Kerstin Schreck

Kerstin Schreck

Entwicklungserleichterin, Germanistin, Anglistin ( M.A.), Betriebswirtin ( VWA). Seit 1999 bei der Haufe Akademie an Bord. Leidenschaftliche Kommunikatorin rund um News aus der Haufe Akademie und alle Themen, die die Menschen bei der Haufe Akademie bewegen. Kerstins Blick auf die Themen entspricht der Frage: Wie hilft das dabei, Entwicklung zu erleichtern?

Entwicklung mit Sinn: So leben Sie Frauenpower im Job

Frauen müssen heutzutage kein Businesskostüm tragen, um erfolgreich sein. Sie haben den Mut gefunden haben, anders zu sein als Männer und gehen ihre eigenen Wege. Lassen Sie sich von ihnen für Ihre eigene Entwicklung inspirieren und zeigen Sie Frauenpower!

1. Entfaltung, Geld, Sinn – Was Frauen wollen und wie sie es bekommen

2. Erfolgreiche Frauen: So verändern sie die Unternehmenskultur

3. Nicht stehenbleiben! – Wie Sie erfolgreich Frauenpower entwickeln

4. Glücklich werden, Erfolg haben: Lernen Sie von anderen Frauen

5. Drei Frauen, drei Wege – Projekt s.mile. Der Sinn von Weiterbildung aus der Sicht von Powerfrauen

6. Erfolgreich sein: Welcher Weg ist Ihrer?

Sie sind Forscherinnen, Unternehmerinnen, Digitalexpertinnen und Vordenkerinnen:  25 inspirierende Frauen unserer Zeit, die mit ihren Ideen und ihrer Arbeit die Wirtschaft revolutionieren und die das Online-Magazin EditionF dafür mit dem 25-Frauen-Award auszeichnete. Es sind mutige und einzigartige Persönlichkeiten, und sie zeigen: Es gibt als Frau viele Wege für beruflichen Erfolg und persönliche Entwicklung. Finden Sie heraus, welcher Ihrer ist! Denn schließlich hat jede Frau ihre ganz eigene Vorstellung davon, was Erfolg bedeutet und wie sie ihre Ziele erreichen möchte. Sich mit anderen Frauen auszutauschen trägt viel zu Ihrer persönlichen, erfolgreichen Entwicklung bei.

Lassen Sie sich inspirieren – welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig? !

Entfaltung, Geld, Sinn –  Was Frauen wollen und wie sie es bekommen

Wissenschaftlerinnen des Center for Talent Innovation fanden in der Studie „Women want five things“ heraus, was hochqualifizierten Frauen zwischen 35 und 50 Jahren bei der Arbeit wichtig ist (sortiert nach absteigender Relevanz in Deutschland):

  • Exzellenz: Geht es Ihnen auch so? Frauen in Deutschland wünschen sich vor allem intellektuelle Herausforderungen im Beruf, um daran zu wachsen, sich zu verbessern und Expertin auf einem Gebiet zu werden. Dafür ist eine wertschätzende Umgebung wichtig. Fordern Sie daher Anerkennung ein!
  • Entfaltung: Frauen wollen genügend Einfluss, um etwas bewirken zu können und um sich so zu entfalten. Kämpfen Sie ruhig für mehr Einfluss, wenn er Ihnen fehlt! Herausforderungen können dadurch besser gemanagt werden, und Ihr emotionales und körperliches Wohlbefinden bleibt erhalten.
  • Sinn: Die meisten Frauen suchen nach einem Sinn in ihrer Arbeit. Möchten auch Sie eine langfristige Wirkung mit der Arbeit erzielen, ehrgeizige Ziele erreichen und Erwartungen übertreffen? Dann geht es Ihnen wie 78 Prozent der befragten Frauen, für die ein sinnvoller Job sehr wichtig ist. Entdecken Sie den Sinn in Ihrer Arbeit – ihn zu erkennen trägt viel zum beruflichen Glück bei.
  • Förderung: Frauen sind auf der Suche nach Mentoren, die an sie glauben und sie unterstützen. Haben auch Sie so jemanden gefunden? Prima, Mentoren geben Ihnen wichtigen Halt sowie Orientierung im Job. Überlegen Sie, ob auch Sie gerne junge Menschen fördern – und werden Sie selbst zu einer Mentorin!
  • Finanzielle Sicherheit: Auch das ist den meisten Frauen in Deutschland wichtig: Sie wollen gut verdienen, finanziell unabhängig sein und ihre Familie unterstützen. Wenn das auch auf Sie zutrifft: Werden Sie sich dessen bewusst – auch bei der nächsten Gehaltsverhandlung.

 

Erfolgreiche Frauen: So verändern sie die Unternehmenskultur

Immer noch sind Führungspositionen deutlich häufiger von Männern als von Frauen besetzt. Gründe dafür gibt es viele, sie reichen von fehlender Identifikation vieler Frauen mit den von Macht geprägten Rollenvorstellungen einer Führungskraft bis hin zu fehlender Unterstützung durch direkte Vorgesetzte. Auch Simone Menne, Top-Managerin und ehemalige Finanzvorständin der Lufthansa, stolperte im Laufe ihrer Karriere über den Satz „Sie ist noch nicht soweit“ – einen Ausspruch, den ihrer Meinung nach nie Männer zu hören bekommen. Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, sollten Sie sich davon nicht beeindrucken lassen. Dies ist auch der Rat von Silke Mekat, Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Trainerin der Haufe Akademie: „Die Angst Fehler zu machen, hält uns manchmal davon ab, im richtigen Moment den Arm zu heben und anzuecken. Doch das ist manchmal nötig, um Herausforderungen anzugehen und voran zu kommen.“

Doch es bewegt sich was: Die Lebensentwürfe von Männern und Frauen gleichen sich an. Finanzielle Unabhängigkeit und Karriere rangieren auch für Frauen vor dem Wunsch, Kinder zu bekommen, so das Ergebnis der aktuellen Brigitte-Studie „Mein Leben, mein Job und ich“. Mehr und mehr gut ausgebildete Frauen fordern selbstbewusst ihren Platz im Unternehmen ein und das Verhalten am Arbeitsplatz verändert sich. Haben auch Sie schon Kolleginnen kennengelernt, die durch Ihre starke Präsenz überzeugen? Lernen Sie von Ihnen! Ihre Zahl nimmt zu, das beobachtet auch Silke Mekat: „Viele Frauen in Führungspositionen erzählen mir, sie wollen nicht wie Männer sein, um Erfolg zu haben. Sie wollen eigene Wege gehen. Dabei lassen sich die Stärken des weiblichen Arbeitsstils gelassen und souverän einsetzen, um sich selbst und die Mitarbeiter gesund zu führen – ohne sich dafür zu verbiegen.“ So würden allmählich andere Skills in den Führungsetagen wichtig. Herrschten dort lange Zeit Sachlichkeit und Rationalität und nicht selten eine eingeschworene Gemeinschaft vor, rücken auch vermehrt Ausdrucksstärke, Einfühlungsvermögen, Präsenz und Kommunikation in den Fokus.

 

Nicht stehenbleiben! – Wie Sie selbst erfolgreich Frauenpower entwickeln

Natürlich geht es bei Erfolg nicht immer um ein dickes Bankkonto oder darum, die nächste Sprosse auf der Karriereleiter zu erreichen. Es gibt viele Beispiele von Frauen, die auf sehr unterschiedliche Weise ihren erfolgreichen Weg gegangen sind und deren Geschichten andere Frauen inspirieren. Eine solche Frau ist zum Beispiel Hila Azadzoy, die ebenfalls mit dem 25-Frauen-Award von EditionF ausgezeichnet wurde. Sie ist Mitgründerin des sozialen Startups Kiron, das Flüchtlingen digitalen Zugang zur Hochschulbildung ermöglicht und erleichtert. Auch ihre eigenen Eltern flüchteten aus Afghanistan nach Deutschland. Sie wusste daher um die Herausforderungen, aber auch um die großen Potenziale in diesem Feld und kanalisierte ihr Wissen und Engagement, um selbst eine Lösung anzubieten.

Mercedes-Digitalchefin Sabine Scheunert hat es mit einer beeindruckenden Zielstrebigkeit geschafft, in einer männerdominierten Branche zu einer von Deutschlands Top-Managerinnen aufzusteigen. Sie sagt von sich selbst, dass sie genau dort angekommen ist, wo sie sein möchte.

Und Natascha Wegelin, auch  „Madame Moneypenny“ genannt, steht stellvertretend für eine junge Frauengeneration, die beruflich in vielen Bereichen unterwegs ist, Risiko nicht scheut und buchstäblich ihr eigenes Geld macht: Sie hat nicht nur mit 26 ihr erstes Unternehmen gegründet und später Teile davon für einen Millionenbetrag verkauft, sondern betreibt auch einen der größten Finanzblogs in Deutschland und hat es mit ihrem aktuellen Buch auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft.

 

Was haben erfolgreiche Frauen gemeinsam?  Sie alle haben ihre Geschichte selbst geschrieben und gestalten ihr Leben aktiv. Lassen Sie sich von ihnen inspirieren!

Wenn Sie bereits über eine gute Portion Engagement, Zielstrebigkeit oder Risikobereitschaft verfügen, ist das toll! Nutzen Sie diese Attribute, um Frauenpower in ihrem Beruf zu leben. Und wenn Sie das Gefühl haben, das hier noch Potenzial liegt, dann entwickeln Sie diese Stärken weiter!

Hier einige Beispiele, wie Sie die Geschichten dieser erfolgreichen Frauen nutzen können, um Ihre eigene Frauenpower umzusetzen:

  • Werden Sie sich Ihrer Ziele bewusst: Was möchten Sie erreichen? Und vor allem, warum? Wenn Sie wissen, was Sie antreibt und Sie Ihre Ziele kennen, werden Sie Ihren Weg finden und Ihren persönlichen Erfolg gestalten
  • Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen? Verfolgen Sie ihn! Bauen Sie zu Ihren beruflichen Projekten eine persönliche Verbindung auf, um innovativ zu sein und Ihre Ideen erfolgreich in die Tat umzusetzen.
  • Bleiben Sie nicht auf dem Stand von heute, sondern suchen Sie sich immer wieder Möglichkeiten für ihre persönliche Entwicklung. Suchen Sie zum Beispiel nach Mentoren, von denen Sie lernen können und die Sie unterstützen. Erweitern Sie Ihren Horizont durch Reisen, nutzen Sie Online-Plattformen für den Austausch mit anderen Frauen oder besuchen Sie Weiterbildungsangebote.

 

Glücklich werden, Erfolg haben: Lernen Sie von anderen Frauen

In ihrem Job glücklich zu sein, ist Frauen wichtiger als Männern. Leider sind sie es seltener, so das Ergebnis der Studie „Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten.“. Die stressige Doppelbelastung durch Familie und Beruf ist laut Studienautoren einer der Gründe für die größere Unzufriedenheit. Die befragten Frauen hatten aber auch seltener als die Männer das Gefühl, sinnvolle Arbeit zu machen beziehungsweise etwas geleistet zu haben. Beide Faktoren sind für die Jobzufriedenheit aber unerlässlich – und für den Erfolg, wie auch Haufe-Trainerin Silke Mekat weiß: „Im Beruf etwas Sinnvolles zu tun, löst Befriedigung, Flow und Glücksgefühle aus. Macht der Job Spaß, empfinden wir eine hohe Arbeitsbelastung nicht als Stress. Sinn und Wertschätzung verhelfen von ganz alleine zu einer hohen Performance! Der Erfolg stellt sich dann automatisch ein.“

Es lohnt, sich mit den eigenen Kräften, Fähigkeiten und seiner inneren Haltung auseinanderzusetzen: Wo komme ich her? Wo möchte ich hin? Was kann ich? Und was muss ich noch lernen? Stellen Sie sich ruhig selbst regelmäßig solche Fragen.

