Kerstin Schreck

Kerstin Schreck

Entwicklungserleichterin, Germanistin, Anglistin ( M.A.), Betriebswirtin ( VWA). Seit 1999 bei der Haufe Akademie an Bord. Leidenschaftliche Kommunikatorin rund um News aus der Haufe Akademie und alle Themen, die die Menschen bei der Haufe Akademie bewegen. Kerstins Blick auf die Themen entspricht der Frage: Wie hilft das dabei, Entwicklung zu erleichtern?

Umfrage: „Wert der Weiterbildung“

Im Auftrag der Haufe Akademie wurden rund 1.000 Angestellte in Deutschland zum „Wert der Weiterbildung“ befragt. In unserer Beitrags-Serie zu unserer neusten repräsentativen Studie, die wir gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt haben, stehen folgende Fragen, die wir in vier Beiträgen beantworten:

  • #1: Formate der Weiterbildung [online]: WIE will Deutschland sich weiterbilden? Digital, analog oder doch durch persönliches Coaching? Erstaunlich ist vor allem, dass sich die Wünsche der Arbeitnehmer nicht mit der Wirklichkeit in Unternehmen decken…
  • #2: Quo vadis Weiterbildung [folgt]: Wie stark bilden sich deutsche Angestellte weiter? Gibt es hier eine gesunde Work-Life-(Learn-)Balance? Und wie steht es dabei um die Gleichberechtigung? Tatsächlich sind Frauen in der Weiterbildungsbilanz in der Unterzahl – können oder wollen sie nicht mehr für Ihre Entwicklung tun? Die Antwort auf diese Frage und weitere Ergebnisse erhalten Sie in Teil 2 unserer Serie zur Studie „Wert der Weiterbildung“.
  • #3: Investition in Weiterbildung [folgt]: Wie viel (Zeit & Geld) investieren deutsche Angestellte in ihre Entwicklung? Erstaunlich: Offensichtlich ist die Bereitschaft eigene Ressourcen in die Hand zu nehmen im Vergleich zur Vorgängerstudie 2013 gesunken. Hierzu mehr in Teil 3 unserer Serie zur Umfrage.
  • #4: WARUM bilden die Deutschen sich weiter? Das WHY hinter Weiterbildung [folgt]: Lernen wir mehr für unser Unternehmen, für die nächste Beförderung oder unsere persönliche Entwicklung? Tatsächlich sind die Deutschen hier sehr intrinsisch motiviert und lernen vor allem aus Freude an der persönlichen Entwicklung. Warum das so ist und was das für Mitarbeiter und Unternehmen bedeutet, beantwortet Teil 4 unserer Serie.

Warum betrifft uns das?

Wer Menschen bei ihrer Arbeit bestmöglich unterstützen und ihre Entwicklung erleichtern möchte, sollte wissen, wie Arbeitnehmer zum Thema Weiterbildung stehen: Was ist ihnen wichtig? Was benötigen sie, um gut arbeiten zu können?

Die Ergebnisse der Studie „Wert der Weiterbildung“ liefern hierauf Antworten. Erfahren Sie in unserer vierteiligen Serie wie es um die Weiterbildung in Deutschland steht – es sind etliche überraschende Insights dabei!

Zur Umfrage:

Ziel der Untersuchung war es zu ermitteln, welche Weiterbildungsmöglichkeiten Angestellte in Deutschland als sinnvoll empfinden, welche davon ihr Arbeitgeber fördert und wessen Empfehlungen sie bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen vertrauen. Darüber hinaus wurde nachgefragt, wie wichtig es ist, sich beruflich weiterzubilden, und was man bereit ist, dafür zu tun. Zusätzlich wurde nach den Gründen für beziehungsweise gegen die berufliche Weiterbildung gefragt. Die repräsentative Umfrage erfolgte online zu selbst gewählten Zeiten und in selbst gewählter Umgebung am PC, Laptop, Tablet oder auf dem Smartphone.

Bereits 2013 beauftragte die Haufe Akademie eine Umfrage mit dem Titel „Wert der Weiterbildung“ und zeigte ein aktuelles Meinungsbild zu diesem Thema. Die Frage nach der Bereitschaft, eigenes Geld und Freizeit in die berufliche Weiterbildung zu investieren, stellten wir damals wie heute. Nun können wir einen zeitlichen Vergleich ziehen – die Entwicklung überrascht!

Lesen Sie jetzt:

Umfrage #1: WIE ist Weiterbildung sinnvoll? Flexibel = King? Dennoch gibt es einen Dauerrenner…

Lernen Sie lieber im Seminar oder mit Kopfhörern tief versunken im Webinar? Ist Coaching Ihr lang gehegter Traum? Wir wollten es wissen: Welche Formate und welche Tipps machen Weiterbildung für Angestellte in Deutschland sinnvoll? Über 1000 Befragte geben uns Aufschluss darüber. Lesen Sie selbst!

Die Zahlen zeigen: Vielfalt der Weiterbildungsmöglichkeiten wird unterschätzt! Die Angestellten sollten einschätzen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten sie unter welchem zeitlichen Aufwand sinnvoll finden und welche davon der Arbeitgeber tatsächlich ermöglicht beziehungsweise fördert.

Coaching: Heiß begehrt!

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Seminare und Tagungen, also ein- bis zweitägige Präsenzveranstaltungen mit anderen Teilnehmern, halten knapp 90 Prozent der Befragten für sinnvoll – 35 Prozent sogar für sehr sinnvoll. Persönliches, individuelles Coaching sowie längerfristige Qualifizierungsprogramme werden von jeweils knapp 80 Prozent der Befragten als sinnvoll eingestuft – auch diese beiden Maßnahmen hält jeweils rund jeder Dritte für „sehr sinnvoll“. Eigene Fachlektüre liegt mit 72 Prozent an vierter Stelle und Blended Learning, also eine Kombination aus Lernen mit anderen in Seminaren und computergestütztem Lernen, wird von 67 Prozent als (sehr) sinnvoll erachtet.

An letzter Stelle steht reines E-Learning (53 Prozent). 62 Prozent der Befragten halten bis zu sechs Tage im Jahr für Weiterbildungen nötig, um den beruflichen Anforderungen zu genügen. Jeder dritte Angestellte (33 Prozent) erachtet es sogar für sinnvoll, mehr als sechs Tage für Weiterbildungen einzuplanen.

Wunsch meets Wirklichkeit: Welche Formate Unternehmen fördern

Seminare und Tagungen werden am häufigsten angeboten: 74 Prozent der Angestellten erhalten von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit, solche ein- bis zweitägigen Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Mit deutlichem Abstand folgt an zweiter Stelle die eigene Fachlektüre (46 Prozent) knapp vor E-Learning, also der Nutzung computergestützter Lernprogramme (42 Prozent).

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung Sinn_Quelle Haufe Akademie

Jeder dritte Angestellte (34 Prozent) hat die Möglichkeit, mit Unterstützung seines Arbeitgebers an Qualifizierungsprogrammen teilzunehmen. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) kann bei persönlichem, individuellem Coaching mit der Unterstützung vom Arbeitgeber rechnen und gut jeder siebente (13 Prozent) bei Blended Learning.

Was wir daraus lernen: Formenvielfalt und Blended Learning machen individuelles Lernen möglich!

