{"id":46036,"date":"2026-06-02T17:22:59","date_gmt":"2026-06-02T15:22:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?post_type=glossary&#038;p=46036"},"modified":"2026-06-02T17:22:59","modified_gmt":"2026-06-02T15:22:59","slug":"bem","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/bem\/","title":{"rendered":"BEM"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)<\/strong><\/h1>\n<h2>Definition: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)<\/h2>\n<p>Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Unterst\u00fctzung von Besch\u00e4ftigten nach l\u00e4ngerer Arbeitsunf\u00e4higkeit. Ziel ist es, die R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, erneuter Arbeitsunf\u00e4higkeit vorzubeugen und die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit dauerhaft zu sichern. Grundlage ist \u00a7 167 Absatz 2 SGB IX.<\/p>\n<h2>Ziele und Nutzen des betrieblichen Eingliederungsmanagements<\/h2>\n<p>Das BEM verfolgt mehrere Ziele:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Erhalt des Arbeitsplatzes:<\/strong> Vermeidung von K\u00fcndigungen durch individuelle L\u00f6sungen.<\/li>\n<li><strong>Gesundheitsf\u00f6rderung:<\/strong> Unterst\u00fctzung bei der Wiederherstellung der Arbeitsf\u00e4higkeit.<\/li>\n<li><strong>Pr\u00e4vention:<\/strong> Vorbeugung weiterer Krankheitsausf\u00e4lle.<\/li>\n<li><strong>Rechtskonformit\u00e4t:<\/strong> Der Arbeitgeber erf\u00fcllt seine gesetzliche Pflicht nach dem SGB IX.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ablauf und Beteiligte im BEM-Verfahren<\/h2>\n<p>Das Verfahren startet, wenn ein:e Mitarbeiter:in innerhalb eines Jahres l\u00e4nger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunf\u00e4hig war. Der Arbeitgeber muss dann ein BEM-Gespr\u00e4ch anbieten. Die Teilnahme ist freiwillig.<\/p>\n<p>Am Prozess k\u00f6nnen je nach Fall beteiligt sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Besch\u00e4ftigte<\/li>\n<li>BEM-Beauftragte oder Personalabteilung<\/li>\n<li>Betriebsrat oder Personalrat<\/li>\n<li>Betriebsarzt oder externe Fachkr\u00e4fte<\/li>\n<li>Integrations\u00e4mter bei schwerbehinderten Menschen<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Typische Ma\u00dfnahmen im Eingliederungsmanagement<\/h2>\n<p>Das BEM kann unterschiedliche Ma\u00dfnahmen umfassen, um die Wiedereingliederung zu erm\u00f6glichen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Stufenweise Wiedereingliederung:<\/strong> Schrittweise R\u00fcckkehr in den Arbeitsalltag.<\/li>\n<li><strong>Arbeitsplatzanpassung:<\/strong> Technische oder organisatorische \u00c4nderungen.<\/li>\n<li><strong>Qualifizierungsma\u00dfnahmen:<\/strong> Schulungen oder Umschulungen bei ge\u00e4nderten Anforderungen.<\/li>\n<li><strong>Gesundheitsf\u00f6rdernde Angebote:<\/strong>\u202fB. Ergonomieberatung, Stressbew\u00e4ltigung.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\"><div class=\"seminartipp\">\r\n\t\r\n\t<div class=\"content-wrapper\">\r\n\t\t\r\n\t\t<div class=\"\">\r\n\t\t\t<h2>Unsere Seminarempfehlung<\/h2>\r\n\t\t\t<p class=\"h3\">Mach Gesundheit zu deinem Erfolgsfaktor<\/p>\r\n\t\t\t<p>Von betrieblichem Gesundheitsmanagement \u00fcber mentale Gesundheit bis hin zu Arbeitssicherheit: Finde die passende Weiterbildung und entwickle Kompetenzen, mit denen du Gesundheit im Unternehmen gezielt f\u00f6rdern kannst.<\/p>\n<br\/>\r\n\t\t\t<a class=\"btn\" href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/hierarchy\/gesundheit\" onclick=\"target_econda_article()\" data-track-style=\"clickbtn\" data-track-type=\"link\" data-track-action=\"recoprimary\" target=\"_blank\">Gesundheitskompetenzen ausbauen<\/a>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t<div class=\"clear\"><\/div>\r\n\t\r\n<\/div>\n<h2>FAQ<\/h2>\n<h3>Ist das BEM f\u00fcr Arbeitgeber verpflichtend?<\/h3>\n<p>Ja, Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ein BEM anzubieten, wenn die Voraussetzungen erf\u00fcllt sind. Die Teilnahme durch Besch\u00e4ftigte ist jedoch freiwillig.<\/p>\n<h3>Wer tr\u00e4gt die Kosten f\u00fcr das Eingliederungsmanagement?<\/h3>\n<p>Die Kosten f\u00fcr interne Ma\u00dfnahmen tr\u00e4gt in der Regel der Arbeitgeber. Bei technischen Hilfen oder besonderen Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen auch Integrations\u00e4mter oder Krankenkassen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h3>Was passiert, wenn man das BEM ablehnt?<\/h3>\n<p>Die Ablehnung hat keine unmittelbaren Nachteile. Sollte der Arbeitgeber jedoch sp\u00e4ter eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung aussprechen, ist die Position des Arbeitgebers rechtlich gest\u00e4rkt. Gerichte pr\u00fcfen, ob die K\u00fcndigung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig war. Hat der Arbeitgeber ein BEM angeboten (und der\/die Besch\u00e4ftigte hat abgelehnt), hat der Arbeitgeber nachgewiesen, dass er nach milderen Alternativen zur K\u00fcndigung gesucht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Definition: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Unterst\u00fctzung von Besch\u00e4ftigten nach l\u00e4ngerer Arbeitsunf\u00e4higkeit. Ziel ist es, die R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, erneuter Arbeitsunf\u00e4higkeit vorzubeugen und die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit dauerhaft zu sichern. Grundlage ist \u00a7 167 Absatz 2 SGB IX. 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Ziel ist es, die R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, erneuter Arbeitsunf\u00e4higkeit vorzubeugen und die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit dauerhaft zu sichern. 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