{"id":46105,"date":"2026-06-12T11:13:28","date_gmt":"2026-06-12T09:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?p=46105"},"modified":"2026-06-05T11:15:16","modified_gmt":"2026-06-05T09:15:16","slug":"werkstudenten-richtig-abrechnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/entgeltabrechnung\/werkstudenten-richtig-abrechnen\/","title":{"rendered":"Werkstudenten und Werkstudentinnen besch\u00e4ftigen"},"content":{"rendered":"<p>Jung, dynamisch und motiviert: Werkstudierende sind eine Bereicherung f\u00fcr jedes Team und aufgrund geringer Lohnnebenkosten eine kosteng\u00fcnstige Besch\u00e4ftigungsform. Aber Vorsicht: F\u00fcr die sozialversicherungsrechtliche Sonderstellung von Werkstudierenden gelten klare Regeln \u2013 und der Studentenstatus allein reicht f\u00fcr eine korrekte Entgeltabrechnung nicht aus. Wir zeigen dir, was es mit dem Werkstudentenprivileg auf sich hat und wie du Werkstudentinnen und Werkstudenten richtig abrechnest, ohne Nachzahlungen zu riskieren.<\/p>\n<h2>Was ist ein Werkstudent?<\/h2>\n<p>Werkstudenten bzw. Werkstudentinnen sind <strong>immatrikulierte Studierende<\/strong>, die neben ihrem Studium in einem Angestelltenverh\u00e4ltnis arbeiten. In der Vorlesungszeit arbeiten sie <strong>maximal 20 Stunden pro Woche<\/strong>; in den Semesterferien gelten besondere Regeln. F\u00fcr Arbeitgeber ist diese Besch\u00e4ftigungsform wegen der g\u00fcnstigen sozialversicherungsrechtlichen Behandlung besonders attraktiv.<\/p>\n<h2>Voraussetzungen f\u00fcr Werkstudierende<\/h2>\n<ul>\n<li>Die Person ist als ordentliche:r Studierende:r an einer Fachschule oder Hochschule immatrikuliert.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend der Vorlesungszeit d\u00fcrfen Studierende maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. F\u00fcr diese Besch\u00e4ftigungsform ist ma\u00dfgeblich, dass das Studium im Vordergrund steht.<\/li>\n<li>Wer bereits l\u00e4nger als 25 Semester studiert und alle erforderlichen Leistungsnachweise erbracht hat, gilt nicht mehr als Werkstudent (auch bei bestehender Immatrikulation).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Unterschied: Werkstudent, Minijobber, Praktikant<\/h3>\n<p>Du m\u00f6chtest eine:n Werkstudent:in, Minijobber:in oder Praktikant:in einstellen, wei\u00dft aber noch nicht genau, worin sich diese Besch\u00e4ftigungsformen unterscheiden? Die folgende Tabelle bietet dir einen schnellen \u00dcberblick:<\/p>\n<div class=\"scroll-shadow\">\n<div class=\"scroll-shadow__content\">\n<table style=\"width: 800px; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\"><\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Werkstudent:in<\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Minijobber:in<\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Praktikant:in<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Zweck der Besch\u00e4ftigung<\/th>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Arbeitsleistung \u2013 mit inhaltlichem Bezug zum Studium<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Arbeitsleistung \u2013 meist ohne Bezug zum Studium<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Ausbildungszweck\/ Praxisphase zur Berufsvorbereitung, kann freiwillig oder vorgeschrieben sein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Verdienstgrenze<\/th>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Nein<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Ja: 603 Euro (seit 1.1.2026)<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Nein, Spanne reicht von unbezahlt bis verg\u00fctet<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Sozialversicherungs-pflicht<\/th>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Werkstudenten-privileg: Keine Sozialversicherungs-pflicht, Rentenversicherungs-pflicht besteht<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Verdienst bis 603 Euro: Keine Sozialversicherungs-pflicht, Rentenversicherungspflicht besteht<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Variiert je nach Art: Pflichtpraktika oft