{"id":50381,"date":"2026-11-06T08:00:41","date_gmt":"2026-11-06T07:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/?p=50381"},"modified":"2026-11-06T08:10:26","modified_gmt":"2026-11-06T07:10:26","slug":"verhaltensbedingte-kuendigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalmanagement\/verhaltensbedingte-kuendigung\/","title":{"rendered":"Verhaltensbedingte K\u00fcndigung"},"content":{"rendered":"<p>Eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung ist kein Mittel, um Konflikte abzuk\u00fcrzen. Sie ist der letzte Schritt, wenn Besch\u00e4ftigte ihre Pflichten wiederholt oder schwer verletzen und mildere Mittel nichts bewirkt haben. In diesem Beitrag erf\u00e4hrst du, wann eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung wirksam ist, wie der Ablauf aussieht und welche Alternativen es gibt.<\/p>\n<h2>Was ist eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung?<\/h2>\n<p>Verst\u00f6\u00dft ein:e Arbeitnehmer:in gegen seine oder ihre Pflichten, sodass die Weiterbesch\u00e4ftigung dem Arbeitgeber nicht mehr zuzumuten ist, kann dieser die Person verhaltensbedingt k\u00fcndigen, auch wenn K\u00fcndigungsschutz besteht. Bei der verhaltensbedingten K\u00fcndigung handelt es sich um eine <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalmanagement\/ordentliche-kuendigung\">ordentliche K\u00fcndigung<\/a>.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p><strong>Ordentliche vs. Au\u00dferordentliche K\u00fcndigung<\/strong><\/p>\n<p>Eine <strong>ordentliche K\u00fcndigung<\/strong> ist die fristgerechte K\u00fcndigung, mit der das Arbeitsverh\u00e4ltnis unter Ber\u00fccksichtigung der gesetzlichen, tarifvertraglichen oder arbeitsvertraglichen K\u00fcndigungsfrist beendet wird. F\u00fcr eine ordentliche K\u00fcndigung braucht es zwingend einen Grund, denn sie muss sozial gerechtfertigt sein. Darum kommt hier entweder eine betriebsbedingte, personenbedingte oder verhaltensbedingte K\u00fcndigung infrage.<\/p>\n<p>Die <strong>au\u00dferordentliche K\u00fcndigung<\/strong> hingegen erfolgt meist fristlos. F\u00fcr sie braucht es einen wichtigen Grund, z. B. Diebstahl oder Mobbing.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Die drei K\u00fcndigungsgr\u00fcnde im Vergleich<\/h3>\n<div class=\"scroll-shadow\">\n<div class=\"scroll-shadow__content\">\n<table style=\"width: 800px; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">K\u00fcndigungsart<\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Ursache<\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Typisches Beispiel<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Verhaltensbedingt<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Steuerbares Fehlverhalten<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Beleidigungen gegen\u00fcber Vorgesetzten, Kundschaft oder Belegschaft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\"><a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalmanagement\/personenbedingte-kuendigung\">Personenbedingt<\/a><\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">F\u00e4higkeit oder Eignung fehlt, ohne dass es steuerbar ist<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Dauerhafte Erkrankung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Betriebsbedingt<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Wegfall des Arbeitsplatzes<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">Stilllegung einer Abteilung<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2>Wann greift das K\u00fcndigungsschutzgesetz?