{"id":49740,"date":"2026-10-01T11:12:57","date_gmt":"2026-10-01T09:12:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?post_type=glossary&#038;p=49740"},"modified":"2026-10-01T11:12:57","modified_gmt":"2026-10-01T09:12:57","slug":"higher-order-thinking","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/higher-order-thinking\/","title":{"rendered":"Higher Order Thinking"},"content":{"rendered":"<h1>Higher Order Thinking<\/h1>\n<p>Higher Order Thinking bezeichnet komplexe Denkprozesse, mit denen Menschen Informationen analysieren, anhand von Kriterien bewerten und neue L\u00f6sungen entwickeln. Diese Denkf\u00e4higkeiten gehen \u00fcber das reine Erinnern und Wiedergeben von Wissen hinaus. Gerade in der Zusammenarbeit mit k\u00fcnstlicher Intelligenz helfen sie, Vorschl\u00e4ge einzuordnen, Folgen abzusch\u00e4tzen und begr\u00fcndete Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<h2>Was bedeutet Higher Order Thinking<\/h2>\n<p>Der englische Begriff l\u00e4sst sich als \u201eDenken h\u00f6herer Ordnung\u201c beschreiben. H\u00e4ufig ist auch von Higher Order Thinking Skills, kurz HOTS, die Rede. Gemeint ist ein B\u00fcndel kognitiver F\u00e4higkeiten: Menschen untersuchen Zusammenh\u00e4nge, pr\u00fcfen Argumente und verbinden vorhandenes Wissen zu neuen L\u00f6sungsans\u00e4tzen. Kritisches Denken ist ein Teil dieses Feldes. Das <a href=\"https:\/\/cetl.uconn.edu\/resources\/design-your-course\/teaching-and-learning-techniques\/critical-thinking-and-other-higher-order-thinking-skills\/\">Center for Excellence in Teaching and Learning der University of Connecticut<\/a> ordnet es entsprechend ein.<\/p>\n<p>Im Arbeitsalltag zeigt sich der Unterschied an der Aufgabe: Eine F\u00fchrungskraft kann die Schritte eines Gespr\u00e4chsleitfadens kennen. Higher Order Thinking wird gefordert, wenn sie beurteilt, welche Schritte zu einer konkreten Konfliktsituation passen, welche Annahmen dahinterstehen und welche Reaktionen m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6her\u201c beschreibt dabei die kognitive Anforderung. Es ist keine Bewertung der Person. Auch Wissensabruf und Routinehandlungen haben ihren Platz. Fachwissen bleibt eine wichtige Grundlage, um komplexe Sachverhalte angemessen zu beurteilen.<\/p>\n<h2>Welche F\u00e4higkeiten umfasst Higher Order Thinking<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Personalentwicklung lassen sich drei zentrale Denkprozesse unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Analysieren<\/strong>: Informationen aufschl\u00fcsseln, Zusammenh\u00e4nge erkennen und Annahmen untersuchen. Beispielsweise pr\u00fcfen, welche Ursachen hinter einem Problem stecken k\u00f6nnten.<\/li>\n<li><strong>Bewerten<\/strong>: Aussagen und Handlungsoptionen anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilen. Dazu geh\u00f6rt, Belege zu pr\u00fcfen und Zielkonflikte abzuw\u00e4gen.<\/li>\n<li><strong>Entwickeln<\/strong>: Wissen und Ideen zu einem neuen, passenden Ansatz verbinden. Das kann ein verbessertes Vorgehen, ein Konzept oder eine L\u00f6sung f\u00fcr eine ungewohnte Aufgabe sein.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Einordnung in die revidierte Bloom Taxonomie<\/h3>\n<p>Die revidierte Bloom-Taxonomie von Anderson und Krathwohl aus dem Jahr 2001 unterscheidet sechs Kategorien: Erinnern, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Bewerten und Erschaffen. Die letzten drei werden h\u00e4ufig dem Higher Order Thinking zugeordnet. Die <a href=\"https:\/\/uwaterloo.ca\/centre-for-teaching-excellence\/catalogs\/tip-sheets\/blooms-taxonomy\">University of Waterloo erl\u00e4utert das Modell und seine Anwendung auf Lernziele und Aufgaben<\/a>.