Kerstin Schreck

Kerstin Schreck

Entwicklungserleichterin, Germanistin, Anglistin ( M.A.), Betriebswirtin ( VWA). Seit 1999 bei der Haufe Akademie an Bord. Leidenschaftliche Kommunikatorin rund um News aus der Haufe Akademie und alle Themen, die die Menschen bei der Haufe Akademie bewegen. Kerstins Blick auf die Themen entspricht der Frage: Wie hilft das dabei, Entwicklung zu erleichtern?

Umfrage #3: Warum bilden wir uns weiter? Das WHY für Weiterbildung!

Ist es die Aussicht auf Erfolg, ein höheres Gehalt oder schlummert noch mehr hinter der Bereitschaft sich weiterzubilden? Wir wollten es genau wissen! Hier die Ergebnisse unserer Studie zur Frage: WARUM bilden Sie sich weiter?

Sinn & Weiterbildung: Eine sinnvolle Arbeit und gute Entwicklungsperspektiven stehen hoch im Kurs: „Eine hervorragend ausgebildete Generation Y möchte Jobs, die eine gute Life-Work-Balance ermöglichen, Sinn und Spaß machen und ihnen die Chance geben, sich auch persönlich weiterzuentwickeln“, sagt Programmbereichsleiterin Ulrike Nessel von der Haufe Akademie.

Die Zahlen zeigen: Weiterbildung vor allem für die persönliche Entwicklung wichtig
Anhand von jeweils sechs möglichen Antworten wurde ermittelt, aus welchen Gründen sich Angestellte weiterbilden. 78 Prozent der Befragten gaben an, generell gern dazu zu lernen beziehungsweise sich durch berufliche Weiterbildung auch persönlich weiterentwickeln zu wollen. 69 Prozent bilden sich beruflich weiter, um in ihrem Beruf nicht den Anschluss zu verlieren.
Perspektiven_Umfrage Weiterbildung WarumDie anderen vier Gründe sind deutlich seltener ausschlaggebend: 38 Prozent erhoffen sich durch berufliche Weiterbildung einen Aufstieg und/oder ein höheres Gehalt. 31 Prozent möchten auch einen Beitrag zum wirtschaftlichen Gelingen des Unternehmens leisten. 29 Prozent bilden sich beruflich weiter, weil ihr Arbeitgeber dies wünscht, und jeder Zehnte (10 Prozent) arbeitet darauf hin, dank beruflicher Weiterbildung in einem anderen Bereich arbeiten zu können.

Was wir daraus lernen: Das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Weiterbildung und Unternehmenserfolg schärfen!

Erstaunlich: Die Mehrheit der Angestellten bildet sich aus persönlichem Interesse weiter – und nicht etwa, um befördert zu werden oder um beruflich nicht den Anschluss zu verlieren. Tatsächlich besuchen die meisten eine Weiterbildung, weil sie einfach gerne dazulernen und sich weiterentwickeln möchten!

Das ist erfreulich, findet Christoph Beck, HR-Experte und Professor für Personalentwicklung: „Das Ergebnis spricht für eine enge Verzahnung von Persönlichkeitsentwicklung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung in den Unternehmen.“ Perspektiven_Umfrage Weiterbildung WarumViele sehen ihren Job also nicht losgelöst von ihrer privaten Person, sondern als einen wichtigen Teil davon. Vielleicht sollten wir unseren Beruf öfter mal als Sprungbrett für die eigene Entwicklung nutzen. Umso wichtiger wird dann der Sinn unserer Arbeit: Passt der Job zu mir und gibt er mir das, was ich brauche? Kann ich mich durch ihn verwirklichen beziehungsweise mich weiterentwickeln?

Vor diesem Hintergrund ist auch interessant, dass drei von zehn Angestellten mit einer Weiterbildung zum Unternehmenserfolg betragen möchten! Die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen ist also durchaus vorhanden.

Dafür ist es wichtig, dass jeder Mitarbeiter seinen Beitrag zum Unternehmensergebnis kennt. Dies transparent zu machen und die Mitarbeiter zur Leistung und persönlichen Entwicklung zu befähigen ist Aufgabe der Führungskräfte. Die Personalentwicklung fungiert hierbei als Competence Center.

Ein Inspirations-Projekt für mehr Verbundenheit im Unternehmen

Das Projekt s.mile der Haufe Akademie ist ein solches Beispiel: Mitarbeiter können hautnah miterleben, wie ihre Arbeit dazu beiträgt, Menschen sehr individuell bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. „Idealerweise können Angestellte ihre Weiterbildung mitgestalten und Recruiting-Konzepte sind fest im alltäglichen Management verankert. Dies erleichtert Entwicklung im Unternehmen und das ist auch spürbar für die Mitarbeiter“, hält Nessel fest.

Weitergbildung s.mile

Die Ergebnisse von „s.mile“ werden von den Teilnehmern den Mitarbeitern der Haufe Akademie vorgestellt – ein sehr bewegender Moment.

Als Anbieter für Qualifizierung und Entwicklung von Menschen und Unternehmen beschäftigen uns die Themen Arbeit mit Sinn und Motivation intensiv. Um unsere Arbeit und ihren Sinn für uns im Unternehmen erfahrbarer zu machen, startete die Haufe Akademie im Sommer 2016 ein ungewöhnliches Projekt: Zwölf ganz unterschiedliche Menschen erhalten mit dem Projekt s.mile (=smart mile) von uns die Möglichkeit, über den Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie zu nutzen.

Hier auf unserer s.mile Microsite können Sie die Teilnehmer unseres Projekts s.mile besser kennenlernen und vielleicht von ihnen lernen und sich inspirieren lassen. Was treibt sie an, was motiviert sie und welche Ziele haben sie? Was gibt ihnen Orientierung? Wir freuen uns darauf, diese Einblicke mit Ihnen zu teilen.

WHY und Weiterbildung gehören zusammen!

Wie die aktuelle Umfrage zeigt: Das WHY für kontinuierliche Weiterentwicklung ist immer etwas Persönliches. Dieses Why treibt uns an und wir hoffen, Sie hier auf dem Perspektivenblog begleiten, unterstützen und inspirieren zu können – damit Ihre Entwicklung leichter wird.

Und was ist Ihr individuelles WHY für die bekannte Extra-Meile und dafür, Ihr Potenzial immer weiter zu entfalten? Wir würden uns freuen, von Ihren persönlichen Geschichten zu lesen – gerne hier in den Kommentaren!

Lesen Sie auch:

Umfrage #2: Investition in Weiterbildung: Wie viel (Zeit & Geld) investieren wir für unsere Entwicklung?

In Zeiten von New Work und der Digitalisierung gewinnt Weiterbildung an Bedeutung – doch auch an (Zeit- und Geld-)Budget? Wir haben nachgefragt, wie viel Angestellte bereit sind, in ihre Weiterbildung zu investieren! Ein Trend könnte Unternehmen helfen, noch mehr Potenzial bei ihren Mitarbeitern freizusetzen… 

Die Zahlen zeigen: Angestellte zeigen hohe Einsatzbereitschaft, die aber sinkt

Die deutliche Mehrheit der Angestellten ist grundsätzlich bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit beruflich weiterzubilden: 51 Prozent würden zumindest unter der Woche Freizeit dafür opfern und weitere 16 Prozent ziehen es sogar in Betracht, sich am Wochenende oder im Urlaub beruflich weiterzubilden.

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionFür knapp jeden Dritten (31 Prozent) kommt berufliche Weiterbildung dagegen nur während der Arbeitszeit in Frage und für einige wenige (1 Prozent) gar nicht. Entsprechend des höheren Stellenwertes beruflicher Weiterbildung im derzeitigen Beruf sind Männer häufiger als Frauen bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit beruflich weiterzubilden – allerdings vorrangig unter der Woche.

Let’s talk money – Was investieren Sie?

Die deutliche Mehrheit der Angestellten ist grundsätzlich bereit, für berufliche Weiterbildung auch Geld aus der eigenen Tasche ausgeben: 18 Prozent würden bis zu 100 Euro im Jahr dafür selbst bezahlen. 17 Prozent sind bereit, für berufliche Weiterbildung über 100 bis zu 200 Euro im Jahr aus eigener Tasche zu investieren. Bei 14 Prozent liegt die Zahlungsbereitschaft bei über 200 bis zu 500 Euro im Jahr, bei 6 Prozent bei über 500 bis zu 1.000 Euro und bei einigen wenigen (2 Prozent) sogar bei mehr als 1.000 Euro pro Jahr.

