{"id":44115,"date":"2026-03-27T10:00:23","date_gmt":"2026-03-27T09:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?p=44115"},"modified":"2026-03-26T13:15:22","modified_gmt":"2026-03-26T12:15:22","slug":"geldwaeschepraevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/compliance\/geldwaeschepraevention\/","title":{"rendered":"Geldw\u00e4schepr\u00e4vention im Unternehmen: Pflichten, Ma\u00dfnahmen und Umsetzung in der Praxis"},"content":{"rendered":"<p>Ein neuer Kunde meldet sich, das Projekt klingt vielversprechend, die Zusammenarbeit startet unkompliziert. Vielleicht f\u00e4llt nur eine Kleinigkeit auf: Die Zahlungen kommen \u00fcber mehrere Konten, die Ansprechpartner wechseln h\u00e4ufiger oder die Unternehmensstruktur wirkt auf den ersten Blick etwas verschachtelt. Nichts davon ist direkt problematisch. Und doch sind es genau diese Momente, in denen Aufmerksamkeit gefragt ist. Geldw\u00e4schepr\u00e4vention beginnt nicht mit Misstrauen, sondern mit Verantwortungsbewusstsein. Wer sich ehrlich fragt, wer hinter einem Gesch\u00e4ft steht und ob alles stimmig wirkt, sch\u00fctzt nicht nur sein Unternehmen vor rechtlichen Risiken \u2013 sondern st\u00e4rkt auch die eigene Integrit\u00e4t im Markt.<\/p>\n<h2>Was ist Geldw\u00e4schepr\u00e4vention? Definition, Ziel und warum sie Unternehmen betrifft<\/h2>\n<p>Wenn von Geldw\u00e4sche die Rede ist, denken viele an internationale Finanzstr\u00f6me oder im gro\u00dfen Stil organisierte Kriminalit\u00e4t. Tats\u00e4chlich beginnt Geldw\u00e4sche oft viel unspektakul\u00e4rer. N\u00e4mlich dann, wenn Gelder aus illegalen Quellen so in den legalen Wirtschaftskreislauf eingebracht werden, dass ihre Herkunft nicht mehr auff\u00e4llt.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p>Sch\u00e4tzungen des United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) zufolge entsprechen die weltweit gewaschenen Gelder rund 2 &#8211; 5 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts.\u00b9 Gleichzeitig wird weniger als 1 Prozent der illegalen Erl\u00f6se tats\u00e4chlich eingefroren oder sichergestellt.\u00b2<\/p><\/blockquote>\n<p>Unter Geldw\u00e4schepr\u00e4vention verstehen sich daher alle Ma\u00dfnahmen, mit denen Unternehmen verhindern, f\u00fcr solche Verschleierungsprozesse genutzt zu werden \u2013 bewusst oder unbewusst. Grundlage ist in Deutschland vor allem das Geldw\u00e4schegesetz (GwG). Es verpflichtet bestimmte Unternehmen dazu, Risiken zu analysieren, Gesch\u00e4ftspartner sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen und bei Auff\u00e4lligkeiten aktiv zu werden.<\/p>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention ist dabei kein Sonderthema f\u00fcr Banken. Auch Immobilienunternehmen, Beratungen, H\u00e4ndler:innen bestimmter G\u00fcter oder Dienstleister:innen mit internationalem Bezug k\u00f6nnen betroffen sein. Wer Vertr\u00e4ge schlie\u00dft, Zahlungen entgegennimmt oder komplexe Gesch\u00e4ftsbeziehungen eingeht, tr\u00e4gt Verantwortung.<\/p>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention bedeutet deshalb nicht, jeden Kunden oder jede Kundin unter Generalverdacht zu stellen. Es bedeutet, Strukturen zu verstehen, Risiken realistisch einzusch\u00e4tzen und klare Prozesse zu haben, wenn etwas nicht stimmig wirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eDie alles entscheidende Gr\u00f6\u00dfe in der Pr\u00e4vention von Geldw\u00e4sche und Terrorismusfinanzierung ist das Risiko. [\u2026] Nur wer seine Kundinnen und Kunden kennt, ihre Gesch\u00e4ftsmodelle versteht und ihre Transaktionen nachvollziehen kann, kann Risiken identifizieren.