<\/p>\n<p>Die Taxonomie hilft, die geforderte Denkleistung zu benennen. Sie ist kein Kompetenztest und keine starre Schrittfolge f\u00fcr jede Arbeitssituation. Beim Entwickeln eines Konzepts wechseln Menschen beispielsweise zwischen Analyse, Bewertung und \u00dcberarbeitung.<\/p>\n<p>Als Teil eines <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/skillset\/\">Skillsets<\/a>\u00a0sollte Higher Order Thinking deshalb durch konkrete Handlungen beschrieben werden. \u201eVergleicht zwei Vorschl\u00e4ge anhand begr\u00fcndeter Kriterien\u201c ist aussagekr\u00e4ftiger als \u201everf\u00fcgt \u00fcber komplexes Denken\u201c.<\/p>\n<h2>Warum Higher Order Thinking f\u00fcr die Zusammenarbeit mit KI wichtig ist<\/h2>\n<p>Generative KI kann Gespr\u00e4chsleitf\u00e4den, Konzepte und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge schnell erstellen. Dadurch gewinnt die Frage an Gewicht, wie Menschen solche Ergebnisse beurteilen und in ihre Arbeit einbinden. F\u00fcr die Personalentwicklung liegt darin eine wichtige Aufgabe: Mitarbeitende sollen Vorschl\u00e4ge fachlich pr\u00fcfen und auch dann handlungsf\u00e4hig bleiben, wenn Informationen unvollst\u00e4ndig oder Ziele widerspr\u00fcchlich sind.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/en-us\/research\/publication\/the-impact-of-generative-ai-on-critical-thinking-self-reported-reductions-in-cognitive-effort-and-confidence-effects-from-a-survey-of-knowledge-workers\/\">Studie von Lee und weiteren Forschenden aus dem Jahr 2025<\/a> untersucht diesen Wandel. In einer Befragung von 319 Wissensarbeitenden mit 936 Beispielen aus ihrer Arbeit verschob sich kritisches Denken bei der KI-Nutzung unter anderem zur Informationspr\u00fcfung, zur Einbindung von Antworten und zur Steuerung der Gesamtaufgabe. H\u00f6heres Vertrauen in die KI war mit weniger selbstberichteter kritischer Denkarbeit verbunden. Die Befragung belegt keinen allgemeinen Verlust kognitiver F\u00e4higkeiten durch KI.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gestaltung von Weiterbildung l\u00e4sst sich daraus ableiten: Die Qualit\u00e4t der Mensch-KI-Interaktion h\u00e4ngt auch davon ab, ob Menschen Aufgaben sinnvoll eingrenzen, Ergebnisse hinterfragen und ihre Verwendung begr\u00fcnden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr sind vier Anforderungen besonders relevant.<\/p>\n<h3>Urteile bilden und Annahmen pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>Ein schl\u00fcssig formulierter Vorschlag muss zur Situation passen. Mitarbeitende sollten unterscheiden k\u00f6nnen, welche Aussagen belegt sind, welche auf Annahmen beruhen und welche Informationen fehlen. Eine KI kann etwa ein Vorgehen f\u00fcr ein Kritikgespr\u00e4ch vorschlagen. Die F\u00fchrungskraft muss kl\u00e4ren, ob die geschilderten Beobachtungen ausreichen und ob zun\u00e4chst weitere Perspektiven einzuholen sind.<\/p>\n<h3>Folgen und Zielkonflikte absch\u00e4tzen<\/h3>\n<p>Eine Ma\u00dfnahme kann ein Problem l\u00f6sen und an anderer Stelle neue Schwierigkeiten schaffen. Eine straffere Gespr\u00e4chsf\u00fchrung kann beispielsweise Klarheit schaffen, zugleich aber als Druck empfunden werden. Higher Order Thinking hilft, m\u00f6gliche Folgen zu untersuchen und mehrere Ziele gegeneinander abzuw\u00e4gen. Prognosen bleiben dabei unsicher; sie sollten als begr\u00fcndete Einsch\u00e4tzungen erkennbar sein.