40 Prozent der Angestellten meinen dagegen, dass die Finanzierung beruflicher Weiterbildung Sache des Arbeitgebers ist und würden kein eigenes Geld dafür ausgeben. Entsprechend des höheren Stellenwertes beruflicher Weiterbildung im derzeitigen Beruf sind Männer häufiger als Frauen bereit, eigenes Geld für die berufliche Weiterbildung auszugeben.

2013 vs. 2018: Immer weniger sind bereit, Freizeit und Geld für Weiterbildung zu opfern

Noch ist eine Mehrheit bereit, Freizeit und eigenes Geld für Weiterbildung aufzuwenden. Aber: Die Bereitschaft sinkt! Dies zeigt ein Vergleich der Umfrage-Ergebnisse aus den Jahren 2013 und 2018.

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionWaren vor fünf Jahren noch rund 80 Prozent der Befragten bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit weiterzubilden, sind es mittlerweile nur noch 70 Prozent. Insbesondere eine Weiterbildung am Wochenende oder im Urlaub kommt nur noch für wenige Angestellte (16 Prozent) in Frage – vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei 31 Prozent der Befragten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage, ob Angestellte eine Weiterbildung auch aus eigener Tasche bezahlen würden. Laut aktueller Umfrage ist fast die Hälfte der Angestellten (40 Prozent) nicht dazu bereit, sie sehen das Unternehmen in der Pflicht. 2013 waren es lediglich 28 Prozent.

Was wir daraus lernen: Gute Konjunktur und Work-Life-Balance steigern die Erwartungen an die Arbeitgeber

Viele Angestellte sind weiterhin dazu bereit, sich auch nach Feierabend weiterzubilden und Geld dafür aufzuwenden. Doch die Bereitschaft dazu ist gesunken. Professor Christoph Beck, renommierter HR-Experte, sieht die anhaltend gute Konjunkturlage in Deutschland als einen Grund: „Gute Mitarbeiter sind gefragt. Daher locken auch immer mehr Unternehmen mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Entsprechend sinkt die Bereitschaft, selbst Zeit und Geld aufzuwenden, um sich beruflich weiterzubilden.“

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionDer Druck auf Arbeitgeber, Entwicklung im Unternehmen zu erleichtern und zu fördern, dürfte weiter steigen. Das sieht auch Ulrike Nessel, Programmbereichsleiterin der Haufe Akademie so: „Employer Branding“, also die Strategie sich als attraktiver Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren, gewinne vor dem Hintergrund der wichtiger werdenden Life-Work-Balance an Bedeutung. Spaß, Sinn und eben auch Entwicklungsmöglichkeiten stünden bei der gut ausgebildeten Generation Y hoch im Kurs.

„Die meisten Menschen investieren gerne in ihre Entwicklung – wenn sie entsprechende Perspektiven im Unternehmen sehen“, sagt Nessel. „Mein Rat daher an Führungskräfte und Personalentwickler: Setzt euch intensiv mit Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen auseinander, um weiterhin gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten! Wie steht es um das Thema Weiterbildung im Haus? Kann ich Fach- und Projektkarrieren anbieten? Was ist momentan an Entwicklung möglich und was kann ich vielleicht neu auf den Weg bringen?“

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#MyJaneStory – Impulsgeber finden: Ermutigung für große Schritte im Leben kommt selten allein

Manche Menschen bewegen etwas in unserem Leben. Mit einem Satz oder einem intensiven Gespräch können Role Models oder Impulsgeber einen wichtigen Stein ins Rollen bringen. Doch wie finden wir diese Menschen?

Jeder von uns führt täglich viele Gespräche, die Frage ist: Was machen wir daraus? Unser Plädoyer lautet: Lasst uns gegenseitig mehr auf unser Potenzial achten! Denn ist es einmal entdeckt, sind wir kaum noch aufzuhalten.

Perspektiven_ImpulsgeberWichtige Wendepunkte im Leben brauchen oft nur den richtigen Impuls von außen, um (endlich) Wirklichkeit zu werden. Oft ist es ein Hinweis, der uns endlich klar macht: Ja, dieses Potenzial steckt also wirklich in mir! Solche Impulse können vielleicht sogar die Initialzündung für unsere ganz persönliche Erfolgsgeschichte sein, die der von Jane Goodall ähnelt: Eine #MyJaneStory.

Die Geschichte von Jane Goodall zeigt in besonderer Weise wie viel Impulse von anderen bewirken können: Dadurch, dass Louis Leakey in ihr ein besonderes Potenzial gesehen hatte und ihr ein Angebot für die Leitung eines Projektes machte, veränderte sich ihr gesamtes Leben. Danach arbeitete Jane nicht mehr als Assistentin, sondern konnte ihrer Leidenschaft folgen: Mit Tieren arbeiten – dabei wurde sie sogar zur Ikone der Primatenforschung und vielen zum Vorbild.

Was Impulsgeber bewirken: Das eigene Potenzial sehen

Um die eigenen Chancen zu erhöhen, können Impulsgeber und Role Models – ob im Unternehmen oder auch im privaten Umfeld einen entscheidenden Beitrag leisten. Manchmal helfen sie uns erst unser Potenzial zu entdecken – besonders wenn wir es zunächst selbst nicht sehen. Dann brauchen wir jemanden, der fest an uns und unsere Möglichkeiten glaubt. Jemand, der uns unterstützt, fördert und inspiriert. Der das innere Feuer in uns sieht – so wie es Louis Leakey in Jane Goodall gesehen hat.

Impulsgeber finden – dafür ist Mut gefragt

Wer aktiv sucht und sich traut, findet Impulsgeber viel leichter! Es kann sinnvoll sein, für verschiedene Bereiche im Leben verschiedene Mentoren oder Impulsgeber zu suchen. Neben dem eigenen Umfeld können sie in Deutschland auch über sogenannte Mentoring-Programme gefunden werden, zum Beispiel MentorMe oder Mentor Lane.

Perspektiven_ImpulsgeberWas auch hilft: Mit einer klaren Vorstellung des Ziels ist es leichter, verschiedene Tätigkeits- oder Lebensbereiche abzustecken und klarer zu definieren. Dann fällt es auch leichter zu sehen wo Input fehlt. Vielleicht brauchen Sie aber auch Feedback zu einer Fähigkeit, die Sie weiter ausbauen wollen? Wer hat diese Fähigkeit an einem schon einmal live erlebt? Eine Rückmeldung dazu kann sehr wertvoll sein! Hier gilt ganz klar: Wer fragt, gewinnt!

Entwickeln Sie Inseln als Zwischenetappen, die auf dem Weg zum Ziel nötig sind und Suchen Sie in diesem Gebieten ganz bewusst nach Feedback und Impulsgebern. Wer sich traut und proaktiv auf potenzielle Mentoren und Impulsgeber zugeht, stellt dadurch womöglich das eigene Leben positiv auf den Kopf.

Impulsgeber sein – andere ermutigen

Perspektiven_PotenzialentfaltungSo sehr wir die Janes dieser Welt brauchen, die offen sind, ihre Träume kennen und Chancen ergreifen, so sehr brauchen wir auch die Louis dieser Welt, die genauer hinsehen und den Mut aufbringen, an jemand anderen zu glauben. Haben Sie schon einmal nachgedacht, dass Sie auch so ein Mensch sein könnten?

Kennen Sie vielleicht jemanden, in dem Sie mehr sehen? Der oder die viele Talente hat und Sie immer wieder beeindruckt? Unser Wunsch wäre: Compliment out loud! Anderen den Spiegel zu zeigen, auf Stärken hinzuweisen und ihnen mit Vertrauensvorschuss etwas zuzutrauen, kann mehr bewirken, als zunächst gedacht.

„Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“ – Adolf von Harnack

Wir sind gespannt: Welche Impulsgeber befinden sich unter unseren Lesern? Wer hat schon einmal einen wertvollen Impuls von außen bekommen? Wir freuen uns auf Ihre Geschichten auf unserer Seite #MyJaneStory!

Die kreative Pause – warum Nichtstun die Entwicklung fördert!