\u201c\u00b3<br \/>\nBirgit Rodolphe<br \/>\nExekutivdirektorin Abwicklung und Geldw\u00e4schepr\u00e4vention<br \/>\nbei der deutschen Finanzaufsicht BaFin<\/p>\n<h2>Wer ist zur Geldw\u00e4schepr\u00e4vention verpflichtet?<\/h2>\n<p>Ob ein Unternehmen konkrete Pflichten nach dem Geldw\u00e4schegesetz erf\u00fcllen muss, h\u00e4ngt nicht von seiner Gr\u00f6\u00dfe ab, sondern von seiner T\u00e4tigkeit. Das Gesetz spricht von sogenannten \u201eVerpflichteten\u201c. Dazu z\u00e4hlen selbstverst\u00e4ndlich Banken und Finanzdienstleister \u2013 aber eben auch viele weitere:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Immobilienmakler:innen: <\/strong>Sie sind verpflichtet, weil Immobiliengesch\u00e4fte h\u00e4ufig genutzt werden, um gro\u00dfe Verm\u00f6genswerte mit unklarer Herkunft in den legalen Markt einzubringen.<\/li>\n<li><strong>Rechtsanw\u00e4lt:innen und Notar:innen: <\/strong>Sie fallen unter das GwG, wenn sie an Unternehmensgr\u00fcndungen, Treuhandkonstruktionen oder Immobilientransaktionen mitwirken, also Strukturen rechtlich gestalten, die missbraucht werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<li><strong>Steuerberater:innen und Wirtschaftspr\u00fcfer:innen: <\/strong>Sie sind betroffen, wenn sie bei der Planung oder Umsetzung bestimmter Finanz- und Gesellschaftsstrukturen unterst\u00fctzen.<\/li>\n<li><strong>H\u00e4ndler hochwertiger G\u00fcter bei gr\u00f6\u00dferen Bargeldtransaktionen: <\/strong>Dazu z\u00e4hlen etwa Autoh\u00e4user, Juweliere oder Edelmetallh\u00e4ndler. Hier besteht ein erh\u00f6htes Risiko, weil hohe Bargeldbetr\u00e4ge die Nachvollziehbarkeit der Mittelherkunft erschweren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Veranstalter:innen von Gl\u00fccksspielen: <\/strong>Aufgrund der M\u00f6glichkeit, Eins\u00e4tze und Gewinne zur Verschleierung illegaler Gelder zu nutzen, bestehen hier besondere Sorgfaltspflichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr viele Betriebe liegt die Herausforderung weniger im b\u00f6sen Willen als im Nichtwissen. Die eigene Betroffenheit wird untersch\u00e4tzt oder falsch eingeordnet. Deshalb lohnt sich ein n\u00fcchterner Blick auf die eigenen Leistungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wer sind unsere Kundinnen und Kunden?<\/li>\n<li>Welche Transaktionen wickeln wir ab?<\/li>\n<li>Wo bestehen besondere Risiken? Gibt es beispielsweise internationale Bez\u00fcge oder ungew\u00f6hnliche Zahlungswege?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer hier Klarheit gewinnt, legt den Grundstein f\u00fcr eine tragf\u00e4hige Geldw\u00e4schepr\u00e4vention.<\/p>\n<h2>Registrierung bei der FIU (goAML): formale Pflicht, praktische Bew\u00e4hrungsprobe<\/h2>\n<p>Sp\u00e4testens wenn klar ist, dass ein Unternehmen unter das Geldw\u00e4schegesetz f\u00e4llt, folgt der n\u00e4chste Schritt: die Registrierung im Meldeportal der Financial Intelligence Unit (FIU). Technisch klingt das unspektakul\u00e4r. In der Praxis ist es ein erster Test daf\u00fcr, wie ernst Geldw\u00e4schepr\u00e4vention tats\u00e4chlich genommen wird.<\/p>\n<p>Denn nur registrierte Unternehmen k\u00f6nnen im Verdachtsfall \u00fcberhaupt eine Meldung abgeben. Ohne Zugang zum elektronischen System \u201egoAML\u201c wird aus einer theoretischen Pflicht schnell ein organisatorisches Problem. Wer ist registriert? Wer hat Zugriff? Wer vertritt im Urlaubs- oder Krankheitsfall?