<\/p>\n<h3>Perspektiven einbeziehen und Verhandlungen vorbereiten<\/h3>\n<p>KI-Vorschl\u00e4ge lassen sich nutzen, um unterschiedliche Argumente oder Gespr\u00e4chsverl\u00e4ufe vorzubereiten. In der tats\u00e4chlichen Verhandlung m\u00fcssen Menschen Interessen verstehen, Reaktionen einordnen und auf neue Informationen eingehen. Higher Order Thinking unterst\u00fctzt diese Urteilsprozesse. Verhandlungskompetenz umfasst zus\u00e4tzlich soziale und kommunikative F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<h3>In mehrdeutigen Situationen entscheiden<\/h3>\n<p>Viele berufliche Aufgaben haben mehrere vertretbare L\u00f6sungen. Ein KI-generierter Leitfaden kann Orientierung geben. Die Entscheidung verlangt jedoch eine Abw\u00e4gung im konkreten Kontext: Welche Option ist angemessen? Welche Unsicherheit bleibt? Wann braucht es weitere fachliche Unterst\u00fctzung?<\/p>\n<p>Solche Fragen machen Higher Order Thinking zu einem wichtigen Bestandteil kompetenter KI-Nutzung. Zugleich kann KI selbst als Lernpartner dienen, etwa indem sie Gegenargumente oder alternative Szenarien liefert. Deren Pr\u00fcfung bleibt Teil der Aufgabe.<\/p>\n<h2>Higher Order Thinking im Arbeitsalltag<\/h2>\n<p>Das folgende Beispiel zeigt, wie sich die Denkprozesse in der Personalentwicklung verbinden lassen: Ein L&amp;D-Team untersucht, warum ein abgeschlossenes Lernprogramm wenig sichtbare Anwendung im Arbeitsalltag nach sich zieht.<\/p>\n<table>\n<caption>Beispiel f\u00fcr Higher Order Thinking in der Personalentwicklung<\/caption>\n<thead>\n<tr>\n<th scope=\"col\">Denkprozess<\/th>\n<th scope=\"col\">Aufgabe<\/th>\n<th scope=\"col\">Sichtbares Ergebnis<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<th scope=\"row\">Analysieren<\/th>\n<td>R\u00fcckmeldungen und Arbeitsbedingungen untersuchen. Einen KI-Vorschlag zu m\u00f6glichen Ursachen auf fehlende Informationen pr\u00fcfen.<\/td>\n<td>Begr\u00fcndete Ursachenhypothesen und benannte Wissensl\u00fccken.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th scope=\"row\">Bewerten<\/th>\n<td>Mehrere Ma\u00dfnahmen nach Zielpassung, Aufwand und m\u00f6glichen Nebenwirkungen vergleichen.<\/td>\n<td>Eine nachvollziehbar begr\u00fcndete Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th scope=\"row\">Entwickeln<\/th>\n<td>Eine passende Transferaufgabe mit Feedback und Erfolgskriterien entwerfen.<\/td>\n<td>Ein konkreter Vorschlag f\u00fcr die Erprobung im Arbeitsalltag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Beispiele sind konstruiert. Sie verdeutlichen, dass ein fertiges Konzept allein wenig dar\u00fcber aussagt, wie gr\u00fcndlich jemand die Aufgabe durchdacht hat. Daf\u00fcr m\u00fcssen Begr\u00fcndungen, Alternativen und offene Fragen sichtbar werden.<\/p>\n<h2>Wie Unternehmen Higher Order Thinking f\u00f6rdern k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>F\u00fcr die betriebliche Weiterbildung empfiehlt sich, Wissenserwerb mit anspruchsvollen Aufgaben, Austausch und Feedback zu verbinden. Ein <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10648-023-09757-x\">systematischer Review von Loyens und weiteren Forschenden aus dem Jahr 2023<\/a> berichtet positive Befunde zu problem- und projektbezogenem Lernen. Die Autorinnen weisen zugleich auf uneinheitliche Definitionen, Messverfahren und methodische Grenzen hin. Die Ergebnisse aus Bildungskontexten sind keine Wirkungsgarantie f\u00fcr betriebliche Trainings.<\/p>\n<p>Ein praktikabler Ansatz f\u00fcr L&amp;D besteht aus vier Schritten:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Lernziel konkretisieren. Zum Beispiel: Teilnehmende k\u00f6nnen einen KI-generierten Gespr\u00e4chsleitfaden auf Annahmen, Zielpassung und m\u00f6gliche Folgen pr\u00fcfen.<\/li>\n<li>Eine mehrdeutige Fallaufgabe stellen. Der Fall enth\u00e4lt unvollst\u00e4ndige Informationen und unterschiedliche Interessen. Lernende m\u00fcssen entscheiden, welche R\u00fcckfragen n\u00f6tig sind.<\/li>\n<li>Eine begr\u00fcndete Bearbeitung verlangen. Teilnehmende vergleichen Optionen, \u00fcberarbeiten den Leitfaden und erl\u00e4utern, warum sie bestimmte Vorschl\u00e4ge \u00fcbernehmen oder verwerfen.