Klassische Präsenzveranstaltungen sind für die meisten immer noch die sinnvollste Weiterbildungsmaßnahme. Sie werden auch am häufigsten von den Arbeitgebern angeboten und gefördert, im Gegensatz etwa zum Blended Learning oder E-Learning. Christoph Beck, HR-Experte und Professor für Personalentwicklung, sieht dafür mehrere Gründe: „Der zeitliche und finanzielle Aufwand für Seminare und Tagungen ist überschaubar, Wissen wird themenspezifisch und effizient vermittelt und gleichzeitig ist ein persönlicher Erfahrungsaustausch mit anderen möglich.“

Perspektiven_Weiterbildung_Studie_Quelle Haufe AkademieHaufe AkademieDiese Vorteile klassischer Präsenzveranstaltungen überzeugen sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass viele Mitarbeiter sich ausreichend Zeit für Weiterbildung wünschen und viel Potenzial in weiteren Formaten steckt: Coachings, Qualifizierungsprogramme oder Fachlektüre werden deutlich seltener gefördert, obwohl Angestellte sie als durchaus sinnvoll empfinden.

Weniger ist mehr? Oder gewinnt die Flexibilität?

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Sprich: Mehr Formatvielfalt würde guttun. „Es existieren heute so viel mehr didaktische Möglichkeiten als früher, die sollten wir auch nutzen!“, meint Ulrike Nessel. Denn mit einer breiten Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten lässt sich Lernen noch flexibler und individueller gestalten. „Mitarbeiter leistungsgerecht zu qualifizieren und einzusetzen, ist die Hauptaufgabe einer guten Personalentwicklung. Es gilt also, das Gespräch mit Mitarbeitern zu suchen, aktiv Vorschläge zu machen und konkrete Empfehlungen auszusprechen. Führungskräfte und Personalentwickler sollten sich die Frage stellen: Welchen Weg kann ich – mit Blick auf Kosten und Sinnhaftigkeit – gehen und was kann ich den Angestellten anbieten?“

Die Zahlen zeigen: Aufmerksamkeit der Chefs ist gefragt!

Es wurde ermittelt, welche Kompetenzen von Fach- sowie Führungskräften in den letzten Jahren wichtiger geworden sind beziehungsweise wichtiger werden.

Aus Sicht der Angestellten sind in den letzten Jahren alle vier vorgegebenen Kompetenzen mehrheitlich wichtiger geworden – sowohl für Fach- als auch für Führungskräfte. Es zeigen sich allerdings auch einige Unterschiede: Für Fachkräfte ist es aus Sicht der Angestellten noch wichtiger geworden als für Führungskräfte, neue Technologien anwenden zu können (77 Prozent vs. 69 Prozent) und umfangreiches Fachwissen im Kernarbeitsbereich zu haben (68 Prozent vs. 60 Prozent). Für Führungskräfte haben dagegen soziale Kompetenzen wie zum Beispiel Stressmanagement und Organisationsfähigkeit noch stärker an Bedeutung zugenommen als für Fachkräfte.

Was wir daraus lernen: Führungskräfte schlüpfen in die Rolle der Enabler

Perspektiven_Umfrage Weiterbildung 2Führungskräfte sind zunehmend gefordert, als „Enabler“ aufzutreten – die Entwicklung ihrer Mitarbeiter also zu erleichtern und kontinuierliches Lernen konkret zu fördern. Vor allem auch dann, wenn die Leistungsfähigkeit der Angestellten in anspruchsvollen Lebensphasen weiterhin gewährleistet werden soll. „Auch in Hinblick auf dieses Ergebnis gewinnen flexible Weiterbildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel digitales Lernen, an Bedeutung“, sagt Nessel.

Flexiblere Weiterbildungsangebote machen Karriere

Christoph Beck rät Personalentwicklern und Führungskräften zu individuelleren Entwicklungskonzepten. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründe für Weiterbildung vielfältig sind, und das dürfen sie auch“, sagt er.

„Es ist für einen Berufseinsteiger durchaus legitim, mit einer Weiterbildung den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, während Fachkräfte durch eine Weiterbildung vorrangig nicht den Anschluss verlieren wollen. Fakt ist: Die Motive sind unterschiedlich und genau das sollte eine moderne Personalentwicklung durch entsprechend flexible Angebote berücksichtigen.“ Christoph Beck

Lesen Sie auch:

  • Umfrage, Teil 2 [folgt]: Weiterbildung in Deutschland: Ein Thema der Work-Life-(Learn-)Balance?
  • Umfrage, Teil 3 [folgt]: Investition in Weiterbildung: Wie viel (Zeit & Geld) investieren wir für unsere Entwicklung?
  • Umfrage, Teil 4 [folgt]: Warum bilden wir uns weiter? Das WHY für Weiterbildung!

Warum wir alle mehr Fragen stellen sollten!

Bei Gesprächen und Meetings der letzten Wochen ist mir aufgefallen: Wir alle stellen zu wenig Fragen! Wir reden viel, doch Fragen gibt es selten. Dabei sind sie sehr kraftvoll: Sie bieten die Möglichkeit sich auch einmal zurückzulehnen – man gibt dem anderen Raum und vielleicht sogar ein gutes Gefühl. Gleichzeitig beziehen wir fragend selbstbewusst Position und können Gespräche lenken. 

„Möchten Sie noch etwas wissen?“ Diese Frage hören wir oft – in Projekten, Meetings, in Gesprächen mit der Führungskraft oder auch in Bewerbungsgesprächen: Das ist Ihre Chance! Statt nein zu sagen oder betreten zu schweigen, können Sie diesen Moment nutzen und zu Ihrem machen.

Denn mit Fragen beziehen Sie Position – dies lenkt vielleicht die Karriere in die richtige Richtung, aber auch in ganz alltäglichen Situationen helfen uns Fragen weiter. Wir zeigen unserem Gegenüber: Ich bin ganz bei dir und bereit, mich mit dir auf einen spannenden Austausch einzulassen und habe dafür wertvolle Impulse!

Ja, ich stelle Fragen! Machen Sie dies zu Ihrer Haltung und zu Ihrem Selbstanspruch

Perspektiven_Fragen stellenDenn damit beanspruchen Sie Raum für Ihre Person – und zwar in Situationen jeglichen Härtegrades: Im Vorstellungsgespräch, beim Small Talk an der Kaffeemaschine oder auch beim Tauziehen mit dem Partner, wenn wieder mal Überstunden fällig sind. Mit Fragen lenken Sie die Richtung des Gespräches. Das hilft, den eigenen Standpunkt zu finden und weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig agieren Sie auf Augenhöhe. Das ist unter anderem im Austausch mit der Projektleitung oder Ihrer Führungskraft von besonderer Bedeutung. Denn Sie zeigen, wo Sie im Job hin möchten. In Bewerbungsgesprächen beeinflussen Sie den ersten Eindruck maßgeblich und zeigen Selbstbewusstsein.

Mit Fragen Position beziehen #1: In Projekten, Meetings, zwischendurch und im Mitarbeitergespräch!

Sie können nicht nicht kommunizieren, um mit den Worten des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawic zu sprechen. Kompetenz, Engagement, Entwicklungswille – wann immer Sie Ihren Vorgesetzten oder Projektleitern Fragen stellen, transportieren Sie eine Botschaft. Geschickt angepackt, können Sie damit vorausschauend Weichen stellen.

Perspektiven_Fragen stellenDenn der Einfluss von Führungskräften auf unsere Karriere und unsere Aufstiegschancen ist größer als wir denken. Vergegenwärtigen Sie sich das immer wieder – vor allem vor bzw. in Gesprächen mit Ihrer Führungskraft. Gelegenheiten gibt es viele – vom wöchentlichen Projekt-Update über gemeinsame Fahrten zum Kunden bis hin zu offiziellen Mitarbeitergesprächen. Erfolgsentscheidend ist: Entwickeln Sie ein Gespür für passende Gelegenheiten und machen Sie sich beizeiten selbst klar, was Sie erreichen möchten und bringen Sie dieses geschickt zum Ausdruck.

