{"id":48520,"date":"2026-08-27T10:22:04","date_gmt":"2026-08-27T08:22:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?post_type=glossary&#038;p=48520"},"modified":"2026-08-27T10:22:04","modified_gmt":"2026-08-27T08:22:04","slug":"vorsteuer","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/vorsteuer\/","title":{"rendered":"Vorsteuer"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Vorsteuer und Vorsteuerabzug<\/strong><\/h1>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt, dass die Umsatzsteuer, die auf Waren oder Dienstleistungen erhoben wird, vom privaten Endverbraucher zu tragen ist. Wenn jedoch einem Unternehmen von einem anderen Unternehmen im Zusammenhang mit einer Lieferung oder Leistung eine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt wird, kann das Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Vorsteuer erstattet bekommen. Durch den Vorsteuerabzug haben Unternehmen die M\u00f6glichkeit, die von ihnen gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zur\u00fcckzuholen.<\/p>\n<h2>Definition: Was ist die Vorsteuer?<\/h2>\n<p>Mit Vorsteuer bezeichnet man die Umsatzsteuer, die Unternehmen beim Einkauf von Waren oder Dienstleistungen an ihre Lieferanten oder Dienstleister zahlen. Unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen <strong>zum Vorsteuerabzug berechtigt<\/strong> ist, und eine <strong>ordnungsgem\u00e4\u00dfe Rechnung<\/strong> vorliegt, kann sich das Unternehmen die Vorsteuer vom Finanzamt erstatten lassen. Dadurch gleichen sie die an den Lieferanten oder Dienstleister gezahlte Umsatzsteuer und die vom Finanzamt erstattete Vorsteuer im Endeffekt wieder aus. In der Buchhaltung werden diese Betr\u00e4ge auf den sogenannten Vorsteuerkonten erfasst.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Vorsteuer gelten die Steuers\u00e4tze, die auch f\u00fcr die Umsatzsteuer gelten:<\/p>\n<ul>\n<li>Regelsteuersatz von 19 Prozent<\/li>\n<li>Erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz von 7 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was bedeutet Vorsteuerabzug?<\/h2>\n<p>Vorsteuerabzug bedeutet, dass Unternehmen die eingenommen Umsatzsteuer mit der an Lieferanten bzw. Dienstleister gezahlten Vorsteuer verrechnen k\u00f6nnen. Eine Erstattung der Vorsteuer durch das Finanzamt ist aber nur m\u00f6glich, wenn ein <strong>\u201eVorsteuer\u00fcberhang\u201c<\/strong> besteht \u2013 das hei\u00dft, wenn das Unternehmen mehr Vorsteuer bezahlt als Umsatzsteuer eingenommen hat. Der Vorsteuerabzug erfolgt \u00fcber die monatliche oder viertelj\u00e4hrliche Umsatzsteuer-Voranmeldung.<\/p>\n<p>Gesetzlich geregelt ist der Vorsteuerabzug in den \u00a7\u00a7 15, 15a Umsatzsteuergesetz (UStG).<\/p>\n<h2>Wer ist vorsteuerabzugsberechtigt?<\/h2>\n<p>Alle Unternehmen, die umsatzsteuerpflichtig sind, sind grunds\u00e4tzlich auch vorsteuerabzugsberechtigt. Mit anderen Worten: Wer selbst Waren oder Dienstleistungen verkauft und infolgedessen Umsatzsteuer an das Finanzamt abf\u00fchrt, kann auch gezahlte Vorsteuer geltend machen. Der Umsatzsteuersatz ergibt sich aus der jeweiligen Eingangsrechnung.<\/p>\n<p><strong>Kleinunternehmer<\/strong> sind aufgrund einer speziellen Regelung nicht umsatzsteuerpflichtig. Das hei\u00dft: Kleinunternehmer weisen in der Regel in ihren Ausgangsrechnungen keine Umsatzsteuer aus. Somit sind sie auch <strong>nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt<\/strong>. Allerdings haben Kleinunternehmer die M\u00f6glichkeit, eine sogenannte Regelbesteuerung zu beantragen. Regelbesteuerung bedeutet, dass die Umsatzsteuer in den Ausgangsrechnungen ausgewiesen wird. In diesem Fall besteht dann auch die Berechtigung, den Vorsteuerabzug geltend zu machen.