{"id":37638,"date":"2025-10-20T11:14:14","date_gmt":"2025-10-20T09:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?post_type=glossary&#038;p=37638"},"modified":"2025-11-12T07:23:29","modified_gmt":"2025-11-12T06:23:29","slug":"fachkraeftemangel","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/fachkraeftemangel\/","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<h1>Fachkr\u00e4ftemangel<\/h1>\n<h2>Definition: Was ist Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h2>\n<p>Fachkr\u00e4ftemangel bezeichnet die Situation am Arbeitsmarkt, wenn Unternehmen offene Stellen nicht mit passend qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften besetzen k\u00f6nnen. Es entsteht ein Fachkr\u00e4fteengpass: Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften \u00fcbersteigt das Angebot an verf\u00fcgbaren Fachkr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Besonders betroffen sind Berufe mit hohen Anforderungen an die Ausbildung oder Spezialisierung. Der Mangel zeigt sich in l\u00e4ngeren Vakanzzeiten und unbesetzten Stellen trotz aktiver Suche.<\/p>\n<h2>Zahlen &amp; Fakten zum Fachkr\u00e4ftemangel<\/h2>\n<p>Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Eine Analyse des <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/jurek-tiedemann-gero-kunath-dirk-werner-dringend-gesucht-in-diesen-berufen-fehlen-aktuell-die-meisten-fachkraefte.html\">Instituts der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW K\u00f6ln)<\/a> aus dem Jahr 2024 zeigt: In Deutschland fehlen mehr als 530.000 qualifizierte Fachkr\u00e4fte. Viele offene Stellen lassen sich rechnerisch nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/-\/media\/project\/manpowergroup\/manpowergroup\/manpowergroup-germany\/studien_pdf\/2025\/mpg_umfrage_fachkraeftemangel_2025.pdf\">ManpowerGroup<\/a> kommt in ihrer Studie von 2025 zu einem \u00e4hnlich ern\u00fcchternden Ergebnis: 86 % der Unternehmen in Deutschland berichten von akuten Problemen bei der Stellenbesetzung. Zum Vergleich: <a href=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/de\/insights\/presseinformationen\/presseinformationen\/2025\/01\/22\/14\/19\/20250123-mpg-fachkraefte-umfrage-2025\">2014 meldeten nur 40 %<\/a> der Firmen solche Schwierigkeiten \u2013 der Fachkr\u00e4ftemangel hat sich innerhalb von zehn Jahren also mehr als verdoppelt. Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit an der Spitze und \u00fcbertrifft den globalen Durchschnitt von 74 % deutlich.<\/p>\n<h2>Was sind die Hauptursachen f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h2>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel hat mehrere strukturelle Ursachen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Demografischer Wandel:<\/strong> Die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge der Babyboomer gehen zunehmend in Rente, w\u00e4hrend weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen sinkt dadurch perspektivisch.<\/li>\n<li><strong>Digitale Transformation:<\/strong> Viele Berufe erfordern heute spezialisierte Kompetenzen in IT, Datenverarbeitung oder neuen Technologien. Die Qualifikationsanforderungen steigen schneller, als das Bildungssystem nachziehen kann.<\/li>\n<li><strong>Unattraktive Arbeitsbedingungen:<\/strong> In manchen Branchen schrecken niedrige L\u00f6hne, hohe Arbeitsbelastung oder ung\u00fcnstige Arbeitszeiten potenzielle Fachkr\u00e4fte ab.