<\/h2>\n<p>Das K\u00fcndigungsschutzgesetz (KSchG) sch\u00fctzt Besch\u00e4ftigte vor sozial ungerechtfertigten K\u00fcndigungen. Es gilt, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Arbeitsverh\u00e4ltnis besteht l\u00e4nger als sechs Monate.<\/li>\n<li>Der Betrieb besch\u00e4ftigt in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer:innen. Teilzeitkr\u00e4fte z\u00e4hlen anteilig: 0,50 bei bis zu 20 Wochenstunden, 0,75 bei bis zu 30 Wochenstunden, alles dar\u00fcber ist mit dem Faktor 1,0 zu z\u00e4hlen.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote class=\"\"><p><strong>Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00fcndigung muss das letzte Mittel sein (ultima ratio) und kommt nur dann in Betracht, wenn weniger einschneidende Ma\u00dfnahmen wie Abmahnung, Versetzung oder \u00c4nderungsk\u00fcndigung nicht m\u00f6glich oder unzumutbar sind.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Muss der Betriebsrat informiert werden?<\/h2>\n<p>Gibt es einen Betriebsrat, muss der Arbeitgeber ihn vor jeder K\u00fcndigung anh\u00f6ren (\u00a7 102 Betriebsverfassungsgesetz). Fehlt diese Anh\u00f6rung, ist die K\u00fcndigung unwirksam. Das gilt unabh\u00e4ngig davon, wie gravierend das Fehlverhalten war. Der Betriebsrat kann innerhalb einer Woche Bedenken \u00e4u\u00dfern oder widersprechen. Auch wenn das die K\u00fcndigung nicht verhindert, st\u00e4rkt es die Position der oder des Betroffenen z. B. im Falle einer <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/recht-datenschutz\/kuendigungsschutzklage\">K\u00fcndigungsschutzklage<\/a>.<\/p>\n<h2>Wann d\u00fcrfen Arbeitgeber eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung aussprechen?<\/h2>\n<p>Nicht jedes Fehlverhalten rechtfertigt eine K\u00fcndigung. Folgende F\u00e4lle k\u00f6nnen zu einer verhaltensbedingten K\u00fcndigung f\u00fchren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Arbeitsverweigerung:<\/strong> Besch\u00e4ftigte lehnen zumutbare Weisungen ab oder erscheinen nicht zur Arbeit.<\/li>\n<li><strong>Wiederholtes Zusp\u00e4tkommen:<\/strong> Ein einmaliger Versto\u00df reicht nicht. Mehrfaches Zusp\u00e4tkommen nach einer einschl\u00e4gigen Abmahnung kann dagegen eine K\u00fcndigung rechtfertigen.<\/li>\n<li><strong>Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz:<\/strong> Besteht ein Verbot und wird es trotz Abmahnung missachtet, kommt eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung in Betracht. Liegt eine Abh\u00e4ngigkeit vor, ist die Lage ggf. anders zu bewerten.<\/li>\n<li><strong>Weitere Verst\u00f6\u00dfe im Arbeitsalltag:<\/strong> Dazu geh\u00f6ren Arbeitszeitbetrug, versp\u00e4tete oder fehlende Krankmeldungen, unerlaubte private Nebent\u00e4tigkeiten, Beleidigungen oder das Weitergeben vertraulicher Informationen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Beachte:<\/strong> Einer verhaltensbedingten K\u00fcndigung muss eine Abmahnung vorausgehen. Eine K\u00fcndigung ohne vorherige Abmahnung ist nur bei sehr schweren Pflichtverst\u00f6\u00dfen, z. B. einer Straftat gegen\u00fcber dem Arbeitgeber, m\u00f6glich. Zudem muss die Pflichtverletzung unentschuldbar sein. Kann die betroffene Person die Pflichtverletzung entschuldigen, m\u00fcssen Arbeitgeber nachweisen, dass diese Entschuldigung nicht gerechtfertigt ist.<\/p>\n<h2>Welche K\u00fcndigungsfristen gelten?