Mit folgenden Fragen an die Projektleitung oder Führungskraft können Sie Ihrer Karriere wertvolle Impulse geben:
  • Was sehen Sie als meinen Beitrag und vielleicht meinen besonderen Erfolg in diesem Projekt bzw. in meinem Job? Wo sehen Sie meine wichtigsten Stärken? Lassen Sie sich überraschen, ob es Ihr organisatorisches Geschick oder Ihr glückliches Händchen mit dem Kunden ist. Die Fremdwahrnehmung von außen kann Ihnen wichtige Anhaltspunkte liefern. Und mit dieser Frage fallen Sie als ambitioniert, proaktiv und offen auf – allein das ist ein Eindruck, der hängen bleibt.
  • Sie können auch noch weiterfragen, welche Entwicklungschancen Sie im nächsten Projekt haben oder was Sie noch dafür tun müssten, um sich für eine bestimmte Position zu qualifizieren.
  • Was könnte für mich (als Frau) auf dem Weg zur nächsten Stufe schwierig werden? Mit dieser Frage an eine weibliche Vorgesetzte können Sie interessante „Insidertipps“ bekommen. An einen männlichen Vorgesetzten gestellt, erfahren Sie mehr über die Vorbehalte, mit denen Sie rechnen müssen. Womöglich sagt die Antwort mehr über die persönliche Einstellung der Führungskraft aus als über die tatsächlichen Hürden. Beides ist für Sie und Ihren Weg hochspannend!
  • Networking: Gibt es Kolleginnen oder Kollegen für den Erfahrungsaustausch? Führungskräfte sind in der Regel im Unternehmen und auch über Standorte hinweg gut vernetzt und können Ihnen wertvolle Kontakte vermitteln. So können Sie Menschen kennenlernen, die im Unternehmen an Schlüsselpositionen sitzen oder auch erfahrene Experten, die Ihnen (Insider-)Tipps geben können.
  • Besonders wichtig für Mitarbeitergespräche: Hier taucht oft die Frage auf, wo Sie sich selbst in 5 Jahren sehen. Ändern Sie doch einmal die Perspektive: Wo sehen Sie mich in 5 Jahren? Haken Sie nach, wie Sie am besten dorthin kommen und wie er oder sie unterstützen kann. Vielleicht gibt es im Unternehmen auch spezielle Entwicklungsprogramme für Frauen? Wer fragt, gewinnt!

Mit Fragen Position beziehen #2: Im Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch prägen Sie den ersten persönlichen Eindruck von sich selbst. Packen Sie diese Chance beim Schopf und zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie eine leistungsbereite und engagierte Bewerberin sind, die weiß, was sie will:

  • Sie wollen Beruf und Familie gut vereinbaren und legen deshalb großen Wert auf flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten? Dann brennen Ihnen vermutlich folgende Punkte unter den Nägeln: Welche Teilzeitmodelle oder Home-Office-Regelungen gibt es?
    Viele Unternehmen setzten mittlerweile auf flexible Arbeitsmodelle, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu boosten und leichter Fachkräfte zu finden. Das ist Ihre Chance! Oft lassen sich schon auf der (Karriere-)Website des Unternehmens oder auf Portalen wie kununu Informationen dazu finden. Im Vorstellungsgespräch können Sie gut daran anknüpfen und nähere Details erfragen.
  • Karriereknick ade! Gehören Sie zu den Frauen, die trotz Familie im Teilzeitjob nicht auf verantwortungsvolle Aufgaben oder eine Führungsposition verzichten möchten? Dann thematisieren Sie dies im Bewerbungsgespräch und fragen Sie, ob es im Unternehmen bereits Mitarbeiter in solchen Positionen gibt. Auch spannend: In welchen Arbeitszeitmodellen sind sie beschäftigt – gibt es die Viertagewoche oder eine Fünftagewoche mit verkürzten Tagen? Suchen Sie schon im Voraus nach Best Practices in anderen Unternehmen und überlegen Sie sich, welche Rahmenbedingungen Sie sich wünschen. Ebenfalls wichtig: Wie steht es – trotz Teilzeit – um Fortbildungsmöglichkeiten oder um Einladungen zu wichtigen Meetings?
  • Ist es Ihnen generell wichtig, sich im Job auszutauschen und auch mal um Rat bitten zu können? Dann erkundigen Sie sich, ob es im Unternehmen Mentoring-Strukturen oder auch Business Buddies gibt, die Sie unterstützen können und das Networking fördern. Denn im Austausch mit Kollegen lassen sich beispielsweise knifflige Situationen einfacher lösen, eingefahrenen Muster erkennen oder auch neue Perspektiven finden. Wer fragt, bringt so etwas vielleicht sogar in Gang und gilt von Beginn an als innovativ! Trauen Sie sich!
Don‘t forget: Antwortstrategien für Worst Case-Questions

Perspektiven_Fragen stellenWas Sie bei Ihrer Vorbereitung keinesfalls vergessen sollten: Unangenehme oder unangebrachte Fragen, die Ihnen gestellt werden und die Sie schon mal ins Schwitzen bringen können. Besonders jene, die eigentlich gar nicht sein dürften. Beispielsweise zu Ihrer Familienplanung oder auch zu Ihrer Religionszugehörigkeit. Hier souverän zu reagieren, ist von entscheidender Bedeutung. Legen Sie sich Ihre Antwort-Strategie zurecht.

Zum Beispiel sich nicht irritieren zu lassen, sondern lieber Gegenfragen zu stellen „Inwiefern ist Religionszugehörigkeit für diese Stelle relevant?“ Oder Sie verallgemeinern: „Familienplanung? Ja, das ist ein wichtiges Thema. Es gibt ja auch schon viele Beispiele, wie Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Job fördern.“

Fazit: Werden Sie sich der Kraft Ihrer Fragen bewusst!

Fragen, fragen, fragen – das ist Ihre Chance! Eine selbstbewusste Haltung und gute Vorbereitung sind die halbe Miete. Wir freuen uns, wenn wir Sie inspirieren konnten, und Sie in Ihrem nächsten Gespräch Ihre Anliegen souverän angehen. Haben Sie Mut und stellen Sie die Fragen, die Sie umtreiben!

Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch mit Ihnen und sind gespannt, ob Ihnen Ihr Gegenüber gute Antworten geben konnte! Berichten Sie uns gerne in den Kommentaren! Wir wünschen Ihnen viel Freude und neue Ideen auf women@work!

Weitere Lese-Empfehlungen:

Working out loud: Wie der offene Austausch Ihre Arbeit beflügelt

Wissen teilen und vernetzt arbeiten – jeder weiß, dass wir so besser werden könnten. Nur an der Umsetzung hapert es: Wie gelingt innovative Kollaboration im Alltag? „Working out loud“ könnte die Antwort ein.

1. Was ist Working out loud?
2. Working out loud Elemente: Wie funktioniert WOL?
3. Die neue Arbeitswelt möchte WOL
4. Wie Sie die 5 Grundprinzipien von Working out loud verinnerlichen
5. Working out loud verhilft zu mehr Agilität, Motivation und neuen Ideen
6. Beispiele: Hier wird WOL genutzt
7. Tipps: Wie kann ich Working out loud für mich umsetzen?
8. So finden Sie einen Work Out Loud-Circle!

