Kerstin Schreck

Kerstin Schreck

Entwicklungserleichterin, Germanistin, Anglistin ( M.A.), Betriebswirtin ( VWA). Seit 1999 bei der Haufe Akademie an Bord. Leidenschaftliche Kommunikatorin rund um News aus der Haufe Akademie und alle Themen, die die Menschen bei der Haufe Akademie bewegen. Kerstins Blick auf die Themen entspricht der Frage: Wie hilft das dabei, Entwicklung zu erleichtern?

Selbstsabotage im Job: ich etwa auch?

Mehr als dreimal so viele Menschen sind bei der Arbeit unter- statt überfordert. Und an wem liegt’s? Wer könnte es ändern? Genau, wir selbst! Warum Selbstsabotage im Job so verbreitet ist und wie wir dem Karrierestillstand entgegenwirken.

Wichtige Aufgaben sofort erledigen, den Chef nach einer Gehaltserhöhung fragen oder im Job besser netzwerken: Wir wissen, was uns beruflich weiterbringen würde. Und doch machen wir meistens alle dasselbe. Genau, nämlich nichts. Warum stehen wir uns eigentlich so oft selbst im Weg? Finden Sie zu mehr Selbstsicherheit, indem Sie Ihre hemmenden Gewohnheiten durchbrechen!

Selbstsabotage: Wieso machen wir das?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft: Je mehr Sie arbeiten, desto mehr Anerkennung ist Ihnen sicher. Um mitzuhalten, halsen wir uns oft zu viel Arbeit auf und versinken dann im Chaos. Oder wir geben uns mit Routineaufgaben zufrieden und vermeiden Verantwortung. In beiden Fällen spielt die Angst vor dem Scheitern eine wichtige Rolle. 

Methatesiophobie – Die Angst vor Erfolg und Veränderung

Es gibt sie tatsächlich: Die Angst vor dem Erfolg. Laut dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation gehört die „Methatesiophobie“ zu den spezifischen Angststörungen und bezeichnet die Furcht vor Veränderungen, auch Erfolgsangst genannt. Das Prinzip: Je mehr Erfolg man hat, desto größer ist der Druck auch erfolgreich zu bleiben. Kann ich diesen Erwartungen überhaupt gerecht werden? Wie wird mein Privatleben darunter leiden und was muss ich aufgeben? Zugleich fürchten Menschen mit Methatesiophobie: Je höher hinauf es geht, desto tiefer ist der Sturz. Ein erster Schritt, um diese Angst zu überwinden ist es, sich vor Augen zu halten, wovor man eigentlich genau Angst hat. Welche Aspekte kann ich beeinflussen und wie viel muss ich wirklich aufgeben, um meine Ziele zu erreichen?

Die Angst zu versagen

Tatsächlich zeigt die Studie „So arbeitet Deutschland“, dass 41 Prozent der Befragten glauben, dass ihr Scheitern negative Auswirkungen auf ihre Karriere hat und sie damit die Anerkennung im Team verlieren. Ist das auch Ihre Erfahrung? Um diesen vermeintlichen Karriere-Killer zu vermeiden, scheuen wir uns oft vor neuen Herausforderungen und übernehmen lieber keine Verantwortung.

Mut beweisen und Scheitern zugeben

Doch genau durch diesen Mut glänzen Spitzenmitarbeiter in Unternehmen. Der Harvard Business Manager hat eine Studie veröffentlicht, die untersucht, warum manche Karriere machen und andere nicht. Ein wichtiges Ergebnis: Sehr gute Mitarbeiter begrüßen Veränderungen, ergreifen die Initiative und geben offen zu, wenn sie mal etwas falsch gemacht haben. Immer mal zu scheitern, ist also eine ganz normale Sache, wie wir damit umgehen ist wichtig.

Komfortzone verlassen – und mehr erreichen

Haben Sie Lust auf Veränderung, die Sie aus Ihrer Komfortzone locken? Wahrscheinlich eher nicht. Viel lieber machen wir Dinge, die wir sowieso schon gut können und in denen wir uns sicher fühlen. Der Schlüssel zum Erfolg ist aber, Routinen zu durchbrechen und neue Gewohnheiten zu schaffen. Petra Bock, Coach und Expertin für Selbstsabotage im Job, hat das Buch „Mindfuck.Job“ geschrieben und verrät im Interview mit dem Deutschlandfunk: „Es sind Gedanken, Gefühle, innere Dialoge, mit denen wir dafür sorgen, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, dass wir uns kleiner machen, als wir eigentlich sind; dass wir uns anpassen, obwohl es uns eigentlich schadet.“ Darin liegt aber auch die Lösung: „Über Erfolg und Misserfolg im Leben entscheidet die Fähigkeit, sich die richtigen Fragen zu stellen.

Beispiele: Wo im Alltag der innere Saboteur stecken kann

1. Nicht „Nein“ sagen können
„Könntest Du noch schnell für mich den Kunden anrufen?…“ Wer nicht rechtzeitig „Nein“ sagt, ist oft so überladen mit Aufgaben, dass er kaum seine eigene Arbeit schafft.

2. Wichtige Aufgaben aufschieben
Jeder kennt das: Man drückt sich vor wichtigen Anrufen, wartet viel zu lange, bis man eine Mail beantwortet und zögert das Gespräch mit der Chefin heraus.

3. Sich „klein“ machen
„Lieber nicht auffallen, es interessiert doch keinen, was ich dazu zu sagen habe.“ – Stellen Sie sich und Ihre Arbeit häufiger unter den Scheffel? Das ist besonders unter Frauen eine verbreitete Form der Selbstsabotage.

4. Negative Thinking: „Ich schaffe das eh nicht…“
Wer immer nur an sich zweifelt, kann auch schwer andere von sich überzeugen.

5. Nicht für seine Wünsche einzustehen
Sie würden gerne die Teamleitung für das neue Projekt übernehmen, oder das nächste Meeting leiten, trauen sich aber nicht? Positives Selbstmanagement  fördert Ihre Stärken.

Dem Karrierestillstand entgegenwirken

Laut einer Studie, veröffentlicht in der FAZ, fühlt sich mehr als jeder Dritte (39,6 Prozent) in Deutschland bei der Arbeit unterfordert. Ein klassisches Zeichen vom gefühlten Karrierestillstand. Doch wie kommen wir da wieder raus? Eine Lösung: Neue „Komfortzonen“ schaffen! Durch Weiterentwicklung und -bildung im Job entdeckt man neue Fähigkeiten und Interessen, die dann zu Komfortzonen werden. Plötzlich fühlt man sich gut beim „freien Sprechen“ oder in der Argumentation mit dem Chef – und stellt sich gern neuen Herausforderungen. Testen Sie doch einfach mal Ihren Charisma-Effekt oder fördern Sie Ihr Selbstbewusstsein im Berufsalltag.

Den eigenen Saboteur zu kennen, zahlt sich aus

Fazit: Nicht versagen zu wollen und sich daher unbewusst selbst zu sabotieren, ist absolut verständlich und trifft auf fast alle von uns zu. Doch Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung – und auf dem Weg zu Ihren Zielen. Denken Sie über Ihre eigenen inneren Saboteure nach und finden Sie Ihre Strategie dagegen. Inspiration aus weiblicher Perspektive finden Sie zum Beispiel in unserem Beitrag Wie Frauen Selbstsabotage im Job vermeiden“.

Spannende Links zum Thema:


Glücklich im Job: Wo stehe ich?

Rund 33.000 Suchanfragen zu „Glück“ verzeichnet Google hierzulande pro Monat. Grund genug für uns, das bekannteste aller Hochgefühle unter die Lupe zu nehmen: Warum es sich lohnt, über Glück im Job nachzudenken und was wir selbst dazu beitragen können

Hätten Sie das gedacht? Im europäischen Vergleich arbeiten Deutsche am glücklichsten. Das zeigt die Studie „Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten.“ mit über 23.000 Befragten. Auch ich bin glücklich im Job – was jedoch nicht heißt, dass ich mich jeden Tag glücklich fühle. Nervige Tage in Büro und berufliches Glück schließen sich für mich aber nicht aus. Wie sehen Sie das? Was macht Sie im Beruf glücklich oder unzufrieden? Haben Sie den richtigen Beruf für sich gefunden? Solche Fragen bieten die wunderbare Chance, sich selbst besser kennenzulernen und sich leichter zu entwickeln. Machen Sie was aus Ihrem (Berufs-)Leben – und nehmen Sie so das Glück im Job  immer wieder in die eigene Hand!

„In der Schule fragten sie mich, was ich mal werden möchte, wenn ich groß bin. Ich schrieb hin: ‚Glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, ich sagte ihnen: ‚Ihr habt das Leben nicht verstanden‘.“

– John Lennon

Was ist eigentlich Glück?