versicherungsfrei; Vor-\/Nachpraktika mit Entgelt ist versicherungspflichtig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Arbeitszeitbegrenzung<\/th>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Ja: 20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">nein<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Immatrikulationspflicht<\/th>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Ja<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Nein<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Variierte je nach Art<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2>Was ist das Werkstudentenprivileg?<\/h2>\n<p>Das Werkstudentenprivileg regelt, dass ordentliche Studierende bei einer Besch\u00e4ftigung w\u00e4hrend ihres Studiums von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit sind. Ihr Versicherungsschutz erfolgt in der Regel \u00fcber die studentische Krankenversicherung oder die Familienversicherung. Lediglich in der Rentenversicherung besteht f\u00fcr Werkstudierende eine Beitragspflicht.<\/p>\n<p>Die H\u00f6he des Arbeitsentgelts spielt f\u00fcr die Versicherungsfreiheit keine Rolle, solange es \u00fcber der Geringf\u00fcgigkeitsgrenze liegt. Wichtig ist nur, dass die 20-Wochenstunden-Grenze in der Vorlesungszeit nicht \u00fcberschritten wird. Diese Bedingung stellt sicher, dass die Werkstudierenden ihr Studium als Hauptt\u00e4tigkeit verfolgen und der Werkstudentenjob nur eine Nebent\u00e4tigkeit darstellt.<\/p>\n<p>In den Semesterferien d\u00fcrfen Werkstudierende mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Das Werkstudentenprivileg bleibt jedoch nur bestehen, wenn die Studierenden h\u00f6chstens 26 Wochen im Jahr \u00fcber diese Grenze kommen. Wird diese Grenze \u00fcberschritten, gilt der: die Studierende als regul\u00e4re:r Arbeitnehmer:in mit voller Sozialversicherungspflicht.<\/p>\n<h2>Sozialversicherung: welche Beitr\u00e4ge fallen an?<\/h2>\n<p>Arbeitgeber zahlen f\u00fcr Werkstudenten keine Beitr\u00e4ge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung \u2013 das Arbeitsentgelt ist in diesen Zweigen komplett beitragsfrei. Eine Ausnahme bildet die gesetzliche Rentenversicherung. Hier betr\u00e4gt der Arbeitgeberanteil 9,3 Prozent.<\/p>\n<h3>Was kostet ein Werkstudent?<\/h3>\n<p>Die Kosten f\u00fcr Werkstudierende setzen sich aus Bruttogehalt und Rentenversicherungsbeitrag zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Bruttogehalt ist frei verhandelbar, muss aber mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn entsprechen \u2013 seit 2026 betr\u00e4gt dieser 13,90 Euro pro Stunde. Nehmen wir an, du besch\u00e4ftigst einen Werkstudenten zum Mindestlohn f\u00fcr 15 Stunden pro Woche: Das monatliche Bruttogehalt liegt in diesem Fall bei 834 Euro (15 * 13,90 *4).<\/li>\n<li>Der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung betr\u00e4gt 9,3 Prozent des Bruttogehalts. In unserem Beispiel ergeben sich Beitragskosten in H\u00f6he von: 834 Euro * 9,3 Prozent = 77,56 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Gesamtkosten f\u00fcr unsere Beispielrechnung liegen demnach bei: <strong>911,56 Euro<\/strong> <strong>pro Monat<\/strong>.<\/p>\n<h2>Welche Steuern musst du f\u00fcr Werkstudierende abf\u00fchren und wie hoch ist der Steuerfreibetrag?<\/h2>\n<p>Werkstudierende sind grunds\u00e4tzlich steuerpflichtig. Lohnsteuer f\u00e4llt aber nur an, wenn die Jahreseink\u00fcnfte aus nicht selbstst\u00e4ndiger Arbeit den Steuerfreibetrag von 12.348 Euro (2026) \u00fcbersteigen. Ist das der Fall, musst du Lohnsteuer auf den steuerpflichtigen Anteil einbehalten und ans Finanzamt abf\u00fchren.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p>Info: Steuerklasse als Werkstudent<\/p>\n<p>Werkstudierende geh\u00f6ren meist der Steuerklasse 1 an. Das \u00e4ndert sich erst, wenn der:die Werkstudent:in heiratet oder Kinder hat. Hat der:die Werkstudierende mehr als einen Job, f\u00e4llt er:sie in Steuerklasse 6.