Flexibel zwischen Homeoffice und Büro, selbstbestimmt, eigenverantwortlich – das ist der verlockende Traum von #newwork. Doch droht er zu scheitern? Oft kommt es uns so vor, als würden wir immer mehr arbeiten, wir fühlen uns ausgepowert und es bleibt wenig Freiraum für unsere Kreativität. Mein Vorschlag: Lassen Sie uns einfach einmal nichts tun.

Perspektiven_Kreatives NichtstunWir arbeiten unter Hochdruck: E-Mails schreiben, Videokonferenzen organisieren, Deadlines einhalten, mit Tools und Apps jonglieren, Kunden bei Laune halten, Netzwerke pflegen – die Liste scheint endlos. Gefühlt sind wir rund um die Uhr in Aktion und sollen dabei alles gleichzeitig im Auge behalten. Manchmal sieht das Ergebnis so aus: Wir werden immer hektischer und arbeiten immer verbissener an unserer Selbstoptimierung.

Dabei ist die Idee hinter New Work, dass wir mehr Freiraum haben und unser Arbeitsleben flexibler gestalten können. Praktisch fehlt uns aber oft schlicht und ergreifend die Zeit dazu! Der Wunsch, unsere Kreativität einzubringen und uns weiterzuentwickeln, bleibt so leider oft auf der Strecke. Hochdruck und Kreativität scheinen einfach nicht zusammenzupassen! Oder etwa doch?

Gezieltes Nichtstun macht den Kopf frei

Perspektiven_Kreatives NichtstunEigentlich wissen wir es ja nur zu gut: Im Entspannungsmodus haben wir oft die besten Einfälle – beim Joggen, unter der Dusche oder bei einem relaxten Latte Macchiato auf der Terrasse. Pausen geben uns den nötigen Abstand, der Dauerstrom ebbt ab, unser Körper kann entspannen und der Kopf wird plötzlich frei. Eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Pausen helfen uns auch dabei, unsere eigenen Ziele wieder in den Fokus zu nehmen, sie zu reflektieren und – falls nötig – neu auszurichten.

Wenn da bloß das Hamsterrad nicht wäre!

Und trotzdem sind wir oft im Trubel gefangen und unterliegen dem Irrglauben, dass wir uns Pausen nicht leisten können: die To-Do-Liste ist zu lange, unsere Zeit zu kostbar. Wir befürchten, dass wir wertvolles Potenzial verschleudern. Und so setzen wir Pausen gleich mit Leerlauf. Mehr Arbeitszeit bedeutet aber nicht mehr Produktivität! Das zeigen diverse Studien. Tatsächlich kann sich hoher Leistungsdruck langfristig negativ auf Gesundheit und Leistungskraft auswirken. Und damit passiert genau das, was wir ursprünglich vermeiden wollten: Wir hemmen unser Potenzial!

Wer sich Muße gönnt, ist schlau!

Also gilt: Wer clever ist, nimmt Pausen ebenso wichtig wie das konzentrierte Arbeiten. Denn durch gezielte Phasen des Nichtstuns tanken wir unsere Energiereserven auf. Das bringt auch unsere Kreativität neu in Schwung. Aber Achtung: Nichtstun gezieltes Nichtstun!

Pausen für die eigene Entwicklung

Perspektiven_Kreatives NichtstunEine kreative Pause machen heißt, aktiv zu werden! Das klingt zunächst wie ein Widerspruch. Es bedeutet aber, dass wir unsere Ruhephasen gezielt gestalten und es auch zulassen, dass uns unsere Gedanken zu uns selbst führen: Was habe ich (heute) alles erreicht? Was ist neu? Was habe ich schon dazugelernt, was will ich noch lernen? Pausen geben auch wichtigen Fragen an uns selbst den nötigen Raum und schärfen den Blick für die eigenen Ziele und die eigene Entwicklung. Je mehr wir dies geschehen lassen, umso weitsichtiger können wir Entscheidungen treffen.

Kreative Pausen: eine Sache des Mindsets

Muße will gelernt sein. Machen Sie gezieltes Nichtstun zu Ihrer inneren Haltung. Wenn es nicht von selbst klappen will, dann lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren:

Have a break #1: Geben Sie Ihren Händen etwas zu tun

Am Arbeitsalltag hilft es oft schon, für einen Moment etwas anderes zu tun. Ich arbeite sehr viel am Laptop und habe auch in Pausen oft das Bedürfnis, meine Hände zu beschäftigen. Einen Knetball oder einen dieser Bälle mit Noppen fest zu drücken, beispielsweise. Oder meinen Schreibtisch aufzuräumen, alte Notizen mit Schwung zu zerreißen und die Oberflächen gründlich zu reinigen. Beides hilft mir, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, zurück zu mir zu kommen und mich gewissermaßen zu re-setten. Wie ist das bei Ihnen?

Have a break #2: Eine Pause für die Augen

Perspektiven_Kreatives NichtstunOder möchten Sie lieber Ihren Blick bewusst auf etwas anderes lenken? Dann lassen Sie Ihren Blick in die Ferne schweifen – die Kastanien vor dem Fenster, der Baukran auf der anderen Straßenseite, das Hochhaus am Ende der Straße, die Bergkette am Horizont. Welche Gedanken tauchen auf? Kommt Ihnen bei den Baustellenfahrzeugen die Spielzeugkiste Ihres Sohnes in den Sinn oder verspüren Sie beim Anblick der Berge Vorfreude auf den nächsten Skiurlaub? Schon ein paar Sekunden können helfen, den Geist zu erfrischen.

Have a break #3: Be hygge

Oder sind Sie eher der Typ, dem Auftanken am besten mit Freunden gelingt? Die Dänen machen es uns mit ihrem Hygge-Lebensgefühl vor: #Gemütlichkeit, #Gemeinsamkeit, #Lachen …. Und ich mache das gern mit meinen Lieblingskollegen nach: Sich zusammen auf einen Espresso ausklinken, sich kurz ganz privat unterhalten oder auch mal Frustiges miteinander teilen – mir helfen diese Momente sehr dabei, den Tunnelblick abzulegen und Energie zu tanken.

Have a break #4: Kick für den Geist

Was ebenfalls gut funktionieren kann – regenerative Ruhepausen mit Bewegung zu verbinden. Morgens mit dem Rad zur Arbeit, in der Mittagspause spazieren gehen oder, wie meine Kollegen, nachmittags mit einer Runde Liegestützen Gas zu geben und richtig abzulachen – Bewegung belebt und entspannt zugleich.

Was auch immer Sie tun, um dem Stress und Hektik – und wenn es nur für wenige Augenblicke ist – zu entkommen, es verändert Ihren Blickwinkel und lässt Sie tief Luft holen. Auch Trends wie Slow Work, Entschleunigung und Achtsamkeit geben viele Anregung und Ideen, wie sich bewusstes Nichtstun gestalten lässt, ohne dabei das Gefühl zu haben, wertvolle Zeit zu vertrödeln – und es tatsächlich nicht zu tun.

Von wegen langweilig – Routine macht kreativ

Tun Sie es einfach: Räumen Sie den kreativen Pausen einen festen Platz ein – ohne Wenn und Aber und ohne schlechtes Gewissen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen guttut. Und am besten eben nicht nur daheim, sondern auch im Alltag. Wie wäre es, wenn Sie gleich damit anfangen?

In diesen Beiträgen finden Sie bestimmt noch weitere Anregungen:
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/gluecklich-im-job-mit-motivation-ins-neue-arbeitsjahr/
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/flow_arbeit_erfolg/
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/motivation/

Welcher unserer 4 Ideen spricht Sie am meisten an? Probieren Sie es einfach aus, Sie werden überrascht sein. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!

#MyJaneStory: Was zählt, ist Ihr Potenzial!

Viel zu oft fokussieren wir auf unsere Schwächen, anstatt uns an unseren Stärken, Begabungen und Potenzialen zu orientieren. Was es bewirken kann, das eigene Potenzial wichtig zu nehmen und an Träumen festzuhalten, zeigt die bewegende Geschichte von Jane Goodall.

Jane Goodall hatte den Traum, mit Tieren zu arbeiten. Doch in Wirklichkeit arbeitete sie in einem Büro als Assistentin – und hätte es zunächst nicht für möglich gehalten, dies noch einmal zu ändern. Doch dann geschah etwas, was ihr Leben veränderte: Jemand glaubte an ihr Potenzial und gab ihr eine Chance.