Denn der Weg zum Erfolg ist ein persönlicher. Andere Frauen können natürlich tolle Vorbilder sein und inspirieren! „Meinen Teilnehmerinnen ist vor allem der Austausch untereinander wichtig. Weiterbildung ist heute weniger starres Wissen, sondern basiert vielmehr auf Storytelling: Die Erfolgsgeschichten, aber auch Hindernisse bei anderen zu analysieren und zu hinterfragen und auf das eigene Leben zu übertragen“, erzählt Mekat. Frauen wie Männer in Deutschland haben den Sinn und Wert der eigenen Weiterbildung längst erkannt: Die aktuelle repräsentative Umfrage der Haufe Akademie „Wert der Weiterbildung 2018“ zeigt, dass für mehr als 80 Prozent der Befragten Weiterbildung in ihrem Beruf wichtig ist, für knapp 40 Prozent ist sie sogar sehr wichtig.

 

Wie bilden sich Frauen in Deutschland weiter?

Frauen bilden sich nach eigenen Angaben seltener weiter als Männer. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsistituts forsa im Auftrag der Haufe Akademie lag der Anteil der Frauen, die sich regelmäßig weiterbilden bei 37 Prozent und damit unter dem Anteil von Männern (42 Prozent). Zudem bilden sich 15 Prozent der berufstätigen Frauen gar nicht weiter, bei den Männern sind es nur sieben Prozent. Ein wichtiger Grund dafür scheinen die unterschiedlichen beruflichen Anforderungen zu sein: Auf die Frage, wie wichtig Weiterbildung im derzeitigen Beruf ist, antworteten 42 Prozent der Männer mit sehr wichtig – bei den Frauen waren es mit 36 Prozent etwas weniger.

Aus der Praxis kann Haufe Akademie Coach Alois Summerer mittlerweile von einem relativ ausgeglichenen Männer- und Frauenverhältnis in den Seminaren berichten:  „Unter den operativen Führungskräften nehmen geschätzt etwa 50 bis 60 Prozent Männer und etwa 40 bis 50 Prozent Frauen an unseren Weiterbildungsseminaren teil. Im Top-Management allerdings sieht es anders aus: Hier setzen sich die Teilnehmer zu 80 bis 90 Prozent nur aus Männern zusammen.“

 

Drei Frauen, drei Wege – Projekt s.mile. Der Sinn von Weiterbildung aus der Sicht von Powerfrauen

Die Erfolgsgeschichten und Hindernisse im Leben anderer zu analysieren, zu hinterfragen und auf das eigene Leben zu übertragen – auch das ist heute Weiterbildung.“ (Silke Mekat, Haufe Akademie Trainerin)

So viele Frauen es gibt, so viele Wege zum Erfolg existieren auch. Lernen Sie drei Teilnehmerinnen unseres Projekts s.mile kennen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie nutzen durften. Vielleicht erkennen Sie sich wieder? Oder befinden sich in einer vergleichbaren Situation und haben ganz ähnliche Erfahrungen gemacht? Diese Frauen zeigen: Persönliche Entwicklung macht immer Sinn – wir freuen uns, erfolgreiche Frauen auf ihrem Weg zu begleiten.

Die Berufseinsteigerin

Anna Krieger ist jung, studiert neben ihrem Job als HR-Managerin Sozialwissenschaften und möchte als angehende Führungskraft vor allem Professionalität ausstrahlen und an einem selbstsicheren Auftreten arbeiten. Aber: „Ich möchte nicht im Businesskostüm rumlaufen müssen, um ernst genommen zu werden“, sagt sie. In der Weiterbildung und im Einzelcoaching sieht sie ihre Chance zu einem natürlichen und souveränen Auftritt.


Zum Porträt Anna Krieger

Die Generalistin

Merle Bilder trägt als Head of Corporate Legal bei einem großen internationalen Unternehmen viel Verantwortung. Sie bringt als erfahrene Unternehmensjuristin bereits viel Know-how mit. Ihr Wunsch: Sich noch breiter aufstellen und interkulturelle Sensibilität aufbauen, um den vielfältigen Herausforderungen flexibel und kompetent begegnen zu können: „Ich möchte mir so viel Wissen wie möglich aneignen, damit ich die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat noch besser unterstützen kann – dafür brauche ich BWL-Know-how, Führungskompetenzen auf höchstem Niveau und die richtigen Fähigkeiten im Umgang mit internationalen Stakeholdern.“


Zum Porträt Merle Binder

Die Entrepreneurin

Martina Knittel ist CEO ihres Startup-Inkubators „Grünhof“. Sie gehört zu der Sorte Mensch, die sich gern ausprobiert, Spaß an neuen Ideen hat und dafür Risiken eingeht. Schon lange engagiert sie sich in der Entwicklungsarbeit und begeistert sich für die unternehmerische Umsetzung ökologischer Ideen. Sie verwirklichte sich mit ihrem eigenen Startup. „Ich wollte einen Platz schaffen, an dem Menschen zusammenkommen können, um ihre Ideen mit Gleichgesinnten zu verwirklichen. Das motiviert mich!“ Das Gründen macht ihr so viel Freude, dass sie weitere Gründungen nicht ausschließt. Als Autodidaktin ist es ihr wichtig, ihr Zeit- und Stressmanagement zu optimieren, aber auch sich fundiertes unternehmerisches Wissen anzueignen – von der Organisationsentwicklung bis zum Controlling.


Zum Porträt Martina Knittel

 

Erfolgreich sein: Welcher Weg ist Ihrer?

Nicht immer läuft alles nach Plan. Oder der Beruf bietet nicht das Erhoffte. So kommt es nicht selten vor, dass erfolgreiche Frauen auf dem Zenit ihrer Karriere aussteigen. Ein Phänomen mit dem Namen „Opting Out“, das vor allem bei hochqualifizierten Frauen zwischen 40 und 50 Jahren auftritt. Sie lassen ihre hochdotierten Jobs hinter sich, korrigieren ihren Kurs und wenden sich Projekten zu, von denen sie sich mehr Erfüllung versprechen. Sie fangen wieder an zu studieren, engagieren sich in sozialen Berufen, machen sich selbstständig oder gönnen sich schlicht mehr Freizeit neben dem Job. Frauen müssen nicht alles einem einzigen Karriereziel unterordnen, um erfolgreich zu sein. Auch die Lebenswege der Frauen des Projekts s.mile sind nicht gradlinig und dennoch erfolgreich. Was ist Ihr persönlicher Weg zum Erfolg? Finden Sie es heraus! Wir haben hilfreiche Tipps zusammengetragen, wie erfolgreiche Frauen lernen, ihren eigenen Weg zu gehen. Die Haufe Akademie begleitet Sie gern und erleichtert Ihre Entwicklung.

Für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten, empfehlen wir:

 

Erfolgreiche Frauen: Inspiration und Tipps für mehr Frauenpower

Jede Frau hat ihren eigenen Weg zum Erfolg. Doch der Austausch mit anderen Frauen lohnt sich. Lassen Sie sich für Ihre eigene Entwicklung inspirieren und lesen Sie auch wie Frauen Selbstsabotage im Job vermeiden können.

Lernen bis zum Lebensende – das hilft dabei

Auch die Erfahrenen unter uns lernen im Beruf ein Leben lang. Um das als Versprechen und nicht als lästige Verpflichtung zu sehen, müssen wir zum Lernen bereit sein. Die Übernahme der ungewohnten Newbie-Rolle fällt jedoch nicht jedem leicht.

Die Wirtschaft steht vor einer digitalen Revolution. Maschinen übernehmen immer mehr Aufgaben, Algorithmen treffen Entscheidungen. Die explodierende Masse an Wissen verändert unser Verhältnis zur Bildung. Unser Lernen endet nicht mit der Berufsausbildung oder dem Studienabschluss: Es geht ein Leben lang weiter. Das legt auch eine 2017 erschienene Studie des Personaldienstleisters ManpowerGroup nahe. Ihr zufolge wird die Weiterbildung im Unternehmen in Zukunft wichtiger als die Einstellung gut ausgebildeter Mitarbeiter.

Ein wichtiger Grund dafür: Zwei Drittel der neuen Jobs für die zwischen 1995 und 2010 Geborenen gibt es noch nicht. Auch wenn nicht genau vorhersehbar ist, wie die Berufe der Zukunft genau aussehen, ist absehbar, welche Qualifikationen zukünftig gefragt sind. Neben dem Wissen um Algorithmen, künstliche Intelligenz und vernetzte Maschinen werden auch Fähigkeiten wie emotionale Intelligenz, Kreativität und flexibles Denken wichtiger, so die Forscher. Die Zukunftsvisionen haben schon heute Konsequenzen: Ausgelernt gibt es nicht mehr, auch alte Hasen mit viel Expertise werden deshalb regelmäßig zu Newbies.

Für Weiterbildung ist Haltung gefragt

Die Newbie-Werdung ist dabei leichter als gedacht – genau genommen basiert darauf sogar unser Lernen seit unserer Kindheit. Wir probieren neue Dinge aus, gleichen die gemachten Erfahrungen mit unserem Wissen ab und erweitern so laufend unseren Horizont. Der Haken: Je älter wir werden, je mehr Knowhow wir sammeln, desto schwerer fällt es uns, unbekanntes Terrain zu betreten und Unwissenheit zuzulassen. Umso wichtiger ist es, sich die Vorteile des Newbieseins vor Augen zu führen. Durch die neuen Impulse bekommen wir die Chance, uns selbst zu hinterfragen, neue Ziele zu entdecken und Herausforderungen anzugehen. Natürlich kann Neues zu lernen auch anstrengend und ungewohnt sein – doch denken Sie daran: Neugierig sein, Dinge auszuprobieren und etwas dazuzulernen ist immer besser als auf der Stelle zu treten.

Newbie werden: kluge Strategien statt alles auf Anfang

Doch wie können wir bei der Newbie-Werdung unterstützen? Was erleichtert die eigene Entwicklung? Thomas Reipöler, Leiter der Blended-Leaning-Weiterbildung, rät, den Rollenwechsel gut zu planen und die Lust ins Lernen einzusteigen.

  • Newbie-Neugier bewahren: Die Neugier und eigene Offenheit für neue Erfahrung ist wichtig für einen erfolgreichen Rollenwechsel. Selbst nach vielen Jahren Berufserfahrung und großem Know-How gibt es in der Welt noch viel zu lernen und zu erfahren. Diese Erkenntnis erleichtert die Bereitschaft, den eigenen Horizont als Newbie zu erweitern.
  • Newbie-Rolle aktiv gestalten: Plötzlich Newbie? Die ungewohnte Situation birgt Stresspotenzial. Deshalb sollte man die Abgabe des Expertenstatus aktiv gestalten. Dazu gehört aus Sicht von Reipöler: Bedenken ausdrücken, Schwächen thematisieren, Routinen hinterfragen und aktiv nach neuem Input suchen. Und am wichtigsten: Gelassenheit.
  • Newbie-Zeitpunkt clever bestimmen: Im stressigen Arbeitsalltag ist es schwierig, sich voll und ganz auf die Rolle des Newbies einzulassen. Neue Kompetenzen lernt man am besten, wenn genug Platz für eine Auseinandersetzung ohne Druck bleibt.
  • Newbie-Lernformat angemessen auswählen: Prüfen Sie im Vorfeld, welche Lernsettings Sie besonders dazu ermutigen, sich als Newbie auszuprobieren. Viel Austausch vor Ort, hoher Anteil an Selbstlernphasen, virtuelle Seminarräume oder lieber eine ausgewogene Mischung aller Elemente: Sie wissen am besten, wie Sie am besten lernen.

