Wie gelingt lebenslanges Lernen? 7 Tipps für Fach- und Führungskräfte, um sich erfolgreich weiterzubilden

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Etwa zwei von drei Angestellten würden sich gern häufiger fortbilden.

Das zeigt die Umfrage „Wert der Weiterbildung“ 2013 der Haufe Akademie. Doch wie überzeugt man den Arbeitgeber? Die Antwort: Eigeninitiative ist gefragt! Torsten Bittlingmaier, Geschäftsführer von Haufe Akademie Inhouse-Training und Consulting, erklärt, worauf Fach- und Führungskräfte bei ihrer beruflichen Weiterbildung achten sollten – unabhängig vom Alter oder dem Stand der Karriere.

1. Klarheit gewinnen

Eine Weiterbildung soll Ihnen helfen, Ihre Kompetenzen auszubauen, damit Sie Ihren Job besser machen oder weiterführende Aufgaben übernehmen können. Deshalb sollte der erste Schritt sein, sich über die eigenen Erwartungen und Ziele klar zu werden. Definieren Sie, in welche Richtung Sie sich entwickeln wollen: Sind es die fachlichen Qualifikationen, Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen oder Führungsqualitäten, die Sie ausbauen wollen?

2. Chancen sichten

Informieren Sie sich bei Ihrer Personalabteilung, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung in Ihrem Unternehmen angeboten werden. Gibt es Förderprogramme? Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, sich für die Mitarbeit an einem Projekt zu bewerben, um via „Learning on the Job“ Kompetenzen zu erwerben und das unternehmensinterne Netzwerk zu erweitern.

3. Möglichkeiten kennen

Lebenslanges Lernen ist staatlich gefördert: Der Staat bietet mit Gutscheinen, Prämien und Stipendien vielseitige Unterstützung für eine berufliche Weiterbildung. Informieren Sie sich über Ihre Rechte und Möglichkeiten. Mehr Infos dazu finden Sie zum Beispiel auf unserer Website.

4. Anforderungen abgleichen

Wenn Sie sich über Ihre Ziele und Möglichkeiten im Klaren sind, gleichen Sie diese mit den Erwartungen Ihrer Führungskraft ab. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um Feedback bezüglich Ihrer persönlichen Entwicklung, und lassen Sie sich wenn möglich von ihm beraten. Der richtige Rahmen dafür ist das jährliche Mitarbeitergespräch. Denn es bietet Gelegenheit, in Ruhe Ihr Anforderungsprofil durchzugehen und festzulegen, ob Veränderungen geplant sind, die eine Weiterbildung erfordern.

5. Offen sein für neue Formate

Neben Seminaren, Tagungen und Kongressen gibt es dank des Internets und neuer Technologien mittlerweile zahlreiche zeit- und ortsunabhängige Formate wie schriftliche Lehrgänge, E-Learning, Podcasts oder Apps für Tablets und Smartphones, die flexibel in den Arbeitsalltag integriert werden können. Portale wie Semigator helfen, sich schnell einen Über blick über Qualifizierungsangebote zu verschaffen.

6. Umsetzung optimieren

Die Teilnahme an einer Weiterbildung soll sich für Sie lohnen – im Fachjargon spricht man hier vom „optimalen Lerntransfer“. Drei Schritte helfen Ihnen dabei, das Gelernte schnell in Ihrem Arbeitsalltag umzusetzen: Achten Sie darauf, dass sich die ausgewählte Qualifizierungsmaßnahme so passgenau wie möglich mit Ihrem Bedarf deckt. Eine Stunde Telefoncoaching kann Ihnen mehr bringen als ein dreitägiges Training. Stellen Sie während der Weiterbildung konkrete und möglichst praxisbezogene Fragen. Und schließlich: Besprechen Sie nach der Qualifizierung mit Ihrem Vorgesetzten, welches Know-how Sie sich konkret erarbeitet haben, wo Sie das Gelernte bereits anwenden und ob der Umsetzung eventuell noch Hindernisse im Weg stehen. Checklisten und eine Infografik, die Ihnen den Lerntransfer erleichtern, finden Sie auf unserer Seite zum Thema Transfersicherung.

7. Ziele im Blick behalten

Die eigene Weiterbildung zu planen, lohnt sich nicht nur für „karrierehungrige“ Menschen. Wissen veraltet immer schneller, ständig kommen neue Tools und Techniken dazu. Deshalb ist lebenslanges Lernen so wichtig. Eine kontinuierliche Qualifizierung hilft Ihnen dabei, im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben. Insbesondere ältere Arbeitnehmer sind gut beraten, ihre persönliche Weiterbildung im Blick zu behalten.

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Über den Autor

Kerstin Schreck

studierte Anglistik, Germanistik und später berufsbegleitend BWL in Freiburg. Seit 1999 ist sie Mitarbeiterin der Haufe Akademie. Kommunikation und lebenslanges Lernen sind die Themen, die sie beruflich und privat nachhaltig begeistern und zu denen sie, lange Jahr als PR-Managerin und seit Mai 2014 als Content-Managerin, für die Haufe Akademie schreibt, recherchiert und kommuniziert. (Anglistin, Germanistin (M.A.), Betriebswirtin (VWA))

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