Der Duden definiert das Wort als eine „günstige Fügung des Schicksals“. In dieser ursprünglichen Bedeutung war für Glück weder ein besonderes Talent erforderlich noch eigenes Zutun. Glück beschreibt aber auch einen innerlich empfundenen Zustand, bei dem wir uns wohlfühlen. Daher ist noch heute der Ausspruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ sehr verbreitet. In dieser Bedeutung hängt „die Fähigkeit, glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.“ (Wikipedia).

Glück muss man auch können!

Wer immer gegen seine eigenen Neigungen arbeiten muss, wird auf Dauer unzufrieden und unglücklich, oder sogar krank. Aber gibt es überhaupt Jobs, die glücklich machen? Wir sind zumindest zufriedener, wenn wir unsere Werte leben, den Sinn in unser Arbeit sehen und unser Potenzial entfalten können (siehe auch „Glück auf der Messlatte: Was macht glücklich?“).

Positiv denken: Mein eigenes Glückspotenzial

Um uns aber entfalten zu können, müssen wir uns intensiv mit unseren Erwartungen, Wünschen und Stärken auseinandersetzen. Wer bin ich? Was kann ich? Was ist mir wichtig? In sich hineinzuhorchen und sich zu entwickeln, macht zufriedener, davon ist  auch unsere Referentin Dr. Sabine von Oesterreich überzeugt, die eine Glücksformel fürs Office entwickelt hat: „Ich kann an meiner Erwartungshaltung und an meiner Einstellung arbeiten: Ist das Glas halbleer oder halbvoll? Verhalten Sie sich so, dass man Ihnen gern etwas zurückgibt? Setzen Sie sich Ziele für Ihre Persönlichkeit – zum Beispiel wertschätzend zu kommunizieren.“

Permanentes Glück? Nein. Zufriedenheit? Ja, unbedingt!

Wichtig ist aber auch, Erfolgserlebnisse in Job richtig einzuordnen. Dr. Sabine von Oesterreich: „Glück im Job ist eine Illusion. Denn Glück ist nur ein kurzfristiger durch Hormone hervorgerufener Zustand, der nicht anhält.“ Durch einen beruflichen Erfolg können wir zwar für kurze Zeit Glück fühlen, ein Garant für langfristige Zufriedenheit sei das aber nicht. „Glück ist die Sahnehaube, die Basis dafür ist Zufriedenheit.“

Glück ist erblich – und selbstgemacht

Wer ist eigentlich besonders glücklich und liegt uns das Glück vielleicht sogar im Erbgut? In der Tat, es gibt eine Veranlagung zum Glück, wie der Psychologe David Lykken in Zwillingsstudien herausfand: Zu rund 50 Prozent sind die Gene dafür verantwortlich, ob und wie wir Glück empfinden.  Das bedeutet aber auch, dass wir die anderen 50 Prozent selbst beeinflussen können. Glück ist also kein Zufall, sondern Einstellungssache, darin sind sich die Glücksforscher einig.

Glück auf der Messlatte: Was macht glücklich?

Eine Standford-Studie zeigt, dass wir uns maßgeblich von dem Erfolg und damit vermeintlichen Glück von anderen blenden lassen. Wir messen also unser eigenes Glück, indem wir es mit dem Glück unseres Umfelds vergleichen – und schätzen dabei das Glück der anderen grundsätzlich höher ein als es tatsächlich ist, wie die Forscher nachweisen konnten.

Obwohl Glück ein sehr persönliches und subjektives Empfinden ist,  gibt es allgemeingültige Faktoren, die die Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigern. Was Menschen in Deutschland besonders glücklich im Job macht (Ergebnisse der Robert-Half-Studie „Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten.“):

  • Platz 1: fair und respektvoll behandelt zu werden
  • Platz 2: stolz auf das eigene Unternehmen zu sein
  • Platz 3: Freiheiten genießen

Auch ein interessantes Ergebnis: Am glücklichsten sind Menschen weltweit in kleinen Unternehmen (1-9 Mitarbeiter), in einem Job im Rechtsbereich, in leitender Funktion und wenn sie ihrem Unternehmen schon mehr als elf Jahre treu sind.

Es lohnt sich: Das Streben nach… Zufriedenheit

Unser Fazit: Glück ist nur bedingt ein geeigneter Marker, um zu bewerten, wie gut es in unserem Leben läuft. Es ist nur ein kurzfristiger Zustand und dabei weder vergleichbar noch mit Erfolg gleichzusetzen. Kein Job wird Sie daher jeden Tag glücklich machen können. Doch wir können danach streben, zufrieden im Job zu sein und auch einiges dazu beitragen.

Wenn wir beruflich unglücklich und unzufrieden sind, lohnt es sich zu prüfen, was wir ändern können: unsere Einstellung, unsere Erwartungen oder die Situation. Denken Sie darüber nach!

Weitere Links zur Inspiration:


Nicht jammern, sondern machen: 3 Tipps zum Gleichstellungstag

Der 26. August ist Tag der Gleichstellung von Frauen – doch was heißt das eigentlich ganz konkret? Und braucht es das überhaupt noch? Wir finden ganz klar: „JA“! Denn nach wie vor reicht ein Blick in viele Unternehmen – wahrscheinlich auch in deins? – um zu wissen: Im Alltag hakt es noch an vielen Ecken und Enden. Doch was genau können wir tun?

Zunächst ein kurzer Blick, was das Gesetzt zum Thema Gleichstellung sagt:

„Ziel ist die berufliche Förderung von Frauen, die Verbesserung der Aufstiegschancen für Frauen, eine deutliche Erhöhung des Anteils der Frauen in Bereichen, in denen sie geringer repräsentiert sind als Männer sowie die Beseitigung bestehender Benachteiligungen.“

Auch wenn es in vielen Unternehmen beim Thema Gleichstellung von Frauen noch Luft nach oben gibt, gibt es doch eine gute Nachricht: Wir alle haben es in der Hand, etwas zu verbessern! Wie das gehen soll? Dazu haben wir drei einfache Tipps:

  • Tipp 1: Nimm alle „kritischen“ Situationen in deinem Alltag bewusst wahr und sensibilisiere deine Kolleginnen dafür: Auf der Straße prangen halbnackte Frauen auf Plakatwänden. Die Werbung in den Medien schürt das Klischee von niedlichen, schutzbedürftigen Frauen und starken Männern. Und im Job halten es die Kollegen für selbstverständlich, dass die Kolleginnen den Kaffee fürs Kundenmeeting organisieren. Macht es zur Teamsache, euer Umfeld zum Umdenken zu bewegen: macht bei gleichwürdiger Aufgabenverteilung und sexistischen Sprüchen eine klare Ansage!
  • Tipp 2: Hast du den Verdacht, dass deine männlichen Kollegen bei gleicher Arbeit mehr verdienen? Das geht gar nicht! Seit Mitte 2017 gibt es das Entgelttransparenzgesetz. Es hält mehrere Instrumente bereit, die du je nach Situation und Unternehmensgröße nutzen kannst, um deinen Verdacht bestätigen oder ausräumen zu können. Fordere dieses Recht ein und sensibilisiere deine Kolleginnen! Auch über ein Gespräch mit Führungskräften und der HR-Abteilung zum Gender Pay Gap lässt sich der Druck erhöhen. Je größer das Thema wird, ums so eher bekommst du, was dir zusteht!
  • Tipp 3: Nur rund ein Drittel der Führungskräfte sind Frauen! Gilt das auch für dein Unternehmen? Da hilft nur eines: Gib dir einen Ruck und bewirb dich bei passender Gelegenheit auf eine leitende Position. Es ist deine Entscheidung! Im Gespräch mit Vorgesetzten lässt sich auch herausfinden, ob es im Unternehmen spezielle Programme zur Förderung von Frauen gibt. Falls du bereits in einer Führungsposition bist: Mach dich für derartige Programme stark und unterstütze Mitarbeiterinnen aktiv – beispielsweise durch Gespräche oder als Mentorin!

Uns ist bewusst, dass es bis zur vollständigen Gleichstellung von Männern und Frauen noch ein weiter Weg ist – doch wenn wir alle zusammen dafür kämpfen, wird für unsere Töchter eine weibliche CEO kein Grund zum Feiern, sondern eine Normalität sein!

Was wir übrigens noch tun können, um Gleichstellung im Alltag wirklich zu leben: Darauf achten, dass wir Männern das gleiche Entgegenkommen zugestehen, das wir für uns erwarten. Ein Beispiel: Neulich bat mich ein Kollege kurzfristig um die Verschiebung eines Termins – er hatte das Kindergartenfest seiner Tochter vergessen. Erst zögerte ich ein wenig, aber dann wurde mir klar: Bei einer Mutter hätte ich sofort nach einem neuen Termin für das Meeting gesucht, warum sollte ich es bei einem Vater anders machen?

Welche Erfahrungen mit dem Thema Gleichstellung macht ihr in eurem Unternehmen? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Wir freuen uns auf eure Erfahrungsberichte!

Hier noch ein paar Links zur Inspiration:

Stopp dein Mimimi und mach was aus deinem (Berufs-)Leben!