Unsere Trainer geben Einblicke in ihre Erfahrungen als Newbies:

Bert Erlen

Bert Erlen, was motiviert Sie als Experte und Trainer der Haufe Akademie dazu, in die Newbie-Rolle zu wechseln?

„Ich habe sehr viel Erfahrung als Trainer und Coach sowie auch als E-Learning-Tutor. Und ich habe das Bild von mir, dass ich mich gut in die Rolle meiner Zuhörer und Klienten einfühlen kann. Aber stimmt das auch? Auch um diese Annahme zu hinterfragen, habe ich das Angebot der Haufe-Akademie angenommen, an der Blended-Learning-Weiterbildung teilzunehmen. Nochmal lernen, Teil einer Gruppe von Lernenden zu sein, sich in der Menge auch mal unsichtbar machen können, Feedback geben und nicht für den Verlauf und Erfolg der Veranstaltung verantwortlich zu sein. Ich habe dabei viel gelernt, insbesondere auch über meine Wünsche und Bedürfnisse als Teilnehmer. Diese Erfahrung ist eine sehr wichtige Bereicherung für meine Arbeit als Trainer und Coach.“

Welche Skills helfen dabei, sich als Experte in die Newbie-Rolle zu begeben?

„Das Wichtigste ist Offenheit für die ungewohnte Erfahrung. Und Lernwilligkeit, verbunden mit der Einsicht, dass es da draußen noch viel zu lernen und zu erfahren gibt. Ich muss vom Expertensockel heruntersteigen und neugierig sein. Eine große Hilfe ist es, Teil einer Gruppe zu sein, in die man sich einordnet und deren Energie einen selbst stärkt.

 

Perspektiven_Newbies_GeigerFred Geiger, welche Erfahrungen haben Sie als Experte und Trainer der Haufe Akademie in der Newbie-Rolle gemacht: Was haben Sie als spannend erlebt? Was war anstrengend?

„Besonders spannend fand ich meine Rolle als Newbie deshalb, weil ich einerseits erleben konnte, wie anspruchsvoll Blended Learning für den Teilnehmer ist, andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, wie viel besser dann das Erlernte bei mir verankert ist, weil man sich eben über einen längeren Zeitraum immer wieder mit einem Thema, sei es durch Selbstlernmodule, Webinare oder Präsenzveranstaltungen beschäftigen kann, aber eben auch muss. Das war für mich aber auch geistig und mental wirklich anstrengend. Aus meiner Sicht habe ich aber auch, wie selten in meinem Leben, zu einem Thema in so kurzer Zeit so viele Erkenntnisse gewinnen können.“

Wie verändern Ihre Erfahrungen als Newbie Ihre Haltung und Ihre Perspektive im Alltag als Experte?

„Meine feste Überzeugung ist, dass Blended Formate die Zukunft der Weiterbildung sind. Meine Erfahrungen als Teilnehmer helfen mir sicher, dass ich selbst mit diesem Instrument besser umgehen und damit auch auf meine Teilnehmer in Blended Weiterbildungen besser eingehen kann. Für mich war die Rolle als „Newbie“ deshalb auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, vielleicht sogar ein echtes Aha-Erlebnis, dass es mir hoffentlich leichter macht, auch die von mir selbst durchgeführten Blended Weiterbildungen erfolgreich zu gestalten.

 

Perspektiven_Newbies_HeckerStefanie Hecker, welche Erfahrungen haben Sie als Expertin und Trainerin der Haufe Akademie in der Newbie-Rolle gemacht: Was haben Sie als spannend erlebt? Was war anstrengend?

Für mich war die größte Herausforderung der Umgang mit der eigenen Unsicherheit, die für jeden Teilnehmer in einer ungewohnten Situation entsteht. Als Trainerin mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung ist die Leitung einer Lernsequenz in der Regel nicht mit Unsicherheit besetzt. Als Lernende schon! Dieser Perspektivwechsel war für mich als Weiterbildungsprofi ungemein aufschlussreich und belebend.“

Wie verändern Ihre Erfahrungen als Newbie Ihre Haltung und Ihre Perspektive im Alltag als Expertin?

„Ich habe erfahren, wie wichtig ein wertschätzender, aufmunternder Umgang in herausfordernden Situationen für den Lernenden ist. Damit lässt sich die eigene Unsicherheit sehr viel leichter überwinden. Mein wichtigstes Learning: achtsam mit den Lernenden umzugehen und immer wertschätzend bleiben. Die Belohnung für diese Lernerfahrung bestand im persönlichen Austausch, dem persönlichen Kennenlernen am Präsenztag der Veranstaltung. Es ist großartig, seine Mitlerner persönlich zu treffen und auch eine schöne Art, das bisher Gelernte zu vertiefen. Eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde!“

Sind Sie auch immer mal wieder Newbie?

Was hilft Ihnen gut, welche Perspektiven sind Ihnen dabei wichtig? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Do’s und Don‘ts mit uns – gemeinsam können wir uns leichter weiterentwickeln als allein.

Welche Arbeit macht Sinn? Eigentlich jede, wenn …

Manchmal ist Arbeit mühsam. Und manchmal ist Arbeit nur Mittel zum Zweck. Aber ganz auf einen Job verzichten? Das wollen die wenigsten Menschen. Denn Arbeit bedeutet für uns weit mehr als Broterwerb. Zu arbeiten gibt einen Sinn, definiert unseren Platz in der Gesellschaft, strukturiert unser Leben und stärkt das eigene Selbstwertgefühl.

1. Wert der Arbeit: wie wir sie erleben

2. Sinnvolle Arbeit – ein Muss?

3. Jede Arbeit ist prinzipiell sinnvoll

4. Beruf mit Sinn: Beispiel Projektmanager

5. Dauerhaft Sinn findet, wer ständig neue Wege sucht

6. Sinn der Arbeit finden: so geht‘s

7. Projekt s.mile: unser Beitrag zum Sinn der Arbeit

Der erhebende Effekt von Arbeit ist nachweisbar: In Deutschland geben Erwerbstätige fortwährend eine um knapp 25 Prozent höhere Zufriedenheit im Leben an als Arbeitslose, so die Ergebnisse der Langzeitbefragung SOEP 2011 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Wer arbeitet, scheint also glücklicher.

Wert der Arbeit: wie wir sie erleben

Perspektiven_Sinnvolle ArbeitDie Studie „Wertewelten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales untersuchte, wie wir die heutige Arbeitswelt und unseren Beruf erleben und welche Arbeitswelt wir uns für die Zukunft wünschen. Dabei wurde deutlich, dass materielle Sicherheit durch arbeiten vielen Menschen in Deutschland weiterhin sehr wichtig ist, aber eben auch Selbstentfaltung und eine gute Work-Life-Balance.

Ein Überblick:

  • Eine Mehrheit (28 Prozent) möchte von ihrem Job sorgenfrei und sicher Für sie gehört Arbeit dazu, nimmt aber auch zu viel Raum und Zeit im Privaten ein.
  • Fast ein Viertel der Befragten stellt Leistung in das Zentrum ihrer Arbeitswelt. Einerseits, um sich Wohlstand zu erarbeiten (15 Prozent), andererseits in Form von Höchstleistungen im Job, die engagiert und gerne erreicht werden (elf Prozent).
  • Eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Arbeit zu finden, das hat für 15 Prozent der Menschen in Deutschland oberste Priorität – mehr Zeit, um zu leben statt zu arbeiten. Fast ebenso verbreitet ist die Ansicht, dass man den Sinn des Lebens nicht nur im Job suchen sollte (13 Prozent).
  • Jeder zehnte hält die Selbstverwirklichung in der Arbeit für enorm wichtig. Sie schätzen Möglichkeiten, um sich selbst immer wieder neu erfinden und ihre Zukunft aktiv gestalten zu können. Fast ebenso viele wünschen sich eine Arbeitswelt, die wieder mehr auf Solidarität, Loyalität und Teilhabe aller Menschen beruht (neun Prozent).

Sinnvolle Arbeit – ein Muss?

Der Beruf ist weiterhin für viele Menschen zum Geldverdienen da. Doch ein zeitgemäßeres Verständnis von Arbeit wird in unserer Gesellschaft immer populärer. „Why?“ lautet die Frage der jüngeren Generation Y, der zwischen 1980 und 1995 Geborenen. Geht Ihnen das auch so, dass Sie nach dem Warum der Arbeit fragen und wann Arbeit sinnvoll ist? Die junge Generation möchte nicht nur den Sinn in ihrer Arbeit erkennen, sondern auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und individuellem Lebensstil – bei gleichzeitig sicherem Arbeitsplatz. Dies gilt ebenso für Berufswechselnde, die nach einer erfolgreichen Karriere mehr von ihrem Job wollen als nur ein attraktives Gehalt. Am neuen Arbeitsplatz soll nun alles besser werden – und dazu gehört auch eine sinnvolle Tätigkeit. Wohin die höheren Ansprüche geführt haben? Dass insbesondere in verantwortungsvollen Positionen Freizeit und Arbeit nicht länger einander gegenüberstehen – sie verschmelzen, Work-Life-Integration statt Work-Life-Balance wird gelebt. Eine sinnvolle Arbeit, mit der sich die eigenen Interessen und der Job unter einen Hut bringen lassen, trägt dann viel zu einer hohen Zufriedenheit im Leben bei.

Unternehmen reagieren auf diese Entwicklung und realisieren immer häufiger neue Formen der Arbeitsorganisation: Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, Home Office, virtuelle Meetings oder Sabbatical-Regelungen. Sicherlich sind auch Sie bereits über das Konzept und das Schlagwort „New Work“ gestolpert, das den Beitrag von Arbeit in unserem Leben neu definiert und unsere Zukunft umschreibt: Weniger Lohnarbeit, mehr Selbstversorgung sowie sinnvolle Arbeit, die man wirklich machen will. Arbeitgeber begreifen die neuen Arbeitsmodelle als Chance, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Darüber hinaus profitieren Unternehmen auch hinsichtlich ihrer Produktivität von Angestellten, die einen Sinn in ihrer Arbeit sehen und motiviert sind. Schon 2007 hatte eine Studie des Psychologen Adam Grant eindrucksvoll bewiesen, dass Mitarbeiter, denen gezeigt wurde, wer in welcher Form von ihrer Tätigkeit profitiert, deutlich bessere Verkaufserlöse erzielten.

Jede Arbeit ist prinzipiell sinnvoll!

Jemand, der sich beruflich für das Wohl von Mensch, Tier oder Umwelt engagiert, hat in der Regel weniger Schwierigkeiten damit, einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen – obwohl auch hier lästige Routinearbeiten das Sinnerleben verwässern können. Doch wie sieht es in Berufen der Verwaltung, Logistik oder im Verkauf aus? Wie erleben Sie das Thema Sinn in Ihrem Beruf? Kann man wirklich in jeder Arbeit einen Sinn finden? Man kann, davon ist die Sinnforscherin Tatjana Schell überzeugt. Sie stellt in einem Interview mit der Wirtschaftswoche vier Merkmale vor, anhand derer wir die Sinnhaftigkeit unserer Arbeit erkennen.

Wann wir unsere Arbeit als sinnvoll empfinden: 

  • Bedeutsamkeit: Was ich tue, hat positive Konsequenzen.
  • Kohärenz: Was ich tue, passt zu mir und meinem Lebensstil.
  • Orientierung: Ich kenne die Unternehmensziele und kann sie akzeptieren.
  • Zugehörigkeit: Ich fühle mich wertgeschätzt, eingebunden und bekomme Verantwortung.