<\/li>\n<li><strong>Fehlende Abstimmung:<\/strong> Das Bildungssystem und der Arbeitsmarkt sind nicht optimal aufeinander abgestimmt. Viele Menschen entscheiden sich f\u00fcr Berufe, in denen bereits gen\u00fcgend Arbeitskr\u00e4fte vorhanden sind, w\u00e4hrend Berufe mit Fachkr\u00e4fteengp\u00e4ssen zu selten gew\u00e4hlt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>In welchen Branchen &amp; Berufen ist der Fachkr\u00e4ftemangel besonders hoch?<\/h2>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel betrifft nahezu alle Wirtschaftsbereiche \u2013 vom Kleinstbetrieb bis zum Gro\u00dfkonzern. Besonders stark ausgepr\u00e4gt ist der Mangel laut ManpowerGroup-Studie in folgenden Branchen:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Branche<\/strong><\/td>\n<td><strong>Fachkr\u00e4ftemangel in %<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Energie &amp; Versorgung<\/td>\n<td>92<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesundheitswesen &amp; Life Sciences<\/td>\n<td>89<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Informationstechnologie<\/td>\n<td>89<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Transport, Logistik &amp; Automotive<\/td>\n<td>88<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Finanzen &amp; Immobilien<\/td>\n<td>86<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kommunikationsdienstleistungen<\/td>\n<td>86<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Industrieprodukte &amp; Werkstoffe<\/td>\n<td>85<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verbrauchsg\u00fcter &amp; Dienstleistungen<\/td>\n<td>82<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den konkreten Berufen zeigt die IW-Studie: Die meisten Fachkr\u00e4fte fehlen in der Kinderbetreuung und -erziehung (\u00fcber 21.000 unbesetzte Stellen), gefolgt von Bauelektrik sowie Sozialarbeit und -p\u00e4dagogik (jeweils mehr als 18.000 fehlende Fachkr\u00e4fte) und Gesundheits- und Krankenpflege (Fachkr\u00e4ftebedarf \u00fcber 16.500 Stellen).<\/p>\n<p>Besonders gefragt sind laut ManpowerGroup Kompetenzen in IT &amp; Datenverarbeitung (30 %), HR (24 %) sowie Front Office und Kundenservice (21 %). Auch Qualifikationen in Nachhaltigkeit und ESG (Environmental, Social, Governance) gewinnen zunehmend an Bedeutung.<\/p>\n<h2>Welche Folgen hat der Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h2>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel bremst Unternehmen und Wirtschaft gleicherma\u00dfen aus. Firmen k\u00f6nnen ihr Wachstumspotenzial nicht aussch\u00f6pfen, Auftr\u00e4ge verz\u00f6gern sich und Innovationen bleiben liegen. Das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales (BMAS) erwartet in seiner <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Forschungsberichte\/fb-647-fachkraeftemonitoring-bmas-mittelfristprognose-bis-2028.html\">Mittelfristprognose bis zum Jahr 2028<\/a> anhaltende Fachkr\u00e4fteengp\u00e4sse in folgenden Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li>IT-Berufe<\/li>\n<li>Gesundheits- und Pflegeberufe<\/li>\n<li>einige technische Berufe<\/li>\n<li>Lehrberufe<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Gesellschaft bedeutet der Mangel: l\u00e4ngere Wartezeiten in Kitas, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, verz\u00f6gerte Bauprojekte und eingeschr\u00e4nkte Dienstleistungen. Die hohe Arbeitsbelastung f\u00fcr vorhandene Mitarbeitende f\u00fchrt zu \u00dcberlastung und sinkender Arbeitszufriedenheit.