Dein Job langweilt dich, die Vorgesetzten und Kollegen treiben dich in den Wahnsinn und du weißt im Grunde gar nicht, warum du das eigentlich alles tust? Die harte Wahrheit: Komm klar damit oder ändere, was dich stört. Denn: Es wird dich niemand aus deiner Lage herausretten. Diesen Job musst du schon selbst übernehmen.  Die gute Nachricht: Du kannst jederzeit damit loslegen!

Ist „Kein Bock auf Montag“ wirklich normal?

Sonntagabend beginnt es: Du denkst an die neue Arbeitswoche und schon ist die Laune im Keller. Das Stresslevel steigt und du reagierst gereizt auf jeden, der irgendetwas von dir will. Klingt vertraut? Dann gehörst du zu der frustrierten Mehrheit dieses Landes! Sage und schreibe die Hälfe aller Mitarbeiter in Deutschland sind unzufrieden im Job. Bei Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten und Identifikation mit der Firma belegen wir Deutschen teilweise sogar den letzten Platz! Alle schlecht drauf. Alle keinen Bock auf Montag!

das leben in die Hand nehmenJetzt mal ganz ehrlich: Hast du nicht etwas Besseres mit deinem Leben vor? Lass uns einmal rechnen. Wenn du gerade – sagen wir einmal – 35 Jahre alt bist, liegen noch 32 Jahre, 1.664 Wochen und ca. 36.192 Stunden Arbeit vor dir. Das ist ganz schön viel! Anstatt diese Zeit abzusitzen, könntest du dein Leben anpacken, etwas verändern und was aus deinen Talenten machen! Etwas tun, was du liebst oder spannend findest. Weil es dir sinnvoll erscheint. Weil du es richtig gut kannst. Weil du Leidenschaft dafür hast. Oder weil du es jemandem zeigen und richtig Knete verdienen willst. Weil deine Work-Life-Balance dich zum Strahlen bringen soll und du endlich Zeit für beides haben willst: einen spannenden Job und ein erfülltes Privatleben.

Du glaubst, dass das nicht geht? Mit Verlaub, da lohnt es sich genauer hinzusehen… Und das wichtigste: Einfach einmal anfangen!

das leben in die Hand nehmen

  • Glaub an dich und deine Stärken: Was kannst du gut, was gelingt dir im Handumdrehen, welches Lob hörst du oft? Hör hin, red‘ deine Stärken und Talente nicht klein und glaub an dich. Denn du und deine Stärken, ihr zählt!
  • Denke darüber nach, was du wirklich willst. Wo liegt deine Leidenschaft? Was willst du bewegen? Wen willst du erreichen? Nachdenken, aufschreiben oder den Kühlschrank bemalen. Je besser du weißt, was du willst, desto leichter kannst du das erreichen.
  • Glaub deinem inneren Kritiker nicht alles: Es wird Zeit, dass wir unseren inneren Kritiker einmal auf ein Glas Wein, Schokolade oder ein Kölsch einladen, kritisch beäugen und sagen „Alter, ich glaub dir nicht mehr alles!“ Wer die kritische Stimme in sich zwar hört, sie aber hinterfragt und bei sich selbst bleibt, kann aus dem Störenfried einen Komplizen machen. Sachte Hinweise zur Reflexion, ja, aber das Ruder übernehmen werden wir künftig lieber selbst!
  • Hör auf zu jammern und packe die Dinge an: Klar kannst du dich mal ausheulen. Aber: Wenn du spürst, dass sich eine Jammer-Welle anbahnt, tritt auf die Bremse. Die Energie kannst du sinnvoll(er) einsetzen.
  • Entwickele dich weiter! Know-how, Kompetenz und Qualifikation schafft Möglichkeiten! Du hast keine Zeit oder kein Geld dafür? Ganz ehrlich, bei der Fülle an Möglichkeiten und Formaten, kann und darf das kein Hindernis mehr sein. Schließlich geht es um dich selbst, um deine Zufriedenheit und Zukunft. Und so, wie du alles, was dir wichtig ist, pflegst und wertschätzt, so solltest du das auch mit deiner Arbeitskraft und deinem Know-how halten.
  • Du hast deine Führungskraft oder die Personalabteilung schon gefragt? Aber die tun nichts? Na klar, Unterstützung ist wertvoll. Wenn dies aber gerade einfach nicht der Fall ist: Mach es selbst! Kümmere dich, informiere dich und fange einfach an. Du musst nicht immer warten. Würden wir alle unsere Skills so in die Hand nehmen – huch, da würden die Chefinnen und Chefs auch schneller in die Puschen kommen! Sonst laufen wir ihnen – bestens weitergebildet und engagiert – früher oder später davon. Und das wissen sie. Also: starten statt warten.
  • Du würdest ja gern – aber weißt nicht, wohin dein Weg gehen soll? Investiere in Orientierung! Setze dich mit dir selbst auseinander, mache dir deine Ziele klar, sprich mit Freunden darüber, höre zu, was andere in dir sehen oder investiere in dein persönliches Kick-off Coaching, das einen wichtigen Impuls in die richtige Richtung geben kann. Mit einem klaren und für dich stimmigen Ziel fällt der Weg viel leichter!

Du findest 1.000 Gründe, warum es nicht geht? – Da haben wir ein paar Inspirationen für dich:

  • An die eigenen Stärken zu glauben, ist IMMER möglich: Oprah Winfrey
    Ja, die US-amerikanische, super-reiche und einflussreiche Moderatorin war nicht immer so berühmt und glamourös unterwegs – und leicht hatte sie es wahrlich nicht. Unter Rassismus, Armut und als Kind minderjähriger Eltern sollte sie eigentlich auf der familieneigenen Schweinefarm arbeiten. Doch Oprah lernte und arbeitete sich in eine andere Welt. Als erste farbige News-Anchorwoman begann sie fernab ihrer Farm ein ganz neues Leben. Sie traute sich, obwohl alle ihr sagten: „You’re gonna fail.“ Heute ist sie eine der einflussreichsten Frauen der Welt und eine Inspiration. Was wissen die anderen schon, was wirklich in dir steckt? das leben in die Hand nehmen

“You don’t become what you want, you become what you believe.” Oprah Winfrey

  • Bildung ist kostbar! Nutze alle Chancen auf neue Horizonte – Naren Shaam 
    Naren Shaam wird aktuell als Unicorn-Gründer gefeiert. Schon früh hatte er die Idee, eine europaweite Plattform zu gründen, die alle Verkehrsmittel auf einer Seite zusammenbringt. GoEuro (bzw. seit kurzem Omio) hielten aber alle für großen Unfug. Wie sollte ein Inder, der in den USA studiert hat, eine für Europäer passende Plattform auf die Beine stellen? Keiner glaubte daran. Nur Naren hielt an seiner Vision fest. Und eines seiner Haupt-Erfolgsrezepte: Das Beste aus seiner (Weiter-)bildung machen! Also, lass dich nicht aufhalten und bleib dran!

„In meiner Heimat ist es nicht selbstverständlich, dass man sich weiterbilden kann. Deswegen habe ich schnell gemerkt, dass ich immer das Beste aus allem rausholen muss, was mir geboten wird.“ Naren Shaam

  • Rückschläge sind Teil des Weges, Weitermachen ist die Devise – J.K. Rowling
    Wusstest du, dass Harry Potter, einer der größten Buch-Erfolge der Weltgeschichte, ganze zwölf Mal von renommierten Verlagen abgelehnt wurde? Die Lektoren sahen wohl nicht, was heute Millionen von Menschen in J.K. Rowlings Geschichte aus Hogwarts lesen: Eine große Inspiration!Dabei schrieb Rowling ihr Werk in einer sehr schwierigen Lebenssituation, in der sie eine Trennung und eine Depression durchlitt. Aber sie machte jeden Tag trotzdem weiter. Nach der zwölften Ablehnung rappelte sie sich noch einmal auf, glaubte an ihren Traum und ist heute eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Auch wenn du abgelehnt wirst: Aufgeben ist einfach keine Option!

“I would like to be remembered as someone who did the best she could with the talent she had.” J.K. Rowling

Du fühlst dich zu alt für Veränderung? Oder zu jung, um dich zu trauen? – Das Leben sieht das anders!  

Denn das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:

  • Betty White hatte ihren Durchbruch als Schauspielerin mit 51 Jahren.
  • Laura Ingalls Wilder wurde mit 65 Jahren mit ihren Kinderbüchern berühmt.
  • Henry Ford war 45, als er sein revolutionäres T Model entwarf, das die Welt der Mobilität veränderte.
  • Künstlerin Anna Mary Robertson Moses begann mit 75 mit dem Malen und wenige Jahre später wurde eines ihrer Gemälde für 1,2 Millionen Dollar verkauft!
  • Und Greta Thunberg verändert mit 16 Jahren die Welt.