Der Austausch mit anderen inspiriert und regt uns zu neuen Ideen an. Das war schon vor dem digitalen Zeitalter so, aber das Internet und die sozialen Medien haben Netzwerken enorme Bedeutung verliehen. Kommentieren auch Sie Beiträge auf Twitter, schreiben Blogbeiträge oder veröffentlichen Videos online? Dann haben Sie schon erste Schritte in Richtung „Working-Out-Loud“ (WOL) unternommen – eine Methode, um Vorhaben mit der Hilfe von anderen anzugehen und selbst dabei sichtbar zu werden. Bei WOL geht es darum, sein Wissen zu teilen statt es eifersüchtig zu hüten – Wissensmanagement also, von dem jeder profitiert.

In der neuen Arbeitswelt stehen vernetztes Arbeiten und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit hoch im Kurs. „Working out loud beinhaltet dabei Elemente des klassischen Netzwerkens – nur geht die Methode systematisch vor und stellt die Nachhaltigkeit der Beziehungen in den Vordergrund“, erklärt Ute Blindert, Buchautorin und Expertin für das Netzwerken und die digitale Zusammenarbeit. Der zentrale Gedanke hinter der Working out loud-Methode: Mit welchen Menschen muss ich in Beziehung treten, um mein Vorhaben zu realisieren? Aber nicht nach dem Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“, sondern indem wir offen etwas ins Netzwerk geben und dafür neuen Input zurückbekommen.

Erfahren Sie, warum Sie Ihr Wissen teilen sollten, was Sie für WOL brauchen und wie Sie damit sich und Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln!

Was ist Working out loud?

Working out loud (WOL) ist eine Selbstlern-Methode, um Beziehungen zu anderen aufzubauen, um Fähigkeiten zu entwickeln und Ziele zu erreichen. Dabei teilt man sein Wissen und macht seine Arbeit sichtbar, sodass jeder davon profitieren kann. Man erschafft sein ganz persönliches Expertennetzwerk. John Stepper entwickelte die Lernmethode und machte sie 2015 durch die Veröffentlichung seines Buches „Work out Loud“ bekannt. Gleichzeitig stellte er auf seiner Website sogenannte Working Out Loud-Circle Guides kostenfrei zur Verfügung, die seitdem weltweit als Anleitung dienen.

Working out loud Elemente: Wie funktioniert WOL?

Drei bis fünf Teilnehmer treffen sich über zwölf Wochen lang für eine Stunde pro Woche in sogenannten Circles, virtuell oder live. Bei jedem dieser Treffen wird gemeinsam an den Zielen der einzelnen Circle-Mitglieder gearbeitet – unter Berücksichtigung der WOL-Grundprinzipien Beziehungen, Großzügigkeit, Sichtbarkeit, zielgerichtetes Verhalten und wachstumsorientiertes Denken. Um die Prinzipien zu verinnerlichen, können die Übungen der Circle-Guides von John Stepper genutzt werden. So beginnt man in der Regel damit, die für sein Vorhaben hilfreichen Menschen und Netzwerke zu identifizieren und mit diesen in Kontakt zu treten – ein Like oder Kommentar zu einem Blogbeitrag oder Tweet reicht im ersten Schritt. Später lernt man, selbst einen sinnvollen Beitrag zu leisten und seine Arbeit sichtbar zu machen, zum Beispiel durch einen eigenen Tweet.

Die neue Arbeitswelt möchte WOL

In volatilen Zeiten wie heute, in denen eine Innovation die nächste jagt, sind behäbige Unternehmen mit starrer Hierarchie und Silostruktur schnell abgehängt – Agilität ist in der neuen Arbeitswelt gefragt. Doch um schnelle Entscheidungen treffen und Entwicklungen anstoßen zu können, müssen Informationen frei zwischen Abteilungen und Mitarbeitern fließen. Haben Sie es auch schon erlebt, dass halbherzig unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, vernetztes Arbeiten und Mitarbeiterengagement gefordert, aber selten ein Mittel dazu bereitgestellt werden? So verlassen wir Seminare mit Menschen unterschiedlichster Unternehmenskultur und denken uns „Wow, der Austausch war wirklich spannend und erleuchtend – warum machen wir das nicht häufiger?“

Hier setzt Working out loud an: Durch das regelmäßige Treffen in einer Kleinstgruppe wird das Teilen von Wissen sowie Kollaboration systematisiert – und damit zur Gewohnheit. Man ändert seine Arbeitsweise nachhaltig und baut sich ein eigenes Expertennetzwerk auf, auf das man jederzeit zurückgreifen kann. „WOL ist gerade in Unternehmen ein fantastisches Werkzeug, um Menschen zusammenzubringen und sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Ute Blindert. Zudem zielt WOL auf die Entwicklung von Fähigkeiten ab, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Dazu gehören laut einer LinkedIn-Studie von 2017 zum Beispiel Wissensmanagement, funktionsübergreifende Kompetenzen sowie Gesprächs- und Verhandlungsführung – alles Fähigkeiten, die mit WOL gezielt trainiert werden.

Es geht bei Working out loud nicht darum, Ziele zu erreichen –  sondern darum, Beziehungen zu Menschen aufzubauen. (John Stepper)

Wie Sie die 5 Grundprinzipien von Working out loud verinnerlichen

Sie müssen sich nicht streng an die Anleitungen von John Stepper und seinen WOL-Circle Guides halten, um von Working out loud zu profitieren.

Beherzigen Sie die WOL-Grundprinzipien und wandeln Sie sie für sich ab – auch das wird Ihre Arbeit bereits interessanter und besser machen!

  • Beziehungen: Bauen Sie nachhaltige Beziehungen auf – nicht durch gezieltes Geben und Nehmen, sondern indem Sie sinnvoll etwas beitragen.
  • Großzügigkeit: Teilen Sie Ihr Wissen großzügig – erwarten Sie keine Gegenleistung, sondern tun Sie es, um etwas Konstruktives beizutragen und das Netzwerk zu stärken.
  • Sichtbarkeit: Machen Sie Ihre Arbeit sichtbar, auch – und gerade wenn – Sie noch nicht abgeschlossen oder perfekt ist. Die Sichtbarmachung sollte dem Netzwerk dienen und nicht der Selbstdarstellung!
  • Zielgerichtetes Verhalten: Richten Sie ihre Aktivitäten auf ein einziges Ziel. Überlegen Sie sich, welche Ressourcen Sie dafür brauchen und was Sie beitragen können, um dem Ziel näher zu kommen.
  • Wachstumsorientiertes Denken: Seien Sie aufgeschlossen und neugierig und entdecken Sie die vielen Möglichkeiten, die Sie ihrem Ziel näher bringen.

Working out loud verhilft zu mehr Agilität, Motivation und neuen Ideen

Warum Working out loud? Kommen Sie nicht auch auf viel bessere Ideen und Lösungen, wenn Sie sich mit anderen austauschen? Oder haben das Gefühl, sich dadurch beruflich und privat weiterzuentwickeln? Wir entdecken durch den Austausch mit anderen Menschen neue Themen und lernen kontinuierlich – umso besser, wenn wir dies auch für unseren Job nutzen können!

