Social Business – Fünf Stufen zur zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung

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Durch den Einsatz sozialer Technologien, agiler Managementmethoden und flexibler Organisationsformen macht Social Business Unternehmen zukunftsfähig und ist die unternehmerische Antwort auf die globale Netzwerk- und Wissensgesellschaft.

Da sich Märkte schneller bewegen als Unternehmen, ist Social Business bisher lediglich die Reaktion auf Phänomene der gesellschaftlichen Vernetzung, neue Technologien, neue Werteentwicklungen, Verschiebung politischer Systeme oder neue Ansprüche von Arbeitnehmern. Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen, aber für manche Geschäftsführer und speziell für das Personalmanagement wird es höchste Zeit, sich mit der Entwicklung ihrer Organisation in Richtung Social Business zu beschäftigen – wer sich zu langsam verändert, bleibt sonst auf der Strecke. Aus der Systemtheorie wissen wir, dass das beurteilende System genauso komplex sein muss wie das System selbst. Wenn Märkte und Gesellschaft komplex und vernetzt sind, Unternehmen aber noch überwiegend linear und hierarchisch denken, liegt der Handlungsbedarf auf der Hand. Vernetzte Unternehmen und deren Steuerung zu entwickeln ist eine der Managementaufgaben der Zukunft.

Social Business ist der Beschleuniger für Innovation und muss für HR zur Pflichtdisziplin werden

Es ist keine Frage mehr nach dem OB sondern eine Frage nach dem WIE. Der Wandel hat schon lange begonnen auch in den Unternehmen in denen HR aktuell „nur“ zuschaut und noch nichts unternommen hat. Die Mitarbeiter, Kunden und Partner sind schon längst auf dem Weg des digitalen Wandels. Mitarbeiter nutzen privat soziale Medien, mobile Geräte in allen Lebenslagen und setzen beides auch für betriebliche Belange ein – egal ob datenschutzkonform oder nicht. Kunden bewerten und beurteilen die Produkte oder Services Ihres Unternehmens, unabhängig ihrer Marketingparolen oder Hochglanzbroschüren. Bewerber tauschen sich öffentlich über Ihr Unternehmen in allen Facetten zur Arbeitgeberattraktivität aus – ob Sie wollen oder nicht: viele Unternehmen sind heute gläserner und transparenter als sie es je zu glauben wagten. Nutzen Sie daher die bereits vorhandenen Chancen, verwandeln Sie den vermeintlichen Nachteil zu Ihrem Vorteil, und entwickeln Sie aktiv das Arbeiten der Zukunft – entwickeln Sie Ihr Social Business.

High Performance SocBiz in 5 Steps

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Die Transformation auf dem Weg zur zukunftsfähigen Organisation wirft Fragen auf

„Wo sollen wir beginnen?“ dicht gefolgt von „Wer sollte sich eigentlich drum kümmern?“ sind diesbezüglich die häufigsten Fragen. „Ist das Thema etwas für HR, die IT oder doch eher Corporate Communication? Eigentlich müsste doch auch die Unternehmensleitung … und was ist mit Marketing oder dem Verkauf wenn wir extern soziale Medien nutzen? Hat die Organisationsentwicklung nicht auch damit zu tun, wenn wir agiler werden wollen? Wie wirkt sich Social Business auf unsere Unternehmensstrategie aus und wie messen wir, ob das alles überhaupt etwas bringt?“ Fragen über Fragen! Zu oft fehlen die Antworten und das Know-How diese Herausforderungen umzusetzen.

5 Schritte auf dem Weg zum Social Business – so wird HR zum Treiber der Transformation

Zur Beantwortung dieser Fragen skizzieren wir nachfolgend ein Vorgehensmodell in fünf Stufen. In diesem Modell liegen rund zehn Jahre Erfahrung von Experten aus Technologie, Organisation, Change Management, Kommunikation, Marketing, Sales, Strategie und agilen Entwicklungsmethoden. Nicht jedes Unternehmen durchläuft alle Stufen in gleicher Reihenfolge. Manche setzten bereits einzelne Bausteine um – andere haben bereits eine Technologie im Einsatz wieder andere wissen genau, welchen Einfluss Social Business auf ihr Unternehmen hat. Wichtig ist die ganzheitliche Sicht auf das Vorgehensmodell – der Einstieg hängt von der Dynamik und der bisherigen Entwicklung des Unternehmens ab.

