Interne Projektmanagement-Berater als Erfolgsfaktor

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Projektmanagement – Erfolgsfaktor der Zukunft professionell implementieren

Steigerung der Projektmanagement-Kompetenz im eigenen Unternehmen durch Weiterbildung zum internen Projektmanagement-Berater:

Bereits 2020 macht die globale Projektwirtschaft 15 Prozent der Wertschöpfung aus, prognostiziert der Think Tank der Deutschen Bank, DB Research. Im Jahr 2007 lag dieser Wert noch bei nur zwei Prozent. Projekte erfolgreich zu Ende zu bringen wird damit zu einem entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit.

  • Wie sieht Ihre Bilanz 2015 aus? Welchen Stellenwert hat Projektmanagement in Ihrem Unternehmen? Welche Unterstützung erhalten Projektleiter für ihre Arbeit und durch wen?

In vielen Fällen gestaltet sich die aktuelle Realität wie folgt: Obwohl Topmanager bereits heute bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit in die Betreuung von Projekten investieren, sind 50 bis 60 Prozent der Projekte nicht erfolgreich.

  • Welche Unterstützer kann man Projektleitern also neben dem Management zur Verfügung stellen, um Projektmanagement weiter zu professionalisieren? Wie kann ein Verständnis und somit eine Zusammenarbeit zwischen strategischem Management und Projektmanagement auf andere Art und Weise gefördert werden?

Die Herausforderung: Projektmanagement ganzheitlich und im strategischen Kontext denken

Projekte werden, nicht zuletzt durch die immer weitere Verbreitung von z.B. agilem Arbeiten, zu einem Werkzeug in der strategischen Weiterentwicklung.

Analysen haben gezeigt, dass die Ursache für das Scheitern von Projekten oftmals im personellen Bereich zu suchen ist: Projektleitern und ihren Mitarbeitern fehlt die externe und strategische Sicht auf ihr Projekt, Führungskräften das praktische Methodenwissen und der operative Blick in der Beratungssituation. Auch bei den in Projekten unterstützenden internen Project Management Offices (PMO) oder Multiprojektmanagement-Bereichen ist überfachliche Beratungskompetenz oft nicht vorhanden.

Zusammengefasst: Wer die Tools und Methoden des Projektmanagements kennt, hat häufig keine Management-, Coaching- oder Beratungserfahrung. Wer diese Erfahrung hat dem fehlt wiederum die nötige fachliche Projektkompetenz, um als Gesprächspartner anerkannt zu werden.

Um diese Lücke zu füllen können externe Projektberater eingekauft werden. Doch dies ist oft kostenintensiv und nicht für jedes Unternehmen eine passende Lösung.

Die Rolle eines internen Projektmanagement-Beraters kann an dieser Stelle die entsprechende Projekt- und Beratungskompetenz bündeln und in einer Funktion zusammenfassen. Ggf. kann dies auch eine Erweiterung bereits bestehender Funktionen wie z.B. PMO sein. Dies kommt sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitern entgegen. Unternehmen sparen die hohen externen Kosten und erweitern das interne Know-How im Bereich Projektmanagement, Mitarbeiter bekommen Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in ihrem Fachgebiet.

Die Lösung: Beratungskompetenz im Projektmanagementkontext entwickeln

Vor diesem Hintergrund lag es für die Haufe Akademie nahe, ihre langjährige Erfahrung als Qualifizierungsanbieter im Themenfeld Projektmanagement zu nutzen und eine entsprechende Weiterbildung zu entwickeln. Das ein Bedarf besteht bestätigte zusätzlich eine interne Auswertung, in der unter anderem Erkenntnisse aus eigenen Beratungsprojekten und aus dem 2010 vom BDVT mit dem Internationalen Trainingspreis in Bronze ausgezeichneten „Projekt Performance Programm“ einbezogen wurden.

Interne Berater müssen einen Gesamtblick auf das Projekt und das Projektumfeld entwickeln und verstehen, welches Spannungsfeld zwischen Strategie, Linienorganisation und Projektorganisation besteht. Zudem muss jeder Einzelne seine individuelle, überfachliche Beraterpersönlichkeit mit den genannten Kompetenzen entwickeln. Um erfolgreich beraten zu können, brauchen interne Projektmanagement-Berater neben Beratungs- und Projektmanagementkompetenz auch praktische Handlungskompetenz.

Die Projektmanagementkompetenz sollten die zur Qualifizierung ausgewählten Mitarbeiter bereits mitbringen.

Die Beratungskompetenz ist das Herz der Weiterbildung. Zur Erweiterung der vorhandenen Kompetenzen werden Fragetechniken, Tools und Analysemethoden vermittelt. Die Teilnehmer haben darüber hinaus im Rahmen der Qualifizierung die Möglichkeit, sich mit individuellen und persönlichen Beratungsfragen an ihre Referenten zu wenden.