Alter ist keine Entschuldigung! Wer weiß was du für eine Geschichte schreibst? Das geschieht aber nur, wenn du auch anfängst.

Meister fallen selten vom Himmel – bleib dran und such nach Wegen, um dir Türen zu eröffnen!

Du stehst noch nicht kurz vor dem Durchbruch? Manchmal fehlt aber auch nur eine entscheidende Qualifikation, die eine wichtige Tür öffnet! Daher möchte ich dir Weiterbildung als Türöffner aufrichtig ans Herz legen. Und zwar nicht, damit du nun schnell ein Seminar bei uns buchst, sondern weil wir wissen, dass Weiterentwicklung zwar anstrengend ist, dir langfristig aber hilft und dich weiterbringt.

Denn Weiterbildung…

  • …ist (d)ein Weg zum Aufstieg! 74% steigen nach einer Weiterbildung im Unternehmen auf und 69% verdienen anschließend mehr! Weiterbildung ist die Grundlage für deinen Erfolg von morgen!
  • … macht selbstbewusst(er)!
  • …ist Wertschätzung für dich selbst und für deine Talente! Denn das hast Image of happy woman using laptop while sitting at cafe. Young african american woman sitting in a coffee shop and working on laptop.du verdient.
  • … bedeutet Vernetzung, ein Blick über den Tellerrand, der Perspektiven und manchmal konkrete Möglichkeiten bietet. Glaub`ste nicht? Probiere es einfach einmal aus!
  • Last but not least: Weiterbildung fühlt sich einfach gut an, denn wir nehmen uns Zeit für uns selbst, unseren Weg, unseren Erfolg, unsere Zufriedenheit. Und der mürrische Kollege gegenüber staunt nicht schlecht, wenn wir gelassen und souverän mit neuem Wissen und Erfahrungsspielraum den Nagel auf den Kopf treffen ????.

Immer noch nicht überzeugt? Zoome einmal heraus: Was ist wirklich wichtig?das leben in die Hand nehmen

Wie möchtest du einmal auf dein Leben zurückblicken? Auf was möchtest du stolz sein? Was wirst du vielleicht bereuen? Nun halt dich fest, zwei der fünf häufigsten Dinge, die Menschen am Ende ihres Lebens bitter bereuen, sind:

  • Keinen Mut für das eigene Leben aufgebracht zu haben, sondern nur den Erwartungen anderer gefolgt zu sein.
    Mich hat das wachgerüttelt. Ich hoffe, das kann es bei dir auch. Es ist dein Leben, mach was draus!
  • Das eigene Glück nicht wichtiger genommen zu haben. das leben in die Hand nehmen
    Du bist unglücklich? Dann verändere etwas! Nimm die Dinge in die Hand und starte dein eigenes Glück!

Das, was man bereut, sind immer Dinge, die man NICHT getan hat. Manchmal braucht es also nur eine Prise Mut, die alles besser würzt. Wann fängst du also damit an, dein Leben in die Hand zu nehmen? Wollen ist schon gut, aber „Machen“ macht den Unterschied.

Also: Stopp dein Mimimi und mach was draus! Denn du kannst das! Ganz sicher.

Hier noch ein paar Links zur Inspiration:

Umfrage #3: Warum bilden wir uns weiter? Das WHY für Weiterbildung!

Ist es die Aussicht auf Erfolg, ein höheres Gehalt oder schlummert noch mehr hinter der Bereitschaft sich weiterzubilden? Wir wollten es genau wissen! Hier die Ergebnisse unserer Studie zur Frage: WARUM bilden Sie sich weiter?

Sinn & Weiterbildung: Eine sinnvolle Arbeit und gute Entwicklungsperspektiven stehen hoch im Kurs: „Eine hervorragend ausgebildete Generation Y möchte Jobs, die eine gute Life-Work-Balance ermöglichen, Sinn und Spaß machen und ihnen die Chance geben, sich auch persönlich weiterzuentwickeln“, sagt Programmbereichsleiterin Ulrike Nessel von der Haufe Akademie.

Die Zahlen zeigen: Weiterbildung vor allem für die persönliche Entwicklung wichtig
Anhand von jeweils sechs möglichen Antworten wurde ermittelt, aus welchen Gründen sich Angestellte weiterbilden. 78 Prozent der Befragten gaben an, generell gern dazu zu lernen beziehungsweise sich durch berufliche Weiterbildung auch persönlich weiterentwickeln zu wollen. 69 Prozent bilden sich beruflich weiter, um in ihrem Beruf nicht den Anschluss zu verlieren.
Perspektiven_Umfrage Weiterbildung WarumDie anderen vier Gründe sind deutlich seltener ausschlaggebend: 38 Prozent erhoffen sich durch berufliche Weiterbildung einen Aufstieg und/oder ein höheres Gehalt. 31 Prozent möchten auch einen Beitrag zum wirtschaftlichen Gelingen des Unternehmens leisten. 29 Prozent bilden sich beruflich weiter, weil ihr Arbeitgeber dies wünscht, und jeder Zehnte (10 Prozent) arbeitet darauf hin, dank beruflicher Weiterbildung in einem anderen Bereich arbeiten zu können.

Was wir daraus lernen: Das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Weiterbildung und Unternehmenserfolg schärfen!

Erstaunlich: Die Mehrheit der Angestellten bildet sich aus persönlichem Interesse weiter – und nicht etwa, um befördert zu werden oder um beruflich nicht den Anschluss zu verlieren. Tatsächlich besuchen die meisten eine Weiterbildung, weil sie einfach gerne dazulernen und sich weiterentwickeln möchten!

Das ist erfreulich, findet Christoph Beck, HR-Experte und Professor für Personalentwicklung: „Das Ergebnis spricht für eine enge Verzahnung von Persönlichkeitsentwicklung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung in den Unternehmen.“ Perspektiven_Umfrage Weiterbildung WarumViele sehen ihren Job also nicht losgelöst von ihrer privaten Person, sondern als einen wichtigen Teil davon. Vielleicht sollten wir unseren Beruf öfter mal als Sprungbrett für die eigene Entwicklung nutzen. Umso wichtiger wird dann der Sinn unserer Arbeit: Passt der Job zu mir und gibt er mir das, was ich brauche? Kann ich mich durch ihn verwirklichen beziehungsweise mich weiterentwickeln?

Vor diesem Hintergrund ist auch interessant, dass drei von zehn Angestellten mit einer Weiterbildung zum Unternehmenserfolg betragen möchten! Die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen ist also durchaus vorhanden.

Dafür ist es wichtig, dass jeder Mitarbeiter seinen Beitrag zum Unternehmensergebnis kennt. Dies transparent zu machen und die Mitarbeiter zur Leistung und persönlichen Entwicklung zu befähigen ist Aufgabe der Führungskräfte. Die Personalentwicklung fungiert hierbei als Competence Center.

Ein Inspirations-Projekt für mehr Verbundenheit im Unternehmen

Das Projekt s.mile der Haufe Akademie ist ein solches Beispiel: Mitarbeiter können hautnah miterleben, wie ihre Arbeit dazu beiträgt, Menschen sehr individuell bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. „Idealerweise können Angestellte ihre Weiterbildung mitgestalten und Recruiting-Konzepte sind fest im alltäglichen Management verankert. Dies erleichtert Entwicklung im Unternehmen und das ist auch spürbar für die Mitarbeiter“, hält Nessel fest.

Weitergbildung s.mile

Die Ergebnisse von „s.mile“ werden von den Teilnehmern den Mitarbeitern der Haufe Akademie vorgestellt – ein sehr bewegender Moment.

Als Anbieter für Qualifizierung und Entwicklung von Menschen und Unternehmen beschäftigen uns die Themen Arbeit mit Sinn und Motivation intensiv. Um unsere Arbeit und ihren Sinn für uns im Unternehmen erfahrbarer zu machen, startete die Haufe Akademie im Sommer 2016 ein ungewöhnliches Projekt: Zwölf ganz unterschiedliche Menschen erhalten mit dem Projekt s.mile (=smart mile) von uns die Möglichkeit, über den Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie zu nutzen.

Hier auf unserer s.mile Microsite können Sie die Teilnehmer unseres Projekts s.mile besser kennenlernen und vielleicht von ihnen lernen und sich inspirieren lassen. Was treibt sie an, was motiviert sie und welche Ziele haben sie? Was gibt ihnen Orientierung? Wir freuen uns darauf, diese Einblicke mit Ihnen zu teilen.

WHY und Weiterbildung gehören zusammen!

Wie die aktuelle Umfrage zeigt: Das WHY für kontinuierliche Weiterentwicklung ist immer etwas Persönliches. Dieses Why treibt uns an und wir hoffen, Sie hier auf dem Perspektivenblog begleiten, unterstützen und inspirieren zu können – damit Ihre Entwicklung leichter wird.

Und was ist Ihr individuelles WHY für die bekannte Extra-Meile und dafür, Ihr Potenzial immer weiter zu entfalten? Wir würden uns freuen, von Ihren persönlichen Geschichten zu lesen – gerne hier in den Kommentaren!