Beruf mit Sinn: Beispiel Projektmanager

Perspektiven_Sinnvolle ArbeitWenn diese Merkmale zutreffen, kann prinzipiell jede Tätigkeit als sinnvoll empfunden werden, so Schell. Als Beispiel kann der Projektmanager in einem Pharmaunternehmen dienen: Seine Aufgaben, wie die Überwachung der Zielvorgaben, mögen kaum etwas mit dem eigentlichen Unternehmensziel – der Herstellung von Medikamenten – zu tun haben. Dennoch, ohne seine Arbeit könnten seine Kollegen keine Arzneimittel produzieren und das Unternehmen würde nicht funktionieren. Damit macht seine Tätigkeit Sinn. Auch ist der Projektmanager unter Umständen selbst nur sehr zurückhaltend mit Medikamenten, vielleicht aber stolz auf die fairen Herstellungsbedingungen. Dadurch kann er sich trotzdem gut mit seinem Arbeitgeber identifizieren. Überprüfen Sie selbst einmal, wie sehr die drei Merkmale Bedeutsamkeit, Kohärenz und Orientierung auf Ihre eigene berufliche Tätigkeit zutreffen. Punkt vier, die Zugehörigkeit, können wiederum stark Vorgesetzte am Arbeitsplatz beeinflussen: Wahrnehmung und Anerkennung durch Kollegen und Chefs verleihen dem eigenen Job Sinnhaftigkeit.

Dauerhaft Sinn findet, wer ständig neue Wege sucht

Perspektiven_Sinnvolle ArbeitMöchten Sie Ihr Leben und Ihren Beruf sinnvoll gestalten und als sinnhaft erleben? Dann ist es wichtig, sich die relevantesten Zusammenhänge immer wieder bewusst zu machen. Denn unsere Lebenssituation ändert sich laufend und mit ihr die eigenen Prioritäten. So bevorzugt eine Programmiererin mit 25 Jahren vielleicht, freiberuflich an anspruchsvollen Projekten zu arbeiten. Wenn sie später allerdings Kinder hat, werden Urlaubszeiten, Altersvorsorge und kalkulierbare Aufgaben wichtiger. Unsere Einstellungen, Ansprüche und wir selbst verändern uns mit der Zeit – daher müssen wir immer wieder nach neuen Lösungen suchen, um den Sinn in unserer Arbeit zu sehen. Besinnungspausen sind wichtig, aber auch die Möglichkeit, sich laufend persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die Haufe Akademie engagiert sich mit dem Projekt s.mile aktiv dafür, Sinn und Arbeit erlebbar zu machen und Menschen ihre Entwicklung zu erleichtern.

Sinn in der Arbeit finden: so geht´s

Für alle, denen es nach wie vor schwer fällt, Sinn und Wert der eigenen Arbeit zu erkennen, haben der New York Times-Kolumnist David Brooks und Arthur Brooks vom American Enterprise Institute die folgenden sechs Tipps zusammengetragen:

1. Verbinde deine Arbeit mit deinen Idealen

Versuchen Sie, Ihren Job als einen Beitrag zu einem größeren Zweck zu betrachten. Was hat deine Arbeit möglicherweise an Einfluss, auch außerhalb der Arbeit.

2. Erkenne bedeutsame Momente

Machen Sie Bereiche Ihrer Arbeit aus, die Ihnen etwas bedeuten und Sie erfüllen. Konzentrieren Sie sich auf diese kleinen Momente und auch unangenehme Tätigkeiten werden erträglicher.

3. Diene anderen oder diene deiner Arbeit

Beschwören Sie das Gefühl herauf, Ihren Mitmenschen, der Gesellschaft oder auch der guten Arbeit selbst mit Ihrem Engagement zu dienen.

4. Denke darüber nach, warum du das tust, was du tust

Erkennen Sie das „Warum“ Ihrer Karriere und was Sie motiviert. Wenn Sie wissen, was Sie antreibt, wird es Ihnen leichter fallen, Ihre Arbeit als sinnvoll zu empfinden.

5. Sei dir unterschiedlicher Abschnitte im Leben bewusst

Finden Sie heraus, wie die Taktung für Ihren Berufsweg aussieht und passen Sie sich der Geschwindigkeit an. Wer zu früh zu viel erreichen will, frustriert sich am Ende. Jedes Mehr an Erfahrung wird Sie beruflich weiterentwickeln, akzeptieren Sie das.

6. Investiere nicht alles in deine Arbeit

Brooks und Brooks empfehlen, das eigene Glück möglichst in allen vier Hauptbereichen des Lebens zu suchen: Spiritualität, Familie, Gemeinschaft und Arbeit. Driften Sie, wenn möglich, nicht zu sehr in eine einzige Richtung ab. Und: Sinn bei der Arbeit ist kein Luxus. David Brooks beschreibt es so: „Es gibt kein Einkommensniveau, auf dem Menschen nicht dringend Sinn benötigen.“

Projekt s.mile: unser Beitrag zum Sinn der Arbeit

Perspektiven_Sinnvolle ArbeitAls Anbieter für Qualifizierung und Entwicklung von Menschen und Unternehmen beschäftigt uns die Frage nach dem Sinn von Arbeit intensiv. Um unsere Arbeit und ihren Sinn für uns im Unternehmen erfahrbarer zu machen, startete die Haufe Akademie im Sommer 2016 ein ungewöhnliches Projekt: Zwölf ganz unterschiedliche Menschen erhalten mit dem Projekt s.mile (=smart mile) von uns die Möglichkeit, über den Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie zu nutzen.

Hier im Perspektivenblog können Sie die Teilnehmer unseres Projekts s.mile besser kennenlernen und vielleicht von ihnen lernen und sich inspirieren lassen. Was treibt sie an, was motiviert sie und welche Ziele haben sie? Was gibt ihnen Orientierung? Wir freuen uns darauf, diese Einblicke mit Ihnen zu teilen.

Kontinuierliche Weiterentwicklung – diese Strategien helfen

Lebenslanges Lernen ist in der modernen Arbeitswelt wichtig. Gute Strategien für die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten liefern die Ökonominnen Karie Willyerd und Barbara Mistick.

Denken Sie einmal kurz an die Arbeitswelt vor zehn Jahren zurück: Es gab keine Cloud-Anwendungen, das erste Smartphone war noch nicht auf dem Markt, die flexible Arbeit steckte noch in den Kinderschuhen. Und wie arbeiten wir 2028? Der stetige Wandel der digitalen Welt macht genaue Prognosen kaum möglich, schreibt Barbara Mistick in ihrem neuen Buch „Stretch: How to Future Proof Yourself for Tomorrow’s Workplace“. Umso wichtiger sei es deshalb, immer „Up-To-Date“ zu sein. Dauerhaft relevant in seinem Beruf zu bleiben, ist aus ihrer Sicht ein ständiger Prozess aus (Weiter-)Bildung und Anpassung der eigenen Fähigkeiten. Die Ökonomin gibt gemeinsam mit Co-Autorin Karie Willyerd wertvolle Tipps, wie eine kontinuierliche Weiterentwicklung gelingt.

„Stretch how we learn, stretch to stay open in our thinking, stretch to build diverse networks and experiences, and stretch our motivation.“

Eins vorweg: Das von den beiden Ökonominnen beschriebene „Stretching” ist kein 5-Minuten-Programm. Es ist harte Arbeit an sich selbst – dafür lassen sich aber all ihre Empfehlungen auf eigene Faust und mit wirklich jedem Budget umsetzen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er lieber sein Wissen mit Büchern und Blogartikeln vergrößert oder Seminare besucht. Für jeden Lerntyp enthält das Buch eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, neue Perspektiven zu entdecken und sich so auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten.

Diese fünf grundlegenden Strategien zur kontinuierlichen Weiterentwicklung haben die Ökonominnen ausgemacht:

  • Perspektiven_Stretch_QuelleLearn on the fly: Es bringt uns weiter, in und aus der Praxis lernen. Die eigene Weiterentwicklung liegt in unserer Hand.
  • Be open: Es hilft uns, offen für neue Erfahrungen und konstruktives Feedback zu sein. Durch Input von außen können wir dazulernen.
  • Build a diverse network: Wenn wir ein Netzwerk aufbauen, suchen wir aktiv nach neuen Erfahrungen und erhalten neue Impulse.
  • Be greedy about experience: In vielen Aufgaben stecken wertvolle Erfahrungen. Tipp der Autorinnen: Nehmt diese Erfahrungen an!
  • Bounce forward: Wenn wir Ziele und Träume für die Zukunft entwickeln, geben sie uns Orientierung im Arbeitsalltag. Und das hilft uns dabei, voranzukommen.

Zu jeder dieser Empfehlungen bieten die Autorinnen in ihrem Buch hilfreiche Strategien und kurze Selbsttests, die dabei helfen können, die eigene Haltung und das eigene Denken am Arbeitsplatz positiv zu verändern.

Unterstrichen werden die Handlungsvorschläge durch Geschichten aus der Praxis. Ein Journalist wird trotz Pulitzer Preis und ausgezeichneten Reportagen aus der gesamten Welt arbeitslos. Der Grund: Es gelingt ihm nicht, sich auf den digitalen Medienwandel einzulassen. Ohne Verständnis für digitale Technologien wird er quasi „nutzlos“ für den Arbeitsmarkt – trotz ausgezeichneter Fähigkeiten als Autor der alten Schule.

Die Moral der Geschichte: Nur wer neugierig bleibt und sich stetig weiterentwickelt, bleibt auch wichtig. Natürlich gibt es auch positive Anekdoten – zum Beispiel über die Vorteile vom „Geben und Nehmen“ und der Unterstützung von seinen Mitmenschen. Das Miteinander macht nicht nur glücklich, sondern hält aus Sicht der Autorinnen auch das eigene Netzwerk lebendig. „Wer möchte nicht Teil einer Gemeinschaft sein, die hilft neue Jobs und Aufträge zu finden, Probleme löst und uns in Krisenzeit unterstützt“, schreiben sie.

Auch für die Suche nach neuen Erfahrungen haben Karie Willyerd und Barbara Mistick Ratschläge – zum Beispiel sollten wir sehr genau darüber nachdenken, welche neuen Erfahrungen wir machen wollen und in welcher Zeit. So nehmen wir die Weiterentwicklung aktiv selbst in die Hand.

„Don’t just let experiences happen to you, but choose the experiences that benefit you the most.“

Der letzte Abschnitt zu Träumen und langfristigen Zielen fällt besonders anekdotenreich aus. Anhand von Geschichten über Steven Spielberg, Ex-Disneyboss Alan Horn oder Schriftsteller John Gardner erfahren Sie als Leser, wie man seine Träume durch Höhen und Tiefen verfolgt. Die Erkenntnis: Für das sogenannte „Bounce forward“ sind drei Fähigkeiten nötig.

  • Ausdauer und Leidenschaft für ein langfristiges Ziel
  • Belastbarkeit durch schnelle Anpassung und Erholung nach Rückschlägen
  • Motivation und Antrieb

Perspektiven_Stretch_QuelleIn solchen Einsichten liegt die große Stärke von „Stretch: How to Future Proof Yourself for Tomorrow’s Workplace“. Das Buch profitiert von evidenzbasierten Erkenntnissen und der großen Business-Erfahrung der Autorinnen. Es bietet Ihnen als Leser Lösungen an, die Ihnen dabei helfen können, die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen zu erfüllen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – vorausgesetzt, Sie haben Lust darauf, die Vorschläge umzusetzen!

Gamechanger: Erfolgreiche Regelbrecher gestalten die Zukunft

Bill Gates, Dick Fosbury, Malala Yousafzai – sie alle haben auf ihre Weise die Welt verändert. Doch jeder von uns kann ein Gamechanger sein. Was zählt, sind die innere Haltung, eine klare Vision und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.