<\/h2>\n<p>Finden keine arbeitsvertraglichen oder tarifvertraglichen Regelungen Anwendung, gelten die gesetzlichen Regelungen. Die K\u00fcndigungsfristen sind dabei an die Betriebszugeh\u00f6rigkeit gekn\u00fcpft. Hier findest du einen \u00dcberblick:<\/p>\n<div class=\"scroll-shadow\">\n<div class=\"scroll-shadow__content\">\n<table style=\"width: 800px; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">Betriebszugeh\u00f6rigkeit<\/th>\n<th style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc; font-weight: bold;\">K\u00fcndigungsfrist zum Monatsende<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">2 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">1 Monat<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">5 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">2 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">8 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">3 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">10 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">4 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">12 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">5 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">15 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">6 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">20 Jahre<\/td>\n<td style=\"padding: 10px; border: 1px solid #ccc;\">7 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2>Bei wem liegt die Beweislast?<\/h2>\n<p>Die Beweislast liegt beim Arbeitgeber. Im Fall einer K\u00fcndigungsschutzklage muss er vor Gericht darlegen und belegen, dass die Pflichtverletzung vorlag und die K\u00fcndigung gerechtfertigt war.<\/p>\n<p>Hilfreich ist eine Dokumentation, die m\u00f6glichst fr\u00fch beginnt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zeitnahe Aktenf\u00fchrung:<\/strong> Datum, Uhrzeit, Ort und Ablauf des Vorfalls festhalten, solange die Erinnerung frisch ist.<\/li>\n<li><strong>Zeugenaussagen:<\/strong> Schriftliche Ged\u00e4chtnisprotokolle von Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten, die den Vorfall beobachtet haben oder betroffen waren.<\/li>\n<li><strong>E-Mails und Chat-Protokolle:<\/strong> Sie belegen Anweisungen, Reaktionen und Verst\u00f6\u00dfe oft besser als jede Erinnerung. Die Auswertung muss aber datenschutzkonform erfolgen.<\/li>\n<li><strong>Abmahnungen:<\/strong> Jede Abmahnung geh\u00f6rt mit Nachweis des Zugangs in die Personalakte.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Der Ablauf: Schritt f\u00fcr Schritt zur rechtskonformen K\u00fcndigung<\/h2>\n<ol>\n<li><strong> Vorgespr\u00e4ch:<\/strong> Am Anfang steht ein kl\u00e4rendes <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/how-to\/kuendigungsgespraech-fuehren\">Gespr\u00e4ch<\/a> zwischen der betroffenen Person, der F\u00fchrungskraft und HR. Es benennt das Problem, gibt Gelegenheit zur Stellungnahme und zeigt, was erwartet wird. Das Gespr\u00e4ch wird protokolliert.<\/li>\n<li><strong> Abmahnung(en):<\/strong> Die Abmahnung beschreibt den Vorfall konkret (Datum, Ort, Verhalten), benennt die verletzte Pflicht und warnt vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur K\u00fcndigung. Eine feste Zahl n\u00f6tiger Abmahnungen gibt es nicht. Bei leichteren Verst\u00f6\u00dfen sind oft mehrere n\u00f6tig, bei schwereren gen\u00fcgt eine, um eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung zu rechtfertigen. Wichtig ist, dass die Abmahnung zum sp\u00e4teren K\u00fcndigungsgrund passt. Bei gravierenden Verst\u00f6\u00dfen darf eine K\u00fcndigung auch ohne vorherige Abmahnung ausgesprochen werden.<\/li>\n<li><strong> Anh\u00f6rung des Betriebsrats:<\/strong> Der Arbeitgeber teilt dem Betriebsrat die Person, die K\u00fcndigungsart, die Frist und die Gr\u00fcnde mit. Der Betriebsrat hat bei einer ordentlichen K\u00fcndigung eine Woche Zeit zur Stellungnahme. Die K\u00fcndigung darf erst danach oder nach einer Stellungnahme ausgesprochen werden.