<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p>Seit 1. Januar 2024 ist die Registrierung im goAML-Web f\u00fcr Verpflichtete grunds\u00e4tzlich Pflicht \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob gerade ein Verdachtsfall vorliegt.\u2074<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Registrierung selbst ist nicht kompliziert. Komplex wird es, wenn Zust\u00e4ndigkeiten unklar sind oder die Pflicht lange ignoriert wurde. Dann entsteht Handlungsdruck genau in dem Moment, in dem ohnehin Unsicherheit herrscht.<\/p>\n<p>Deshalb lohnt es sich, die Registrierung nicht als l\u00e4stige Formalit\u00e4t zu betrachten, sondern als Anlass, interne Abl\u00e4ufe zu kl\u00e4ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Wer pr\u00fcft Auff\u00e4lligkeiten?<\/li>\n<li>Wer entscheidet \u00fcber eine Meldung?<\/li>\n<li>Wie wird dokumentiert?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention zeigt sich selten im Alltag. Aber wenn sie gebraucht wird, muss sie funktionieren. Die Registrierung bei der FIU ist oft der Punkt, an dem aus abstrakter Regulierung konkrete Organisation wird.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p>Der Jahresbericht 2024 der Financial Intelligence Unit (FIU), einer Spezialeinheit des Zollkriminalamts in Deutschland, zeigt: Die Zahl der Verdachtsmeldungen ist 2024 zur\u00fcckgegangen (265.708 nach 322.590 im Vorjahr) \u2013 entscheidend ist also nicht \u201emehr melden\u201c, sondern \u201erichtig melden\u201c.\u2075<\/p><\/blockquote>\n<h2>Risikoanalyse nach dem GwG: So erkennen Unternehmen ihre Geldw\u00e4sche-Risiken<\/h2>\n<p>Die Risikoanalyse ist das Herzst\u00fcck der Geldw\u00e4schepr\u00e4vention. Und sie ist weit mehr als ein Pflichtdokument f\u00fcr die Ablage. Sie zwingt Unternehmen dazu, ihr eigenes Gesch\u00e4ftsmodell ehrlich zu betrachten.<\/p>\n<p>Man stelle sich ein Autohaus vor, das regelm\u00e4\u00dfig Fahrzeuge im f\u00fcnfstelligen Bereich verkauft. Ein Kunde m\u00f6chte den Wagen bar bezahlen \u2013 nicht ungew\u00f6hnlich, aber erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Oder ein Beratungsunternehmen, das eine neu gegr\u00fcndete Gesellschaft mit mehreren Beteiligungsebenen im Ausland betreut. Auch das ist nicht per se problematisch. Doch solche Konstellationen bergen Risiken, die erkannt und bewertet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Genau darum geht es in der Risikoanalyse:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Kundengruppen bedienen wir?<\/li>\n<li>Welche Produkte oder Dienstleistungen k\u00f6nnten missbraucht werden?<\/li>\n<li>Arbeiten wir mit Hochrisikol\u00e4ndern oder komplexen Eigent\u00fcmerstrukturen?<\/li>\n<li>Wie laufen Zahlungen typischerweise ab?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Unternehmen mit regionalem Kundenstamm und klaren Zahlungswegen wird zu einem anderen Ergebnis kommen als ein international t\u00e4tiger Projektentwickler. Das Gesetz verlangt keine perfekte Vorhersage, sondern eine nachvollziehbare Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Wichtig ist: Die Risikoanalyse darf nicht statisch bleiben. Erschlie\u00dft ein Unternehmen neue M\u00e4rkte, f\u00fchrt es digitale Gesch\u00e4ftsmodelle ein oder erweitert sein Produktportfolio, muss die Bewertung angepasst werden. Wer hier nur ein Musterformular ausf\u00fcllt, verpasst den eigentlichen Zweck \u2013 n\u00e4mlich Risiken fr\u00fch sichtbar zu machen, bevor sie zum Problem werden.