<\/p>\n<p>Deutschland l\u00e4uft Gefahr, als Wirtschaftsstandort an Attraktivit\u00e4t zu verlieren. Die qualifizierte Zuwanderung kann den demografischen Wandel zwar abfedern, aber nicht vollst\u00e4ndig ausgleichen.<\/p>\n<h2>Welche Ma\u00dfnahmen ergreifen Unternehmen gegen den Fachkr\u00e4fteengpass?<\/h2>\n<p>Deutsche Arbeitgebende reagieren auf den Fachkr\u00e4ftemangel mit verschiedenen Strategien. Die ManpowerGroup-Studie zeigt: Unternehmen setzen verst\u00e4rkt auf Corporate Benefits und nicht-monet\u00e4re Anreize, um sich im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte zu positionieren. Sie passen ihr Leistungsangebot an die Bed\u00fcrfnisse der Arbeitskr\u00e4fte an.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ma\u00dfnahmen im \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Flexible Arbeitsmodelle:<\/strong> 27 % der Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten und hybride Arbeitsmodelle an, um im Wettbewerb um Talente zu punkten.<\/li>\n<li><strong>Weiterbildung und Umschulung:<\/strong> 23 % investieren gezielt in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden, um interne Kompetenzen aufzubauen.<\/li>\n<li><strong>Gehaltserh\u00f6hungen:<\/strong> 21 % setzen auf eine attraktivere Verg\u00fctung \u2013 interessanterweise spielt das Gehalt eine geringere Rolle als erwartet und belegt in der ManpowerGroup-Studie Platz drei.<\/li>\n<li><strong>Weitere attraktive Zusatzleistungen:<\/strong> Gesundheitsangebote, Mobilit\u00e4tszusch\u00fcsse, Kinderbetreuung oder individuelle Weiterbildungsbudgets st\u00e4rken die Arbeitgeberattraktivit\u00e4t.<\/li>\n<li><strong>Zuwanderung:<\/strong> Das Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz erleichtert die Integration ausl\u00e4ndischer Fachkr\u00e4fte. Unternehmen k\u00f6nnen durch Anerkennungspartnerschaften Fachkr\u00e4fte schneller nach Deutschland holen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>L\u00e4ngere Erwerbst\u00e4tigkeit: \u00c4ltere Arbeitnehmende werden mit attraktiven Angeboten ermutigt, freiwillig l\u00e4nger zu arbeiten \u2013 auch in Teilzeit.<br \/>\nF\u00fcr eine nachhaltige Fachkr\u00e4ftesicherung sollten Unternehmen mehrere dieser Ans\u00e4tze kombinieren, um neue Talente zu gewinnen und vorhandene Mitarbeitende zu halten.<\/p>\n<h2>FAQ<\/h2>\n<h3>Haben wir wirklich einen Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h3>\n<p>Ja, der Fachkr\u00e4ftemangel in Deutschland ist real und durch Statistiken belegt. Das <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/jurek-tiedemann-gero-kunath-dirk-werner-dringend-gesucht-in-diesen-berufen-fehlen-aktuell-die-meisten-fachkraefte.html\">IW K\u00f6ln<\/a> ermittelte f\u00fcr 2024 \u00fcber 530.000 unbesetzte Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden k\u00f6nnen. 86 % der Unternehmen melden laut <a href=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/-\/media\/project\/manpowergroup\/manpowergroup\/manpowergroup-germany\/studien_pdf\/2025\/mpg_umfrage_fachkraeftemangel_2025.pdf\">ManpowerGroup<\/a> akute Probleme bei der Stellenbesetzung \u2013 der h\u00f6chste Wert weltweit. Auch wenn die Zahl offener Stellen konjunkturbedingt schwankt, bleibt die strukturelle L\u00fccke bestehen: Mehr Menschen gehen in Rente, als nachr\u00fccken.<\/p>\n<h3>Wo ist der Fachkr\u00e4ftemangel am schlimmsten?