Und bei der Lernmethode Working Out Loud profitiert jeder, egal ob das Unternehmen oder die Teilnehmer selbst. Davon ist auch Ute Blindert überzeugt, die bereits selbst an mehreren Work Out Loud-Zirkeln teilgenommen hat: „Ich kam mit Menschen verschiedenster Hintergründe ins Gespräch und arbeitete dennoch weiterhin an meinen ganz persönlichen Zielen – und das mit wirklich wenig Aufwand.“ Auf die Kritik, dass nicht alles an Working out loud wirklich neu sei, reagiert sie gelassen. „Natürlich ist nicht alles neu an WOL – aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Die Methode strukturiert das Netzwerken und ermutigt zum In-Beziehung-kommen. Durch die Reflektion in der Gruppe erhalte ich ganz andere Perspektiven auf meine Fragen – andere denken für mich! Und das ist unheimlich wertvoll.“

Working out loud bricht Silos auf. Wir können uns systematisch mit anderen austauschen und von deren Erfahrungen und Wissen profitieren. Gleichzeitig baut man ein belastbares Beziehungsnetzwerk auf und lernt ständig dazu. Wir sind agiler, mehren durch WOL unser Wissen, entwickeln neue Fähigkeiten und Lösungsansätze und verbessern nachhaltig unsere Arbeit. Davon profitieren auch Führungskräfte und Unternehmen. Natürlich ist das Offenlegen der eigenen Arbeit für viele zunächst eine Hemmschwelle – doch auch kleine Schritte reichen hier völlig. Wenn Sie bereits ein wenig von ihren Projekten erzählen und Ihre Erfahrungen öffentlich teilen, tragen Sie bereits etwas Wertvolles zur Gemeinschaft bei!

Beispiele: Hier wird WOL genutzt

Menschen, die sich und ihre Arbeit öffnen und sich mit anderen vernetzen, können mehr Einfluss auf ihre Arbeit nehmen – das motiviert! Auch Urs Kohlmeier, Berater Inhouse-Training bei der Haufe Akademie, weiß eine offene Arbeitsweise im Team zu schätzen. In seiner Abteilung wurde das sogenannte Team-Recruiting eingeführt, über das sich die Mitarbeiter in einem Community-Termin regelmäßig austauschen  – „Working Out Loud Light“, sozusagen. „Durch diese Art von Circle können wir unsere Arbeit einordnen. Wo stehen wir eigentlich im Vergleich zu anderen? Was machen wir gut und was können wir verbessern? Es hilft einfach sehr dabei, unsere Arbeit besser zu machen!“, erzählt Kohlmeier.

„Es braucht einzig und allein Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, über sich und andere nachzudenken.“ (Ute Blindert)

Hier einige Beispiele von Unternehmen in Deutschland, die die Methode Working out loud in Reinkultur oder aber in abgewandelter Form nutzen:

Bosch 

Der Pionier unter den deutschen Unternehmen. 2015 startete der erste Working Out Loud Circle bei Bosch in enger Zusammenarbeit mit WOL-Erfinder John Stepper. Bis heute haben über 1.000 Mitarbeiter aus 40 Ländern an einem WOL Zirkel teilgenommen, Kommunikation und Organisation laufen über eine unternehmenseigene Plattform. Working Out Loud ist heute fester Bestandteil des Trainingsprogramms. Das Unternehmen ist Teil der „Working Out Loud Community of Practise“, in der acht Großkonzerne vertreten sind (siehe auch Continental AG).

Sipgate

Das Unternehmen entwickelt Telekommunikationsprodukte und versteht sich als Netzwerkorganisation mit hohem Mitarbeiterengagement. Jeden zweiten Freitag ist „Open Friday“: Die Mitarbeiter veranstalten eine Konferenz, bei der neue Projekte angestoßen und spezifische Probleme gelöst werden. Nach der anfänglichen Themenplanung in großer Runde teilt sich diese in kleine Arbeitsgruppen auf.

Continental

Auch bei der Continental AG nutzten bereits mehr als 1.000 Mitarbeiter die Methode Working out loud. Eingeführt wurde sie von Harald Schirmer aus dem Bereich Digitale Transformation und Change. 2017 veranstaltete Schirmer sogar Live-Circles über Skype – jeder konnte sich so einen WOL-Circle im Internet anschauen.

Haufe Group

An der Haufe Akademie wurde in einigen Bereichen das Team-Recruiting eingeführt: Nicht die Teamleitung, sondern das Team selbst gestaltet den Bewerbungsprozess und führt die Bewerbungsgespräche mit potenziellen neuen Kollegen. Einmal im Monat treffen sich Mitarbeiter der gesamten Haufe Group in einem Community-Termin zum Thema Team-Recruiting und tauschen sich zu laufenden Fragen und Projekten aus – auch über virtuelle Kanäle.

Gut zu wissen
Möchten Sie die Working out loud-Methode auf breiter Ebene bei sich im Unternehmen einführen und dabei die WOL-Circle Guides nutzen, müssen Sie bei Entwickler John Stepper eine kostenpflichtige Lizensierung anfragen. Für einzelne Personen hingegen – auch in Unternehmen – ist die Nutzung der Guides kostenfrei.

Tipps: Wie kann ich Working Out Loud für mich umsetzen?

Mit fremden Menschen in den zu Dialog zu treten, kostet Überwindung, ja. Aber eine gemeinsame Denkweise schafft eine starke Verbindung und beiderseitiges Interesse. WOL-Erfinder John Stepper ist das beste Beispiel: Dankt man ihm per Twitter, folgt in der Regel ein freundliches „Like“. Nie war es einfacher als heute, inspirierende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Haben Sie Mut und trauen Sie sich – die Möglichkeiten und Kanäle sind vielfältig!

New Work-Experte Dr. Sebastian Hollmann stellt 10 Fragen vor, die Ihnen helfen, Ihren eigenen Working Out Loud-Weg zu gehen:

1. Finden Sie heraus, was Erfolg für Sie persönlich bedeutet – was ist Ihr „Warum“?
2. Definieren Sie Ihr persönliches Ziel – was wollen Sie konkret erreichen?
3. Erweitern Sie bewusst Ihr Netzwerk – wer kann Ihnen bei Ihrem Ziel helfen?
4. Finden Sie die für Sie passenden Kanäle/Medien. Seien Sie präsent – online und offline! Nutzen Sie Social Media-Kanäle, Blogs, Podcasts oder Veranstaltungen – es gibt viele Möglichkeiten.
5. Zeigen Sie Interesse an inspirierenden Personen. Äußern Sie Feedback und Wertschätzung!
6. Sprechen Sie interessante Personen einfach an – es ist ungewohnt, aber tut nicht weh!
7. Teilen Sie eigene Gedanken und Erkenntnisse mit anderen – erwarten Sie dafür nichts!
8. Finden Sie Ihre persönliche Verknüpfung von Lernen und Arbeiten!
9. Bringen Sie Menschen innerhalb Ihres Netzwerks miteinander in den Dialog!
10. Bleiben Sie nicht stehen und erweitern Sie Ihr Netzwerk fortlaufend!

So finden Sie einen Work Out Loud-Circle!

Es ist mittlerweile einfach, einen WOL-Zirkel zu finden, auch in Deutschland. Eine Anlaufstelle ist die Homepage der deutschen Community. Darüber hinaus gibt es eine sehr gut organisierte Facebook-Gruppe und eine App, den CircleFinder.

Für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten, empfehlen wir:

Plädoyer: Frauen nehmt euch Zeit für eure Weiterentwicklung!

Liebe Frauen, was auch immer ihr gerade macht: Haltet bitte einmal kurz inne und denkt zusammen mit mir über eure Weiterbildung nach. Bestimmt habt ihr gerade keine Zeit, möglich auch keine Lust dazu. Die Konsequenz: Wenn ihr heute nicht daran arbeitet, habt ihr morgen das Skillset von gestern. Schließlich: Wenn nicht IHR euch darum kümmert, WER soll es dann tun?