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Das musst du bei der Entgeltabrechnung beachten<\/h2>\n<h3>Diese Informationen brauchen Entgeltabrechner<\/h3>\n<p>Auch wenn keine Lohnsteuer anf\u00e4llt, m\u00fcssen Werkstudierende \u00fcber ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) angemeldet werden. Daf\u00fcr m\u00fcssen Werkstudierende zu Beginn des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses folgende Angaben machen:<\/p>\n<ul>\n<li>Steueridentifikationsnummer,<\/li>\n<li>Geburtsdatum und<\/li>\n<li>Angabe, ob es sich um das erste oder ein weiteres Dienstverh\u00e4ltnis handelt.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote class=\"\"><p>Achtung: Nachweis Studierendenstatus<\/p>\n<p>Werkstudenten m\u00fcssen zu jedem Semesterbeginn eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung vorlegen. Arbeitgeber k\u00f6nnen \u2013 und sollten \u2013 diese mindestens einmal pro Semester anfordern und dokumentieren, dass die Voraussetzungen des Werkstudentenprivilegs zum Zeitpunkt der Besch\u00e4ftigung erf\u00fcllt sind.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\">\n<h3>Diese Meldevorschriften m\u00fcssen Arbeitgeber beachten<\/h3>\n<p>F\u00fcr Werkstudierende gelten die \u00fcblichen Meldevorschriften. Arbeitgeber m\u00fcssen sie bei der zust\u00e4ndigen Krankenkasse an- und abmelden sowie Jahres- und Unterbrechungsmeldungen erstellen. Da Werkstudierende in der Regel nur rentenversicherungspflichtig sind, erfolgt die Anmeldung unter Personengruppe 106 und Beitragsgruppenschl\u00fcssel 0-1-0-0.<\/p>\n<h3>Was gilt im Urlaubssemester?<\/h3>\n<p>Legt ein:e Werkstudent:in ein Urlaubssemester ein, muss er:sie den Arbeitgeber unverz\u00fcglich informieren. Wird das Arbeitsverh\u00e4ltnis trotzdem fortgef\u00fchrt, entf\u00e4llt das Werkstudentenprivileg \u2013 auch wenn die Immatrikulation weiterhin besteht. Es gelten die allgemeinen versicherungsrechtlichen Regelungen f\u00fcr Arbeitnehmer:innen: Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung werden wieder beitragspflichtig.<\/p>\n<h3>Was passiert, wenn der Werkstudentenstatus endet bzw. bei Exmatrikulation?<\/h3>\n<p>Der Werkstudentenstatus endet mit Ablauf des Monats, in dem der:die Studierende das offizielle schriftliche Ergebnis seiner Pr\u00fcfungsleistung erh\u00e4lt. Das kann z. B. in Form einer Ausstellung bzw. \u00dcbermittlung eines vorl\u00e4ufigen Zeugnisses oder der Information \u00fcber die Abholm\u00f6glichkeit des Zeugnisses erfolgen. Es kommt also nicht auf den Tag an, an dem das endg\u00fcltige Zeugnis \u00fcberreicht wird.<\/p>\n<p>Mit Ende des Werkstudentenstatus wechseln Studierende zur vollen Sozialversicherungspflicht und werden als regul\u00e4re Arbeitnehmer:innen eingestuft.<\/p>\n<h3>Was gilt bei mehreren Jobs?<\/h3>\n<p>Haben Werkstudierende mehr als einen Job, werden alle w\u00f6chentlichen Arbeitsstunden zusammengerechnet, um die Versicherungsfreiheit zu pr\u00fcfen. Das Werkstudentenprivileg gilt nur, wenn die Gesamtarbeitszeit \u00fcber alle Besch\u00e4ftigungen regelm\u00e4\u00dfig nicht mehr als 20 Stunden pro Woche betr\u00e4gt.<\/p>\n<h2>Abrechnungsschritte in der Praxis<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Lohnabrechnung eines Werkstudenten gehst du wie folgt vor:<\/p>\n<div style=\"margin-bottom: 1rem;\">\n<p><strong>1) Pr\u00fcfe und dokumentiere den Status<\/strong><\/p>\n<div style=\"padding-left: 2rem; margin-top: 0.5rem;\">\n<div>a) Fordere die Immatrikulationsbescheinigung f\u00fcr jedes Semester an.<\/div>\n<div>b) Erfasse und dokumentiere die w\u00f6chentliche Arbeitszeit, um die 20-Stunden-Regel im Blick zu behalten.<\/div>\n<div>c) Hat der:die Werkstudent:in mehrere Jobs, dokumentiere die Gesamtarbeitszeit zur Beurteilung des Werkstudentenstatus.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 1rem;\">\n<p><strong>2) Pflege die Stammdaten in der Lohnsoftware<\/strong><\/p>\n<div style=\"padding-left: 2rem; margin-top: 0.5rem;\">\n<div>a) Hinterlege den Personengruppenschl\u00fcssel 106 und die Beitragsgruppe 0-1-0-0.<\/div>\n<div>b) Lege die zust\u00e4ndige Krankenkasse als Einzugsstelle fest.<\/div>\n<div>c) Rufe ELStAM ab.