Für die praktische Handlungskompetenz spielt es eine wichtige Rolle, sich weiterführend zur „Beratungstheorie“ auch mit dem eigenen Beratungs- (Selbst-) Verständnis zu beschäftigen und daraus eigene Coaching- und Beratungsansätze zu konzipieren. Die Teilnehmer üben Coachings und Beratungssituationen kontinuierlich und wiederholt im Seminar und schlüpfen dabei auch in die verschiedenen Rollen von Berater, Coachee, Beobachter und Feedbackgeber. In den fünf Präsenzmodulen werden zudem kontinuierlich Beratungssequenzen, sowie das gezielte Einsetzen des Gelernten geübt. Im Rahmen der Qualifizierung hat sich darüber hinaus gezeigt, dass die Teilnehmer die kollegiale Beratung schätzen und sich gegenseitig coachen und somit auch die Beratungsrolle verinnerlichen.

Weil es sich bei den Übungsszenarien um reale Fallvorgaben handelt, die die Teilnehmer aus ihrem Arbeitsumfeld mitbringen, können sie die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse und daraus gewonnenen Erkenntnisse anschließend direkt in ihrer Arbeit verwenden. So schafft bereits die Ausbildung einen direkten Nutzen und Mehrwert für den Teilnehmer und das Unternehmen. Eine eigene Literaturarbeit zwischen den einzelnen Modulen (gelenktes Selbststudium), Lernpartnerschaften, kollegiale Beratung und das persönliche Coaching unterstützen den Lerntransfer.

Resümee: Gute Aussichten für Projektmanagement- Berater und Unternehmen

Unternehmen, deren Mitarbeiter an der Weiterbildung teilgenommen haben, konnten schnell erkennen, dass die Professionalisierung des Projektmanagements damit einen großen Schritt vorangeht und die Investitionssicherheit bei Projekten steigt: Bereits in ihrer Prüfung müssen sich die angehenden internen Projektmanagement-Berater mit einem realen Fall aus ihrem Unternehmen befassen und haben dabei sehr gute Prüfungsergebnisse erlangt. Ihr Einsatz in ersten Projekten und Rollenklärungsprozessen war erfolgreich. Für die neuen internen Projektmanagement-Berater hat sich viel verändert: Sie werden regelmäßig für Projekte angefragt, ihr Stellenwert im Unternehmen ist gestiegen. Mit den erworbenen (Selbst-) Erkenntnissen und Kompetenzen eröffnen sich neue Karriereperspektiven und Entwicklungschancen. Auch für Unternehmen zeigten sich viele Vorteile: Langfristig etablieren Unternehmen so Beratungskompetenz und -verständnis im eigenen Haus, was einen Wissenszuwachs und eine Kompetenzerweiterung bedeutet sowie die Zusammenarbeit mit externen Beratern leichter und effizienter macht. Und nicht zuletzt steigt die Quote der erfolgreich durchgeführten Projekte und somit verbessert sich die Umsetzung der strategischen Vorhaben.

Fallstudie

Lernziele

Die Lernziele der branchenunabhängigen Weiterbildung wurden gemeinsam mit potenziellen Kunden und Teilnehmern erarbeitet. Im Mittelpunkt standen dabei

  • die Rollenklärung als interner Berater,
  • die Entwicklung einer Beraterpersönlichkeit,
  • die praktische Handlungskompetenz in der Beratung von Projektbeteiligten und im Projektumfeld,
  • die Methodenvielfalt und Beratungswerkzeuge in der Teamentwicklung, im Krisenmanagement sowie der systemischen Beratung und Intervention im Kontext des Projektmanagements,
  • die Strukturierung und Gestaltung von Veränderungsprozessen,
  • das konkrete Erleben und Üben von Beratungssituationen.

Kooperation mit der Hochschule Deggendorf

Die Hochschule Deggendorf ist eine der jüngeren Hochschulen, die sich durch innovative Studienkonzepte und hohe Lehrqualität regelmäßig positiv in Rankings auszeichnet. Die Weiterbildung wird durch die Hochschule Deggendorf zertifiziert, das heißt, Sie erhalten mit Bestehen der Abschlussprüfung ein offizielles Hochschulzertifikat.

Im Rahmen der Zertifizierung überprüft die Hochschule Deggendorf regelmäßig die fachliche Qualität der Weiterbildung in Bezug auf die aktuellen Erfordernisse des Qualitätsmanagements und bezüglich der Qualitätssicherung in der Weiterbildung (state-of-the-art). Die Qualitätssicherung ist ein kontinuierlicher Prozess, der Ihnen als Kunde garantiert, dass Sie anwendungsorientiertes aktuelles Wissen erhalten. Die Zertifizierung bezieht sich auf die Inhalte der Seminare, die Gesamtkonzeption des Lehrgangs, die Referenten sowie auf den Inhalt und den Ablauf der Prüfung.

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Sie haben weitere Fragen oder Interesse die Qualifizierung zum internen Projektmanagement-Berater bei Ihnen im Unternehmen zu implementieren? Melden Sie sich gerne bei uns!

Competence Center Projekt,- Prozess- und Change Management

 

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Über den Autor

Master of Arts (Wirtschaftspsychologie). Lisa Simon ist Beraterin und Trainerin für Projekt-, Prozess- und Change Management und verfügt über Erfahrung als Beraterin und Vorstandsstab für Projekt- und Change Management/Organisationsentwicklung. Sie ist außerdem Wirtschaftsmediatorin und zertifizierte Projektmanagerin GPM Level D, Prince2 (Foundation), SCRUM Master (PSM I).

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