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Umfrage #2: Investition in Weiterbildung: Wie viel (Zeit & Geld) investieren wir für unsere Entwicklung?

In Zeiten von New Work und der Digitalisierung gewinnt Weiterbildung an Bedeutung – doch auch an (Zeit- und Geld-)Budget? Wir haben nachgefragt, wie viel Angestellte bereit sind, in ihre Weiterbildung zu investieren! Ein Trend könnte Unternehmen helfen, noch mehr Potenzial bei ihren Mitarbeitern freizusetzen… 

Die Zahlen zeigen: Angestellte zeigen hohe Einsatzbereitschaft, die aber sinkt

Die deutliche Mehrheit der Angestellten ist grundsätzlich bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit beruflich weiterzubilden: 51 Prozent würden zumindest unter der Woche Freizeit dafür opfern und weitere 16 Prozent ziehen es sogar in Betracht, sich am Wochenende oder im Urlaub beruflich weiterzubilden.

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionFür knapp jeden Dritten (31 Prozent) kommt berufliche Weiterbildung dagegen nur während der Arbeitszeit in Frage und für einige wenige (1 Prozent) gar nicht. Entsprechend des höheren Stellenwertes beruflicher Weiterbildung im derzeitigen Beruf sind Männer häufiger als Frauen bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit beruflich weiterzubilden – allerdings vorrangig unter der Woche.

Let’s talk money – Was investieren Sie?

Die deutliche Mehrheit der Angestellten ist grundsätzlich bereit, für berufliche Weiterbildung auch Geld aus der eigenen Tasche ausgeben: 18 Prozent würden bis zu 100 Euro im Jahr dafür selbst bezahlen. 17 Prozent sind bereit, für berufliche Weiterbildung über 100 bis zu 200 Euro im Jahr aus eigener Tasche zu investieren. Bei 14 Prozent liegt die Zahlungsbereitschaft bei über 200 bis zu 500 Euro im Jahr, bei 6 Prozent bei über 500 bis zu 1.000 Euro und bei einigen wenigen (2 Prozent) sogar bei mehr als 1.000 Euro pro Jahr.

40 Prozent der Angestellten meinen dagegen, dass die Finanzierung beruflicher Weiterbildung Sache des Arbeitgebers ist und würden kein eigenes Geld dafür ausgeben. Entsprechend des höheren Stellenwertes beruflicher Weiterbildung im derzeitigen Beruf sind Männer häufiger als Frauen bereit, eigenes Geld für die berufliche Weiterbildung auszugeben.

2013 vs. 2018: Immer weniger sind bereit, Freizeit und Geld für Weiterbildung zu opfern

Noch ist eine Mehrheit bereit, Freizeit und eigenes Geld für Weiterbildung aufzuwenden. Aber: Die Bereitschaft sinkt! Dies zeigt ein Vergleich der Umfrage-Ergebnisse aus den Jahren 2013 und 2018.

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionWaren vor fünf Jahren noch rund 80 Prozent der Befragten bereit, sich auch außerhalb der Arbeitszeit weiterzubilden, sind es mittlerweile nur noch 70 Prozent. Insbesondere eine Weiterbildung am Wochenende oder im Urlaub kommt nur noch für wenige Angestellte (16 Prozent) in Frage – vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei 31 Prozent der Befragten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage, ob Angestellte eine Weiterbildung auch aus eigener Tasche bezahlen würden. Laut aktueller Umfrage ist fast die Hälfte der Angestellten (40 Prozent) nicht dazu bereit, sie sehen das Unternehmen in der Pflicht. 2013 waren es lediglich 28 Prozent.

Was wir daraus lernen: Gute Konjunktur und Work-Life-Balance steigern die Erwartungen an die Arbeitgeber

Viele Angestellte sind weiterhin dazu bereit, sich auch nach Feierabend weiterzubilden und Geld dafür aufzuwenden. Doch die Bereitschaft dazu ist gesunken. Professor Christoph Beck, renommierter HR-Experte, sieht die anhaltend gute Konjunkturlage in Deutschland als einen Grund: „Gute Mitarbeiter sind gefragt. Daher locken auch immer mehr Unternehmen mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Entsprechend sinkt die Bereitschaft, selbst Zeit und Geld aufzuwenden, um sich beruflich weiterzubilden.“

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung InvestitionDer Druck auf Arbeitgeber, Entwicklung im Unternehmen zu erleichtern und zu fördern, dürfte weiter steigen. Das sieht auch Ulrike Nessel, Programmbereichsleiterin der Haufe Akademie so: „Employer Branding“, also die Strategie sich als attraktiver Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren, gewinne vor dem Hintergrund der wichtiger werdenden Life-Work-Balance an Bedeutung. Spaß, Sinn und eben auch Entwicklungsmöglichkeiten stünden bei der gut ausgebildeten Generation Y hoch im Kurs.

„Die meisten Menschen investieren gerne in ihre Entwicklung – wenn sie entsprechende Perspektiven im Unternehmen sehen“, sagt Nessel. „Mein Rat daher an Führungskräfte und Personalentwickler: Setzt euch intensiv mit Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen auseinander, um weiterhin gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten! Wie steht es um das Thema Weiterbildung im Haus? Kann ich Fach- und Projektkarrieren anbieten? Was ist momentan an Entwicklung möglich und was kann ich vielleicht neu auf den Weg bringen?“

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#MyJaneStory – Impulsgeber finden: Ermutigung für große Schritte im Leben kommt selten allein

Manche Menschen bewegen etwas in unserem Leben. Mit einem Satz oder einem intensiven Gespräch können Role Models oder Impulsgeber einen wichtigen Stein ins Rollen bringen. Doch wie finden wir diese Menschen?

Jeder von uns führt täglich viele Gespräche, die Frage ist: Was machen wir daraus? Unser Plädoyer lautet: Lasst uns gegenseitig mehr auf unser Potenzial achten! Denn ist es einmal entdeckt, sind wir kaum noch aufzuhalten.

Perspektiven_ImpulsgeberWichtige Wendepunkte im Leben brauchen oft nur den richtigen Impuls von außen, um (endlich) Wirklichkeit zu werden. Oft ist es ein Hinweis, der uns endlich klar macht: Ja, dieses Potenzial steckt also wirklich in mir! Solche Impulse können vielleicht sogar die Initialzündung für unsere ganz persönliche Erfolgsgeschichte sein, die der von Jane Goodall ähnelt: Eine #MyJaneStory.

Die Geschichte von Jane Goodall zeigt in besonderer Weise wie viel Impulse von anderen bewirken können: Dadurch, dass Louis Leakey in ihr ein besonderes Potenzial gesehen hatte und ihr ein Angebot für die Leitung eines Projektes machte, veränderte sich ihr gesamtes Leben. Danach arbeitete Jane nicht mehr als Assistentin, sondern konnte ihrer Leidenschaft folgen: Mit Tieren arbeiten – dabei wurde sie sogar zur Ikone der Primatenforschung und vielen zum Vorbild.

Was Impulsgeber bewirken: Das eigene Potenzial sehen

Um die eigenen Chancen zu erhöhen, können Impulsgeber und Role Models – ob im Unternehmen oder auch im privaten Umfeld einen entscheidenden Beitrag leisten. Manchmal helfen sie uns erst unser Potenzial zu entdecken – besonders wenn wir es zunächst selbst nicht sehen. Dann brauchen wir jemanden, der fest an uns und unsere Möglichkeiten glaubt. Jemand, der uns unterstützt, fördert und inspiriert. Der das innere Feuer in uns sieht – so wie es Louis Leakey in Jane Goodall gesehen hat.

Impulsgeber finden – dafür ist Mut gefragt

Wer aktiv sucht und sich traut, findet Impulsgeber viel leichter! Es kann sinnvoll sein, für verschiedene Bereiche im Leben verschiedene Mentoren oder Impulsgeber zu suchen. Neben dem eigenen Umfeld können sie in Deutschland auch über sogenannte Mentoring-Programme gefunden werden, zum Beispiel MentorMe oder Mentor Lane.

Perspektiven_ImpulsgeberWas auch hilft: Mit einer klaren Vorstellung des Ziels ist es leichter, verschiedene Tätigkeits- oder Lebensbereiche abzustecken und klarer zu definieren. Dann fällt es auch leichter zu sehen wo Input fehlt. Vielleicht brauchen Sie aber auch Feedback zu einer Fähigkeit, die Sie weiter ausbauen wollen? Wer hat diese Fähigkeit an einem schon einmal live erlebt? Eine Rückmeldung dazu kann sehr wertvoll sein! Hier gilt ganz klar: Wer fragt, gewinnt!

Entwickeln Sie Inseln als Zwischenetappen, die auf dem Weg zum Ziel nötig sind und Suchen Sie in diesem Gebieten ganz bewusst nach Feedback und Impulsgebern. Wer sich traut und proaktiv auf potenzielle Mentoren und Impulsgeber zugeht, stellt dadurch womöglich das eigene Leben positiv auf den Kopf.