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 1rem;\">\n<p><strong>3) F\u00fchre die monatlichen Abrechnungen durch<\/strong><\/p>\n<div style=\"padding-left: 2rem; margin-top: 0.5rem;\">\n<div>a) Erfasse den Bruttolohn gem\u00e4\u00df Arbeitsvertrag.<\/div>\n<div>b) Berechne ausschlie\u00dflich die Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge.<\/div>\n<div>c) Ber\u00fccksichtige keine Beitr\u00e4ge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.<\/div>\n<div>d) Ermittle die Lohnsteuer nach ELStAM.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>4) Meldungen, die du beachten musst<\/strong><\/p>\n<div style=\"padding-left: 2rem; margin-top: 0.5rem;\">\n<div>a) Melde den:die Werkstudent:in mit Personengruppenschl\u00fcssel 106 und Beitragsgruppe 0-1-0-0 zur Sozialversicherung an.<\/div>\n<div>b) \u00dcbermittle die laufenden SV-Meldungen (z. B. Jahresmeldung, Anmeldung) wie bei anderen Besch\u00e4ftigten.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"margin: 0in; font-family: Calibri; font-size: 11.0pt;\">\n<h2>8 h\u00e4ufige Fehler in der Entgeltabrechnung bei Werkstudierenden<\/h2>\n<p>Fehler in der Entgeltabrechnung von Werkstudierenden k\u00f6nnen schnell teuer werden \u2013 etwa durch Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen. Wer die typischen Stolpersteine kennt, kann solche Risiken gezielt vermeiden:<\/p>\n<ol>\n<li>Voraussetzungen des Werkstudentenprivilegs werden nicht beachtet:<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberschreitung der 20-Stunden-Grenze<\/li>\n<li>Keine Unterscheidung zwischen Vorlesungszeit und Semesterferien<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"2\">\n<li>Immatrikulationsbescheinigung wird nicht regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft.<\/li>\n<li>Mehrere Besch\u00e4ftigungen werden nicht ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li>Falsche Lohnsteuerklasse oder fehlerhafte ELStAM-Daten.<\/li>\n<li>Fehlerhafte Anmeldung zur Sozialversicherung, z. B. falsche Beitragsgruppe.<\/li>\n<li>Mindestlohn wird nicht eingehalten, etwa durch unbezahlte \u00dcberstunden.<\/li>\n<li>Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge werden nicht abgef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall werden bei der Kostenkalkulation nicht ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>FAQ<\/h2>\n<h3>Was ist das Werkstudentenprivileg?<\/h3>\n<p>Das Werkstudentenprivileg regelt, dass Werkstudierende unter bestimmten Voraussetzungen in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei und nur rentenversicherungspflichtig sind.<\/p>\n<h3>Kann ein Werkstudent auch in den Semesterferien Vollzeit arbeiten?<\/h3>\n<p>Ja, in den Semesterferien darf ein:e Werkstudent:in Vollzeit arbeiten, ohne dass dadurch das Werkstudentenprivileg entf\u00e4llt \u2013 allerdings h\u00f6chstens 26 Wochen im Jahr.<\/p>\n<h3>Was passiert, wenn die 20-Stunden-Grenze \u00fcberschritten wird?<\/h3>\n<p>Bei regelm\u00e4\u00dfiger \u00dcberschreitung der 20-Stunden-Grenze entf\u00e4llt das Werkstudentenprivileg und der:die Studierende wird sozialversicherungspflichtig.<\/p>\n<h3>Wie h\u00e4ufig muss die Immatrikulationsbescheinigung angefordert werden?<\/h3>\n<p>Der Nachweis muss jedes Semester vorgelegt werden, um den Studentenstatus nachzuweisen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jung, dynamisch und motiviert: Werkstudierende sind eine Bereicherung f\u00fcr jedes Team und aufgrund geringer Lohnnebenkosten eine kosteng\u00fcnstige Besch\u00e4ftigungsform. Aber Vorsicht: F\u00fcr die sozialversicherungsrechtliche Sonderstellung von Werkstudierenden gelten klare Regeln \u2013 und der Studentenstatus allein reicht f\u00fcr eine korrekte Entgeltabrechnung nicht aus. Wir zeigen dir, was es mit dem Werkstudentenprivileg auf sich hat und wie du<\/p>\n<div class=\"pageReadMore\"><i class=\"fa fa-angle-right\"><\/i><a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/entgeltabrechnung\/werkstudenten-richtig-abrechnen\/\" title=\"Beitrag lesen\">Beitrag 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