<\/p>\n<p>Neben Kleinunternehmern sind folgende Personen <strong>nicht zum Vorsteuerabzug<\/strong> berechtigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Privatpersonen<\/li>\n<li>Unternehmer, die ausschlie\u00dflich umsatzsteuerfreie Leistungen erbringen, wie zum Beispiel \u00c4rzte.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>In welchen F\u00e4llen kann die Vorsteuer abgezogen werden?<\/h2>\n<ul>\n<li>Wenn Umsatzsteuer f\u00fcr Lieferungen oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen von einem anderen Unternehmen erhalten bzw. in Anspruch genommen hat, angefallen ist<\/li>\n<li>F\u00fcr Leistungen im Sinne von \u00a7 13b Abs. 1 UStG, wodurch Umsatzsteuer beim Leistungsempf\u00e4nger angefallen ist (Reverse-Charge-Verfahren)<\/li>\n<li>Umsatzsteuerzahlungen, die in Folge von innergemeinschaftlichen Dreiecksgesch\u00e4ften entstanden sind<\/li>\n<li>Wenn Einfuhrumsatzsteuer f\u00fcr Waren aus dem Ausland f\u00e4llig wurde.<\/li>\n<li>Umsatzsteuer, die im Rahmen eines innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenst\u00e4nden f\u00fcr das Unternehmen angefallen ist, sofern der innergemeinschaftliche Erwerb vom Inland aus in Auftrag gegeben wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?<\/h2>\n<p>Der Vorsteuerabzug kann entweder \u00fcber die Umsatzsteuer-Voranmeldung oder im Rahmen der Umsatzsteuererkl\u00e4rung erfolgen. Beim Vorsteuerabzug wird ein Saldo gebildet: Bei h\u00f6herer Umsatzsteuer ergibt sich die Umsatzsteuer-Zahllast und bei h\u00f6herer Vorsteuer ein Vorsteuer\u00fcberhang. F\u00fcr Unternehmer, die im Ausland ans\u00e4ssig sind, gibt es gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 59\u201361a Umsatzsteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (UStDV) ein besonderes Verfahren zur Verg\u00fctung der Vorsteuerbetr\u00e4ge, die sogenannte Vorsteuerverg\u00fctung.<\/p>\n<p>Die Vorsteuer darf erst dann abgezogen werden, wenn die Leistung bereits erfolgt ist und wenn der vorsteuerabzugsberechtige Unternehmer eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erhalten hat. Entscheidend ist dabei nicht der Zeitpunkt der Bezahlung, sondern der jeweilige Besteuerungszeitraum.<\/p>\n<p><strong>Dazu folgendes Beispiel:<\/strong> Wurde im Mai 2026 ein Ware geliefert und ebenfalls im Mai die Rechnung gestellt, dann liegen die Voraussetzungen f\u00fcr den Vorsteuerabzug im Monat Mai vor, auch wenn die Rechnung erst im Juni bezahlt wird. Die Vorsteuer ist somit in diesem Beispiel im Voranmeldungszeitraum Mai abziehbar.<\/p>\n<h2>Nachweis f\u00fcr die Berechtigung zum Vorsteuerabzug<\/h2>\n<p>Die Voraussetzungen f\u00fcr den Vorsteuerabzug sind vom Arbeitgeber zu dokumentieren bzw. durch Belege nachzuweisen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die von einem anderen Unternehmer in Rechnung gestellte Umsatzsteuer auf eine Warenlieferung oder Dienstleistung gilt die vom Lieferanten oder Dienstleister <strong>ausgestellte Rechnung<\/strong> als Nachweis. F\u00fcr die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer gilt ein zollamtlicher Beleg, z. B. der Abgabenbescheid, als Nachweis oder ein vom zust\u00e4ndigen Zollamt bescheinigter Ersatzbeleg.