Impulsgeber sein – andere ermutigen

Perspektiven_PotenzialentfaltungSo sehr wir die Janes dieser Welt brauchen, die offen sind, ihre Träume kennen und Chancen ergreifen, so sehr brauchen wir auch die Louis dieser Welt, die genauer hinsehen und den Mut aufbringen, an jemand anderen zu glauben. Haben Sie schon einmal nachgedacht, dass Sie auch so ein Mensch sein könnten?

Kennen Sie vielleicht jemanden, in dem Sie mehr sehen? Der oder die viele Talente hat und Sie immer wieder beeindruckt? Unser Wunsch wäre: Compliment out loud! Anderen den Spiegel zu zeigen, auf Stärken hinzuweisen und ihnen mit Vertrauensvorschuss etwas zuzutrauen, kann mehr bewirken, als zunächst gedacht.

„Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“ – Adolf von Harnack

Wir sind gespannt: Welche Impulsgeber befinden sich unter unseren Lesern? Wer hat schon einmal einen wertvollen Impuls von außen bekommen? Wir freuen uns auf Ihre Geschichten auf unserer Seite #MyJaneStory!

Die kreative Pause – warum Nichtstun die Entwicklung fördert!

Flexibel zwischen Homeoffice und Büro, selbstbestimmt, eigenverantwortlich – das ist der verlockende Traum von #newwork. Doch droht er zu scheitern? Oft kommt es uns so vor, als würden wir immer mehr arbeiten, wir fühlen uns ausgepowert und es bleibt wenig Freiraum für unsere Kreativität. Mein Vorschlag: Lassen Sie uns einfach einmal nichts tun.

Perspektiven_Kreatives NichtstunWir arbeiten unter Hochdruck: E-Mails schreiben, Videokonferenzen organisieren, Deadlines einhalten, mit Tools und Apps jonglieren, Kunden bei Laune halten, Netzwerke pflegen – die Liste scheint endlos. Gefühlt sind wir rund um die Uhr in Aktion und sollen dabei alles gleichzeitig im Auge behalten. Manchmal sieht das Ergebnis so aus: Wir werden immer hektischer und arbeiten immer verbissener an unserer Selbstoptimierung.

Dabei ist die Idee hinter New Work, dass wir mehr Freiraum haben und unser Arbeitsleben flexibler gestalten können. Praktisch fehlt uns aber oft schlicht und ergreifend die Zeit dazu! Der Wunsch, unsere Kreativität einzubringen und uns weiterzuentwickeln, bleibt so leider oft auf der Strecke. Hochdruck und Kreativität scheinen einfach nicht zusammenzupassen! Oder etwa doch?

Gezieltes Nichtstun macht den Kopf frei

Perspektiven_Kreatives NichtstunEigentlich wissen wir es ja nur zu gut: Im Entspannungsmodus haben wir oft die besten Einfälle – beim Joggen, unter der Dusche oder bei einem relaxten Latte Macchiato auf der Terrasse. Pausen geben uns den nötigen Abstand, der Dauerstrom ebbt ab, unser Körper kann entspannen und der Kopf wird plötzlich frei. Eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Pausen helfen uns auch dabei, unsere eigenen Ziele wieder in den Fokus zu nehmen, sie zu reflektieren und – falls nötig – neu auszurichten.

Wenn da bloß das Hamsterrad nicht wäre!

Und trotzdem sind wir oft im Trubel gefangen und unterliegen dem Irrglauben, dass wir uns Pausen nicht leisten können: die To-Do-Liste ist zu lange, unsere Zeit zu kostbar. Wir befürchten, dass wir wertvolles Potenzial verschleudern. Und so setzen wir Pausen gleich mit Leerlauf. Mehr Arbeitszeit bedeutet aber nicht mehr Produktivität! Das zeigen diverse Studien. Tatsächlich kann sich hoher Leistungsdruck langfristig negativ auf Gesundheit und Leistungskraft auswirken. Und damit passiert genau das, was wir ursprünglich vermeiden wollten: Wir hemmen unser Potenzial!

Wer sich Muße gönnt, ist schlau!

Also gilt: Wer clever ist, nimmt Pausen ebenso wichtig wie das konzentrierte Arbeiten. Denn durch gezielte Phasen des Nichtstuns tanken wir unsere Energiereserven auf. Das bringt auch unsere Kreativität neu in Schwung. Aber Achtung: Nichtstun gezieltes Nichtstun!

Pausen für die eigene Entwicklung

Perspektiven_Kreatives NichtstunEine kreative Pause machen heißt, aktiv zu werden! Das klingt zunächst wie ein Widerspruch. Es bedeutet aber, dass wir unsere Ruhephasen gezielt gestalten und es auch zulassen, dass uns unsere Gedanken zu uns selbst führen: Was habe ich (heute) alles erreicht? Was ist neu? Was habe ich schon dazugelernt, was will ich noch lernen? Pausen geben auch wichtigen Fragen an uns selbst den nötigen Raum und schärfen den Blick für die eigenen Ziele und die eigene Entwicklung. Je mehr wir dies geschehen lassen, umso weitsichtiger können wir Entscheidungen treffen.

Kreative Pausen: eine Sache des Mindsets

Muße will gelernt sein. Machen Sie gezieltes Nichtstun zu Ihrer inneren Haltung. Wenn es nicht von selbst klappen will, dann lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren:

Have a break #1: Geben Sie Ihren Händen etwas zu tun

Am Arbeitsalltag hilft es oft schon, für einen Moment etwas anderes zu tun. Ich arbeite sehr viel am Laptop und habe auch in Pausen oft das Bedürfnis, meine Hände zu beschäftigen. Einen Knetball oder einen dieser Bälle mit Noppen fest zu drücken, beispielsweise. Oder meinen Schreibtisch aufzuräumen, alte Notizen mit Schwung zu zerreißen und die Oberflächen gründlich zu reinigen. Beides hilft mir, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, zurück zu mir zu kommen und mich gewissermaßen zu re-setten. Wie ist das bei Ihnen?

Have a break #2: Eine Pause für die Augen

Perspektiven_Kreatives NichtstunOder möchten Sie lieber Ihren Blick bewusst auf etwas anderes lenken? Dann lassen Sie Ihren Blick in die Ferne schweifen – die Kastanien vor dem Fenster, der Baukran auf der anderen Straßenseite, das Hochhaus am Ende der Straße, die Bergkette am Horizont. Welche Gedanken tauchen auf? Kommt Ihnen bei den Baustellenfahrzeugen die Spielzeugkiste Ihres Sohnes in den Sinn oder verspüren Sie beim Anblick der Berge Vorfreude auf den nächsten Skiurlaub? Schon ein paar Sekunden können helfen, den Geist zu erfrischen.

Have a break #3: Be hygge

Oder sind Sie eher der Typ, dem Auftanken am besten mit Freunden gelingt? Die Dänen machen es uns mit ihrem Hygge-Lebensgefühl vor: #Gemütlichkeit, #Gemeinsamkeit, #Lachen …. Und ich mache das gern mit meinen Lieblingskollegen nach: Sich zusammen auf einen Espresso ausklinken, sich kurz ganz privat unterhalten oder auch mal Frustiges miteinander teilen – mir helfen diese Momente sehr dabei, den Tunnelblick abzulegen und Energie zu tanken.

Have a break #4: Kick für den Geist

Was ebenfalls gut funktionieren kann – regenerative Ruhepausen mit Bewegung zu verbinden. Morgens mit dem Rad zur Arbeit, in der Mittagspause spazieren gehen oder, wie meine Kollegen, nachmittags mit einer Runde Liegestützen Gas zu geben und richtig abzulachen – Bewegung belebt und entspannt zugleich.

Was auch immer Sie tun, um dem Stress und Hektik – und wenn es nur für wenige Augenblicke ist – zu entkommen, es verändert Ihren Blickwinkel und lässt Sie tief Luft holen. Auch Trends wie Slow Work, Entschleunigung und Achtsamkeit geben viele Anregung und Ideen, wie sich bewusstes Nichtstun gestalten lässt, ohne dabei das Gefühl zu haben, wertvolle Zeit zu vertrödeln – und es tatsächlich nicht zu tun.

Von wegen langweilig – Routine macht kreativ

Tun Sie es einfach: Räumen Sie den kreativen Pausen einen festen Platz ein – ohne Wenn und Aber und ohne schlechtes Gewissen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen guttut. Und am besten eben nicht nur daheim, sondern auch im Alltag. Wie wäre es, wenn Sie gleich damit anfangen?

In diesen Beiträgen finden Sie bestimmt noch weitere Anregungen:
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/gluecklich-im-job-mit-motivation-ins-neue-arbeitsjahr/
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/flow_arbeit_erfolg/
https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/motivation/

Welcher unserer 4 Ideen spricht Sie am meisten an? Probieren Sie es einfach aus, Sie werden überrascht sein. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!