<\/h3>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel betrifft ganz Deutschland, zeigt sich aber regional unterschiedlich. Besonders ausgepr\u00e4gt ist er in Ostdeutschland, wo die Abwanderung junger Menschen die demografische Entwicklung versch\u00e4rft. Auf Branchenebene sind die Energiebranche, das Gesundheitswesen und die IT am st\u00e4rksten betroffen. Bei konkreten Berufen f\u00fchrt die Kinderbetreuung die Liste an, gefolgt von der Sozialarbeit und Bauelektrik.<\/p>\n<h3>Was f\u00fcr Fachkr\u00e4fte fehlen in Deutschland?<\/h3>\n<p>Deutschland fehlen vor allem Fachkr\u00e4fte in sozialen, technischen und IT-Berufen. Konkret sind das: Erzieher:innen, Pflegekr\u00e4fte, Elektriker:innen, Maschinenbautechniker:innen, Softwareentwickler:innen und IT-Sicherheitsexperten und -expert:innen. Auch Lehrkr\u00e4fte werden h\u00e4nderingend gesucht. Gefragt sind insbesondere Kompetenzen in IT &amp; Datenverarbeitung, HR sowie Kundenservice. Viele Berufe erfordern heute spezialisiertes Fachwissen \u2013 eine Herausforderung f\u00fcr Ausbildung und Weiterbildung.<\/p>\n<h3>Warum gibt es pl\u00f6tzlich \u00fcberall Personalmangel?<\/h3>\n<p>Der Personalmangel kommt nicht pl\u00f6tzlich, sondern ist das Ergebnis langfristiger Entwicklungen. Die Babyboomer-Generation geht seit einigen Jahren verst\u00e4rkt in Rente. Gleichzeitig r\u00fccken geburtenschwache Jahrg\u00e4nge nach. Die Digitalisierung erh\u00f6ht die Anforderungen, und in manchen Branchen versch\u00e4rfen unattraktive Arbeitsbedingungen das Problem. Der Mangel wird sichtbarer, weil er mittlerweile nahezu alle Bereiche betrifft.<br \/>\n<script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Haben wir wirklich einen Fachkr\u00e4ftemangel?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Ja, der Fachkr\u00e4ftemangel in Deutschland ist real und durch Statistiken belegt. Das IW K\u00f6ln ermittelte f\u00fcr 2024 \u00fcber 530.000 unbesetzte Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden k\u00f6nnen. 86 % der Unternehmen melden laut ManpowerGroup akute Probleme bei der Stellenbesetzung \u2013 der h\u00f6chste Wert weltweit. 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Auch Qualifikationen in Nachhaltigkeit und ESG (Environmental, Social, Governance) gewinnen zunehmend an Bedeutung.\r\n<h2>Welche Folgen hat der Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h2>\r\nDer Fachkr\u00e4ftemangel bremst Unternehmen und Wirtschaft gleicherma\u00dfen aus. Firmen k\u00f6nnen ihr Wachstumspotenzial nicht aussch\u00f6pfen, Auftr\u00e4ge verz\u00f6gern sich und Innovationen bleiben liegen. 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Sie passen ihr Leistungsangebot an die Bed\u00fcrfnisse der Arbeitskr\u00e4fte an.\r\n\r\nDie wichtigsten Ma\u00dfnahmen im \u00dcberblick:\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Flexible Arbeitsmodelle:<\/strong> 27 % der Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten und hybride Arbeitsmodelle an, um im Wettbewerb um Talente zu punkten.<\/li>\r\n \t<li><strong>Weiterbildung und Umschulung:<\/strong> 23 % investieren gezielt in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden, um interne Kompetenzen aufzubauen.<\/li>\r\n \t<li><strong>Gehaltserh\u00f6hungen:<\/strong> 21 % setzen auf eine attraktivere Verg\u00fctung \u2013 interessanterweise spielt das Gehalt eine geringere Rolle als erwartet und belegt in der ManpowerGroup-Studie Platz drei.