<\/p>\n<h2>Reise- und \u00dcbernachtungskosten<\/h2>\n<p>Auch f\u00fcr Kosten, die im Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten Reise anfallen, ist ein Vorsteuerabzug m\u00f6glich. Die Vorsteuerbetr\u00e4ge, die sich auf Dienstreisen ergeben, sind grunds\u00e4tzlich abziehbar, soweit es sich um <strong>Verpflegungskosten, \u00dcbernachtungskosten oder um Fahrtkosten<\/strong> f\u00fcr Fahrzeuge des Personals handelt.<\/p>\n<h2>Welche Aufzeichnungspflichten im Zusammenhang mit der Vorsteuer zu beachten sind<\/h2>\n<p>Unternehmer haben im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug bestimmte Aufzeichnungspflichten. Folgendes muss vom Unternehmer dokumentiert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Entgelte f\u00fcr steuerpflichtige Lieferungen und sonstige Leistungen, die f\u00fcr das eigene Unternehmen ausgef\u00fchrt wurden, sowie die daf\u00fcr anfallende Steuer<\/li>\n<li>Die Entgelte und Vorsteuerbetr\u00e4ge aus Vorauszahlungen \u2013 im Rahmen der Mindest-Ist-Versteuerung<\/li>\n<li>Die Bemessungsgrundlagen f\u00fcr die Einfuhr von Gegenst\u00e4nden sowie die Einfuhrumsatzsteuer<\/li>\n<li>Die Bemessungsgrundlagen aus innergemeinschaftlichen Erwerben sowie die Erwerbssteuer<\/li>\n<li>Beim Reverse-Charge-Verfahren muss der Leistungsempf\u00e4nger die Angaben dokumentieren, die ansonsten der Leistungserbringer machen muss<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den F\u00e4llen, in denen eine nur teilweise Vorsteuerabzugsberechtigung besteht, m\u00fcssen die Vorsteuerbetr\u00e4ge aus den Aufzeichnungen eindeutig und leicht nachpr\u00fcfbar zu erkennen sein, die den zum Vorsteuerabzug berechtigenden Ums\u00e4tzen ganz oder teilweise zuzurechnen sind.<\/p>\n<h2>Vorsteuerabzug bei Unternehmensgr\u00fcndungen<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich fallen Existenzgr\u00fcnder unter die Kleinunternehmerregelung \u2013 vorausgesetzt, dass die Gr\u00fcndung die erste unternehmerische T\u00e4tigkeit der jeweiligen Person ist. Aufgrund der Anfangsinvestitionen, die bei Existenzgr\u00fcndungen in der Regel notwendig sind, kann es sich jedoch lohnen, die Regelbesteuerung zu beantragen, um auch die Vorsteuer geltend machen zu k\u00f6nnen. Dann kann ein Vorsteuerabzug f\u00fcr die Kosten erfolgen, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgr\u00fcndung anfallen \u2013 wie zum Beispiel f\u00fcr den Kauf von B\u00fcromaterial und Hardware oder f\u00fcr Honorare, die an Unternehmensberater gezahlt werden.<\/p>\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\"><div class=\"seminartipp\">\r\n\t\r\n\t<div class=\"content-wrapper\">\r\n\t\t\r\n\t\t<div class=\"\">\r\n\t\t\t<h2>Unsere Seminarempfehlungen<\/h2>\r\n\t\t\t<p class=\"h3\">Rechnungswesen Seminare<\/p>\r\n\t\t\t<p>Im Finanz- und Rechnungswesen z\u00e4hlt Aktualit\u00e4t. 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Ist das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt, kann es diese mit der eingenommenen Umsatzsteuer verrechnen.<\/p>\n<h3 data-section-id=\"1eya9pk\" data-start=\"452\" data-end=\"508\">Wann bekommt man die Vorsteuer vom Finanzamt zur\u00fcck?<\/h3>\n<p data-start=\"509\" data-end=\"698\">Eine Erstattung erfolgt, wenn die gezahlte Vorsteuer h\u00f6her ist als die eingenommene Umsatzsteuer. Dieser sogenannte Vorsteuer\u00fcberhang wird \u00fcber die Umsatzsteuer-Voranmeldung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h3 data-section-id=\"d56k\" data-start=\"700\" data-end=\"774\">Kann man die Vorsteuer auch vor der Bezahlung einer Rechnung abziehen?