<\/p>\n<h2>KYC und Vertragspartnerpr\u00fcfung: Sorgfaltspflichten umsetzen<\/h2>\n<p>Aus der Risikoanalyse folgt die entscheidende Frage: Wie pr\u00fcfen wir unsere Gesch\u00e4ftspartner konkret? Genau hier greifen die gesetzlichen Sorgfaltspflichten \u2013 oft unter dem Schlagwort \u201eKnow Your Customer\u201c (KYC) zusammengefasst.<\/p>\n<p>In der Praxis bedeutet das zun\u00e4chst: Identit\u00e4t feststellen und dokumentieren. Bei einer nat\u00fcrlichen Person ist das vergleichsweise einfach. Komplexer wird es bei juristischen Personen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wer steht wirtschaftlich hinter der GmbH?<\/li>\n<li>Wer h\u00e4lt Anteile?<\/li>\n<li>Wer \u00fcbt Kontrolle aus?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerade bei mehrstufigen Beteiligungen oder ausl\u00e4ndischen Gesellschaftern ist genaues Hinsehen gefragt.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p><strong>Ein Beispiel:<\/strong> Ein Beratungsunternehmen soll eine neu gegr\u00fcndete Gesellschaft begleiten. Als Gesellschafter tritt eine Holding mit Sitz im Ausland auf. Formal ist alles korrekt. Doch wenn sich nicht kl\u00e4ren l\u00e4sst, wer die wirtschaftlich Berechtigten sind, oder wenn Informationen widerspr\u00fcchlich bleiben, entsteht Pr\u00fcfbedarf.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sorgfaltspflichten hei\u00dfen daher nicht nur \u201eDaten sammeln\u201c, sondern auch Plausibilit\u00e4t pr\u00fcfen.<\/p>\n<ul>\n<li>Passt die geplante Transaktion zum Gesch\u00e4ftsmodell?<\/li>\n<li>Ist die H\u00f6he der Zahlung nachvollziehbar?<\/li>\n<li>Gibt es ungew\u00f6hnlichen Zeitdruck oder wechselnde Ansprechpartner?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Je h\u00f6her das Risiko, desto intensiver muss gepr\u00fcft werden. Das kann zus\u00e4tzliche Unterlagen, R\u00fcckfragen oder eine vertiefte Recherche bedeuten. Entscheidend ist, dass die Pr\u00fcfung dokumentiert wird \u2013 nicht als Formalit\u00e4t, sondern als nachvollziehbare Entscheidung.<\/p>\n<h2>Verdachtsmeldung an die FIU<\/h2>\n<p>In vielen F\u00e4llen ist Geldw\u00e4schepr\u00e4vention Routine: pr\u00fcfen, dokumentieren, abschlie\u00dfen. Und dann gibt es diese F\u00e4lle, die sich nicht sauber einordnen lassen. Keine eindeutige Unregelm\u00e4\u00dfigkeit \u2013 aber mehrere Details, die zusammen ein ungutes Bild ergeben.<\/p>\n<p>Vielleicht passt die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit nicht zur geplanten Transaktion. Vielleicht bleiben Fragen zur Eigent\u00fcmerstruktur unbeantwortet. Vielleicht entsteht der Eindruck, dass bewusst Druck aufgebaut wird, um eine Pr\u00fcfung zu verk\u00fcrzen. Jeder einzelne Punkt f\u00fcr sich w\u00e4re erkl\u00e4rbar. In der Gesamtschau jedoch entsteht ein Verdacht.<\/p>\n<p>Genau hier wird Geldw\u00e4schepr\u00e4vention zur F\u00fchrungsfrage. Das Gesetz verlangt keine Beweise. Es verlangt, einen nachvollziehbaren Verdacht ernst zu nehmen. Wenn sich Zweifel trotz Pr\u00fcfung nicht ausr\u00e4umen lassen, muss eine Meldung an die Financial Intelligence Unit (FIU) erfolgen \u2013 elektronisch \u00fcber das Meldeportal.<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen bedeutet das vor allem zweierlei: Erstens braucht es intern klare Entscheidungswege. Wer bewertet? Wer entscheidet? Zweitens muss die eigene Einsch\u00e4tzung dokumentiert sein. Nicht um sich zu rechtfertigen, sondern um nachvollziehbar zu machen, wie die Entscheidung zustande kam. Die Hemmschwelle, eine Meldung abzugeben, ist oft h\u00f6her als gedacht. Niemand m\u00f6chte \u201e\u00fcberreagieren\u201c. Doch das gr\u00f6\u00dfere Risiko liegt meist im Z\u00f6gern.