<\/li>\n<li>Feedback und Erprobung verbinden. Andere Lernende oder die Trainingsleitung hinterfragen die Entscheidung. Anschlie\u00dfend wird das Vorgehen in einem Rollenspiel erprobt und reflektiert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Erg\u00e4nzend helfen <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalentwicklung\/lernstrategien\/\">kognitive und metakognitive Lernstrategien<\/a>, Wissen zu strukturieren und das eigene Vorgehen zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<h3>Lernfortschritte anhand von Aufgaben beurteilen<\/h3>\n<p>F\u00fcr eine formative R\u00fcckmeldung \u2013 also Feedback w\u00e4hrend des Lernprozesses \u2013 lassen sich beobachtbare Kriterien nutzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Werden Aussagen mit passenden Belegen gest\u00fctzt?<\/li>\n<li>Werden Annahmen und fehlende Informationen benannt?<\/li>\n<li>Werden Alternativen und m\u00f6gliche Folgen ber\u00fccksichtigt?<\/li>\n<li>Ist die Entscheidung nachvollziehbar begr\u00fcndet?<\/li>\n<li>Wird der Ansatz nach Feedback sinnvoll \u00fcberarbeitet?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vergleichbare Aufgaben zu mehreren Zeitpunkten k\u00f6nnen Entwicklungshinweise liefern. Sie ergeben keinen universellen HOTS-Wert. Vorwissen, Aufgabenart und KI-Unterst\u00fctzung beeinflussen die Leistung. F\u00fcr Lernziele kann es deshalb sinnvoll sein, auch Bearbeitungen ohne KI einzubeziehen.<\/p>\n<h2>Unterschied zu kritischem Denken<\/h2>\n<p>Kritisches Denken legt den Schwerpunkt auf die begr\u00fcndete Pr\u00fcfung von Aussagen, Argumenten und Entscheidungen. Higher Order Thinking umfasst dar\u00fcber hinaus auch das Entwickeln neuer Ans\u00e4tze. Beide Begriffe \u00fcberschneiden sich, sind aber nicht gleichbedeutend.<\/p>\n<p>Auch Kreativit\u00e4t allein deckt Higher Order Thinking nicht vollst\u00e4ndig ab: Eine ungew\u00f6hnliche Idee muss analysiert und auf ihre Eignung gepr\u00fcft werden. In Verbindung mit weiteren F\u00e4higkeiten kann daraus <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/digital-suite\/blog\/el-innovationskompetenz\">Innovationskompetenz<\/a> entstehen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Higher Order Thinking unterst\u00fctzt Menschen dabei, komplexe Aufgaben zu durchdringen und begr\u00fcndete L\u00f6sungen zu entwickeln. In der Zusammenarbeit mit KI wird besonders wichtig, Vorschl\u00e4ge einzuordnen, Folgen abzusch\u00e4tzen und mit Mehrdeutigkeit umzugehen. Weiterbildung kann diese F\u00e4higkeiten gezielt aufgreifen, indem sie fachliches Wissen mit Fallarbeit, nachvollziehbaren Entscheidungen und Feedback verbindet.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Higher Order Thinking<\/h2>\n<h3>Was bedeutet HOTS?<\/h3>\n<p>HOTS steht f\u00fcr Higher Order Thinking Skills. Der Begriff bezeichnet komplexe Denkf\u00e4higkeiten, insbesondere das Analysieren, Bewerten und Entwickeln neuer L\u00f6sungen. Sie gehen \u00fcber das reine Erinnern und Wiedergeben von Informationen hinaus.<\/p>\n<h3>Ist Higher Order Thinking ein Soft Skill?<\/h3>\n<p>Higher Order Thinking l\u00e4sst sich als B\u00fcndel kognitiver und methodischer F\u00e4higkeiten beschreiben. In manchen Kompetenzmodellen wird es den Soft Skills zugeordnet. F\u00fcr die Personalentwicklung ist entscheidend, welche konkreten Handlungen damit gemeint sind und in welchem fachlichen Kontext sie gebraucht werden.<\/p>\n<h3>Kann man Higher Order Thinking trainieren?<\/h3>\n<p>Anspruchsvolle Fallaufgaben, begr\u00fcndete Entscheidungen und Feedback k\u00f6nnen Gelegenheiten schaffen, diese F\u00e4higkeiten zu entwickeln. Die Aufgaben sollten zum Vorwissen passen. Wie stark ein Training wirkt und ob sich die F\u00e4higkeiten auf andere Situationen \u00fcbertragen, h\u00e4ngt von der Gestaltung und dem Kontext ab.