1. Social Readiness messen – 140 Fragen Online Check

Bei dieser „Standortanalyse“ muss festgestellt werden, wo das Unternehmen und die Mitarbeiter in der Social Readiness stehen. Wir messen die Bereitschaft nach drei Kategorien

  • Wie ausgeprägt sind die Social Business Kompetenzen der Mitarbeiter?
  • Welchen Reifegrad hat die IT-Infrastruktur?
  • Wie effizient läuft die Kommunikation im Unternehmen?

Ein von uns entwickeltes, standardisiertes Verfahren aus 140 Fragen ermöglicht es herauszufinden, wie bereit das Unternehmen und die Mitarbeiter für den Wandel sind. Mit den Ergebnissen können gezielte Maßnahmen aufgesetzt werden.

2. Social Business Strategie entwickeln

Welchen Einfluss hat Social Business auf die Unternehmensstrategie? Welche geschäftlichen Probleme werden besser gelöst als vorher? Mit der Beantwortung dieser Fragen, steigt das Management mit ins Boot. Eindeutige Anwendungsfälle, die Ihr Unternehmen schneller, besser und moderner machen, müssen hier erarbeitet werden. Ohne klare betriebliche Relevanz wird es schwer für ein Unternehmen, eine ganzheitliche Transformation zu gestalten und den Nutzen für die Mitarbeiter darzustellen.

3. Die richtige Kollaboration-Technologie auswählen

Technologie erfüllt keinen Selbstzweck. Erst wenn klar feststeht, welchen Reifegrad das Unternehmen hat, welche Business Ziele erreicht und welche Anwendungsfälle bearbeitet werden sollen, kann die passende Technologie ausgewählt werden. Das Angebot an Social Business Software ist sehr groß. Auf dem Markt finden sich derzeit rund 200 verschiedene Anbieter. Mit einem systematischen Kriterienkatalog und den Ergebnissen der ersten beiden Schritte fällt die Auswahl der richtigen Software leichter.

4. Wandel, Kommunikation und Befähigung

Dieser Schritt ist der wichtigste und umfangreichste für die erfolgreiche Umsetzung des Social Business. Mit rund 60 % der notwendigen Zeit für den Change Prozess ist er der Ressourcen aufwendigste aber auch das Herzstück von HR. Hier geht es fokussiert darum die Transformation von der Planung in die Umsetzung zu bringen. ALLE Zielgruppen müssen abgeholt, begeistert, befähigt und davon überzeugt werden, dass jeder seinen Nutzen aus dem Social Business ziehen wird. In diesem Schritt trennt sich die Spreu vom Weizen – die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Transformationen. Der Fokus in der Umsetzung muss auf dem kulturellen Wandel des „Anders Arbeitens“ liegen. Wenn nicht HR, wer dann sollte sich darum kümmern?

5. KPIs – wiegen, zählen und messen Sie Ihren Erfolg

Jetzt wird klar aufgezeigt, dass der Wandel positive Veränderungen und Nutzen für das Unternehmen und die Mitarbeiter hervorbringt. Die gesetzten Ziele müssen gemessen, abgeglichen und gegebenenfalls angepasst werden. In diesem Schritt werden die entsprechenden Werkzeuge anhand von Strategie und Zielen eingerichtet. So positioniert sich HR als strategischer Partner auf Augenhöhe und die Zukunft des Unternehmens im Umfeld der Globalisierung ist gesichert.

Nicht Warten sondern Starten

Die Zeit ist reif für ein proaktives Agieren von HR, für ein Treiben zu einer neuen Kollaborations- und Kommunikationskultur im Unternehmen und für ein moderneres Arbeiten. Das Vorgehensmodell die „5 Schritte auf dem Weg zum Social Business“ ist ein bewährter und praxiserprobter Wegweiser um die Transformation zum Social Business zu planen, zu messen und dauerhaft umzusetzen. Innovative Unternehmen fangen am besten gleich Morgen damit an.

Weitere Informationen:

Competence Center Human Resource Management

 

Autoren:

Torsten Bittlingmaier

Bittlingmaier_Torsten_PE_102165_F_NUR_webGeschäftsführer der Haufe Akademie Inhouse Training und Consulting. Langjährige Führungserfahrung in leitenden HR Positionen in DAX und Mittelstand. Branchenerfahrung in Maschinenbau, Software, Telekommunikation und Versicherung.


Stephan Grabmeier

HAA GrabmeierGeschäftsführer Innovation Evangelists GmbH. Berät Unternehmen zu Social Business und hilft ihnen schneller zu innovieren. Langjährige internationale Erfahrung als Head of Culture Initiatives und Leiter des Center of Excellence Enterprise 2.0 bei der Deutschen Telekom AG. ist Social Business“ Fünf Stufen zur zukunftsorientierten Unternehmensentwicklung.

 

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