Bestimmt geht es euch ganz ähnlich wie mir und es steht so richtig viel auf euren Zetteln: Im Netz surfen (nach Inspirationen, Ideen oder einfach nur zur Entspannung), im Job Projekte rocken, einkaufen, eure Examensarbeit schreiben, für Prüfungen büffeln, Kolleginnen und Kollegen unterstützen oder die Kinder, den Haushalt und den Hund versorgen – irgendwas ist immer!

Doch was ist das Ende vom Lied? Eine Studie ergab: Frauen bilden sich signifikant seltener weiter als Männer – und schaden damit ihrer Karriere und ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Ich finde, das darf nicht sein, denn offensichtlich nehmen wir vieles sehr wichtig, nur unsere eigene Weiterbildung, und damit wir selbst, kommen oft zu kurz.

Denk (auch) an dich selbst!

Zugegeben, das Thema Weiterbildung & Weiterentwicklung ist jetzt weder dringlich, noch sexy. Aber! Es geht um dich und deine Zukunft, und wenn du möchtest auch um deine Karriere.

Wie kann es uns gelingen, dass das Thema Weiterentwicklung auf unsere Zettel, in unsere Handys und unsere Köpfe kommt?

Impulse für Dich:

  • Informiere dich für den entscheidenden Karriere-Push!Nimm dir die Zeit, dich zu informieren: Eine Stunde Zeit für eine erste Recherche – das kann viel Zeit sein, wenn der Alltag dicht getaktet ist. Wenn aber diese eine Stunde dir den entscheidenden Push für deine Karriere gibt, ist sie sehr gut investierte Zeit – nimm sie dir!
  • Nimm deinen Job ernst: Viele von uns haben das Glück, einen Job zu machen, der ihr Einkommen sichert und den sie als sinnvoll empfinden. Wenn das mal keine Ausgangslage ist, die du dir sicher auch für die Zukunft bewahren willst. Da lohnt es sich, sich beruflich fit zu halten und unser eigenes Potenzial ernst zu nehmen!
  • Nimm dir heraus, was dir sinnvoll erscheint. (Zurückrudern geht immer noch): Du möchtest dich weiterentwickeln, wirst aber ausgebremst? Von Richtlinien in deinem Unternehmen, von mangelnder Zeit, Geld oder von deiner eigenen Unsicherheit? Lass dich nicht unterkriegen! Sprich deine Wünsche und Pläne offen an, kämpfe für sie und ergreife jede Gelegenheit, die sich dir bietet, um Neues zu lernen – das bist du dir und deinen Träumen schuldig!
  • Deine Wünsche, Träume und Ideen zu verwirklichen ist ebenso wichtig wie deine berufliche Karriere!Nimm deine Wünsche, Talente und Hoffnungen ernst: Jede von uns ist einmalig – mit all ihren Stärken, Träumen und Plänen. Das ist gut so, denn so können wir uns gegenseitig inspirieren und Großes entstehen lassen. Doch dies gelingt nur, wenn wir an uns und unsere Talente glauben und für sie einstehen – das sind wir ihnen und uns schuldig!
  • Rücksicht auf andere nehmen ist gut, aber muss nicht immer sein!Nimm in Kauf, dass das Leben dadurch womöglich für andere schwieriger wird: Wenn wir uns mehr Zeit für uns selbst und für unsere Weiterentwicklung nehmen, wird zwangsläufig anderes kürzer kommen. Andere werden mitbekommen, dass es da noch etwas gibt, für das unser Herz schlägt. Wenn das zu Reibung führt, dann ist auch das ein Wachstumsprozess!
  • Sharing is caring: Nimm andere Frauen mit auf deine Entwicklungsreise: Allein sind wir stark, gemeinsam sind wir stärker! Lasst uns unsere Erfahrungen teilen und gemeinsam an ihnen wachsen. #workingoutloud für women@work!
  • Last but not least: NIMM DICH WICHTIG! Zeit, die du für deine Weiterentwicklung einsetzt, ist Zeit, die du in dich investierst: In deinen Job, in deine Zukunft, in deine berufliche Zufriedenheit und wenn du möchtest: in deine Karriere!

Natürlich können wir das alles nicht sofort schaffen, natürlich gibt es viele innere und äußere Rahmenbedingungen, die dagegensprechen. Aber: das Thema Weiterbildung muss auf unsere Zettel, in unsere Handys und in unsere Köpfe. Schließlich: Wer sonst sollte deine Welt jeden Tag ein Stück weit verändern und weiterentwickeln, wenn nicht du selbst?

Schreibt uns eure Erfahrungen: Wie schafft ihr es, Zeit für eure Weiterentwicklung zu reservieren? Wenn ja, wie? 

Aufwind gefällig: Diese Themen bewegen uns auch in 2019!

Bereit, 2019 zu Ihrem bislang besten Jahr zu gestalten? Mit viel Freude im Job und einer guten Portion Coolness, wenn’s heiß her geht? Einige Beiträge haben uns gezeigt, was Ihnen neben anderen brennenden Themen wie der Digitalisierung auch am Herzen liegt: MOTIVATION. FLOW. SELBSTVERWIRKLICHUNG. Deshalb möchten wir Ihnen ein wenig Inspiration und neue Perspektiven anbieten, die Ihnen den Start in 2019 leichter machen sollen! 

It’s never too late to do the right thing – why don’t you start now?

Perspektiven_SelbstverwirklichungSelbstverwirklichung leicht gemacht! 3 einfache Tipps für mehr Sinn im Job
Denken Sie auch darüber nach, ob Ihre Arbeit wirklich Sinn macht und Sie erfüllt? Doch wie findet man Sinn im Job oder einen Job mit Sinn? Wir glauben: Es muss nicht immer die große Lebensentscheidung sein – Selbstverwirklichung kann auch im Kleinen, Schritt für Schritt zu uns finden. Mit diesen drei Tipps gibt es vielleicht auch in Ihrem Berufsalltag mehr „Sinn der Arbeit“.

Wer den Arbeitsstress im Alltag bewältigen will, braucht Raum zum Entspannen und spielerischen Entfalten!New Work braucht FLOW: 5 Tipps für mehr Leichtigkeit bei der Arbeit
Kennen Sie das? Wir jonglieren 100 Dinge gleichzeitig, so dass ja keine Deadline hinten runterfällt – das kann sehr anstrengend sein! Ein paar Stunden hochkonzentriert und voll Freude bei der Sache zu sein, klingt nach einem kleinen Traum? Wir glauben: In Zeiten von New Work, brauchen wir vor allem eines: (New) FLOW! Unsere 5 Tipps unterstützen Sie dabei, dass Arbeit leicht(er) fällt und die Karriere dadurch einen ungeahnten Sprung machen kann!

Motivation bei der Arbeit: Warum sie so wichtig ist und wie man sie findet
Ist Ihnen Erfolg und Spaß bei der Arbeit wichtig? Was spornt Sie zu Höchstleistungen an? Sich über diese Fragen Gedanken zu machen, lohnt sich. Denn zu wissen, was uns bei der Arbeit bewegt und motiviert, kann viel zu unserer eigenen Zufriedenheit im Leben beitragen. Mehr noch: Wenn Menschen motiviert zur Arbeit gehen, ist das ein Win-Win für alle Beteiligten: Für Sie, Ihr Unternehmen, die Kollegen und sogar die Family, Freunde und Partner zu Hause. Lesen Sie hier mehr über die Vorteile der Motivation und wie wir sie in unseren Berufsalltag bringen können!