<\/p>\n<h3>Warum ist Higher Order Thinking bei der Nutzung von KI wichtig?<\/h3>\n<p>KI-generierte Vorschl\u00e4ge m\u00fcssen auf Belege, Annahmen und ihre Eignung f\u00fcr die konkrete Situation gepr\u00fcft werden. Higher Order Thinking unterst\u00fctzt diese Pr\u00fcfung, die Abw\u00e4gung m\u00f6glicher Folgen und die Entwicklung passender Handlungsoptionen. Es erg\u00e4nzt die technische Bedienkompetenz im Umgang mit KI.<\/p>\n<h3>Wie k\u00f6nnen Unternehmen Higher Order Thinking beurteilen?<\/h3>\n<p>Unternehmen k\u00f6nnen konkrete Aufgaben und die dazugeh\u00f6rigen Begr\u00fcndungen betrachten. Kriterien sind beispielsweise der Umgang mit Belegen, die Pr\u00fcfung von Alternativen und die Nachvollziehbarkeit einer Entscheidung. Einzelne Aufgaben oder Selbsteinsch\u00e4tzungen ergeben keinen allgemeing\u00fcltigen Kompetenzwert.<\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Was bedeutet HOTS?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"HOTS steht f\u00fcr Higher Order Thinking Skills. Der Begriff bezeichnet komplexe Denkf\u00e4higkeiten, insbesondere das Analysieren, Bewerten und Entwickeln neuer L\u00f6sungen. Sie gehen \u00fcber das reine Erinnern und Wiedergeben von Informationen hinaus.\"\n      }\n    },\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Ist Higher Order Thinking ein Soft Skill?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Higher Order Thinking l\u00e4sst sich als B\u00fcndel kognitiver und methodischer F\u00e4higkeiten beschreiben. 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Fachwissen bleibt eine wichtige Grundlage, um komplexe Sachverhalte angemessen zu beurteilen.\r\n<h2>Welche F\u00e4higkeiten umfasst Higher Order Thinking<\/h2>\r\nF\u00fcr die Personalentwicklung lassen sich drei zentrale Denkprozesse unterscheiden:\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Analysieren<\/strong>: Informationen aufschl\u00fcsseln, Zusammenh\u00e4nge erkennen und Annahmen untersuchen. Beispielsweise pr\u00fcfen, welche Ursachen hinter einem Problem stecken k\u00f6nnten.<\/li>\r\n \t<li><strong>Bewerten<\/strong>: Aussagen und Handlungsoptionen anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilen. Dazu geh\u00f6rt, Belege zu pr\u00fcfen und Zielkonflikte abzuw\u00e4gen.<\/li>\r\n \t<li><strong>Entwickeln<\/strong>: Wissen und Ideen zu einem neuen, passenden Ansatz verbinden. Das kann ein verbessertes Vorgehen, ein Konzept oder eine L\u00f6sung f\u00fcr eine ungewohnte Aufgabe sein.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h3>Einordnung in die revidierte Bloom Taxonomie<\/h3>\r\nDie revidierte Bloom-Taxonomie von Anderson und Krathwohl aus dem Jahr 2001 unterscheidet sechs Kategorien: Erinnern, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Bewerten und Erschaffen. Die letzten drei werden h\u00e4ufig dem Higher Order Thinking zugeordnet. Die <a href=\"https:\/\/uwaterloo.ca\/centre-for-teaching-excellence\/catalogs\/tip-sheets\/blooms-taxonomy\">University of Waterloo erl\u00e4utert das Modell und seine Anwendung auf Lernziele und Aufgaben<\/a>.\r\n\r\nDie Taxonomie hilft, die geforderte Denkleistung zu benennen. Sie ist kein Kompetenztest und keine starre Schrittfolge f\u00fcr jede Arbeitssituation. Beim Entwickeln eines Konzepts wechseln Menschen beispielsweise zwischen Analyse, Bewertung und \u00dcberarbeitung.\r\n\r\nAls Teil eines <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/glossar\/skillset\/\">Skillsets<\/a>\u00a0sollte Higher Order Thinking deshalb durch konkrete Handlungen beschrieben werden. \u201eVergleicht zwei Vorschl\u00e4ge anhand begr\u00fcndeter Kriterien\u201c ist aussagekr\u00e4ftiger als \u201everf\u00fcgt \u00fcber komplexes Denken\u201c.