1. Was ist ein Gamechanger?

2. Gamechanger: Träumer und Macher zugleich

3. Selbst mehr Gamechanger sein

4. Diese 5 Dinge helfen, den eigenen Gamechanger zu wecken

5. So erkennen Personalentwickler Gamechanger

6. Fünf Aussagen von Monika Bone zu Gamechangern

7. Das sagt eine Expertin über Gamechanger: Auszüge aus unserem Interview mit Monika Bone

Als US-Hochspringer Dick Fosbury 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko erstmals mit dem Rücken zur Latte springt, lacht die Konkurrenz. Das hatte noch keiner gesehen. Bis dato war die Lattenüberquerung bäuchlings üblich. Das Lachen verebbte schnell – Fosbury erreichte konkurrenzlose Höhen und gewann mit seiner eigenwilligen Sprungtechnik Gold. Fortan sprangen Hochsprung-Athleten den Fosb  ury-Flop. Der Sport erlebte einen wahren Höhenflug und Fosbury ging in die Geschichtsbücher ein.

Indem er die Spielregeln änderte, wurde Fosbury buchstäblich zum Gamechanger: Zu einer Person, die in ihrem Bereich neue Maßstäbe setzt und ihn revolutioniert.

Was ist ein Gamechanger?

Als Gamechanger wird eine Person oder eine Idee bezeichnet, die das herkömmliche Vorgehen radikal verändert und in der Folge umfassende Bereiche in Wirtschaft oder Gesellschaft revolutioniert.

Die Eisenbahn, Albert Einsteins Relativitätstheorie oder die Glühbirne waren Gamechanger ihrer Zeit. Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg ist ein Beispiel für eine Gamechanger-Persönlichkeit: Durch sein soziales Netzwerk hat er maßgeblich die Art und Weise verändert, wie wir heute miteinander kommunizieren.

Gehören auch Sie zu den Menschen, die sich nicht an gängige Regeln halten, sondern neue erschaffen? Dann zählen auch Sie zu Gamechangern. Das Forbes Magazine schreibt Gamechangern folgende Eigenschaften zu: Sie kreieren, verbessern, verändern und transformieren. Dabei sind sie originell und disruptiv.

Zeit der Gamechanger

Perspektiven_GamechangerWir leben in einem Zeitalter der disruptiven Innovationen. Ständig wirken neue Technologien auf uns ein und führen zu radikalen Veränderungen unseres Umfelds: Etwa künstliche Intelligenzen, die sich selbstständig weiterent  wickeln und so unsere Lebens- und Arbeitswelt radikal verändern. Das Konzept „New Work“ beschreibt vor diesem Hintergrund ein zukunftsfähiges Arbeitsmodell. Der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann regt darin an, Arbeit in Zeiten der Automatisierung völlig neu zu denken: Weniger Lohnarbeit, mehr Selbstversorgung sowie Arbeit, die man wirklich machen will. Als zentrale Werte der Neuen Arbeit definiert er Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an der Gemeinschaft.

Gamechanger: Träumer und Macher zugleich

Monika Bone – Trainerin, Prozessbegleiterin und Coach – beschreibt Gamechanger-Persönlichkeiten so: „Sie sind neugierig, mutig und möchten die Welt verbessern. Gamechanger sind starke Persönlichkeiten, die sich nicht vor Risiken und Wettbewerb scheuen.“

In der Wirtschaft haben beispielsweise Bill Gates, Steve Jobs und Jack Ma mit Microsoft, Apple und Alibaba neue Geschäftsfelder erschlossen und unsere Nutzung von Technologien im Alltag radikal verändert. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai – selbst eine Gamechanger-Persönlichkeit – wollte junge Sportlerinnen mit einer eigenen Porträtreihe ehren. Ihre Gamechanger-Kampagne zeigt zwölf Frauen, die Großes im Sport leisten und durch ihr gesellschaftliches  Engagement auch nachfolgende Generationen beeinflussen. Eine von Ihnen: Simidele Adeagbo, die als erste Afrikanerin im Skeleton an den Olympischen Winterspielen 2018 teilnahm.

All diesen Gamechangern ist gemeinsam, dass sie viel experimentieren. Sie legen meist einen langen Weg zurück und nehmen Durststrecken in Kauf, bis sich der Erfolg schließlich einstellt. Als Träumer haben sie ihre Vision im Kopf. Als zielstrebige Macher setzen sie alle Hebel in Bewegung, um ihren Traum zu realisieren.

Jeder kennt Gamechanger

Nicht immer muss ein Gamechanger die Welt verändern. Wir alle kennen Gamechanger in unserem direkten Umfeld und vielleicht zählen Sie sich sogar selbst dazu. Wenn etwa eine Führungskraft die Unternehmensstrategie ändert, wirkt sich das auf die Arbeitsabläufe und alle betroffenen Mitarbeiter aus. Einzelne Bereiche, vielleicht aber auch die ganze Organisation, können sich aus diesem Impuls heraus weiterentwickeln. In einem Handelsblatt-Artikel rät Jurist und Autor Volker Kitz Unternehmern, öfter mal die Spielregeln zu ändern. Dies könne nicht nur ein strategischer Vorteil sein, sondern würde auch zufriedener im Job machen.

Selbst mehr Gamechanger sein

Perspektiven_GamechangerJeder von uns – auch Sie – kann sich dazu entscheiden, mehr Gamechanger zu sein und seine innere Haltung verändern. Trainerin Monika Bone beschreibt dies als das erste Entwicklungsstadium eines jeden Gamechangers. Anschließend helfe ein klares Bild der eigenen Zukunft dabei, notwendige Veränderungen vorzunehmen und sich laufend weiterzuentwickeln. Für diesen Prozess ist der eigene Perspektivwechsel unerlässlich: „Erweitern Sie Ihren Horizont im Alltag. Suchen Sie zum Beispiel den Austausch mit Menschen, die anders ticken als Sie. Bei einem Mittagessen mit Andersdenkenden entstehen wertvolle Synergien“, weiß Bone. Sie empfiehlt außerdem, Querdenken zu üben, um zukünftig einfacher kreative Lösungen zu finden. Das sogenannte 9-Punkte-Problem ist ein Beispiel für eine solche Übung. Probieren Sie sie direkt einmal aus!

Die persönliche Weiterbildung sieht Bone als Schlüssel, um den eigenen Gamechanger zu wecken und zu pflegen. So kommen bei Seminaren Menschen aus ganz unterschiedlichen Unternehmenskulturen zusammen und bereichern sich gegenseitig. Die Trainerin bringt es auf den Punkt: „Weiterbildung gibt wichtige Impulse, fördert den Austausch und schärft den Blick auf das Neue. Dabei sind auch die Pausen wichtig. Hier kommen Teilnehmer ungezwungen ins Gespräch und inspirieren sich gegenseitig.“ Auch Vorträge, Webinare und Meetups empfiehlt Bone, um ohne großen Vorbereitungsaufwand mit spannenden Menschen zusammenzutreffen.

Diese 5 Dinge helfen, den eigenen Gamechanger zu wecken

  1. Fragen Sie sich regelmäßig bei Tätigkeiten, wie Sie sie anders machen könnten.
  2. Führen Sie Gespräche mit Menschen, die Sie inspirieren.
  3. Üben Sie Querdenken.
  4. Folgen Sie in den sozialen Netzwerken Zukunftsforschern.
  5. Visualisieren Sie Ihre Zukunft mit starken emotionalen Bildern.

So erkennen Personalentwickler Gamechanger

Perspektiven_GamechangerNeben ihrem Mut, Abenteuerlust und ihrem Willen, sich weiterzuentwickeln, benötigen Gamechanger aber auch entsprechende Freiräume, weiß Bone: „Wer die Spielregeln ändern will, braucht eine Umgebung, die dazu ermuntert. Führungskräfte sollten daher eine Atmosphäre schaffen, die konstruktive Kritik und förderliches Feedback zulässt.“ Doch woran erkennen Führungskräfte und Personalentwickler eine Gamechanger-Persönlichkeit? „Suchen Sie nach Menschen mit Brüchen im Lebenslauf“, rät Monika Bone. „Diese Personen sind häufig Risiken eingegangen und vielleicht auch gescheitert. Sie sind möglicherweise unbequem, doch sie haben Lust darauf, die Zukunft zu gestalten.“

Fünf Aussagen von Monika Bone zu Gamechangern

1. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, hat die Chance….

…seine Zukunft zu gestalten.

2. Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigt, der verliert…

…vielleicht den Anschluss.

3. Wenn sich in einem Unternehmen alle als Gamechanger verstehen, dann…

… bleibt vielleicht kein Stein auf dem anderen.

4. Wenn sich in einem Unternehmen keiner als Gamechanger versteht, dann…

…stellt sich die Frage nach Zukunft vielleicht irgendwann nicht mehr.

5. Wenn man den inneren Gamechanger hervorlocken will, dann braucht man viel….

…Mut, Abenteuerlust und eine Umgebung, die damit lebt, dass Gamechanger Sand ins Getriebe streuen.

Perspektiven_GamechangerUnser Fazit: In dem Moment, in dem Gamechanger etwas anders machen, fühlt es sich vielleicht nicht unbedingt gut an und auch der Erfolg lässt oft auf sich warten. Doch lassen Sie sich davon nicht abschrecken! Es lohnt sich, den eigenen Gamechanger zu wecken. Entwickeln Sie sich selbst zum Gamechanger. Heben Sie Ihre Potenziale auf ein neues Level! Weitermachen wie bisher – das funktioniert in Zukunft vielleicht nicht mehr. Mit gewohnten Denkmustern und Fähigkeiten stoßen wir alle an die Grenzen unseres persönlichen und unternehmerischen Erfolgs. Wir können und müssen lernen, unsere eigenen Spielregeln zu brechen.

Das sagt eine Expertin über Gamechanger: Auszüge aus unserem Interview mit Monika Bone

1. Was hilft einem dabei, Veränderungen zu erkennen und für sich die nächsten Schritte zu definieren?

Im ersten Schritt ist es wichtig, die Gamechanger-Haltung als notwendig zu erachten. Pero Mićić sagt, wir brauchen unterschiedliche Zukunftsbrillen, um uns mit Zukunft zu beschäftigen (z.B. Schule, Gemeinde…). Ich selbst beschäftige mich in der Zeit zwischen den Jahren immer mit einem Zukunftsforscher. Denn wenn ich weiß, wer was über die Zukunft sagt, macht mir das, was kommt, keine Angst mehr.

Es hilft außerdem, sich starke emotionale Bilder aufzubauen. Ich habe zum Beispiel ein klares Bild davon, wie ich mit 70 sein möchte. Und dieses Bild hilft mir dabei, jetzt etwas dafür zu tun. Etwa zum Sport zu gehen und nicht im Sessel sitzen zu bleiben.

2. Welche Fragen helfen mir dabei, eine Gamechanger-Haltung zu pflegen und mich weiterzuentwickeln?

Dabei helfen zum Beispiel die folgenden Fragen:

  • Wo kann ich Mut proben?
  • Wo kann ich etwas anders machen?
  • Wie kann ich auf neue Kollegen zugehen?
  • Neue Kollegen um ihre Fragen bitten – „Warum macht Ihr das so“?

3. Was kann Weiterbildung für den Weg zum Gamechanger leisten?

Weiterbildung gibt wichtige Impulse, fördert den Austausch mit anderen und kann den Blick auf das Neue schärfen. Bei Seminaren kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Unternehmenskulturen zusammen, tauschen sich aus und kommen ganz bereichert nach Hause. Da sind auch die Pausen ganz wichtig, weil sie Gespräche von Mensch zu Mensch fördern.

Man kann sich agile Methoden und Scrum ansehen (auch als Nicht IT-ler) und sich mit Design Thinking und Change Management beschäftigen. Jeder kann in seinem Bereich etwas tun. Neben Seminaren gibt es eine Menge weiterer Möglichkeiten für die Entwicklung zum Gamechanger: Bei Workshops, Vorträgen, Webinaren und Meetups kommt man ohne große Vorbereitung mit spannenden Menschen zusammen.