Mit #MyJaneStory möchten wir zeigen, dass ihre Geschichte kein Sonderfall ist, denn wir sind davon überzeugt: Jeder einzelne hat großes Potenzial. Daher würden wir gerne wissen: Was ist Ihre #MyJaneStory?

Uns hat die Geschichte von der Verhaltensforscherin Jane Goodall nachhaltig beeindruckt – sie zeigt, was möglich ist, wenn man – anstatt an sich zu zweifeln – sein Potenzial entfaltet:

Heute ist Jane Goodall eine Ikone in der Primatenforschung und vielen ein Vorbild, wenn es darum geht, die eigenen Träumen im Job zu leben. Sie hat den Wechsel in einen Beruf geschafft, für den sie eigentlich nicht die „richtige“ Ausbildung hatte. Für uns beweist ihr Weg ganz klar: Jeder einzelne von uns ist immer mehr als das, was im Lebenslauf und auf dem Papier steht – was zählt, ist das Potenzial!

Und um dieses noch mehr hervor zu kitzeln und gezielter einzusetzen darf man sich auch gerne Hilfe von jemand anders holen. Im Power Coaching beispielsweise wird man durch einen erfahrenen Coach dabei unterstützt, die eigenen Stärken zu erkennen und die individuellen Potenziale aufzudecken. Um Träumen und Wünschen näher zu kommen, ist es oft auch wichtig, sich gemeinsam mit dem Coach die eigenen Werte bewusst zu machen und diese dann damit abzugleichen, was wir tatsächlich tun bzw. wie wir handeln. Passt das zusammen? Aus all diesen Erkenntnissen lässt sich ein Fahrplan für die weitere Entwicklung bzw. die nächsten Schritte festlegen.

#MyJaneStory: Geschichten, die Mut machen

Um andere Menschen dazu zu inspirieren, ihr Potenzial zu entfalten, zu entwickeln und im beruflichen Alltag einzusetzen, haben wir die Kampagne #MyJaneStory ins Leben gerufen. Wir möchten Entwicklungsgeschichten sammeln und damit Menschen ermutigen, sich ein Beispiel zu nehmen und ihren eigenen Weg mutig zu gehen.

Perspektiven_PotenzialentfaltungDenn inspirierende Geschichten gibt es nicht nur bei internationalen Berühmtheiten, sondern auch in unserer nächsten Umgebung. Täglich haben wir alle mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zu kämpfen. Und überall um uns herum gibt es Menschen, die dabei über sich selbst hinauswachsen und Wege finden, ihren Vorstellungen jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen. Es geht dabei gar nicht um weltbewegende Umbrüche, sondern auch um die kleinen Errungenschaften auf dem Weg, sich im Job zu entfalten. Diese Geschichten wollen wir zeigen!

So zum Beispiel Magdalena Rogl, die mit 30 Jahren „Head of Digital Channels“ in der Unternehmenskommunikation bei Microsoft Deutschland wurde. Rogl ist ausgebildete Erzieherin und lebt in einer Patchwork-Familie mit vier Kindern. Mit 23 Jahren begann sie – zusätzlich zu ihrem Job als Kinderpflegerin – eine Nebentätigkeit als Community Administratorin. Aus ihrem Nebenjob wurde eine Leidenschaft und bald darauf auch ein Vollzeitjob – der Beginn einer neuen Karriere. Solche oder ähnliche Geschichten wollen wir durch die Kampagne #MyJaneStory zeigen.

Perspektiven_PotenzialentfaltungWie ist es bei Ihnen selbst, in Ihrem eigenen Umfeld: Wie gehen Sie selbst mit Ihren Potenzialen um? Wer inspiriert Sie, weil er oder sie ihr Potenzial entfaltet und seinen ganz eigenen Weg mutig geht? Oder: Haben Sie selbst schon einmal einen anderen Menschen darin unterstützt, den eigenen Weg zu gehen? Dann teilen Sie bitte Ihre Geschichte mit uns und helfen dabei, dass unsere Potenziale die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.

Und falls Sie selbst noch mittendrin stecken in Ihren Herausforderungen und mehr Zweifel als Zuversicht spüren, dann möchten wir Ihnen mit unserer #myjanestory ganz laut zurufen: Du schaffst das! Konzentrier dich auf das, was in dir steckt! Wir glauben an dich!

Das Leben schreibt die besten Erfolgsgeschichten! Erzählen Sie uns Ihre #MyJaneStory!

#MyJaneStory: Der Traumberuf: Wie wir ihn finden und Potenzial entfalten

Die meisten Menschen haben einen Traumberuf – oder hatten ihn einmal. Ein Beruf, der mehr Berufung als Job ist, der sie inspiriert und zutiefst begeistert! Leider setzt nur ein Bruchteil von uns diesen Traum auch in die Tat um. Wie Menschen ihren Träumen näherkommen, um solche Geschichten dreht sich unsere Kampagne #MyJaneStory – einige wertvolle Tipps dazu finden Sie in diesem Beitrag.

1. Traumjobs der Deutschen
2. Warum wir nicht den Job machen, den wir uns wünschen
3. Achtung, fertig, Neustart! – Diese Menschen inspirieren
4. Sie können es! Gehen Sie neue Wege
5. Tipps für Ihre Entwicklung in Richtung Traumberuf

Perspektiven_PotenzialentfaltungAls Kind wollten viele von uns Astronaut, Forscherin, Feuerwehrmann oder Präsidentin werden. Damals schien alles erreichbar und wir strotzten nur so vor Selbstvertrauen. Heute basteln aber die wenigsten von uns an einer Rakete, streifen auf einer Expedition durch den Amazonas, retten Leben oder lenken die Geschicke einer mittelgroßen Nation. Warum eigentlich nicht? Was ist passiert?

Nun, natürlich verändern sich mit der Zeit unsere Träume, aber manchmal liegt es eben auch an unserer Haltung. Mit den Jahren verlieren wir nach und nach unsere Ziele aus den Augen, unser Selbstvertrauen bröckelt, Zweifel kommen hinzu: Kann ich das überhaupt? Hätte ich wirklich eine Chance? Bin ich intelligent genug, talentiert genug, gut genug für den Job? Vielleicht fehlt uns einfach jemand, der an unser Potenzial glaubt, uns coacht und uns bedingungslos unterstützt. So wie unsere Eltern damals jeden noch so fantastischen Traum.

Aber auch als Erwachsener können wir Unterstützung bei der Entfaltung unseres Potentials erhalten. Sie es durch unseren Partner, unsere Eltern oder Kinder oder gute Freunde. Wir können uns auch professionelle Unterstützung holen. Im Power Coaching beispielsweise wird man durch einen erfahrenen Coach dabei unterstützt, die eigenen Stärken zu erkennen und die individuellen Potenziale aufzudecken. Um Träumen und Wünschen näher zu kommen, ist es oft auch wichtig, sich gemeinsam mit dem Coach die eigenen Werte bewusst zu machen und diese dann damit abzugleichen, was wir tatsächlich tun bzw. wie wir handeln. Passt das zusammen? Aus all diesen Erkenntnissen lässt sich ein Fahrplan für die weitere Entwicklung beziehungsweise die nächsten Schritte festlegen.

Sie sind mehr als Ihre Ausbildung!

Selbst die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall begann ihre Karriere erst einmal als Assistentin, bevor Sie auf einer Afrikareise ihren Mentor Louis Leakey traf und er ihr die Durchführung einer Verhaltensstudie anvertraute. Der Rest ist Geschichte.


Was sind sie – die Traumjobs?

Traumjobs der Deutschen

In einer repräsentativen Umfrage hat das Institut YouGov im Auftrag von Xing Berufstätige in Deutschland nach ihren beruflichen Wünschen, Vorstellungen und Versäumnissen gefragt. Es kam heraus: Fast jeder Zweite (46 Prozent) würde sich rückblickend für einen anderen Job entscheiden!
Doch was wäre unser Traumberuf? Die Befragten konnten aus einer Liste von 30 Tätigkeiten auswählen. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Traumjobs der Frauen
1. Tierpflegerin (10 Prozent)
2. Psychologin (7 Prozent)
3. Schriftstellerin (6 Prozent)

Traumjobs der Männer
1. Profisportler (7 Prozent)
2. Forscher/Erfinder (6 Prozent)
3. Pilot oder Schriftsteller (je 4 Prozent)

Geschäftsführer und Vorstände bevorzugen übrigens Abgehobenes: Sie wählten mehrheitlich den Astronauten als Traumberuf (6 Prozent).