\r\n<h2>Warum Higher Order Thinking f\u00fcr die Zusammenarbeit mit KI wichtig ist<\/h2>\r\nGenerative KI kann Gespr\u00e4chsleitf\u00e4den, Konzepte und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge schnell erstellen. Dadurch gewinnt die Frage an Gewicht, wie Menschen solche Ergebnisse beurteilen und in ihre Arbeit einbinden. 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Die Befragung belegt keinen allgemeinen Verlust kognitiver F\u00e4higkeiten durch KI.\r\n\r\nF\u00fcr die Gestaltung von Weiterbildung l\u00e4sst sich daraus ableiten: Die Qualit\u00e4t der Mensch-KI-Interaktion h\u00e4ngt auch davon ab, ob Menschen Aufgaben sinnvoll eingrenzen, Ergebnisse hinterfragen und ihre Verwendung begr\u00fcnden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr sind vier Anforderungen besonders relevant.\r\n<h3>Urteile bilden und Annahmen pr\u00fcfen<\/h3>\r\nEin schl\u00fcssig formulierter Vorschlag muss zur Situation passen. Mitarbeitende sollten unterscheiden k\u00f6nnen, welche Aussagen belegt sind, welche auf Annahmen beruhen und welche Informationen fehlen. Eine KI kann etwa ein Vorgehen f\u00fcr ein Kritikgespr\u00e4ch vorschlagen. Die F\u00fchrungskraft muss kl\u00e4ren, ob die geschilderten Beobachtungen ausreichen und ob zun\u00e4chst weitere Perspektiven einzuholen sind.\r\n<h3>Folgen und Zielkonflikte absch\u00e4tzen<\/h3>\r\nEine Ma\u00dfnahme kann ein Problem l\u00f6sen und an anderer Stelle neue Schwierigkeiten schaffen. Eine straffere Gespr\u00e4chsf\u00fchrung kann beispielsweise Klarheit schaffen, zugleich aber als Druck empfunden werden. Higher Order Thinking hilft, m\u00f6gliche Folgen zu untersuchen und mehrere Ziele gegeneinander abzuw\u00e4gen. Prognosen bleiben dabei unsicher; sie sollten als begr\u00fcndete Einsch\u00e4tzungen erkennbar sein.\r\n<h3>Perspektiven einbeziehen und Verhandlungen vorbereiten<\/h3>\r\nKI-Vorschl\u00e4ge lassen sich nutzen, um unterschiedliche Argumente oder Gespr\u00e4chsverl\u00e4ufe vorzubereiten. In der tats\u00e4chlichen Verhandlung m\u00fcssen Menschen Interessen verstehen, Reaktionen einordnen und auf neue Informationen eingehen. Higher Order Thinking unterst\u00fctzt diese Urteilsprozesse. Verhandlungskompetenz umfasst zus\u00e4tzlich soziale und kommunikative F\u00e4higkeiten.\r\n<h3>In mehrdeutigen Situationen entscheiden<\/h3>\r\nViele berufliche Aufgaben haben mehrere vertretbare L\u00f6sungen. Ein KI-generierter Leitfaden kann Orientierung geben. Die Entscheidung verlangt jedoch eine Abw\u00e4gung im konkreten Kontext: Welche Option ist angemessen? Welche Unsicherheit bleibt? Wann braucht es weitere fachliche Unterst\u00fctzung?\r\n\r\nSolche Fragen machen Higher Order Thinking zu einem wichtigen Bestandteil kompetenter KI-Nutzung. Zugleich kann KI selbst als Lernpartner dienen, etwa indem sie Gegenargumente oder alternative Szenarien liefert. Deren Pr\u00fcfung bleibt Teil der Aufgabe.\r\n<h2>Higher Order Thinking im Arbeitsalltag<\/h2>\r\nDas folgende Beispiel zeigt, wie sich die Denkprozesse in der Personalentwicklung verbinden lassen: Ein L&amp;D-Team untersucht, warum ein abgeschlossenes Lernprogramm wenig sichtbare Anwendung im Arbeitsalltag nach sich zieht.\r\n<table><caption>Beispiel f\u00fcr Higher Order Thinking in der Personalentwicklung<\/caption>\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th scope=\"col\">Denkprozess<\/th>\r\n<th scope=\"col\">Aufgabe<\/th>\r\n<th scope=\"col\">Sichtbares Ergebnis<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<th scope=\"row\">Analysieren<\/th>\r\n<td>R\u00fcckmeldungen und Arbeitsbedingungen untersuchen. Einen KI-Vorschlag zu m\u00f6glichen Ursachen auf fehlende Informationen pr\u00fcfen.