktuelle Führungssituation und definiert die persönlichen Entwicklungsziele und -themen. Jede Führungskraft erhält dadurch eine klare Übersicht über ihre persönliche Führungssituation, anstehende Herausforderungen und Entwicklungsbereiche.

Phase 3: Priorisierung und Überblick der Veränderungsthemen

Die individuellen Bereiche mit Handlungsbedarf werden in diesem Schritt priorisiert und dadurch die wichtigsten Entwicklungsbereiche identifiziert. Nun werden einerseits Entwicklungsbereiche ersichtlich, die mehrere Führungskräfte betreffen, und andererseits auch Bereiche, die nur einzelne Mitarbeiter betreffen.

Phase 4: Durchführung der individuellen Qualifizierungswege

Liegen alle Analyse-Ergebnisse vor, „stricken” die Trainer das eigentliche Qualifizierungsprogramm: Wenn mehrere Führungskräfte dasselbe Thema haben, wird ein gemeinsamer Baustein gestaltet z. B. als Workshop; handelt es sich im Einzelthemen, wird dies im Einzelcoaching oder -training aufgegriffen. Nun erfolgt die Umsetzung des konkret festgelegten Qualifikationsplans in Form von Trainings, Workshops und Coachings. Zu Beginn jeder Einheit wird der Fortschritt des eigenen Plans besprochen und visualisiert. Die Durchführung findet an zuvor festgelegten Tagen statt, d. h. wie bei einem modularen Programm haben sich die Führungskräfte und Trainer Termine eingeplant, die inhaltliche Gestaltung dieser Tage wird jedoch erst nach der Analysephase festgelegt. Auf Wunsch kann die Messung des eigenen Lernfortschritts auch über ein Online-Tool nachgehalten und deutlich gemacht werden.

Phase 5: Die nächsten Schritte planen

Am Ende steht ein Workshop mit der Geschäftsleitung, in dem die begleitenden Trainer die Erfahrungen aus allen Qualifizierungsmaßnahmen anonymisiert und kumuliert zusammentragen. Ziel ist nicht nur die Analyse der relevanten Themen, sondern Ideen und Empfehlungen zu entwickeln, wie das Unternehmen seine Führungskräfte nachhaltig auf dem Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung und darin letztlich in der Steigerung des Unternehmenserfolgs unterstützen kann.

Die interne Führungsakademie – viel Nutzen auf vielen Ebenen

Durch das aktive Einbeziehen der Geschäftsleitung von Anfang bis Ende erhält das Konzept eine hohe Akzeptanz und Awareness bei der Zielgruppe und eine hohe Passgenauigkeit auf die vorhandene und gewünschte Führungskultur.

Durch die individuelle Analyse der Lernfelder und Entwicklungsthemen finden sich die Führungskräfte unmittelbar in den Inhalten wieder – gleichzeitig erhalten sie genau den Input, den sie für aktuelle, ggf. als schwierig erlebte Situationen brauchen. Punktgenaue Unterstützung führt dann zu schneller Umsetzung und zeitnahen Erfolgserlebnissen, die zum Ausprobieren neuer Wege ermutigen.

Wir haben auch die Beobachtung gemacht, dass das Umfeld sehr schnell Veränderungen bei den Teilnehmern bemerkt und positiv konnotiert: Zusammenarbeit wird auf einmal einfacher, der Fokus geht von der Problem- zur Lösungsorientierung, das Betriebsklima wird „konstruktiver”. HR und Personalentwicklung werden als Unterstützer deutlich wahrgenommen. Die Führungskräfteentwicklung kann Jahr für Jahr als ein fester und kalkulierbarer Faktor aufgebaut werden. Der Rahmen bleibt. Die Inhalte passen sich Jahr für Jahr automatisch an die sich verändernde Strategie und die individuellen Bedarfe an.

Es erfordert Mut, die konventionellen Wege der Führungskräfteentwicklung sprich ein einziges Programm für alle – zu verlassen und sich auf diese individuelle Gestaltung einzulassen. Stärker als die traditionellen Qualifizierungen ist zudem hier die Geschäftsleitung gefordert, sich einzubringen und klare Vorstellungen und Commitments zum Thema Führung zu formulieren. Wenn dies jedoch gelingt, ist das Leader- Chip-Programm ein spannendes und nachhaltiges Konzept, das durch seine Passgenauigkeit, schnell sichtbare Veränderungen erzeugt. Maßgeschneidert gerade auch für kleinere und mittelgroße Organisationen.

Tipp: Leader-Chip-Programm: Sie haben Interesse am Leader-Chip-Programm, der individuellen Führungsakademie auch für Mittelständler?
Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf! E-Mail: consulting@haufe-akademie.de

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Über die Autoren

Leiter Competence Center Leadership bei der Haufe Akademie.

Dr. Annette Kompa ist Consultant im Competence Center Leadership bei der Haufe Akademie.

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