Keine Angst vor Veränderung!
Und schon wieder ändert sich etwas: Neue Software, neuer Kollege, neue Strategie. Wir befinden uns in Zeiten des Wandels – und manchmal wirbelt das unseren Arbeitsalltag ganz schön durcheinander. Wie Sie mit Initiative und Selbstbewusstsein – trotz dauernder Changes – gut vorankommen? Unser Experte für Veränderungsmanagement hat einige Tipps parat.

Perspektiven_Sinnvolle ArbeitWelche Arbeit macht Sinn? Eigentlich jede, wenn…
Aus dem Bauch heraus: Macht Ihre Arbeit Sinn? Ja? Nein? In jedem Fall lohnt sich die Suche nach mehr Sinn im Job, denn Sinn beflügelt unser Leben, schützt vor Burnout und führt zu Leichtigkeit und Engagement! Wie diese Suche funktionieren kann: Wir haben nachgeforscht und einige Tipps, Tricks und wertvolle Hintergründe für Sie zusammengestellt.

Ein sinnvolles Jahr? Ein New Work Jahr?

Als Leser haben Sie uns gezeigt: Sinn, Flow, Selbstverwirklichung und Motivation – das sind die Themen, die Sie besonders bewegen und auch 2019 richtungsweisend sein werden. Das Schöne an unseren New Work-Zeiten ist, dass der Mensch in den Mittelpunkt rückt und Themen rund um Potenzialentfaltung endlich auch gesellschaftliche und unternehmerische Anerkennung erfahren.

Bereits der Erfinder von New Work, Frithjof Bergman, sieht „Freiheit & Selbstbestimmung“ als Kernbestandteile von New Work an und entwirft die Vision davon, dass Arbeit mehr bedeutet als das Gehalt. Sie kann darüber hinaus auch Sinn stiften und uns abends mit einem Lächeln nach Hause gehen lassen.

Welcome 2019! Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt – warum also nicht mal mutig Springen?

On the way to New Work und genauso auf dem Weg zu mehr Zufriedenheit, Freude und Sinn im Job sind viele verschiedene Schritte nötig. Aber keine Panik! Gehen Sie es ruhig und mutig zugleich an an. Schritt für Schritt läuft es sich am leichtesten. Daher hätten wir zu Beginn des Jahres 2019 eine Idee: Für jeden gelungenen Weg brauchen wir einen Kompass. Diesen kann man oft durch Reflexion über die eigenen Ziele finden. Auch ein Austausch mit anderen ist dafür Goldwert.

Damit es noch leichter geht, haben wir einen Coaching-Kompass entwickelt: Unser Power-Coaching bietet Orientierung und hilft dabei die eigenen Stärken (wieder) zu entdecken. Vielleicht genau das Richtige für einen powervollen Start ins neue Jahr?

Wir sind gespannt, was es bei Ihnen bewirkt und würden uns freuen, wenn Sie Ihre Erlebnisse mit uns teilen – gerne in den Kommentaren!

Chancen für Frauen: Nach der Babypause ist vor der zweiten Karriere!

Spätestens wenn aus dem zahnlosen Lächeln Widerworte werden und der ehemals hilflose Säugling vom Klettergerüst die Zuge rausstreckt, ist es so weit. Da steigt bei vielen der Wunsch, in den Job zurückzukehren. Und wir haben gute Nachrichten: Auch wenn ihre Auszeit 5, 8 oder mehr als 10 Jahre beträgt, muss das kein Karrierekiller sein! Ein Beispiel dafür: Nach 13 Jahren (!) als Familienmanagerin und Weltenbummlerin meisterte Angela Hohenacker in unserem Inspirationsprojekt s.mile erfolgreich den Neustart in den Job!

Aller Anfang ist schwer? Diese Erfahrung hat Angela Hohenacker bei ihrer Rückkehr in den Job nicht unbedingt gemacht. „Aber zu Beginn war erst einmal alles ungewohnt und musste neu organisiert werden – das war schon spannend!“, berichtet sie.

Freiraum schaffen

Sich ganz auf sich selbst konzentrieren und (wieder) Karriere machen.

Karriere ist Kopfsache!

Denn Familie und Job unter einen Hut zu bekommen, erfordert eine ganz neue Organisation: „Ich musste mir erst einmal Freiräume schaffen, in denen ich Zeit für mich hatte. Denn alte Kenntnisse auffrischen oder Bewerbungen schreiben, das macht man ja nicht mal eben am Küchentisch zwischen dem Wegräumen des Frühstücks und dem Vorbereiten des Mittagessens!“

Es braucht Zeit, sich wieder auf sich selbst zu besinnen.Wenn das schlechte Gewissen mehr Kraft kostet als deine Kenntnisse in Excel und Power-Point aufzufrischen? Haushalt, die Kinder zum Sport fahren, die Wäsche waschen und dann auch noch die verschiedenen Ehrenämter – irgendetwas ist immer! Doch Angela Hohenacker machte zu Beginn ihrer Rückkehr in den Job eine interessante Erfahrung: „Die eigentliche Herausforderung bestand weniger darin, mir Zeitfenster zu suchen, in denen ich mich um meinen Wiedereinstieg kümmern konnte. Stattdessen musste ich erst wieder lernen, mich auf mich selbst zu konzentrieren und alle anderen Gedanken zumindest kurzzeitig aus meinem Kopf zu verbannen. Es dauerte einige Zeit, bis ich das Gefühl hatte, ‚ich darf das, es ist vollkommen in Ordnung, dass ich jetzt etwas nur für mich mache!‘“

Sie wollen leichter in den Job zurückkehren? So starten Sie durch:

  • Orientieren Sie sich: Wer nach einer längeren Babypause wieder in den Job einsteigen will, muss nicht automatisch in denselben Beruf zurückkehren – nicht jeder war mit seiner ersten Berufswahl glücklich und nicht jedes Berufsprofil hat die Pause unverändert überdauert. Nutzen Sie die zweite Chance und orientieren Sie sich ruhig noch einmal neu!
    Wichtig ist: Reflektieren Sie, was Ihnen heute wichtig ist in einem Job – und lassen Sie sich beraten! Coaching oder der Austausch mit Freunden und Familie kann Goldwert sein: „Welcher Job passt jetzt zu mir? Was kann ich überhaupt noch und was wird heute erwartet? In dieser Situation waren die Coachings optimal, da ich mich offen austauschen konnte, Orientierung und Zuversicht fand“, berichtet Angela Hohenacker von ihren ersten Schritten zurück in die Berufstätigkeit.
  • Besinnen Sie sich auf die eigenen Stärken, schenken Sie Selbst-Zweifeln / Zweiflern nicht so viel Beachtung! Gerade die erste Zeit mit Kindern ist anstrengend – und nagt auch häufig am Selbstvertrauen. Auch wenn Sie mehr arbeiten als jemals zuvor, halten sich Wertschätzung und Lob für Ihre Tätigkeit meist in engen Grenzen. So ging es auch Angela Hohenacker: „Ich hörte öfters: ‚Du hast die letzten Jahre ja nicht gearbeitet.‘ Das stimmte einerseits natürlich, denn ich habe für meine Leistung kein Geld bekommen. Andererseits habe ich natürlich sehr viel für meine Familie gearbeitet – und zwar 24/7. Als Familienmanagerin bin ich ein belastbares Organisationstalent mit starken Soft Skills. Diese Stärken habe ich mir insbesondere für die Bewerbungsgespräche immer wieder ganz gezielt vor Augen gehalten.“
  • Entwickeln Sie Ihre Stärken weiter: Sie sind gut – werden Sie noch besser! Gerade, wenn Sie eine Zeitlang nicht berufstätig waren, könnten Sie bei einigen Entwicklungen in Ihrem Job nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand sein. Gezielte Weiterbildungen machen Sie beruflich wieder fit – und untermauern in Vorstellungsgesprächen Ihr Engagement!