<\/td>\r\n<td>Begr\u00fcndete Ursachenhypothesen und benannte Wissensl\u00fccken.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<th scope=\"row\">Bewerten<\/th>\r\n<td>Mehrere Ma\u00dfnahmen nach Zielpassung, Aufwand und m\u00f6glichen Nebenwirkungen vergleichen.<\/td>\r\n<td>Eine nachvollziehbar begr\u00fcndete Entscheidung.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<th scope=\"row\">Entwickeln<\/th>\r\n<td>Eine passende Transferaufgabe mit Feedback und Erfolgskriterien entwerfen.<\/td>\r\n<td>Ein konkreter Vorschlag f\u00fcr die Erprobung im Arbeitsalltag.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n&nbsp;\r\n\r\nDie Beispiele sind konstruiert. Sie verdeutlichen, dass ein fertiges Konzept allein wenig dar\u00fcber aussagt, wie gr\u00fcndlich jemand die Aufgabe durchdacht hat. Daf\u00fcr m\u00fcssen Begr\u00fcndungen, Alternativen und offene Fragen sichtbar werden.\r\n<h2>Wie Unternehmen Higher Order Thinking f\u00f6rdern k\u00f6nnen<\/h2>\r\nF\u00fcr die betriebliche Weiterbildung empfiehlt sich, Wissenserwerb mit anspruchsvollen Aufgaben, Austausch und Feedback zu verbinden. Ein <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10648-023-09757-x\">systematischer Review von Loyens und weiteren Forschenden aus dem Jahr 2023<\/a> berichtet positive Befunde zu problem- und projektbezogenem Lernen. Die Autorinnen weisen zugleich auf uneinheitliche Definitionen, Messverfahren und methodische Grenzen hin. Die Ergebnisse aus Bildungskontexten sind keine Wirkungsgarantie f\u00fcr betriebliche Trainings.\r\n\r\nEin praktikabler Ansatz f\u00fcr L&amp;D besteht aus vier Schritten:\r\n<ol>\r\n \t<li>Das Lernziel konkretisieren. Zum Beispiel: Teilnehmende k\u00f6nnen einen KI-generierten Gespr\u00e4chsleitfaden auf Annahmen, Zielpassung und m\u00f6gliche Folgen pr\u00fcfen.<\/li>\r\n \t<li>Eine mehrdeutige Fallaufgabe stellen. Der Fall enth\u00e4lt unvollst\u00e4ndige Informationen und unterschiedliche Interessen. Lernende m\u00fcssen entscheiden, welche R\u00fcckfragen n\u00f6tig sind.<\/li>\r\n \t<li>Eine begr\u00fcndete Bearbeitung verlangen. Teilnehmende vergleichen Optionen, \u00fcberarbeiten den Leitfaden und erl\u00e4utern, warum sie bestimmte Vorschl\u00e4ge \u00fcbernehmen oder verwerfen.<\/li>\r\n \t<li>Feedback und Erprobung verbinden. Andere Lernende oder die Trainingsleitung hinterfragen die Entscheidung. Anschlie\u00dfend wird das Vorgehen in einem Rollenspiel erprobt und reflektiert.<\/li>\r\n<\/ol>\r\nErg\u00e4nzend helfen <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalentwicklung\/lernstrategien\/\">kognitive und metakognitive Lernstrategien<\/a>, Wissen zu strukturieren und das eigene Vorgehen zu \u00fcberpr\u00fcfen.\r\n<h3>Lernfortschritte anhand von Aufgaben beurteilen<\/h3>\r\nF\u00fcr eine formative R\u00fcckmeldung \u2013 also Feedback w\u00e4hrend des Lernprozesses \u2013 lassen sich beobachtbare Kriterien nutzen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Werden Aussagen mit passenden Belegen gest\u00fctzt?<\/li>\r\n \t<li>Werden Annahmen und fehlende Informationen benannt?<\/li>\r\n \t<li>Werden Alternativen und m\u00f6gliche Folgen ber\u00fccksichtigt?<\/li>\r\n \t<li>Ist die Entscheidung nachvollziehbar begr\u00fcndet?<\/li>\r\n \t<li>Wird der Ansatz nach Feedback sinnvoll \u00fcberarbeitet?<\/li>\r\n<\/ul>\r\nVergleichbare Aufgaben zu mehreren Zeitpunkten k\u00f6nnen Entwicklungshinweise liefern. Sie ergeben keinen universellen HOTS-Wert. Vorwissen, Aufgabenart und KI-Unterst\u00fctzung beeinflussen die Leistung. F\u00fcr Lernziele kann es deshalb sinnvoll sein, auch Bearbeitungen ohne KI einzubeziehen.