#MyJaneStory: Was zählt, ist Ihr Potenzial!

Viel zu oft fokussieren wir auf unsere Schwächen, anstatt uns an unseren Stärken, Begabungen und Potenzialen zu orientieren. Was es bewirken kann, das eigene Potenzial wichtig zu nehmen und an Träumen festzuhalten, zeigt die bewegende Geschichte von Jane Goodall.

Jane Goodall hatte den Traum, mit Tieren zu arbeiten. Doch in Wirklichkeit arbeitete sie in einem Büro als Assistentin – und hätte es zunächst nicht für möglich gehalten, dies noch einmal zu ändern. Doch dann geschah etwas, was ihr Leben veränderte: Jemand glaubte an ihr Potenzial und gab ihr eine Chance.

Mit #MyJaneStory möchten wir zeigen, dass ihre Geschichte kein Sonderfall ist, denn wir sind davon überzeugt: Jeder einzelne hat großes Potenzial. Daher würden wir gerne wissen: Was ist Ihre #MyJaneStory?

Uns hat die Geschichte von der Verhaltensforscherin Jane Goodall nachhaltig beeindruckt – sie zeigt, was möglich ist, wenn man – anstatt an sich zu zweifeln – sein Potenzial entfaltet:

Heute ist Jane Goodall eine Ikone in der Primatenforschung und vielen ein Vorbild, wenn es darum geht, die eigenen Träumen im Job zu leben. Sie hat den Wechsel in einen Beruf geschafft, für den sie eigentlich nicht die „richtige“ Ausbildung hatte. Für uns beweist ihr Weg ganz klar: Jeder einzelne von uns ist immer mehr als das, was im Lebenslauf und auf dem Papier steht – was zählt, ist das Potenzial!

Und um dieses noch mehr hervor zu kitzeln und gezielter einzusetzen darf man sich auch gerne Hilfe von jemand anders holen. Im Power Coaching beispielsweise wird man durch einen erfahrenen Coach dabei unterstützt, die eigenen Stärken zu erkennen und die individuellen Potenziale aufzudecken. Um Träumen und Wünschen näher zu kommen, ist es oft auch wichtig, sich gemeinsam mit dem Coach die eigenen Werte bewusst zu machen und diese dann damit abzugleichen, was wir tatsächlich tun bzw. wie wir handeln. Passt das zusammen? Aus all diesen Erkenntnissen lässt sich ein Fahrplan für die weitere Entwicklung bzw. die nächsten Schritte festlegen.

#MyJaneStory: Geschichten, die Mut machen

Um andere Menschen dazu zu inspirieren, ihr Potenzial zu entfalten, zu entwickeln und im beruflichen Alltag einzusetzen, haben wir die Kampagne #MyJaneStory ins Leben gerufen. Wir möchten Entwicklungsgeschichten sammeln und damit Menschen ermutigen, sich ein Beispiel zu nehmen und ihren eigenen Weg mutig zu gehen.

Perspektiven_PotenzialentfaltungDenn inspirierende Geschichten gibt es nicht nur bei internationalen Berühmtheiten, sondern auch in unserer nächsten Umgebung. Täglich haben wir alle mit den unterschiedlichsten Herausforderungen zu kämpfen. Und überall um uns herum gibt es Menschen, die dabei über sich selbst hinauswachsen und Wege finden, ihren Vorstellungen jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen. Es geht dabei gar nicht um weltbewegende Umbrüche, sondern auch um die kleinen Errungenschaften auf dem Weg, sich im Job zu entfalten. Diese Geschichten wollen wir zeigen!

So zum Beispiel Magdalena Rogl, die mit 30 Jahren „Head of Digital Channels“ in der Unternehmenskommunikation bei Microsoft Deutschland wurde. Rogl ist ausgebildete Erzieherin und lebt in einer Patchwork-Familie mit vier Kindern. Mit 23 Jahren begann sie – zusätzlich zu ihrem Job als Kinderpflegerin – eine Nebentätigkeit als Community Administratorin. Aus ihrem Nebenjob wurde eine Leidenschaft und bald darauf auch ein Vollzeitjob – der Beginn einer neuen Karriere. Solche oder ähnliche Geschichten wollen wir durch die Kampagne #MyJaneStory zeigen.

Perspektiven_PotenzialentfaltungWie ist es bei Ihnen selbst, in Ihrem eigenen Umfeld: Wie gehen Sie selbst mit Ihren Potenzialen um? Wer inspiriert Sie, weil er oder sie ihr Potenzial entfaltet und seinen ganz eigenen Weg mutig geht? Oder: Haben Sie selbst schon einmal einen anderen Menschen darin unterstützt, den eigenen Weg zu gehen? Dann teilen Sie bitte Ihre Geschichte mit uns und helfen dabei, dass unsere Potenziale die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.

Und falls Sie selbst noch mittendrin stecken in Ihren Herausforderungen und mehr Zweifel als Zuversicht spüren, dann möchten wir Ihnen mit unserer #myjanestory ganz laut zurufen: Du schaffst das! Konzentrier dich auf das, was in dir steckt! Wir glauben an dich!

Das Leben schreibt die besten Erfolgsgeschichten! Erzählen Sie uns Ihre #MyJaneStory!

#MyJaneStory: Der Traumberuf: Wie wir ihn finden und Potenzial entfalten

Die meisten Menschen haben einen Traumberuf – oder hatten ihn einmal. Ein Beruf, der mehr Berufung als Job ist, der sie inspiriert und zutiefst begeistert! Leider setzt nur ein Bruchteil von uns diesen Traum auch in die Tat um. Wie Menschen ihren Träumen näherkommen, um solche Geschichten dreht sich unsere Kampagne #MyJaneStory – einige wertvolle Tipps dazu finden Sie in diesem Beitrag.

1. Traumjobs der Deutschen
2. Warum wir nicht den Job machen, den wir uns wünschen
3. Achtung, fertig, Neustart! – Diese Menschen inspirieren
4. Sie können es! Gehen Sie neue Wege
5. Tipps für Ihre Entwicklung in Richtung Traumberuf

Perspektiven_PotenzialentfaltungAls Kind wollten viele von uns Astronaut, Forscherin, Feuerwehrmann oder Präsidentin werden. Damals schien alles erreichbar und wir strotzten nur so vor Selbstvertrauen. Heute basteln aber die wenigsten von uns an einer Rakete, streifen auf einer Expedition durch den Amazonas, retten Leben oder lenken die Geschicke einer mittelgroßen Nation. Warum eigentlich nicht? Was ist passiert?

Nun, natürlich verändern sich mit der Zeit unsere Träume, aber manchmal liegt es eben auch an unserer Haltung. Mit den Jahren verlieren wir nach und nach unsere Ziele aus den Augen, unser Selbstvertrauen bröckelt, Zweifel kommen hinzu: Kann ich das überhaupt? Hätte ich wirklich eine Chance? Bin ich intelligent genug, talentiert genug, gut genug für den Job? Vielleicht fehlt uns einfach jemand, der an unser Potenzial glaubt, uns coacht und uns bedingungslos unterstützt. So wie unsere Eltern damals jeden noch so fantastischen Traum.

Aber auch als Erwachsener können wir Unterstützung bei der Entfaltung unseres Potentials erhalten. Sie es durch unseren Partner, unsere Eltern oder Kinder oder gute Freunde. Wir können uns auch professionelle Unterstützung holen. Im Power Coaching beispielsweise wird man durch einen erfahrenen Coach dabei unterstützt, die eigenen Stärken zu erkennen und die individuellen Potenziale aufzudecken. Um Träumen und Wünschen näher zu kommen, ist es oft auch wichtig, sich gemeinsam mit dem Coach die eigenen Werte bewusst zu machen und diese dann damit abzugleichen, was wir tatsächlich tun bzw. wie wir handeln. Passt das zusammen? Aus all diesen Erkenntnissen lässt sich ein Fahrplan für die weitere Entwicklung beziehungsweise die nächsten Schritte festlegen.

Sie sind mehr als Ihre Ausbildung!

Selbst die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall begann ihre Karriere erst einmal als Assistentin, bevor Sie auf einer Afrikareise ihren Mentor Louis Leakey traf und er ihr die Durchführung einer Verhaltensstudie anvertraute. Der Rest ist Geschichte.


Was sind sie – die Traumjobs?

Traumjobs der Deutschen

In einer repräsentativen Umfrage hat das Institut YouGov im Auftrag von Xing Berufstätige in Deutschland nach ihren beruflichen Wünschen, Vorstellungen und Versäumnissen gefragt. Es kam heraus: Fast jeder Zweite (46 Prozent) würde sich rückblickend für einen anderen Job entscheiden!
Doch was wäre unser Traumberuf? Die Befragten konnten aus einer Liste von 30 Tätigkeiten auswählen. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Traumjobs der Frauen
1. Tierpflegerin (10 Prozent)
2. Psychologin (7 Prozent)
3. Schriftstellerin (6 Prozent)

Traumjobs der Männer
1. Profisportler (7 Prozent)
2. Forscher/Erfinder (6 Prozent)
3. Pilot oder Schriftsteller (je 4 Prozent)

Geschäftsführer und Vorstände bevorzugen übrigens Abgehobenes: Sie wählten mehrheitlich den Astronauten als Traumberuf (6 Prozent).