<\/p>\n<h2>Interne Sicherungsma\u00dfnahmen: Rollen, Prozesse und Schulungen<\/h2>\n<p>Ob Geldw\u00e4schepr\u00e4vention im Ernstfall funktioniert, entscheidet sich nicht im Moment der Meldung, sondern lange davor. N\u00e4mlich dort, wo Zust\u00e4ndigkeiten gekl\u00e4rt \u2013 oder eben nicht gekl\u00e4rt \u2013 wurden.<\/p>\n<p>In manchen Unternehmen ist formal alles geregelt, doch niemand f\u00fchlt sich wirklich verantwortlich. In anderen wei\u00df die Sachbearbeitung nicht, an wen sie sich bei Auff\u00e4lligkeiten wenden soll. Und manchmal liegt die Verantwortung zwar bei der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, aber ohne klare Prozesse bleibt sie abstrakt.<\/p>\n<p>Wirksame interne Sicherungsma\u00dfnahmen sind oft unspektakul\u00e4r, aber klar:<\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt eine benannte verantwortliche Person oder Funktion.<\/li>\n<li>Mitarbeitende wissen, wie und wo sie Auff\u00e4lligkeiten melden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Entscheidungen werden dokumentiert.<\/li>\n<li>Schulungen sorgen daf\u00fcr, dass Risiken \u00fcberhaupt erkannt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\"><div class=\"seminartipp\">\r\n\t\r\n\t<div class=\"content-wrapper\">\r\n\t\t\r\n\t\t\t<div class=\"image\">\r\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"153\" height=\"143\" src=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/seminartipp-mann-laptop-variante.png\" class=\"attachment-pod size-pod\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/seminartipp-mann-laptop-variante.png 680w, https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/seminartipp-mann-laptop-variante-150x141@2x.png 300w, https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/seminartipp-mann-laptop-variante-150x141.png 150w, https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/seminartipp-mann-laptop-variante-300x281@2x.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/>\r\n\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\r\n\t\t<div class=\"content\">\r\n\t\t\t<h2>Unsere Seminarempfehlung<\/h2>\r\n\t\t\t<p class=\"h3\">Geldw\u00e4schepr\u00e4vention im Nichtfinanzsektor<\/p>\r\n\t\t\t<p>Interne Prozesse stehen und fallen mit dem richtigen Know-how. Das Seminar \u201eGeldw\u00e4schepr\u00e4vention im Nichtfinanzsektor\u201c vermittelt dabei konkrete Umsetzungshilfen \u2013 von der Risikoanalyse \u00fcber KYC bis zur Verdachtsmeldung \u2013 und st\u00e4rkt die Sicherheit in genau den Situationen, in denen Entscheidungen gefragt sind.<\/p>\n<br\/>\r\n\t\t\t<a class=\"btn\" href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/35048\" onclick=\"target_econda_article()\" data-track-style=\"clickbtn\" data-track-type=\"link\" data-track-action=\"recoprimary\" target=\"_blank\">Seminar: Geldw\u00e4schepr\u00e4vention im Nichtfinanzsektor<\/a>\r\n\t\t<\/div>\r\n\t<\/div>\r\n\t<div class=\"clear\"><\/div>\r\n\t\r\n<\/div>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention darf kein Einzelwissen sein. Sie muss Teil der Organisation werden \u2013 nicht als Misstrauenskultur, sondern als gemeinsames Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie verantwortungsvolles Wirtschaften aussieht.