Warum wir nicht den Job machen, den wir uns wünschen

Perspektiven_PotenzialentfaltungWenn wir wichtige Aspekte in unserem Beruf vermissen und vielleicht auch unter unseren Möglichkeiten arbeiten – warum sind wir dann dort, wo wir sind? Was ist uns auf dem Weg zu unserem eigentlichen Traumjob „in die Quere gekommen“? Zum einen sicherlich äußere Umstände, wie zum Beispiel die oft noch erlebte Unvereinbarkeit von Familie und dem gewünschten Beruf. Oder die (vermeintliche) Altersgrenze für Jobs. Oft sind es aber auch Faktoren, die unserer inneren Haltung entspringen, wie zum Beispiel unserer Angst zu versagen und andere zu enttäuschen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Gründe, die uns in verschiedenen Lebensphasen von unserem Traumberuf abhalten:

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Achtung, fertig, Neustart! – Diese Menschen inspirieren

Perspektiven_TraumberufWenn man Berufstätige in Deutschland fragt, was sie daran hindert, ihren Traumberuf auszuüben, dann lautet die häufigste Antwort jedoch: „Ich besitze nicht die notwendigen Qualifikationen und Fähigkeiten“, so die Ergebnisse der Open University-Umfrage. Genau darin liegt aber auch unsere größte Chance. Denn ob wir unserem Traumjob näherkommen, ist keine Frage unserer Fähigkeiten, sondern unserer Entscheidung, diese mit allen Mitteln erwerben zu wollen. Egal, welchen Weg Ihr Leben eingeschlagen hat oder welche Ausbildung Sie haben – bleiben Sie offen und haben Sie den Mut, sich weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren!

Sie können es! Neue Wege gehen ist möglich!

Perspektiven_TraumberufNicht immer ist eine neue Aus- oder Weiterbildung möglich. Aber: Wir haben Leidenschaften und Fähigkeiten, die uns als Menschen ausmachen. Wir verfügen über Möglichkeiten, die uns vielleicht selbst nicht immer so bewusst sind, uns Spaß machen und nichts mit unserer eigentlichen Ausbildung zu tun haben. Lieben Sie es zum Beispiel ausgefallen zu kochen oder sind an historischen Begebenheiten interessiert und könnten stundenlang darüber reden? Dann suchen Sie nach Möglichkeiten, um mit innovativen Caterern in Kontakt zu treten oder sich für Stadtführungen zu engagieren. Werden Sie zu Ihrem eigenen Experten! Das eröffnet ganz neue Wege, auch beruflich. Heutzutage ist in vielen Branchen der Quereinstieg nicht unüblich – es braucht nur etwas Mut, Beharrlichkeit und Überzeugung.

Quereinsteiger sind dynamische Menschen, die sich nicht mit einer existierenden Situation abfinden wollen, sondern aufstehen und etwas verändern. Sie sind die „Regelbrecher“ von nebenan, die für ihren Traum auch gewissen Risiken eingehen. In diesem Beitrag im Perspektiven Blog zeigen wir, wie auch Sie Ihren inneren Gamechanger wecken können!

Unternehmen können dabei enorm von Quereinsteigern profitieren: Sie besitzen Leidenschaft und ein inneres Feuer, das sie hoch motiviert. Quereinsteiger bringen frischen Wind ins Unternehmen, haben neue Ideen und nutzen eventuell auch andere Methoden, die die Arbeitsprozesse verbessern können.

Tipps für Ihre Entwicklung in Richtung Traumberuf

Um unser Potenzial zu entfalten, müssen wir nicht zwangsläufig unseren Beruf wechseln. Hauptsache, Sie machen sich Ihrer Möglichkeiten bewusst und nutzen sie – auch in einem Nebenjob oder indem Sie sich freiwillig engagieren. In einem Interview mit dem Magazin „Treibstoff“ rät der Personalcoach Stephan Dahrendorf Menschen, die sich in ihrer beruflichen Entwicklung ausgebremst fühlen, zu folgenden Fragen:
1. Was ist Ihr Berufsziel? Antworten Sie unbedingt konkret!
2. Was spricht momentan dafür und was dagegen, dass Sie Ihr Ziel erreichen? Fragen Sie in einer Umfeldanalyse auch Außenstehende wie Ihre Kollegen, Chefs oder Freunde. So erhalten Sie ein ausgewogeneres Bild Ihrer Fähigkeiten oder welche Kompetenzen Ihnen eben noch fehlen.
3. Was können Sie tun, um Ihre Chancen zu verbessern? Wenn Ihnen Wissen und Erfahrung fehlt, ist eine Weiterbildung eine gute Lösung. Gibt es persönliche Gründe, kann unter Umständen ein Fürsprecher im Unternehmen helfen oder Sie suchen sich zur Unterstützung einen Mentor. Bei fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten können Sie auch einen Jobwechsel in Erwägung ziehen.

Für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten, empfehlen wir:

Was ist Ihr persönlicher Traumjob? Und ist Ihnen bewusst, was Sie davon abhält, ihn in die Tat umzusetzen? Oder wünschen Sie sich jemanden, der an Ihr Potenzial glaubt und damit einen wichtigen Impuls setzt?

Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Slow Work: Bringt eine Unternehmenskultur der Achtsamkeit mehr Leistung?

Slow Food, Slow Travel und jetzt auch Slow Work – wo bewegen wir uns hin mit all der Langsamkeit? Es scheint geradezu widersprüchlich: Der Leistungsdruck auf Unternehmen und Mitarbeiter wird höher – und nun sollen wir langsamer arbeiten? Scheint skurril, führt aber paradoxerweise sogar zu mehr Leistung. Sie sind skeptisch? Dann kommen Sie mit auf eine besondere Reise. Start: Stress und Leistungsdruck. Ziel: Hallo, angenehmes Arbeiten.

Bestandaufnahme: Ein Hoch auf Leistungsdruck und Optimierungswahn?Slow Work Haufe Perspektiven blog

Das Ziel unserer Gesellschaft? Höher, schneller, weiter. Und das am besten gestern, oder wie man so schön sagt:  #asap (as soon as possible). Dieser Leistungsdruck hat sich auch in der Arbeitswelt eingeschlichen ­­­– eingeschlichen, weil man sie erst gar nicht bemerkt. Aber wie zielführend ist das? Und vor allem: hindert uns das nicht eher an unserer Entwicklung? Slow Work kann dazu beitragen Raum für persönliche Entwicklung zu schaffen und diese zu erleichtern. Deswegen…

…. let me introduce you to: SLOW WORK

Slow Work Haufe Perspektiven blogIm Rahmen der New-Work-Bewegung werden viele Themen großgeschrieben – hierzu gehören auch Begriffe wie Achtsamkeit, Entschleunigung und Work-Life-Balance. Weg von #hustle #workhard – hin zu #achtsamkeit #digitaldetox und #innereruhe. Der Kern von Slow Work: Bewussteres Arbeiten kann zu mehr Ergebnissen führen.

Vielleicht schon erlebt? Sie erledigen Aufgaben langsamer und bewusster und fühlen sich dabei weniger gestresst und arbeiten konzentrierter? Hinzu kommt, dass Ihre Kreativität dabei ein neues Level erreicht? Dann läuft es bei Ihnen schon richtig slow. Langfristig gesehen kann man durch bewussteres Arbeiten seinem Körper etwas Gutes tun und auch die eigenen Ressourcen effizienter nutzen.

Slow Work Haufe Perspektiven blogLängst ist es nicht mehr nur die Gen Y, sondern auch Menschen aus anderen Generationen, die nach mehr streben (ganz slow, versteht sich): mehr Momente und Erlebnisse, mehr Sinn hinter ihrer Arbeit und ganz allgemein mehr Zufriedenheit und Lebensqualität. Das Beste daran? Dieses „mehr“ für den einzelnen, kann auch zu einem „mehr“ auf Unternehmensseite führen.

How to “Slow Work”– eine AnleitungSlow Work Haufe Perspektiven blog

1.  To-do-Liste führen: Sie verschafft einen Überblick, über die anstehenden Aufgaben. So können Sie ganz bewusst, entspannt und konzentriert jeden einzelnen Punkt der Liste angehen, ohne dass dabei eine wichtige Aufgabe unter den Tisch fällt.