<\/li>\n<li><strong> K\u00fcndigungsschreiben:<\/strong> Die K\u00fcndigung muss schriftlich erfolgen und eigenh\u00e4ndig unterschrieben sein. E-Mail oder Messenger reichen nicht. Der Zugang sollte nachweisbar sein, etwa durch \u00dcbergabe mit Empfangsbest\u00e4tigung oder pers\u00f6nliche \u00dcbergabe mit Zeuginnen oder Zeugen.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Was bei einer fehlerhaften K\u00fcndigung droht<\/h3>\n<p>Gegen jede K\u00fcndigung k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte binnen drei Wochen nach Zugang K\u00fcndigungsschutzklage erheben. Ist das Ergebnis der Klage, dass die K\u00fcndigung unwirksam ist, besteht das Arbeitsverh\u00e4ltnis fort. Das kann teuer werden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Weiterbesch\u00e4ftigung:<\/strong> Die gek\u00fcndigte Person kehrt zur\u00fcck.<\/li>\n<li><strong>Annahmeverzugslohn:<\/strong> Der Arbeitgeber muss das Gehalt f\u00fcr die gesamte Dauer des Verfahrens nachzahlen.<\/li>\n<li><strong>Abfindung:<\/strong> Oft endet ein Verfahren mit einem Vergleich und einer <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalmanagement\/abfindung\">Abfindung<\/a>. Als Faustformel gilt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Besch\u00e4ftigungsjahr, im Einzelfall auch mehr oder weniger.<\/li>\n<li><strong>Weitere Kosten:<\/strong> Anwalts- und Verfahrenskosten m\u00fcssen in der ersten Instanz von jeder Seite selbst getragen werden, unabh\u00e4ngig vom Ausgang. Kommt es zu keinem Vergleich, muss diejenige Partei die Gerichtsgeb\u00fchren zahlen, die den Prozess verloren hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hinzu kommt der Schaden im Team. Eine misslungene K\u00fcndigung verunsichert Kolleginnen und Kollegen und kostet Vertrauen in die F\u00fchrung.<\/p>\n<blockquote class=\"\"><p><strong>Muster f\u00fcr eine betriebliche K\u00fcndigung:<\/strong> Nutzt du eine K\u00fcndigungsvorlage, pr\u00fcfe sie immer auf den Einzelfall hin oder lasse sie von einer Anw\u00e4ltin oder einem Anwalt pr\u00fcfen, um auf der sicheren Seite zu sein.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Alternativen zur K\u00fcndigung<\/h2>\n<p>Die K\u00fcndigung sollte immer das letzte Mittel sein. Wenn m\u00f6glich, gilt es, Alternativen vorzuziehen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ermahnung oder Abmahnung:<\/strong> Ein klares, warnendes Signal reicht manchmal aus.<\/li>\n<li><strong>Coaching und Performance-Management:<\/strong> Wenn die Ursachen f\u00fcr das Fehlverhalten in \u00dcberforderung, unklaren Aufgaben oder Konflikten liegen, helfen Gespr\u00e4che, Ziele und Unterst\u00fctzung mehr als Sanktionen.<\/li>\n<li><strong>Versetzung oder \u00c4nderungsk\u00fcndigung:<\/strong> Ein neuer Arbeitsbereich kann das Problem l\u00f6sen.<\/li>\n<li><strong>Aufhebungsvertrag:<\/strong> Beide Seiten einigen sich auf ein Ende des Arbeitsverh\u00e4ltnisses, meist gegen Abfindung. Damit droht Arbeitgebern auch keine K\u00fcndigungsschutzklage. Besch\u00e4ftigte sollten aber wissen, dass bei <a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/recht-datenschutz\/aufhebungsvertrag\">Aufhebungsvertr\u00e4gen<\/a> (und verhaltensbedingten K\u00fcndigungen) eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld droht.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Pr\u00e4vention im Arbeitsalltag<\/h2>\n<p>Vorbeugung und der richtige Umgang mit Konflikten sind wichtig, damit es im besten Fall gar nicht zu einer verhaltensbedingten K\u00fcndigung kommt. Wichtig daf\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Klare Regeln:<\/strong> Verhaltensrichtlinien, etwa zu Arbeitszeit, Alkohol oder IT-Nutzung, sollten schriftlich vorliegen und bekannt sein.