<\/p>\n<h2>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention ist keine Formalit\u00e4t \u2013 sondern Teil guter F\u00fchrung<\/h2>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention zeigt sich selten spektakul\u00e4r. Sie besteht aus vielen kleinen, bewussten Entscheidungen: genau hinsehen, nachfragen, dokumentieren, Verantwortung \u00fcbernehmen. Wer sie ernst nimmt, sch\u00fctzt nicht nur sein Unternehmen vor Bu\u00dfgeldern oder Reputationssch\u00e4den, sondern st\u00e4rkt die eigene Handlungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Dabei geht es nicht darum, jedes Risiko auszuschlie\u00dfen. Es geht darum, Risiken zu erkennen, strukturiert zu bewerten und im Zweifel konsequent zu handeln. Unternehmen, die ihre Betroffenheit kl\u00e4ren, eine tragf\u00e4hige Risikoanalyse erstellen und klare interne Prozesse etablieren, schaffen Sicherheit \u2013 f\u00fcr die Organisation und f\u00fcr die handelnden Personen.<\/p>\n<p>Geldw\u00e4schepr\u00e4vention ist damit weniger ein isoliertes Compliance-Thema als eine Frage professioneller Unternehmensf\u00fchrung. Sie verlangt Fachwissen, aber auch Urteilskraft im Alltag.<\/p>\n<p>Wer seine Kenntnisse vertiefen und konkrete Umsetzungssicherheit gewinnen m\u00f6chte, findet in praxisorientierten Weiterbildungen die Gelegenheit, typische Fallkonstellationen durchzuspielen, Pflichten sicher einzuordnen und interne Prozesse zu sch\u00e4rfen. Denn am Ende entscheidet nicht das Gesetz \u00fcber die Wirksamkeit der Pr\u00e4vention \u2013 sondern die Art, wie Unternehmen sie leben.<\/p>\n<p>\u00b9 United Nations Office on Drugs and Crime, \u201cMoney Laundering\u201d. <a href=\"https:\/\/www.unodc.org\/unodc\/en\/money-laundering\/overview.html\">https:\/\/www.unodc.org\/unodc\/en\/money-laundering\/overview.html<\/a><br \/>\n\u00b2\u00a0World Economic Forum, \u201cGlobal Coalition to Fight Financial Crime\u201d. <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/projects\/coalition-to-fight-financial-crime\">https:\/\/www.weforum.org\/projects\/coalition-to-fight-financial-crime<\/a><br \/>\n\u00b3 BaFin, \u201eGeldw\u00e4sche: Das Risiko als Taktgeber der Pr\u00e4vention\u201c. <a href=\"https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Fachartikel\/2025\/neu\/fa_251121_geldwaeschebekaempfung.html\">https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Fachartikel\/2025\/neu\/fa_251121_geldwaeschebekaempfung.html<\/a><br \/>\n\u2074 IHK K\u00f6ln, \u201eGeldw\u00e4schepr\u00e4vention: Pflicht zur Registrierung bei der FIU\u201c. <a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/koeln\/hauptnavigation\/recht-steuern\/geldwaeschepraevention-registrierungspflicht-bei-der-fiu-5927316\">https:\/\/www.ihk.de\/koeln\/hauptnavigation\/recht-steuern\/geldwaeschepraevention-registrierungspflicht-bei-der-fiu-5927316<\/a><br \/>\n\u2075 KPMG, \u201eFinanzkriminalit\u00e4t im Visier: Jahresbericht der FIU 2024\u201c. <a href=\"https:\/\/kpmg.com\/de\/de\/themen\/corporate-governance-und-compliance\/it-compliance-management-und-cyber-security\/finanzkriminalitaet-im-visier-jahresbericht-der-fiu-2024.html\">https:\/\/kpmg.com\/de\/de\/themen\/corporate-governance-und-compliance\/it-compliance-management-und-cyber-security\/finanzkriminalitaet-im-visier-jahresbericht-der-fiu-2024.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Kunde meldet sich, das Projekt klingt vielversprechend, die Zusammenarbeit startet unkompliziert. 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