2. Monotasking statt Multitasking – Priorisieren: Die Punkte auf der to-do Liste werden nach Wichtigkeit geordnet und genau in dieser Reihenfolge angegangen. Dadurch können Sie sich konzentriert an eine einzelne Aufgabe setzen, was zu einem schnelleren und besseren Ergebnis führt, als wenn Sie sich mehreren Aufgaben gleichzeitig widmen. Hier ist weniger einfach mehr!

3. Regelmäßige Pausen einlegen – Pausenrituale:Slow Work Haufe Perspektiven blog
Der Körper braucht regelmäßige Pausen, um seine Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und den Stresspegel zu senken. Nur dadurch können Sie weiterhin bewusst und konzentriert arbeiten. Eine gute Möglichkeit sind im Vornherein festgelegte, regelmäßige Pausenrituale wie beispielsweise ein kleiner Spaziergang.

4. Nein sagen rocks: Zu bewussterem Arbeiten gehört auch die Fähigkeit zu viele oder in diesem Moment weniger wichtige Aufgaben abzulehnen, damit man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Sie können selbst am besten einschätzen, ob sie noch Kapazitäten haben und wenn dem nicht so ist, sagen Sie einfach „nein“. Ganz selbstbewusst. Ohne Reue.

5. Mentalen Ausgleich schaffen und die Komfortzone verlassen: Slow Work Haufe Perspektiven blogUm immer konzentriert und bewusst die eigenen Aufgaben zu erfüllen, braucht jeder Mensch einen mentalen Ausgleich und ab und an einen Sprung raus aus der Komfortzone: sich eine Ablenkung gönnen, neue Eindrücke, Herausforderungen und Inspiration suchen und finden. Nur so kann man wieder konzentriert, motiviert und slow an die Arbeit gehen.

6. Innere Ruhe fördern: Wer mit sich im Reinen ist und seine innere Mitte gefunden hat, gilt als zufriedener und kann Herausforderungen entspannter und mutiger angehen. Dadurch werden Slow Work Haufe Perspektiven blogIhnen weniger unnötige Stresssituationen entstehen und Ihre kostbare Energie bleibt Ihnen für die wichtigen Aufgaben.

7. Akzeptanz sich selbst gegenüber: Selbst wenn man sein Bestes gibt, kann es immer wieder passieren, dass man doch weniger #slow und mehr #hustle-mäßig arbeitet. Auch das kommt vor und es ist völlig normal. Kein Grund sich selbst dafür fertig zu machen. Mehr Akzeptanz sich selbst gegenüber zu zeigen, fällt auch unter „achtsam sein“.

Und nun? Machen wir mal alle schön langsam!

Slow Work Haufe Perspektiven blogEine Gegenbewegung zu etwas bereits Etabliertem kann für sehr viel Aufregung sorgen und dadurch erst einmal eines hervorrufen: Widerstand. Doch wogegen eigentlich? Slow Work und Achtsamkeit greifen nichts an – sie erleichtern vor allem Bestehendes. Und die Leistung leidet darunter auch nicht. Slow machen und dennoch Leistung bringen müssen keine Gegensätze mehr sein – im Gegenteil! Sie können sich ergänzen, wenn man sie nur lässt.

Sie suchen hilfreiche Tipps & Tricks um Ihre Zeit auf der Arbeit effizienter und dennoch achtsamer zu nutzen? Unser Seminar-Tipp: Positives Selbstmanagement Kompetenzen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft

Da jede neue Bewegung von „Learning by doing“ lebt und dadurch ein Erfahrungsaustausch Goldwert ist, freuen wir uns sehr über Ihr Feedback und persönliche Tipps zu Slow Work – gerne in den Kommentaren. Fielen Ihnen die ersten Versuche leicht? Oder war es doch eine ganz schöne Überwindung sich aus der Hektik des Alltags auszuklinken?

Ganz schön tricky: 6 Tipps, wie wir Freiraum (für Weiterbildung) schaffen!

Wer im Dauerstress von A nach B hetzt, hat selten Raum für Inspiration oder frisches Know-how – es fehlen Zeit und Nerven für die One-Billion-Dollar-Idee, die uns und vielleicht unsere Karriere in die nächste Umlaufbahn katapultieren könnte. Während unseres 2-jährigen Inspirations-Projekts s.mile wurde uns klar, wie wir das ändern können: Indem wir uns Freiraum schaffen! Mit ihm steht und fällt unser (Weiterbildungs-)Erfolg. Doch das mit dem Freiraum ist für Personalentwickler, Führungskräfte und Mitarbeiter ebenso wirkungsvoll wie tricky.

Eines ist klar: Wer es schafft, sich Freiraum zu nehmen, ermöglicht Weiterentwicklung!

„Keine Zeit“ heißt auch immer „keine Priorität“

Perspektiven_FreiraumNatürlich sind wir alle immer wahnsinnig eingespannt – wir haben 1.000 Termine und Verpflichtungen, die wir unter einen Hut bekommen müssen. Doch wer entscheidet, welche Termine und Verpflichtungen wirklich wichtig sind – und welche auch abgesagt oder verschoben werden können?

Richtig: Das sind in vielen Fällen wir selbst. Natürlich gibt es berufliche wie private Zwänge, die wir nicht ändern können, aber in vielen Fällen bedeutet die Aussage „keine Zeit“ in Wirklichkeit „keine Priorität“. Freiräume bekommen wir in unserer schnelllebigen Zeit meist nicht geschenkt. Wer Freiräume will, muss bewusst für ihn einstehen.

Freiraum in der Personalentwicklung – eine Win-win-Situation im Job

In vielen Unternehmen ist Weiterbildung ein klassischer Bestandteil des Arbeitsalltags – die Mitarbeiter erhalten regelmäßig die Gelegenheit, ihr Know-how aufzufrischen. Damit ist der zeitliche Freiraum für Weiterentwicklung von offizieller Seite hergegeben – und das ist ein toller Anfang! Doch wie sieht es mit dem inhaltlichen Gestaltungsspielraum der Mitarbeiter aus? Dürfen sie sich ihre Weiterbildung selbst aussuchen oder entscheiden Personalentwicklung und Führungskraft, welche Schulung sinnvoll oder notwendig ist?

Klar ist: Freiraum bei der Auswahl der Weiterbildung erhöht die Lernmotivation der Mitarbeiter enorm!

Drei Tipps für Personalentwickler und Führungskräfte für mehr Freiraum:

  • Perspektiven_FreiraumZeit nehmen für den Abgleich von persönlichen Motiven und Unternehmensinteressen: Ihr Mitarbeiter möchte gern ein Seminar zu Design Thinking machen, Sie sehen ihn aber eher in einer Schulung zu Projektmanagement? In diesem Fall hilft ein gemeinsames Gespräch: Welche Gründe haben Sie jeweils für Ihre Wahl? Möglicherweise stellt sich schnell heraus, dass Sie ein gemeinsames Ziel auf unterschiedlichen Wegen verfolgen. Und vielleicht können Sie sich sogar auf eine Weiterbildung einigen, die eine Schnittstelle aus den unterschiedlichen Interessen darstellt und somit ein perfektes Win-Win ist!
  • Auch individuelle Entwicklungsziele verdienen Unterstützung: Was ist, wenn Ihr Mitarbeiter und Sie keine Übereinstimmung zwischen den Unternehmenszielen und den persönlichen Weiterentwicklungszielen herstellen können? Dann ist es zwar nicht die Win-Win-Situation, die sich alle wünschen, aber vielleicht lohnt sich die Investition trotzdem? Manchmal ist es wichtig dem Mitarbeiter Raum zu geben, um ihn langfristig zu halten und zu motivieren. Und wer weiß, möglicherweise wird die neue Qualifikation im Unternehmen schneller gebraucht als gedacht? Wir leben schließlich in agilen Zeiten. Und selbst wenn nicht: Mit Ihrer Unterstützung signalisieren Sie dem Mitarbeiter Ihre Wertschätzung – neben Freiraum ein weiterer großer Motivator für Weiterentwicklung und Loyalität dem Unternehmen gegenüber!
  • Nicht nur der Inhalt ist entscheidend: Inhaltlicher Freiraum betrifft nicht nur das Thema einer Weiterbildung, sondern auch das Format. Egal ob E-Learning, Präsenzseminar, interaktiver Workshop oder Blended Learning: Jeder Mitarbeiter favorisiert eine andere Art zu lernen – je nach Typ und persönlicher Situation. Respektieren Sie diese individuellen Vorlieben und lassen Sie den Mitarbeiter entscheiden. In manchen Situationen – beispielsweise bei privat stark eingebundenen Menschen – ermöglichen Sie auf diese Weise vielleicht erst Qualifizierung, da Flexibilität hier den entscheidenden Unterschied macht. Der Weiterentwicklungserfolg wird Ihnen recht geben!