4. Muss denn heute jeder zum Gamechanger werden?

Es muss nicht jeder zum Gamechanger werden. Unternehmen würden es furchtbar finden, wenn keiner mehr Routineaufgaben erledigen will.

5. Lohnt es sich für best. Rollen besonders, etwa für Führungskräfte? Wie profitieren Menschen, die gern in der zweiten Reihe stehen?

Na klar. Führungskräfte prägen die Kultur in ihrer Abteilung. Sie können zulassen, dass jemand etwas anders macht und den Menschen die entsprechenden Freiräume geben. Das gilt auch für Menschen in der zweiten Reihe.

6. Wie verhält es sich mit Blick auf ein Unternehmen? Wie viele Gamechanger verträgt ein Unternehmen? Je mehr, desto besser?

Da wage ich keine Prognose. In der Praxis verhält es sich oft so: Wenn Menschen auf ein Umfeld treffen, in dem sie merken, dass sie nichts bewegen können, gehen sie eher wieder. Wenn Gamechanger umgekehrt merken, dass sie etwas bewegen können, ziehen sie sich gegenseitig an und weitere Gamechanger kommen ins Unternehmen.

7. Braucht Deutschland eine Gamechanger-Attitüde?

Ich glaube, dass uns das guttun würde. Das sehe ich besonders, wenn ich mit Startups und Gründern arbeite. Diesen Gründergeist, diese Abenteuerlust und die Lust, Zukunft zu gestalten, benötigen wir.

8. Was sind typische innere und äußere Hürden und wie lernt man als Gamechanger besser damit umzugehen?

Oft ist die Umgebung eine Hürde. Dann hört man Einwände wie „Das geht so nicht, das ist anders vereinbart“ oder „Das geht so nicht, das haben wir schon immer anders gemacht“. Auch der eigene innere Kritiker kann eine Hürde sein.

9. Welche Entwicklung durchläuft ein Gamechanger?

Die Entwicklung gleicht im Prinzip einer Heldenreise. Der Held hört den Ruf, geht in die Welt, kämpft mit dem Drachen, nimmt den Schatz und geht zurück. Man kann besser mit diesem Weg umgehen, wenn man sich seiner selbst bewusst ist. Man muss dazu bereit sein, selbst ein anderer zu werden.

Unsere Empfehlung für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten:

Motivation bei der Arbeit: Warum sie so wichtig ist und wie man sie findet

Spätestens bei der Bewerbung ist sie wieder gefragt – unsere Motivation für einen Job, niedergeschrieben in wenigen Absätzen. Dabei treffend zu formulieren, was uns beruflich antreibt, ist wahrlich eine Herausforderung. Denn oft wissen wir es selbst nicht so genau.

1. Was ist Motivation?
2. Bedeutung von Motivation im Job
3. Was für ein Motivationstyp bin ich?
4. Wie kann ich andere motivieren?
5. Die 10 wichtigsten Motivatoren bei der Arbeit
6. So erkennen Personalentwickler motivierte Mitarbeiter
7. Projekt s.mile – unser Beitrag zum Sinn der Arbeit

Wie geht es Ihnen damit? Ist Ihnen Erfolg und Spaß bei der Arbeit wichtig? Was spornt Sie zu Höchstleistungen an? Geld, Anerkennung oder vielleicht eine flexible Arbeitszeit? Finden Sie in Ihrem Job Sinn? Und ist es Ihnen wichtig, die Ziele des Arbeitgebers zu kennen und zu teilen? Sich ab und zu über diese Fragen Gedanken zu machen, lohnt sich. Denn zu wissen, was uns bei der Arbeit bewegt und motiviert, kann viel zu unserer eigenen Zufriedenheit im Leben beitragen. Mehr noch: Wenn Menschen motiviert zur Arbeit gehen, profitiert auch die Wirtschaft.

Was ist Motivation?

Die Wirtschaftspsychologische Gesellschaft beschreibt Motivation als eine innere Energiequelle, die zu Verhaltensweisen antreibt. Motivation bezeichnet damit das Streben nach Zielen. Dieses Streben kann auf unterschiedlichen Motiven beruhen, etwa Macht, Selbstverwirklichung oder Sozialkontakt.

Man unterscheidet zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Die extrinsische Motivation wird durch das Umfeld hervorgerufen. Neben finanziellen Anreizen können zum Beispiel im Job die Arbeitsumgebung, Vorgesetzte oder Kollegen motivieren. Die intrinsische Motivation kommt von innen und basiert auf der Freude an der Tätigkeit selbst: Die Arbeit macht Spaß und motiviert von sich aus. Diese Art der Motivation steuert jeder von uns selbst. Der angeborene Optimismus, die Regenerationsfähigkeit oder die innere Überzeugung können viel zur eigenen Motivation beitragen.

 

Motivation im Job: immer bedeutsamer

Perspektiven_MotivationMit dem Wandel hin zur Wissensgesellschaft sind viele Aufgaben vielschichtiger und komplexer geworden. War früher eher die eindeutige Aufgabenverteilung verbreitet, laufen heute oft viele Fäden bei einer Person zusammen. Wir arbeiten vermehrt in multidisziplinären Teams, mit flacheren Hierarchien und flexibleren Arbeitsbedingungen. Vielleicht sehen Sie diese Entwicklung auch in Ihrem Job? Wir sind freier in unserer Arbeitsgestaltung als vielleicht noch unsere Eltern, müssen aber auch häufiger selbst und verantwortungsvoll Entscheidungen treffen.

Unsere Motivation bei der Arbeit erhält dadurch eine enorme Bedeutung. Arbeitgeber müssen aufgrund sich auflösender, klarer Kommandostrukturen in vielen Berufen verstärkt auf die innere Motivation und Steuerung der Mitarbeiter bauen. Eine niedrige Motivation kann dabei nicht nur die Freude am Arbeitsplatz trüben, sondern erheblich den Arbeitsfluss stören.

Motivation bei der Arbeit steigert Zufriedenheit und Wertschöpfung

Laut Statistischem Bundesamt verbringen Volljährige im Schnitt gut 45 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz – die Zeit, die jeder von uns zuhause gedanklich bei der Arbeit verbringt, noch nicht berücksichtigt. Hinzu kommt, dass Beruf und Freizeit dank flexibler Arbeitsmodelle immer mehr verschmelzen. Die Zeit, die wir im Büro verbringen, sinkt. Auch Sie haben sicherlich schon zuhause gearbeitet? Oder andersherum vielleicht freie Zeit mit Ihren Kollegen oder Mitarbeitern verbracht? Der Job trägt viel zu unserer Lebensqualität bei. Zufriedenheit und Spaß gehen dabei Hand in Hand mit einer hohen Motivation. Wer motiviert arbeitet, schützt auch seine Gesundheit: Die Gefahr für Depressionen, Burnout oder andere Überlastungsanzeichen sinkt.

Auch Unternehmen profitieren von motivierten Mitarbeitern. Forschungsergebnisse zeigen: Wenn wir motiviert arbeiten, zeigen wir höhere Arbeitsleistungen, sind innovativer, fehlen seltener am Arbeitsplatz, machen weniger Fehler und bleiben häufiger im Unternehmen. Außerdem erhöhen motivierte Mitarbeiter die Profitabilität, die Produktivität, das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit.

Kurzum: Sind Menschen im Job motiviert, erhöhen sie die Wertschöpfung. Das leuchtet ein, denn wer motiviert ist, sucht engagierter nach Lösungen als jemand, der Dienst nach Vorschrift erledigt. Andersherum verlieren Arbeitgeber durch demotivierte Angestellte viel Geld: Mitarbeiter, die innerlich schon gekündigt haben, können die deutsche Wirtschaft bis zu 100 Milliarden Euro pro Jahr kosten, errechnete die Unternehmensberatung Gallup in ihrem Engagement Index 2016.

 

Was für ein Motivationstyp bin ich?

Perspektiven_MotivationKennen auch Sie Zeiten, in denen Ihnen die Motivation im Job abhandenkommt? Um dann nicht in eine Spirale der Lustlosigkeit und Unzufriedenheit zu verfallen, ist Selbstmotivation ein hilfreiches Mittel. Aber was motiviert Sie? Lassen Sie sich durch äußerliche Faktoren wie Geld und Anerkennung motivieren oder treiben Sie eher der Spaß an der Arbeit oder die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung an? Ein Selbsttest des Management-Professors Waldemar Pelz gibt Auskunft. Die Haufe Akademie bietet zudem Tipps und Seminare, die Ihnen zeigen, wie man die Motivation bei der Arbeit wiederfindet und Stress vermeidet. Einer der Tipps: auch mal Nein sagen und auf die eigenen Grenzen achten. Seine Ressourcen richtig einzuschätzen und zu kommunizieren ist eine Stärke, die Freiraum schafft und die Motivation steigert.

Es ist in jedem Fall sinnvoll herauszufinden, weshalb es Ihnen an Motivation am Arbeitsplatz mangelt – vielleicht schon während der Bewerbung. Fehlt es vielleicht an nötigem Wissen oder einer Strategie, wie Sie Aufgaben am besten angehen? Dann kann es helfen, sich fehlende Kompetenzen anzueignen. Die Umfrage „Wert der Weiterbildung“ hat gezeigt, dass sich zwei von drei Mitarbeitern gerne häufiger weiterbilden würden. Sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, kann dabei wesentlich zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz beitragen.

 

Besser führen: Wie kann ich andere motivieren?

Perspektiven_MotivationDie oben erwähnte Gallup-Befragung zeigt, dass Chefs einen großen Anteil an mangelnder Motivation unter Mitarbeitern haben. Nur jeder Fünfte gab darin an, „die Führung, die ich bei der Arbeit erlebe, motiviert mich, hervorragende Arbeit zu leisten“. Die Fähigkeit zu motivieren, lässt sich erlernen. Eine entsprechende Weiterbildung, wie sie auch die Haufe Akademie für Führungskräfte anbietet, kann hier viel bewirken und die berufliche Entwicklung erleichtern – für Vorgesetzte und ihre Mitarbeiter gleichermaßen.

Für Sie als Chef ist es ein guter Anfang zu wissen, was Mitarbeiter am meisten motiviert. Die intrinsische, also innere Motivation, gilt als die nachhaltigere. Diese als Vorgesetzter zu fördern, ist allerdings schwieriger als die extrinsische Motivation. Einer unserer Tipps: die Arbeit so gestalten, dass sie von sich aus motiviert, zum Beispiel durch mehr Handlungs- und Entscheidungsspielraum sowie vielfältige und machbare Aufgaben.

 

Die 10 wichtigsten Motivatoren bei der Arbeit: was uns anspornt

Doch auch äußerliche Anreize sind eine wichtige Stellschraube zur Erhöhung der Motivation am Arbeitsplatz. Die Manpower-Studie „Arbeitsmotivation 2018“ hat die Top 10 der Motivatoren in Deutschland ermittelt: Gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten (46 Prozent)

  1. Flexible Arbeitszeiten (37 Prozent)
  2. Freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen auch nach Feierabend (30 Prozent)
  3. Guter Kaffee (27 Prozent)
  4. Kostenlose Getränke (27 Prozent)
  5. Viel Teamarbeit (24 Prozent)
  6. Kleine Aufmerksamkeiten, z. B. Blumen oder Schokonikolaus (23 Prozent)
  7. Betriebliche Gesundheitsförderung (23 Prozent)
  8. Ansprechende Raumgestaltung (21 Prozent)
  9. Pflanzen im Büro (18 Prozent)

 

So erkennen Personalentwickler motivierte Mitarbeiter

Neben der Frage, wie sich die eigenen Mitarbeiter motivieren lassen, stehen Arbeitgeber auch vor der Herausforderung, motivierte Mitarbeiter zu finden. Sind Sie auch gerade auf der Suche? HR-Experte Arthur Schneider hat zehn hilfreiche Fragen für das Bewerbungsgespräch formuliert, mit denen Sie die Motivation von Bewerbern feststellen – zum Beispiel: „Was, glauben Sie, ermöglicht wirklich gute Leistungen?“

Dabei ist es nicht nur im Interesse der Arbeitgeber, passende und motivierte Mitarbeiter zu finden. Wir sind Menschen. Wenn wir uns am Arbeitsplatz wohlfühlen, uns mit dem Unternehmen in irgendeiner Weise identifizieren und motiviert sind, tragen wir in erster Linie selbst viel zu unserem Wohlbefinden und zu unserem persönlichen Glück bei.