<\/h3>\n<p data-start=\"775\" data-end=\"956\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Ja. Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt der Bezahlung. Die Vorsteuer kann abgezogen werden, wenn die Leistung erfolgt ist und eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer vorliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorsteuer und Vorsteuerabzug Grunds\u00e4tzlich gilt, dass die Umsatzsteuer, die auf Waren oder Dienstleistungen erhoben wird, vom privaten Endverbraucher zu tragen ist. Wenn jedoch einem Unternehmen von einem anderen Unternehmen im Zusammenhang mit einer Lieferung oder Leistung eine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt wird, kann das Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Vorsteuer erstattet bekommen. 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In der Buchhaltung werden diese Betr\u00e4ge auf den sogenannten Vorsteuerkonten erfasst.\r\n\r\nF\u00fcr die Vorsteuer gelten die Steuers\u00e4tze, die auch f\u00fcr die Umsatzsteuer gelten:\r\n<ul>\r\n \t<li>Regelsteuersatz von 19 Prozent<\/li>\r\n \t<li>Erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz von 7 Prozent<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Was bedeutet Vorsteuerabzug?<\/h2>\r\nVorsteuerabzug bedeutet, dass Unternehmen die eingenommen Umsatzsteuer mit der an Lieferanten bzw. Dienstleister gezahlten Vorsteuer verrechnen k\u00f6nnen. Eine Erstattung der Vorsteuer durch das Finanzamt ist aber nur m\u00f6glich, wenn ein <strong>\u201eVorsteuer\u00fcberhang\u201c<\/strong> besteht \u2013 das hei\u00dft, wenn das Unternehmen mehr Vorsteuer bezahlt als Umsatzsteuer eingenommen hat. 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Allerdings haben Kleinunternehmer die M\u00f6glichkeit, eine sogenannte Regelbesteuerung zu beantragen. Regelbesteuerung bedeutet, dass die Umsatzsteuer in den Ausgangsrechnungen ausgewiesen wird. In diesem Fall besteht dann auch die Berechtigung, den Vorsteuerabzug geltend zu machen.\r\n\r\nNeben Kleinunternehmern sind folgende Personen <strong>nicht zum Vorsteuerabzug<\/strong> berechtigt:\r\n<ul>\r\n \t<li>Privatpersonen<\/li>\r\n \t<li>Unternehmer, die ausschlie\u00dflich umsatzsteuerfreie Leistungen erbringen, wie zum Beispiel \u00c4rzte.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>In welchen F\u00e4llen kann die Vorsteuer abgezogen werden?<\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Wenn Umsatzsteuer f\u00fcr Lieferungen oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen von einem anderen Unternehmen erhalten bzw. in Anspruch genommen hat, angefallen ist<\/li>\r\n \t<li>F\u00fcr Leistungen im Sinne von \u00a7 13b Abs. 1 UStG, wodurch Umsatzsteuer beim Leistungsempf\u00e4nger angefallen ist (Reverse-Charge-Verfahren)<\/li>\r\n \t<li>Umsatzsteuerzahlungen, die in Folge von innergemeinschaftlichen Dreiecksgesch\u00e4ften entstanden sind<\/li>\r\n \t<li>Wenn Einfuhrumsatzsteuer f\u00fcr Waren aus dem Ausland f\u00e4llig wurde.<\/li>\r\n \t<li>Umsatzsteuer, die im Rahmen eines innergemeinschaftlichen Erwerbs von Gegenst\u00e4nden f\u00fcr das Unternehmen angefallen ist, sofern der innergemeinschaftliche Erwerb vom Inland aus in Auftrag gegeben wurde.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2>Wie funktioniert der Vorsteuerabzug?