Warum wir nicht den Job machen, den wir uns wünschen

Perspektiven_PotenzialentfaltungWenn wir wichtige Aspekte in unserem Beruf vermissen und vielleicht auch unter unseren Möglichkeiten arbeiten – warum sind wir dann dort, wo wir sind? Was ist uns auf dem Weg zu unserem eigentlichen Traumjob „in die Quere gekommen“? Zum einen sicherlich äußere Umstände, wie zum Beispiel die oft noch erlebte Unvereinbarkeit von Familie und dem gewünschten Beruf. Oder die (vermeintliche) Altersgrenze für Jobs. Oft sind es aber auch Faktoren, die unserer inneren Haltung entspringen, wie zum Beispiel unserer Angst zu versagen und andere zu enttäuschen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Gründe, die uns in verschiedenen Lebensphasen von unserem Traumberuf abhalten:

Perspektiven_Potenzialentfaltung
1. Am Anfang der Karriere – Im Dschungel der Jobs auf nichts verzichten 
Gerade während unseres Einstiegs in die Berufswelt haben wir oft klare Vorstellungen – nicht immer vom Job selbst, aber davon, was er uns ermöglichen soll. Während der Weg zum Traumberuf angesichts der vielen Berufsoptionen verwässert, ist klar: Abwechslung, Sinn und genügend Freiheiten muss er bieten, er sollte aber nicht überfordern und sicher sein. Flexible Arbeitszeiten und ein überdurchschnittliches Gehalt wären auch prima. Ein Wertekonflikt stellt sich ein. Haben Sie ebenfalls so gedacht und sich dann vielleicht, etwas desorientiert, auf Jobs beworben, die eigentlich nicht zu Ihren Fähigkeiten und Wünschen passen? Wenn Sie sich in einer solchen Situation befinden: Welche zwei bis drei Eigenschaften Ihres Berufs sind Ihnen wirklich wichtig und realistisch vereinbar? Was macht Ihnen Spaß? Konzentrieren Sie sich darauf und schnuppern Sie zunächst in Ihre Traumbranche rein.
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2. Mitten im Leben – Hohe Anforderungen lassen uns nach „falschen“ Zielen streben
Die wenigsten Menschen schaffen es, ihren Beruf aus intrinsischen Motiven heraus zu wählen – also einfach, weil ihnen die Tätigkeit selbst so viel Freude macht und sie erfüllt. Siehe Traumberuf Tierpflegerin oder Astronaut. Materieller Wohlstand, gerade in der mittleren Lebensphase, ist für viele Menschen wichtig. Wir wollen etwas erreicht haben und es zeigen – eine schöne Wohnung, ein großes Auto oder Urlaub dreimal im Jahr. Gleichzeitig wollen wir als liebevolle Eltern genügend Zeit für unsere Kinder haben und ihnen alles ermöglichen. Die Anforderungen an uns selbst sind hoch. Und so wählen wir das gute Gehalt, vermeintliche Sicherheit und die gesellschaftliche Anerkennung statt einen neuen, vielleicht passenderen Beruf in Erwägung zu ziehen – und nehmen berufliche Unzufriedenheit in Kauf.
Perspektiven_Potenzialentfaltung
3. Schon alles gesehen – Wenn berufliche Routine lähmt 
Haben Sie Angst, sich lächerlich zu machen und fühlen Sie sich zu alt für einen beruflichen Neustart? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen in Deutschland. In einer Studie der Open University gaben 36 Prozent an, ihren Traumjob nicht mehr zu verwirklichen, weil sie zu alt seien. Lassen Sie es gar nicht so weit kommen. Nutzen Sie vorbeiziehende Chancen, um in Ihrem Wunschjob zu arbeiten, bevor Sie vielleicht nicht mehr in der Lage dazu sind. Und eigentlich ist es nie zu spät, seinen Berufswunsch zu erfüllen – es muss ja nicht unbedingt der Job sein, von dem Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Eine Nebentätigkeit kann ebenfalls erfüllend sein! Wenn Sie darüber hinaus die Routine in Ihrem Job lähmt: Wir verraten Ihnen in unserem Beitrag „Motivation bei der Arbeit“, wie Sie sich in Ihrem Job wieder nachhaltig motivieren.

Achtung, fertig, Neustart! – Diese Menschen inspirieren

Perspektiven_TraumberufWenn man Berufstätige in Deutschland fragt, was sie daran hindert, ihren Traumberuf auszuüben, dann lautet die häufigste Antwort jedoch: „Ich besitze nicht die notwendigen Qualifikationen und Fähigkeiten“, so die Ergebnisse der Open University-Umfrage. Genau darin liegt aber auch unsere größte Chance. Denn ob wir unserem Traumjob näherkommen, ist keine Frage unserer Fähigkeiten, sondern unserer Entscheidung, diese mit allen Mitteln erwerben zu wollen. Egal, welchen Weg Ihr Leben eingeschlagen hat oder welche Ausbildung Sie haben – bleiben Sie offen und haben Sie den Mut, sich weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren!

Sie können es! Neue Wege gehen ist möglich!

Perspektiven_TraumberufNicht immer ist eine neue Aus- oder Weiterbildung möglich. Aber: Wir haben Leidenschaften und Fähigkeiten, die uns als Menschen ausmachen. Wir verfügen über Möglichkeiten, die uns vielleicht selbst nicht immer so bewusst sind, uns Spaß machen und nichts mit unserer eigentlichen Ausbildung zu tun haben. Lieben Sie es zum Beispiel ausgefallen zu kochen oder sind an historischen Begebenheiten interessiert und könnten stundenlang darüber reden? Dann suchen Sie nach Möglichkeiten, um mit innovativen Caterern in Kontakt zu treten oder sich für Stadtführungen zu engagieren. Werden Sie zu Ihrem eigenen Experten! Das eröffnet ganz neue Wege, auch beruflich. Heutzutage ist in vielen Branchen der Quereinstieg nicht unüblich – es braucht nur etwas Mut, Beharrlichkeit und Überzeugung.

Quereinsteiger sind dynamische Menschen, die sich nicht mit einer existierenden Situation abfinden wollen, sondern aufstehen und etwas verändern. Sie sind die „Regelbrecher“ von nebenan, die für ihren Traum auch gewissen Risiken eingehen. In diesem Beitrag im Perspektiven Blog zeigen wir, wie auch Sie Ihren inneren Gamechanger wecken können!

Unternehmen können dabei enorm von Quereinsteigern profitieren: Sie besitzen Leidenschaft und ein inneres Feuer, das sie hoch motiviert. Quereinsteiger bringen frischen Wind ins Unternehmen, haben neue Ideen und nutzen eventuell auch andere Methoden, die die Arbeitsprozesse verbessern können.

Tipps für Ihre Entwicklung in Richtung Traumberuf

Um unser Potenzial zu entfalten, müssen wir nicht zwangsläufig unseren Beruf wechseln. Hauptsache, Sie machen sich Ihrer Möglichkeiten bewusst und nutzen sie – auch in einem Nebenjob oder indem Sie sich freiwillig engagieren. In einem Interview mit dem Magazin „Treibstoff“ rät der Personalcoach Stephan Dahrendorf Menschen, die sich in ihrer beruflichen Entwicklung ausgebremst fühlen, zu folgenden Fragen:
1. Was ist Ihr Berufsziel? Antworten Sie unbedingt konkret!
2. Was spricht momentan dafür und was dagegen, dass Sie Ihr Ziel erreichen? Fragen Sie in einer Umfeldanalyse auch Außenstehende wie Ihre Kollegen, Chefs oder Freunde. So erhalten Sie ein ausgewogeneres Bild Ihrer Fähigkeiten oder welche Kompetenzen Ihnen eben noch fehlen.
3. Was können Sie tun, um Ihre Chancen zu verbessern? Wenn Ihnen Wissen und Erfahrung fehlt, ist eine Weiterbildung eine gute Lösung. Gibt es persönliche Gründe, kann unter Umständen ein Fürsprecher im Unternehmen helfen oder Sie suchen sich zur Unterstützung einen Mentor. Bei fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten können Sie auch einen Jobwechsel in Erwägung ziehen.

Für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten, empfehlen wir:

Was ist Ihr persönlicher Traumjob? Und ist Ihnen bewusst, was Sie davon abhält, ihn in die Tat umzusetzen? Oder wünschen Sie sich jemanden, der an Ihr Potenzial glaubt und damit einen wichtigen Impuls setzt?

Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!