 

Projekt s.mile: unser Beitrag zum Sinn der Arbeit

Perspektiven_MotivationAls Anbieter für Qualifizierung und Entwicklung von Menschen und Unternehmen beschäftigen uns die Themen Arbeit mit Sinn und Motivation intensiv. Um unsere Arbeit und ihren Sinn für uns im Unternehmen erfahrbarer zu machen, startete die Haufe Akademie im Sommer 2016 ein ungewöhnliches Projekt: Zwölf ganz unterschiedliche Menschen erhalten mit dem Projekt s.mile (=smart mile) von uns die Möglichkeit, über den Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie zu nutzen.

Hier im Perspektivenblog können Sie die Teilnehmer unseres Projekts s.mile besser kennenlernen und vielleicht von ihnen lernen und sich inspirieren lassen. Was treibt sie an, was motiviert sie und welche Ziele haben sie? Was gibt ihnen Orientierung? Wir freuen uns darauf, diese Einblicke mit Ihnen zu teilen.

Generation WHY not: Die Zukunft des Lernens – hip und mit Pferd?

1. Hauptsache es passt – die neue Devise für Lernen à la New Work!

2. Was sinnvolle Weiterbildung mit Pferden zu tun haben kann

3. Fazit zu Lernen à la New Work: Hip und neu ist ok – aber bitte sinnvoll!

Die Generation Y will eine Arbeitswelt, die alles anders macht – und fordert das lautstark: Alles soll flexibel, kreativ und immer mobil sein. Ich persönlich bin dankbar für diese Impulse – denn vieles von dem, was die Gen Y fordert, will ich schon lange. Und: why not? So stellt diese Generation Gewissheiten in Frage und unsere Büros auf den Kopf: Wo früher einmal Konferenztische standen, finden heute à la New Work Tischkicker-Turniere statt oder wir entspannen zur Teamförderung im Bällebad.

Die Haupt-Forderung der Generation Y lautet jedoch: Arbeit soll sinnvoll sein! Dieser Anspruch irritiert so manchen, da er mit traditionellen Strukturen, Hierarchien und Karriereanreizen wenig gemein hat. Gleichzeitig birgt dieser Ruf nach Sinn große Chancen für Unternehmen – und auch die Personalentwicklung.

Was bewirkt die Generation Y für unsere Weiterbildung?

Mir stellt sich die Frage: Was bedeuten all diese Umbrüche für die Zukunft des Lernens? Wird Lernen nun auch leichter, hipper– und sinnvoller? Für Personalentwickler tun sich da sicherlich ebenso Fragezeichen auf: Ist das klassische Seminar wirklich noch sinnvoll? Oder machen der gemeinsame Gang über glühende Kohlen und das coole Barcamp in einem Co-Working-Space in der Gründer- und Start-up Szene in Berlin-Mitte nicht mehr Sinn? Gibt es bald keine Seminare mehr, in denen wir unbeweglich auf festen Plätzen sitzen?

 

Hauptsache es passt – die neue Devise für Lernen à la New Work!

Perspektiven_Gen Y_QuelleGanz sicher ist, dass Weiterbildungen, die nach dem Gießkannenprinzip auf Mitarbeiter gegossen werden – ob diese nun wollen oder nicht –  definitiv nichts mit New Work oder der Forderung nach Sinn durch die Gen Y zu tun haben. Der Trend zur Individualisierung und zu modernen Formaten ist längst auch im Lernen angekommen: Und noch einmal: why not? Denn wer versteht, weshalb genau diese Weiterbildung für ihn persönlich sinnvoll ist, hat viel mehr Energie für die Umsetzung! Und Lernen darf definitiv auch Spaß machen und innovativ sein. Doch, ich finde, das kann auch über das Ziel hinausschießen.

Ob man wirklich alle Errungenschaften der Zivilisation über Bord werfen muss – bleibt für mich schleierhaft. Wieso muss ich bei einem Barcamp in einem Schlafsack schlafen, um meine persönliche Entwicklung anzukurbeln? Ich wage zu behaupten, dass neue Formate nicht nur deshalb besser sind, nur weil sie einen hippen, innovativen, englischen Namen haben!

Die Generation Y schafft jedoch durch das kritische Hinterfragen Impulse und Möglichkeiten – sie schärft den Blick für neue Herangehensweisen und für den Sinn. So entstehen sicher zukünftig neue Formate, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

 

Was sinnvolle Weiterbildung mit Pferden zu tun haben kann

Was zählt ist, dass es passt – und wirkt. Dann kann Entwicklung auch in Form eines Pferdes daherkommen. Warum Pferde? Führen mit Pferden ist ein Beispiel für ein neues Format, das durchaus Sinn macht, weil es wirkt.

Denn Pferde zeigen Menschen, ob sie eine natürliche Autorität besitzen oder nicht und helfen dabei diese zu entwickeln. Wir alle kennen Menschen, die schon beim Betreten eines Raumes Autorität ausstrahlen. Und genau das kann man lernen. Die besten Lehrer? Pferde: Sie spiegeln das Verhalten von Menschen mit großer Klarheit, sind sensibel, haben keine Vorurteile und sind grundehrlich.

Perspektiven_Gen Y_QuelleDiese Erfahrung hat auch Anna Krieger, Teilnehmerin des s.mile-Projektes, gemacht. Sie ist eine der 15 TeilnehmerInnen, denen die Haufe Akademie für 2 Jahre kostenfreien Zugriff auf Weiterbildung inklusive Coaching ermöglichte. Mit ihrem Coach Anja Schröer stellte sie sich dieser Herausforderung: Mehr Durchsetzungskraft durch Führen mit Pferden.

Pferdetraining: „Und plötzlich folgte es!“

Als Anna Krieger ihr erstes Kommando aussprach, war das Pferd reichlich unbewegt und trabte davon. Sie war dementsprechend ernüchtert. Doch nach einem Tag intensivem Training und Coaching: Endlich der Durchbruch! Das Pferd folgte, als wäre es das Natürlichste der Welt. „Ich habe an diesem Tag mehr gelernt, als ich je erwartet hätte. Es war unglaublich bewegend“, so resümiert sie über ihre wegweisende Erfahrung, die sie als junge Führungskraft noch lange begleiten wird.

 

Fazit zu Lernen à la New Work: Hip und neu ist ok – aber bitte sinnvoll!

Lernen kann Spaß machen und innovativ sein – genauso wie Arbeiten, Brainstorming und Meetings. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – solange das Ergebnis stimmt. So kann Lernen im Zeitalter von New Work sein: Gerne hip, mit Pferd oder am Strand – solange es zum Lernenden passt und ihn wirklich weiterbringt. Wenn das der Fall ist, ist auch gegen ein klassisches Seminar oder Training absolut nichts einzuwenden! Daher mein klares Plädoyer: Seminare haben nicht ausgedient, wenn sie eben Entwicklung erleichtern und sinnvoll sind. Einen zusätzlichen Pluspunkt bekommen Formate – ob innovativ oder traditionell – wenn sie dem persönlichen Entwicklungsantrieb des Lernenden entsprechen und damit Selbstverwirklichung unterstützten. Das ist dann der Jackpot der Weiterentwicklung – und so spar ich mir den steifen Nacken von der Nacht im Schlafsack des Barcamps.

Haben Sie Ideen für neue Lernformate á la New Work? Oder sind Sie ein klarer Verfechter von traditionellem Lernen? Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch – gerne hier unten in den Kommentaren!

Selbstverwirklichung leicht gemacht? 3 einfache Tipps für mehr Sinn im Job

Denken Sie auch darüber nach, ob Ihre Arbeit wirklich Sinn macht und Sie erfüllt? Selbstverwirklichung und Sinn der Arbeit stehen aktuell hoch im Kurs. Wollen wir nicht alle einen sinnvollen und wertvollen Beitrag leisten und klar wissen, warum wir morgens aufstehen? Aber wie findet man Sinn im Job oder einen Job mit Sinn?

Perspektiven_Selbstverwirklichung_QuelleMuss ich bei einer NGO arbeiten, eine neue Ausbildung beginnen oder gar mein Leben komplett umkrempeln – ein radikaler Neuanfang also? Oder soll das Unternehmen die Sinn-Suche leisten – mit großen Sinn-Projekten beispielsweise? Wir sind davon überzeugt, dass es auch einfacher geht und, dass jeder einzelne seine Sinn-Suche proaktiv und wirkungsvoll gestalten kann.

Sinn ist eben manchmal zwischen den Zeilen zu finden! Es muss nicht immer die ganz große Nummer sein. Auch kleine Schritte können zu einer großen Portion Selbstverwirklichung, Sinn und Verbundenheit führen! Versuchen Sie es doch mal mit folgenden Tipps:

1.) Erkennen, was für Sie ganz persönlich Sinn macht – und den Blick erweitern: Was hat Sie immer schon begeistert? Welchen Mehrwert leistet Ihre Arbeit für andere aber auch für Sie selbst? Was muss passieren, damit Sie am Abend mit einem Lächeln im Gesicht und dem Gefühl von Zufriedenheit abends nach Hause geht?

Perspektiven_Selbstverwirklichung_QuelleWer sich diese Fragen stellt, erweitert den Blick für das, was möglich ist – oder vielleicht sogar schon da ist! So wird ein anstrengendes Telefonat zu sinnvoll investierter Zeit, da man ein Problem für den Kunden oder die Kollegen lösen konnte und einen Schritt näher am Ziel ist. Vielleicht dienen Herausforderungen auch schlichtweg dem persönlichen Wachstum und machen dadurch Sinn! Denn wenn mal etwas nicht so läuft, wie gewünscht – so kann das Chancen liefern sich in Gelassenheit zu üben.

2.) Miteinander macht Sinn – Teamarbeit selbst aktiv fördern: Verbindung und Verbundenheit mit anderen kann der eigenen Arbeit Sinn verleihen. Andere zu unterstützen, vermittelt das Gefühl, etwas Richtiges und Wichtiges zu tun. Vielleicht finden Sie ja Ihren Sinn der Arbeit darin, gemeinsam Dinge zu meistern.

Schließlich sind wir alle keine Einzelkämpfer – sondern „Herdentiere“. Auch wenn Abstimmungen mit anderen Team-Mitgliedern zäh sein können, so dienen sie dazu, dass alle in einem Boot sitzen. Und das setzt Energie frei!

Vielleicht hilft es auch, bewusst den ersten Schritt zu machen, um Kollegen proaktiv zu unterstützen. Dieser Einsatz nicht immer aber oft sich ganz klar lohnt: Erstens setzt Zusammenhalt Energie frei und beflügelt wie von selbst. Und zweitens: Wer in Vorleistung geht, bekommt oft auch etwas zurück. Und wenn Kollegen oder Kolleginnen demnächst anklopfen, um Ihnen Unterstützung anzubieten – dann merken Sie deutlich, dass ein Miteinander wirkungsvoll ist. Verbundenheit macht Sinn!