You rock: Private Freiräume für Weiterentwicklung freischaufeln

Perspektiven_FreiraumSelbst wenn der berufliche Freiraum für Weiterentwicklung gegeben ist, haben einige Mitarbeiter dennoch Schwierigkeiten, die vorhandenen Chancen zu nutzen. Die Gründe dafür liegen oft im Privatleben: Kleine Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder andere zeitintensive Verpflichtungen blockieren den Freiraum für das eigene Vorwärtskommen. Dies haben wir auch bei unserem Inspirationsprojekt s.mile gemerkt: Wenn jemand zu viele Bälle in der Luft halten muss (oder möchte), ist die eigene Weiterentwicklung oft der Ball, der zuerst runterfällt – und der eventuell auch erst mal nicht mehr aufgenommen wird.

Drei Tipps wie Sie sich als Mitarbeiter mehr Freiraum schaffen können:

  • Priorität „me“: Zunächst einmal gilt es, dass Sie sich den Wert Ihrer Weiterentwicklung bewusst machen – was ist Ihnen wichtiger: Dass Sie den nächsten Schritt in Ihrer Entwicklung und damit möglicherweise auch in Ihrer Karriere gehen oder dass es zu keinen Veränderungen für Ihre Familie kommt? Überlegen Sie sich, welche Prioritäten Sie setzen wollen – und blenden Sie dabei Ihr schlechtes Gewissen aus. Erst einmal geht es darum, was Sie gern wollen. Der Rest wird sich finden, wenn es soweit ist!
  • Familienplaner neu denken: Sie wissen, dass Sie mehr Zeit in Ihre Weiterentwicklung investieren wollen? Herzlichen Glückwunsch – das ist ein sehr guter Anfang! Schaffen Sie jetzt die richtigen Rahmenbedingungen dafür: Besprechen Sie mit der Familie, dem Partner, Opa, Oma oder WG-Mitgliedern, wie Sie Aufgaben anders verteilen können und suchen Sie sich ggf. auch externe Unterstützung wie Babysitter oder Pflegedienste.
  • Bewusstsein schaffen für eigene Bedürfnisse: Sie haben den Freiraum für erfolgreiche Weiterentwicklung geschaffen, aber es hakt immer mal wieder? Oft hängt dies damit zusammen, dass Ihre Familie Sie doch wieder mit der alten Brille betrachtet: Warum kocht Papa denn heute Abend nicht? Und warum hat Mama die Wäsche noch nicht gewaschen? Dem können Sie vorbeugen, indem Sie Werbung für Ihre Sicht der Dinge machen: Für die Zeit der Weiterbildung müssen alle mal mehr ran als sonst – und zur Belohnung darf der Pizzabote auch gern zwei Mal in der Woche klingeln. Deal?

Hat alles seine Zeit oder bestimmt Zeit alles?

Perspektiven_FreiraumWeiterentwicklung braucht Freiraum – aber genauso bietet Freiraum auch die Möglichkeit, nein zu sagen. Nein zu Weiterentwicklung und nein dazu, das aktuelle Leben zu verändern und Neues willkommen zu heißen. Diese Entscheidung gilt es zu respektieren, denn eine erzwungene Weiterbildung ist oft eine verschenkte Chance auf Weiterentwicklung. Letztlich hat alles seine Zeit – und manchmal lässt die Zeit für Weiterentwicklung einfach noch ein bisschen auf sich warten.

Nehmen Sie sich Ihren Freiraum – er gehört Ihnen!

Perspektiven_FreiraumFreiraum ist die Zauberformel unserer New-Work-Zeit: Diese bietet unendliche Möglichkeiten, zwingt uns aber auch dass wir uns bewusst auf das fokussieren, was wir wirklich wollen. Uns sollte bewusst werden WOFÜR wir Freiräume schaffen wollen! Während wir uns abhetzen, um unseren vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht zu werden, liegt es eigentlich bei uns, das größere Maß an Selbstbestimmung, das wir heute haben, bewusst dafür zu nutzen, uns Freiräume zu schaffen: Freiräume für uns und unsere Weiterentwicklung.

Denn Freiräume bedeuten:

  • Gestaltungsmöglichkeiten und -chancen: Wie wollen wir also unser eigenes Leben (privat und beruflich) ausfüllen?
  • Mehr Zufriedenheit
  • Zeit und Kraft für Kreativität, Leidenschaft und vielleicht sogar die nächste große innovative Idee!

Nehmen Sie sich doch einen Moment: Wofür würden Sie gerne mehr Freiraum haben? Gibt es da eine bestimmte Idee, die Sie jetzt im Kopf haben?
Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Wünsche und Sehnsüchte mit uns teilen würden – gerne hier in den Kommentaren!

Hier erfahren Sie noch mehr zum Thema Freiraum und Weiterentwicklung:

Umfrage: „Wert der Weiterbildung“

Im Auftrag der Haufe Akademie wurden rund 1.000 Angestellte in Deutschland zum „Wert der Weiterbildung“ befragt. In unserer Beitrags-Serie zu unserer neusten repräsentativen Studie, die wir gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt haben, stehen folgende Fragen, die wir in vier Beiträgen beantworten:

  • #1: Formate der Weiterbildung [online]: WIE will Deutschland sich weiterbilden? Digital, analog oder doch durch persönliches Coaching? Erstaunlich ist vor allem, dass sich die Wünsche der Arbeitnehmer nicht mit der Wirklichkeit in Unternehmen decken…
  • #2: Quo vadis Weiterbildung [folgt]: Wie stark bilden sich deutsche Angestellte weiter? Gibt es hier eine gesunde Work-Life-(Learn-)Balance? Und wie steht es dabei um die Gleichberechtigung? Tatsächlich sind Frauen in der Weiterbildungsbilanz in der Unterzahl – können oder wollen sie nicht mehr für Ihre Entwicklung tun? Die Antwort auf diese Frage und weitere Ergebnisse erhalten Sie in Teil 2 unserer Serie zur Studie „Wert der Weiterbildung“.
  • #3: Investition in Weiterbildung [folgt]: Wie viel (Zeit & Geld) investieren deutsche Angestellte in ihre Entwicklung? Erstaunlich: Offensichtlich ist die Bereitschaft eigene Ressourcen in die Hand zu nehmen im Vergleich zur Vorgängerstudie 2013 gesunken. Hierzu mehr in Teil 3 unserer Serie zur Umfrage.
  • #4: WARUM bilden die Deutschen sich weiter? Das WHY hinter Weiterbildung [folgt]: Lernen wir mehr für unser Unternehmen, für die nächste Beförderung oder unsere persönliche Entwicklung? Tatsächlich sind die Deutschen hier sehr intrinsisch motiviert und lernen vor allem aus Freude an der persönlichen Entwicklung. Warum das so ist und was das für Mitarbeiter und Unternehmen bedeutet, beantwortet Teil 4 unserer Serie.

Warum betrifft uns das?

Wer Menschen bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützen und ihre Entwicklung erleichtern möchte, sollte wissen, wie Arbeitnehmer zum Thema Weiterbildung stehen: Was ist ihnen wichtig? Was benötigen sie, um gut arbeiten zu können?

Die Ergebnisse der Studie „Wert der Weiterbildung“ liefern hierauf Antworten. Erfahren Sie in unserer vierteiligen Serie wie es um die Weiterbildung in Deutschland steht – es sind etliche überraschende Insights dabei!

Zur Umfrage:

Ziel der Untersuchung war es zu ermitteln, welche Weiterbildungsmöglichkeiten Angestellte in Deutschland als sinnvoll empfinden, welche davon ihr Arbeitgeber fördert und wessen Empfehlungen sie bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen vertrauen. Darüber hinaus wurde nachgefragt, wie wichtig es ist, sich beruflich weiterzubilden, und was man bereit ist, dafür zu tun. Zusätzlich wurde nach den Gründen für beziehungsweise gegen die berufliche Weiterbildung gefragt. Die repräsentative Umfrage erfolgte online zu selbst gewählten Zeiten und in selbst gewählter Umgebung am PC, Laptop, Tablet oder auf dem Smartphone.