<\/h2>\r\nDer Vorsteuerabzug kann entweder \u00fcber die Umsatzsteuer-Voranmeldung oder im Rahmen der Umsatzsteuererkl\u00e4rung erfolgen. Beim Vorsteuerabzug wird ein Saldo gebildet: Bei h\u00f6herer Umsatzsteuer ergibt sich die Umsatzsteuer-Zahllast und bei h\u00f6herer Vorsteuer ein Vorsteuer\u00fcberhang. F\u00fcr Unternehmer, die im Ausland ans\u00e4ssig sind, gibt es gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 59\u201361a Umsatzsteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (UStDV) ein besonderes Verfahren zur Verg\u00fctung der Vorsteuerbetr\u00e4ge, die sogenannte Vorsteuerverg\u00fctung.\r\n\r\nDie Vorsteuer darf erst dann abgezogen werden, wenn die Leistung bereits erfolgt ist und wenn der vorsteuerabzugsberechtige Unternehmer eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erhalten hat. Entscheidend ist dabei nicht der Zeitpunkt der Bezahlung, sondern der jeweilige Besteuerungszeitraum.\r\n\r\n<strong>Dazu folgendes Beispiel:<\/strong> Wurde im Mai 2026 ein Ware geliefert und ebenfalls im Mai die Rechnung gestellt, dann liegen die Voraussetzungen f\u00fcr den Vorsteuerabzug im Monat Mai vor, auch wenn die Rechnung erst im Juni bezahlt wird. Die Vorsteuer ist somit in diesem Beispiel im Voranmeldungszeitraum Mai abziehbar.\r\n<h2>Nachweis f\u00fcr die Berechtigung zum Vorsteuerabzug<\/h2>\r\nDie Voraussetzungen f\u00fcr den Vorsteuerabzug sind vom Arbeitgeber zu dokumentieren bzw. durch Belege nachzuweisen.\r\n\r\nF\u00fcr die von einem anderen Unternehmer in Rechnung gestellte Umsatzsteuer auf eine Warenlieferung oder Dienstleistung gilt die vom Lieferanten oder Dienstleister <strong>ausgestellte Rechnung<\/strong> als Nachweis. F\u00fcr die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer gilt ein zollamtlicher Beleg, z. B. der Abgabenbescheid, als Nachweis oder ein vom zust\u00e4ndigen Zollamt bescheinigter Ersatzbeleg.\r\n<h2>Reise- und \u00dcbernachtungskosten<\/h2>\r\nAuch f\u00fcr Kosten, die im Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten Reise anfallen, ist ein Vorsteuerabzug m\u00f6glich. Die Vorsteuerbetr\u00e4ge, die sich auf Dienstreisen ergeben, sind grunds\u00e4tzlich abziehbar, soweit es sich um <strong>Verpflegungskosten, \u00dcbernachtungskosten oder um Fahrtkosten<\/strong> f\u00fcr Fahrzeuge des Personals handelt.\r\n<h2>Welche Aufzeichnungspflichten im Zusammenhang mit der Vorsteuer zu beachten sind<\/h2>\r\nUnternehmer haben im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug bestimmte Aufzeichnungspflichten. 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Aufgrund der Anfangsinvestitionen, die bei Existenzgr\u00fcndungen in der Regel notwendig sind, kann es sich jedoch lohnen, die Regelbesteuerung zu beantragen, um auch die Vorsteuer geltend machen zu k\u00f6nnen. Dann kann ein Vorsteuerabzug f\u00fcr die Kosten erfolgen, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgr\u00fcndung anfallen \u2013 wie zum Beispiel f\u00fcr den Kauf von B\u00fcromaterial und Hardware oder f\u00fcr Honorare, die an Unternehmensberater gezahlt werden.\r\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\">[pods name=\"seminartipp\" slug=\"35030\" template=\"Seminartipp\"]<\/p>\r\n\r\n<h2>FAQ f\u00fcr Vorsteuer<\/h2>\r\n<h3 class=\"PDq2pG_selectionAnchorContainer\" data-section-id=\"f5u07i\" data-start=\"168\" data-end=\"232\">Was ist der Unterschied zwischen Vorsteuer und Umsatzsteuer?<\/h3>\r\n<p data-start=\"233\" data-end=\"450\">Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf von Waren oder Dienstleistungen bezahlt. 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