3.) Sinn hat Strahlkraft nach außen – so können Unternehmen zu leuchten beginnen: Ob Dienst nach Vorschrift oder Arbeit mit Leidenschaft macht einen großen Unterschied! Wir haben alle schon erlebt, dass Menschen, die vor Begeisterung sprühen, ihr Umfeld anstecken und zu mehr Leidenschaft motivieren. Wenn solche Menschen im Unternehmen agieren, springt der Funke leichter über: Auf Kollegen, aber auch auf Kunden und Partner.

Sie haben keinen solchen Kollegen? Dann seien Sie selbst der erste! Denn Leidenschaft steckt an. Und wenn Ihr Team mehr Einsatz zeigt und Freude ausstrahlt kann Erstaunliches ins Rollen kommen. Dann entsteht wahre Begeisterung.

Perspektiven_Selbstverwirklichung_QuelleGerade in Zeiten ständiger Veränderung kann ihr persönliches Verständnis für den Sinn einen echten Unterschied machen: Es stiftet Orientierung, bewirkt Verbundenheit mit anderen, kann Ihren Arbeitsalltag beflügeln und auch ein bisschen glücklich(er) machen. Sich selbst dem Thema zu widmen – im Kleinen anzufangen und Sinn zu suchen – kann die Tür zur Selbstverwirklichung öffnen. Am wichtigsten ist der Mut zum ersten Schritt, denn mit Mut lassen sich selbst große Herausforderungen meistern.

Probieren Sie es doch einmal aus! Wir sind sehr gespannt, was diese Sinn-Herangehensweise bei Ihnen bewirkt. Wir freuen uns, wenn Sie das Ergebnis unten in den Kommentaren mit uns teilen.

Macht Sinn: Mitarbeiter fördern – Leidenschaft wecken

Ist unser Knowhow von heute schon Schnee von gestern? Glaubt man den Aussagen zur Halbwertszeit unseres Wissens im digitalen Wandel, lautet die Antwort schlicht und ergreifend: Ja! Wie also können Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern, um Knowhow und Kompetenzen schnell und kontinuierlich zu aktualisieren und weiterzuentwickeln? Indem sie eine neue Lernkultur begründen, bei der das Lernen am Arbeitsplatz zur Selbstverständlichkeit wird und alle Mitarbeiter diese Lernkultur mit vorantreiben, gestalten und leben.

Das klappt allerdings nur, wenn Ihre Mitarbeiter dazu bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Sie tun können, um die Lust am Lernen bei Ihren Mitarbeitern zu fördern.

Gehen Sie kurz in sich: Wann sind Sie motiviert, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln?

Vermutlich immer dann, wenn Sie ein Ziel vor Augen haben und wissen, was Sie tun können, um es zu erreichen. Doch die Sache mit dem klaren Ziel ist oft nicht so einfach, gerade wenn die äußeren Einflussfaktoren schwierig einzuschätzen sind. Im Job verunsichert uns aktuell die digitale Transformation mit ihren rasanten Veränderungen und das gleich auf mehreren Ebenen: „Wo steuert das Unternehmen hin?“ „Welchen Beitrag leiste ich als Mitarbeiter mit meiner Arbeit, um dieses Ziel zu erreichen?“ und „Macht der Anteil, den ich leiste, auch für mich persönlich Sinn?“ Gelingt es Ihnen als Personalentwickler, gemeinsam mit den Mitarbeitern Antworten darauf zu finden, haben Sie den wichtigsten Schritt zur Bereitschaft für Weiterentwicklung bereits geschafft.

Sinn der Arbeit_Personalentwicklung

s.mile: Der Life-Check

Wie stark Lern- und Veränderungsbereitschaft, Leidenschaft und Sinnhaftigkeit die eigene Weiterentwicklung voranbringen kann, zeigt unser s.mile-Projekt. In diesem haben 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Lebenssituationen zwei Jahre lang unbegrenzt Zugriff auf alle Qualifizierungsangebote und bekommen einen Coach an die Seite gestellt. Doch nicht nur die Teilnehmer sind begeistert. Auch die Personalentwickler der teilnehmenden Unternehmen haben sich von den enormen Entwicklungsschritten überzeugen lassen. Hier zwei Beispiele:

Leidenschaft für Luftfahrt und Mitarbeiterführung – besser geht’s nicht!

Skrolan Kopka ist Anfang Dreißig und ist ihrem Traumjob schon ganz nahe. Sie bereitet sich auf ihre erste Führungsrolle bei LSG Sky Chefs vor. Mit Begeisterung verfolgt sie ihr Ziel, eine gute Führungskraft zu werden, belegt Seminare zu fachlichen sowie zu Führungsthemen und reflektiert gemeinsam mit ihrem Coach regelmäßig ihre Entwicklungsfortschritte. Die Personalentwicklerin bei LSG Sky, Isabel Hoßbach, bringt es auf den Punkt: „Frau Kopka ist hochmotiviert und bringt viel Leidenschaft für unser Geschäft und den Kundenkontakt mit, und sie hat mit der neuen Führungsrolle ein motivierendes Ziel vor Augen. Mir als Personalentwicklerin zeigt das Projekt, dass die innovative Kombination aus individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und Coaching sehr wirksam sein kann, um motivierte Mitarbeiter zu fördern und damit auch unser Unternehmen weiterzuentwickeln.“

Merle Binder: Symbiose aus persönlichem Anspruch und komplexer Aufgabe

Auch Lucia Ramminger, Personalexpertin bei der LEDVANCE GmbH, sieht die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Programmes als großen Vorteil, wobei die intensive Begleitung durch einen Coach gleichzeitig für Kontinuität sorgt. Von Seiten LEDVANCE nimmt Merle Binder an s.mile teil. Sie betreut seit kurzem die zwölf Mitglieder des Aufsichtsrats, in dem auch Repräsentanten der neuen chinesischen Eigentümer vertreten sind. Es stellte sich heraus, dass diese besondere Konstellation für die Unternehmensjuristin genau ins Schwarze traf. Ihr persönlich ist es besonders wichtig, in ihrer neuen Rolle der DNA von LEDVANCE – 100 Jahre Erfahrung kombiniert mit Startup-Spirit – gerecht zu werden. Zielstrebig definierte sie gemeinsam mit ihrem Coach ihren Weiterbildungsbedarf: Finanz- und Wirtschaftsknowhow sowie Interkulturelles und Führungskompetenz.

Individuelle Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

s.mile ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Mitarbeiter ihrem Sinn der Arbeit näherkommen. Es zeigt: Motivation für und Sinnhaftigkeit in der Arbeit kombiniert mit den Möglichkeiten des „Neuen Lernens“, individuell abrufbaren Weiterbildungsmöglichkeiten, können eine enorme Hebelwirkung für die Personalentwicklung haben. Und damit kommen positive Ergebnisse und Wachstum für das Unternehmen von ganz alleine. Pauschallösungen ade!

Unser Tipp: So integrieren Sie Leidenschaft und Sinn der Arbeit in die Personalentwicklung

Betrachten Sie Mitarbeiter individuell und versuchen Sie herauszubekommen, wo die jeweilige Leidenschaft liegt. Dabei helfen folgende Fragen, die Sie am besten gemeinsam mit dem Mitarbeiter beantworten:

  • Welche Aufgaben erledigt [der Mitarbeiter] leidenschaftlich gern?
  • Kennt [der Mitarbeiter] den Sinn seiner Rolle, seines Tuns im Rahmen der unternehmerischen Wertschöpfung?
  • Was motiviert [den Mitarbeiter]?
  • Welche Weiterbildung(en) wünscht sich [der Mitarbeiter], um seine Rolle, seine Aufgaben aber auch seine Kompetenzen, Ideen und Leidenschaften noch sinnvoller einsetzen zu können?

Die Fragenliste ist natürlich erweiterbar. Doch sie zeigt klar, in welche Richtung sie zielt: Die individuellen Stärken der Mitarbeiter fördern, sie mit dem Sinn und Zweck des jeweiligen Tuns im Unternehmen verbinden und die Möglichkeiten des „Neuen Lernens“ einsetzen.

Es gibt noch weitere spannende Aspekte, die zu einer guten Lernkultur beitragen, doch Sinn gehört für uns maßgeblich dazu! Denn: Wer den Sinn seiner Arbeit kennt, kann sein Tun und seine Weiterentwicklung wirksam steuern und wird damit selbst zum Treiber des neuen Lernens.

Führung mit Sinn: Diese Fragen helfen

Top-Leistungen setzen die intrinsische Motivation der Mitarbeiter voraus. Und sie gehen motivierter an ihre Arbeit, wenn sie diese als sinnvoll begreifen. Eine zentrale Aufgabe der Führung ist es daher, Sinn zu stiften.

So sieht es auch Dave Ulrich, einer der einflussreichsten HR-Experten und Wirtschaftsprofessor an der University of Michigan. Ulrich erklärt in einem Interview: Führungskräfte, die Mitarbeitern helfen, einen Sinn in ihrer Arbeit zu finden, erschaffen erfolgreichere Organisationen.

Perspektiven_Sinn und Führung

Selbstverwirklichung durch Führung (Photo Quelle: pexels.com)

Sinnstifter werden: 7 Fragen, von denen Führungskräfte profitieren

Doch wie zeigen Chefs ihren Mitarbeitern, welchen Beitrag ihre Arbeit leistet und worin der Sinn besteht? In seinem Buch „Why of Work“ hat Dave Ulrich sieben Fragen identifiziert, die Führungskräfte in ihrer Rolle als Sinnstifter anleiten:

1. Wer bin ich?

Erkennen Sie durch diese Frage Ihre Stärken und unterstützen Sie auch ihre Mitarbeiter darin, Ihre Werte, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu erkennen. So steigern Sie Ihr Wohlbefinden und das Ihrer Mitarbeiter.

2. Wohin gehe ich?

Entscheiden Sie, welche Richtung Sie einschlagen und welche Ziele Ihnen am meisten bedeuten. Ein Großteil der Dinge, die uns motivieren, lässt sich den folgenden vier Zielen zuordnen: Erfolg, Erkenntnis, Beziehungen und Verantwortung.

3. Mit wem begebe ich mich auf die Reise?

Ulrich rät zum Aufbau von Teams, die zugleich sehr beziehungs- und leistungsfähig sind. Denn Freundschaften fördern die Zufriedenheit mit der Arbeit.

4. Wie baue ich eine positive Arbeitsumgebung auf?

Zu den Elementen für eine positive Arbeitsumgebung zählen Bescheidenheit, Offenheit, Selbstlosigkeit, positive Arbeitsprozesse und Verantwortung, so Ulrich.

5. Welche Herausforderungen interessieren mich?

Nehmen Sie Herausforderungen an, die Ihnen Spaß bereiten. Das richtige Maß an Herausforderungen hilft, die Balance zwischen Stress und Langweile zu finden.

6. Wie kann ich mich weiterentwickeln?

Gefragt nach einem bedeutungsvollen Moment in ihrem Arbeitsleben, denken viele an eine Situation, in der sie eine Herausforderung gemeistert oder etwas Neues gelernt haben. Ulrich empfiehlt, Risiken einzugehen, um zu lernen und erfolgreich sein zu können. Auch wenn dies bedeutet, dass Sie möglicherweise scheitern.

7. Was begeistert mich?

Es braucht nicht immer große Gesten, um den Unterschied zu machen. Bei hoher Arbeitsbelastung können bereits kleine Freuden dazu beitragen, Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistungsbereitschaft hochzuhalten, erinnert Ulrich.

Der Wirtschaftsprofessor rät Führungskräften, diese sieben Fragen ihren Mitarbeitern und auch sich selbst zu stellen. Denn nur wer um den eigenen Sinn seiner Arbeit weiß, könne diesen auch anderen vermitteln – und letztlich erfolgreich führen.