<\/li>\r\n \t<li><strong>Weitere attraktive Zusatzleistungen:<\/strong> Gesundheitsangebote, Mobilit\u00e4tszusch\u00fcsse, Kinderbetreuung oder individuelle Weiterbildungsbudgets st\u00e4rken die Arbeitgeberattraktivit\u00e4t.<\/li>\r\n \t<li><strong>Zuwanderung:<\/strong> Das Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz erleichtert die Integration ausl\u00e4ndischer Fachkr\u00e4fte. Unternehmen k\u00f6nnen durch Anerkennungspartnerschaften Fachkr\u00e4fte schneller nach Deutschland holen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nL\u00e4ngere Erwerbst\u00e4tigkeit: \u00c4ltere Arbeitnehmende werden mit attraktiven Angeboten ermutigt, freiwillig l\u00e4nger zu arbeiten \u2013 auch in Teilzeit.\r\nF\u00fcr eine nachhaltige Fachkr\u00e4ftesicherung sollten Unternehmen mehrere dieser Ans\u00e4tze kombinieren, um neue Talente zu gewinnen und vorhandene Mitarbeitende zu halten.\r\n<h2>FAQ<\/h2>\r\n<h3>Haben wir wirklich einen Fachkr\u00e4ftemangel?<\/h3>\r\nJa, der Fachkr\u00e4ftemangel in Deutschland ist real und durch Statistiken belegt. Das <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/jurek-tiedemann-gero-kunath-dirk-werner-dringend-gesucht-in-diesen-berufen-fehlen-aktuell-die-meisten-fachkraefte.html\">IW K\u00f6ln<\/a> ermittelte f\u00fcr 2024 \u00fcber 530.000 unbesetzte Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden k\u00f6nnen. 86 % der Unternehmen melden laut <a href=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/-\/media\/project\/manpowergroup\/manpowergroup\/manpowergroup-germany\/studien_pdf\/2025\/mpg_umfrage_fachkraeftemangel_2025.pdf\">ManpowerGroup<\/a> akute Probleme bei der Stellenbesetzung \u2013 der h\u00f6chste Wert weltweit. Auch wenn die Zahl offener Stellen konjunkturbedingt schwankt, bleibt die strukturelle L\u00fccke bestehen: Mehr Menschen gehen in Rente, als nachr\u00fccken.\r\n<h3>Wo ist der Fachkr\u00e4ftemangel am schlimmsten?<\/h3>\r\nDer Fachkr\u00e4ftemangel betrifft ganz Deutschland, zeigt sich aber regional unterschiedlich. Besonders ausgepr\u00e4gt ist er in Ostdeutschland, wo die Abwanderung junger Menschen die demografische Entwicklung versch\u00e4rft. Auf Branchenebene sind die Energiebranche, das Gesundheitswesen und die IT am st\u00e4rksten betroffen. Bei konkreten Berufen f\u00fchrt die Kinderbetreuung die Liste an, gefolgt von der Sozialarbeit und Bauelektrik.\r\n<h3>Was f\u00fcr Fachkr\u00e4fte fehlen in Deutschland?<\/h3>\r\nDeutschland fehlen vor allem Fachkr\u00e4fte in sozialen, technischen und IT-Berufen. Konkret sind das: Erzieher:innen, Pflegekr\u00e4fte, Elektriker:innen, Maschinenbautechniker:innen, Softwareentwickler:innen und IT-Sicherheitsexperten und -expert:innen. Auch Lehrkr\u00e4fte werden h\u00e4nderingend gesucht. Gefragt sind insbesondere Kompetenzen in IT &amp; Datenverarbeitung, HR sowie Kundenservice. Viele Berufe erfordern heute spezialisiertes Fachwissen \u2013 eine Herausforderung f\u00fcr Ausbildung und Weiterbildung.\r\n<h3>Warum gibt es pl\u00f6tzlich \u00fcberall Personalmangel?<\/h3>\r\nDer Personalmangel kommt nicht pl\u00f6tzlich, sondern ist das Ergebnis langfristiger Entwicklungen. Die Babyboomer-Generation geht seit einigen Jahren verst\u00e4rkt in Rente. Gleichzeitig r\u00fccken geburtenschwache Jahrg\u00e4nge nach. Die Digitalisierung erh\u00f6ht die Anforderungen, und in manchen Branchen versch\u00e4rfen unattraktive Arbeitsbedingungen das Problem. 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