<\/li>\n<li><strong>Schulungen:<\/strong> F\u00fchrungskr\u00e4fte brauchen Sicherheit bei Feedback, Dokumentation und Abmahnungen.<\/li>\n<li><strong>Fr\u00fches Eingreifen:<\/strong> Je fr\u00fcher ein Problem angesprochen und entgegengesteuert wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Chance auf eine L\u00f6sung ohne K\u00fcndigung.<\/li>\n<li><strong>Einheitliches Vorgehen:<\/strong> Gleiche Verst\u00f6\u00dfe sollten gleich behandelt werden, sonst wirkt eine K\u00fcndigung willk\u00fcrlich.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit: Verhaltensbedingte K\u00fcndigung als letztes Mittel<\/h2>\n<p>Eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung sollte nur nach sorgf\u00e4ltiger Abw\u00e4gung ausgesprochen werden und erst, wenn mildere Mittel versagen oder nicht infrage kommen. Wichtig ist, dass Arbeitgeber im Falle einer K\u00fcndigungsschutzklage beweisen k\u00f6nnen, dass die K\u00fcndigung gerechtfertigt war.<\/p>\n<h2>FAQ: H\u00e4ufige Fragen zur verhaltensbedingten K\u00fcndigung<\/h2>\n<h3>Wann ist eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung wirksam?<\/h3>\n<p>Sie ist wirksam, wenn eine schuldhafte Pflichtverletzung vorliegt, eine Wiederholung zu erwarten ist und die Interessenabw\u00e4gung zugunsten des Arbeitgebers ausf\u00e4llt, sprich: das Beendigungsinteresse des Arbeitgebers muss im Vergleich zum Arbeitnehmerinteresse, das Arbeitsverh\u00e4ltnis fortzuf\u00fchren, \u00fcberwiegen. In der Regel ist eine vorherige Abmahnung n\u00f6tig. Zudem m\u00fcssen die Schriftform, Betriebsratsanh\u00f6rung und Fristen eingehalten werden.<\/p>\n<h3>Braucht es vor einer verhaltensbedingten K\u00fcndigung immer eine Abmahnung?<\/h3>\n<p>In der Regel ja. Nur bei besonders schweren Verst\u00f6\u00dfen, etwa Diebstahl, T\u00e4tlichkeiten oder grobem Vertrauensbruch, ist sie entbehrlich.<\/p>\n<h3>Wie viele Abmahnungen sind vor einer K\u00fcndigung n\u00f6tig?<\/h3>\n<p>Das Gesetz nennt keine feste Zahl. Bei schwereren Pflichtverletzungen gen\u00fcgt oft eine Abmahnung, bei leichteren k\u00f6nnen mehrere n\u00f6tig sein. Zu viele Abmahnungen ohne Konsequenz schw\u00e4chen jedoch deren Warnwirkung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung ist kein Mittel, um Konflikte abzuk\u00fcrzen. Sie ist der letzte Schritt, wenn Besch\u00e4ftigte ihre Pflichten wiederholt oder schwer verletzen und mildere Mittel nichts bewirkt haben. In diesem Beitrag erf\u00e4hrst du, wann eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung wirksam ist, wie der Ablauf aussieht und welche Alternativen es gibt. Was ist eine verhaltensbedingte K\u00fcndigung? Verst\u00f6\u00dft ein:e<\/p>\n<div class=\"pageReadMore\"><i class=\"fa fa-angle-right\"><\/i><a href=\"https:\/\/www.haufe-akademie.de\/blog\/themen\/personalmanagement\/verhaltensbedingte-kuendigung\/\" title=\"Beitrag lesen\">Beitrag lesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":166,"featured_media":50382,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_lmt_disableupdate":"yes","_lmt_disable":"no","footnotes":""},"categories":[59,1075],"tags":[7371],"class_list":{"0":"post-50381","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-personalmanagement","8":"category-recht-datenschutz","9":"tag-verhaltensbedingte-kuendigung"},"acf":{"p_authors":[47898]},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Verhaltensbedingte K\u00fcndigung: Gr\u00fcnde &amp; 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