Bereits 2013 beauftragte die Haufe Akademie eine Umfrage mit dem Titel „Wert der Weiterbildung“ und zeigte ein aktuelles Meinungsbild zu diesem Thema. Die Frage nach der Bereitschaft, eigenes Geld und Freizeit in die berufliche Weiterbildung zu investieren, stellten wir damals wie heute. Nun können wir einen zeitlichen Vergleich ziehen – die Entwicklung überrascht!

Lesen Sie jetzt:

Umfrage #1: WIE ist Weiterbildung sinnvoll? Flexibel = King? Dennoch gibt es einen Dauerrenner…

Lernen Sie lieber im Seminar oder mit Kopfhörern tief versunken im Webinar? Ist Coaching Ihr lang gehegter Traum? Wir wollten es wissen: Welche Formate und welche Tipps machen Weiterbildung für Angestellte in Deutschland sinnvoll? Über 1000 Befragte geben uns Aufschluss darüber. Lesen Sie selbst!

Die Zahlen zeigen: Vielfalt der Weiterbildungsmöglichkeiten wird unterschätzt! Die Angestellten sollten einschätzen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten sie unter welchem zeitlichen Aufwand sinnvoll finden und welche davon der Arbeitgeber tatsächlich ermöglicht beziehungsweise fördert.

Coaching: Heiß begehrt!

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Seminare und Tagungen, also ein- bis zweitägige Präsenzveranstaltungen mit anderen Teilnehmern, halten knapp 90 Prozent der Befragten für sinnvoll – 35 Prozent sogar für sehr sinnvoll. Persönliches, individuelles Coaching sowie längerfristige Qualifizierungsprogramme werden von jeweils knapp 80 Prozent der Befragten als sinnvoll eingestuft – auch diese beiden Maßnahmen hält jeweils rund jeder Dritte für „sehr sinnvoll“. Eigene Fachlektüre liegt mit 72 Prozent an vierter Stelle und Blended Learning, also eine Kombination aus Lernen mit anderen in Seminaren und computergestütztem Lernen, wird von 67 Prozent als (sehr) sinnvoll erachtet.

An letzter Stelle steht reines E-Learning (53 Prozent). 62 Prozent der Befragten halten bis zu sechs Tage im Jahr für Weiterbildungen nötig, um den beruflichen Anforderungen zu genügen. Jeder dritte Angestellte (33 Prozent) erachtet es sogar für sinnvoll, mehr als sechs Tage für Weiterbildungen einzuplanen.

Wunsch meets Wirklichkeit: Welche Formate Unternehmen fördern

Seminare und Tagungen werden am häufigsten angeboten: 74 Prozent der Angestellten erhalten von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit, solche ein- bis zweitägigen Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Mit deutlichem Abstand folgt an zweiter Stelle die eigene Fachlektüre (46 Prozent) knapp vor E-Learning, also der Nutzung computergestützter Lernprogramme (42 Prozent).

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung Sinn_Quelle Haufe Akademie

Jeder dritte Angestellte (34 Prozent) hat die Möglichkeit, mit Unterstützung seines Arbeitgebers an Qualifizierungsprogrammen teilzunehmen. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) kann bei persönlichem, individuellem Coaching mit der Unterstützung vom Arbeitgeber rechnen und gut jeder siebente (13 Prozent) bei Blended Learning.

Was wir daraus lernen: Formenvielfalt und Blended Learning machen individuelles Lernen möglich!

Klassische Präsenzveranstaltungen sind für die meisten immer noch die sinnvollste Weiterbildungsmaßnahme. Sie werden auch am häufigsten von den Arbeitgebern angeboten und gefördert, im Gegensatz etwa zum Blended Learning oder E-Learning. Christoph Beck, HR-Experte und Professor für Personalentwicklung, sieht dafür mehrere Gründe: „Der zeitliche und finanzielle Aufwand für Seminare und Tagungen ist überschaubar, Wissen wird themenspezifisch und effizient vermittelt und gleichzeitig ist ein persönlicher Erfahrungsaustausch mit anderen möglich.“

Perspektiven_Weiterbildung_Studie_Quelle Haufe AkademieHaufe AkademieDiese Vorteile klassischer Präsenzveranstaltungen überzeugen sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass viele Mitarbeiter sich ausreichend Zeit für Weiterbildung wünschen und viel Potenzial in weiteren Formaten steckt: Coachings, Qualifizierungsprogramme oder Fachlektüre werden deutlich seltener gefördert, obwohl Angestellte sie als durchaus sinnvoll empfinden.

Weniger ist mehr? Oder gewinnt die Flexibilität?

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Sprich: Mehr Formatvielfalt würde guttun. „Es existieren heute so viel mehr didaktische Möglichkeiten als früher, die sollten wir auch nutzen!“, meint Ulrike Nessel. Denn mit einer breiten Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten lässt sich Lernen noch flexibler und individueller gestalten. „Mitarbeiter leistungsgerecht zu qualifizieren und einzusetzen, ist die Hauptaufgabe einer guten Personalentwicklung. Es gilt also, das Gespräch mit Mitarbeitern zu suchen, aktiv Vorschläge zu machen und konkrete Empfehlungen auszusprechen. Führungskräfte und Personalentwickler sollten sich die Frage stellen: Welchen Weg kann ich – mit Blick auf Kosten und Sinnhaftigkeit – gehen und was kann ich den Angestellten anbieten?“

Die Zahlen zeigen: Aufmerksamkeit der Chefs ist gefragt!

Es wurde ermittelt, welche Kompetenzen von Fach- sowie Führungskräften in den letzten Jahren wichtiger geworden sind beziehungsweise wichtiger werden.

Aus Sicht der Angestellten sind in den letzten Jahren alle vier vorgegebenen Kompetenzen mehrheitlich wichtiger geworden – sowohl für Fach- als auch für Führungskräfte. Es zeigen sich allerdings auch einige Unterschiede: Für Fachkräfte ist es aus Sicht der Angestellten noch wichtiger geworden als für Führungskräfte, neue Technologien anwenden zu können (77 Prozent vs. 69 Prozent) und umfangreiches Fachwissen im Kernarbeitsbereich zu haben (68 Prozent vs. 60 Prozent). Für Führungskräfte haben dagegen soziale Kompetenzen wie zum Beispiel Stressmanagement und Organisationsfähigkeit noch stärker an Bedeutung zugenommen als für Fachkräfte.

Was wir daraus lernen: Führungskräfte schlüpfen in die Rolle der Enabler

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Führungskräfte sind zunehmend gefordert, als „Enabler“ aufzutreten – die Entwicklung ihrer Mitarbeiter also zu erleichtern und kontinuierliches Lernen konkret zu fördern. Vor allem auch dann, wenn die Leistungsfähigkeit der Angestellten in anspruchsvollen Lebensphasen weiterhin gewährleistet werden soll. „Auch in Hinblick auf dieses Ergebnis gewinnen flexible Weiterbildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel digitales Lernen, an Bedeutung“, sagt Nessel.

Flexiblere Weiterbildungsangebote machen Karriere

Christoph Beck rät Personalentwicklern und Führungskräften zu individuelleren Entwicklungskonzepten. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründe für Weiterbildung vielfältig sind, und das dürfen sie auch“, sagt er.

„Es ist für einen Berufseinsteiger durchaus legitim, mit einer Weiterbildung den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, während Fachkräfte durch eine Weiterbildung vorrangig nicht den Anschluss verlieren wollen. Fakt ist: Die Motive sind unterschiedlich und genau das sollte eine moderne Personalentwicklung durch entsprechend flexible Angebote berücksichtigen.“ Christoph Beck

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  • Umfrage, Teil 2 [folgt]: Weiterbildung in Deutschland: Ein Thema der Work-Life-(Learn-)Balance?
  • Umfrage, Teil 3 [folgt]: Investition in Weiterbildung: Wie viel (Zeit & Geld) investieren wir für unsere Entwicklung?
  • Umfrage, Teil 4 [folgt]: Warum bilden wir uns weiter? Das WHY für Weiterbildung!