\r\n<h2>Unterschied zu kritischem Denken<\/h2>\r\nKritisches Denken legt den Schwerpunkt auf die begr\u00fcndete Pr\u00fcfung von Aussagen, Argumenten und Entscheidungen. Higher Order Thinking umfasst dar\u00fcber hinaus auch das Entwickeln neuer Ans\u00e4tze. Beide Begriffe \u00fcberschneiden sich, sind aber nicht gleichbedeutend.\r\n\r\nAuch Kreativit\u00e4t allein deckt Higher Order Thinking nicht vollst\u00e4ndig ab: Eine ungew\u00f6hnliche Idee muss analysiert und auf ihre Eignung gepr\u00fcft werden. In Verbindung mit weiteren F\u00e4higkeiten kann daraus <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/digital-suite\/blog\/el-innovationskompetenz\">Innovationskompetenz<\/a> entstehen.\r\n<h2>Fazit<\/h2>\r\nHigher Order Thinking unterst\u00fctzt Menschen dabei, komplexe Aufgaben zu durchdringen und begr\u00fcndete L\u00f6sungen zu entwickeln. In der Zusammenarbeit mit KI wird besonders wichtig, Vorschl\u00e4ge einzuordnen, Folgen abzusch\u00e4tzen und mit Mehrdeutigkeit umzugehen. Weiterbildung kann diese F\u00e4higkeiten gezielt aufgreifen, indem sie fachliches Wissen mit Fallarbeit, nachvollziehbaren Entscheidungen und Feedback verbindet.\r\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Higher Order Thinking<\/h2>\r\n<h3>Was bedeutet HOTS?<\/h3>\r\nHOTS steht f\u00fcr Higher Order Thinking Skills. Der Begriff bezeichnet komplexe Denkf\u00e4higkeiten, insbesondere das Analysieren, Bewerten und Entwickeln neuer L\u00f6sungen. Sie gehen \u00fcber das reine Erinnern und Wiedergeben von Informationen hinaus.\r\n<h3>Ist Higher Order Thinking ein Soft Skill?<\/h3>\r\nHigher Order Thinking l\u00e4sst sich als B\u00fcndel kognitiver und methodischer F\u00e4higkeiten beschreiben. In manchen Kompetenzmodellen wird es den Soft Skills zugeordnet. F\u00fcr die Personalentwicklung ist entscheidend, welche konkreten Handlungen damit gemeint sind und in welchem fachlichen Kontext sie gebraucht werden.\r\n<h3>Kann man Higher Order Thinking trainieren?<\/h3>\r\nAnspruchsvolle Fallaufgaben, begr\u00fcndete Entscheidungen und Feedback k\u00f6nnen Gelegenheiten schaffen, diese F\u00e4higkeiten zu entwickeln. Die Aufgaben sollten zum Vorwissen passen. Wie stark ein Training wirkt und ob sich die F\u00e4higkeiten auf andere Situationen \u00fcbertragen, h\u00e4ngt von der Gestaltung und dem Kontext ab.\r\n<h3>Warum ist Higher Order Thinking bei der Nutzung von KI wichtig?<\/h3>\r\nKI-generierte Vorschl\u00e4ge m\u00fcssen auf Belege, Annahmen und ihre Eignung f\u00fcr die konkrete Situation gepr\u00fcft werden. Higher Order Thinking unterst\u00fctzt diese Pr\u00fcfung, die Abw\u00e4gung m\u00f6glicher Folgen und die Entwicklung passender Handlungsoptionen. Es erg\u00e4nzt die technische Bedienkompetenz im Umgang mit KI.\r\n<h3>Wie k\u00f6nnen Unternehmen Higher Order Thinking beurteilen?<\/h3>\r\nUnternehmen k\u00f6nnen konkrete Aufgaben und die dazugeh\u00f6rigen Begr\u00fcndungen betrachten. Kriterien sind beispielsweise der Umgang mit Belegen, die Pr\u00fcfung von Alternativen und die Nachvollziehbarkeit einer Entscheidung. Einzelne Aufgaben oder Selbsteinsch\u00e4tzungen ergeben keinen allgemeing\u00fcltigen Kompetenzwert.\r\n\r\n<script type=\"application\/ld+json\">\r\n{\r\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\r\n  \"@type\": \"FAQPage\",\r\n  \"mainEntity\": [\r\n    {\r\n      \"@type\": \"Question\",\r\n      \"name\": \"Was bedeutet HOTS?\",\r\n      \"acceptedAnswer\": {\r\n        \"@type\": \"Answer\",\r\n        \"text\": \"HOTS steht f\u00fcr Higher Order Thinking Skills. Der Begriff bezeichnet komplexe Denkf\u00e4higkeiten, insbesondere das Analysieren, Bewerten und Entwickeln neuer L\u00f6sungen. 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