Mit Plan und Selbstvertrauen wird alles ganz leicht!

Angela Hohenacker hat es geschafft: Nach einer beruflichen Neuorientierung und einigen Weiterbildungen arbeitet sie heute in Teilzeit als Assistentin der Geschäftsführung in einem Immobilien-Büro. Ihr Tipp:

„Wenn du etwas erreichen willst, entwickle zunächst einen Plan, dann schaffe die dafür notwendigen Ressourcen und last but not least: Glaube an dich! Wenn du dies beherzigst, wird es auf einmal ganz leicht – und alles ist möglich, weil du es möglich machst!“

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Neustart im Job? Konnten Sie nahtlos an alte Erfolge anknüpfen oder brauchten auch Sie eine Phase der Neuorientierung? Wir sind gespannt auf Ihre Berichte!
Wenn Sie mehr zum Thema „Frauenpower im Job“ erfahren wollen, lesen Sie hier weiter – wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und zahlreiche Inspirationen!

Mein Kollege Roboter – Warum die Digitalisierung zu mehr Jobs mit Sinn führt

Immer mehr Roboter erobern unsere Arbeitswelt. Sie übernehmen Aufgaben, die vorher von Menschen erledigt wurden. Sollten wir nun Angst um unsere Jobs haben? Erfahren Sie, wie Sie sich auf die Roboter-Revolution vorbereiten und warum wir sogar von ihr profitieren können.

1. Die Roboter-Revolution – So verändert sie unsere Arbeitswelt
2. Wo kommen Roboter heute schon zum Einsatz?
3. Roboter in der Arbeitswelt: Wie Sie sich vorbereiten können
4. So begegnen Sie dem Wandel der Arbeitswelt
5. Mehr Sinn und Selbsterfüllung dank bedingungslosem Grundeinkommen?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Ihrem Home Office und möchten an einem Meeting teilnehmen. Sie nehmen zunächst einmal Kontakt zu „Robi“ auf. Robi sieht ein bisschen wie eine Mischung aus Staubsauger und Segway aus, ist etwa einen Meter hoch und verfügt über vier Räder und ein Tablet, auf dem jetzt Ihr Bild erscheint. Über eine App haben Sie sich zuvor in den Videochat eingewählt, können Ihren sogenannten Telepräsenz-Roboter durch den Raum fahren lassen und durch ihn mit Ihren Kollegen sprechen. Robi ermöglicht es Ihnen, flexibel zu arbeiten und auch von unterwegs bei wichtigen Besprechungen im Unternehmen dabei zu sein.

Ein Roboter steht für verschiedene Aufgaben bereit und schafft damit neue Freiräume für Menschen!

Roboter können viele unserer Routineaufgaben übernehmen. Das schafft neue Freiräume für Kreativität, Empathie und Teamwork!

Telepräsenz-Roboter wie Robi sind in einigen Unternehmen schon Realität, auch bei der Haufe-Gruppe. Sind Sie vielleicht auch schon einem begegnet? Und wie haben Sie sich dabei gefühlt? Neugierig, amüsiert, oder empfanden Sie Unbehagen? Sollten Sie womöglich Angst haben, dass Sie bei der Arbeit durch Roboter ersetzt werden und Ihren Job verlieren, sind Sie damit nicht allein: Nach dem jüngsten Zukunftsmonitor des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erwarten 60 Prozent der Deutschen, dass durch Robotik und Digitalisierung Jobs verloren gehen.

Aber die voranschreitende Digitalisierung unserer Arbeitswelt, inklusive Robotern und künstlicher Intelligenz, bringt uns auch Vorteile. Wir können durch Roboter wie Robi nicht nur Projekte losgelöst von einem Ort managen und grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Roboter können auch Personallücken schließen, gefährliche Arbeiten übernehmen oder fehlerfrei riesengroße Datenmengen analysieren. Übrig bleiben Tätigkeiten, die Kreativität, Empathie und Kommunikationsfähigkeit verlangen.

Erfahren Sie, warum Lebenslanges Lernen so wichtig wird und wie Sie sich auf die Arbeitswelt von morgen vorbereiten können!

Die Roboter-Revolution – So verändert sie unsere Arbeitswelt

Wenn es um den Einsatz von Robotern im Berufsleben geht, dann belegt Deutschland weltweit bereits heute hinter Südkorea und Singapur den dritten Platz. Laut dem World Robotics Report 2017 der International Federation of Robotics gibt es hierzulande pro 10.000 Mitarbeitern bereits 309 Roboter-Einheiten. Ein Grund für die hohe Roboterdichte: In Deutschland sind die Löhne relativ hoch – und je höher die Löhne, desto stärker ist der Anreiz für Unternehmer, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen.

Roboter werden ein alltäglicher Teil der Arbeit sein, was neue Perspektiven bietet.

Roboter als alltäglicher Teil der Arbeit bieten neue berufliche Chancen und Perspektiven!

Entsprechend prognostiziert die Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018“ vom Weltwirtschaftsforum (WEF), dass bereits in sieben Jahren hierzulande Maschinen mehr Arbeit erledigen als Menschen. Diese Entwicklung sieht auch Roboter-Experte Prof. Horst Michael Groß von der TU Ilmenau. Im WISO-Beitrag „Kollege Roboter – Jobkiller oder Chance?“ sagt er: „Immer häufiger werden wir Robotern im Alltag begegnen. Wir werden lernen müssen, mit den Robotern zu leben und sie als Partner zu verstehen und zu nutzen.“

Und es stimmt. Dort wo Roboter Tätigkeiten übernehmen, werden Arbeitsplätze – vor allem im Bereich der einfachen Arbeiten – wegfallen. Doch die digitale Transformation schafft auch neue Arbeitsplätze: Die WEF schätzt, dass in den kommenden Jahren durch die Roboter-Revolution 58 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, zum Beispiel in Bereichen der Informatik und der Datenverarbeitung.

Was unterscheidet Roboter von Künstlicher Intelligenz?

Ein Roboter ist eine technische Apparatur, die über ein Computerprogramm gesteuert wird und autonom in ihrer Umwelt agiert. Ein Beispiel aus dem Haushalt ist der Rasenmäher-Roboter. Eine Künstliche Intelligenz (KI) kann, anders als ein Roboter, darüber hinaus „denken“: Sie reagiert intelligent auf Herausforderungen und kann diese eigenständig bewältigen. Dabei kann sie so programmiert werden, dass sie sich wie ein Mensch verhält. Der Telepräsenz-Roboter Temi zum Beispiel ist eine KI. Er kann Gesichter erkennen und diesen Menschen zuordnen sowie Gesprächspartner in Videochats zusammenbringen.

Wo kommen Roboter heute schon zum Einsatz?

Der Einsatz von Robotern verändert Prozesse in Unternehmen grundlegend. Dies gilt vor allem für die stärkste Abnehmerbranche und Vorreiterindustrie in Sachen Robotersysteme: die Automobilbranche samt ihrer Zulieferer. Betroffen sind dabei aber keineswegs nur einfache Produktionsjobs. Kennen Sie schon diese Einsatzbereiche?

1. Der Kollege Roboter im Kundenservice: Sie nehmen die Gäste in Empfang, transportieren das Gepäck und liefern Bestellungen aufs Zimmer: Serviceroboter in Hotels erledigen Standardaufgaben, die sonst das menschliche Personal übernimmt – und erwarten nicht einmal Trinkgeld dafür. Nur Zimmermädchen können sie noch nicht ersetzen: Betten beziehen ist für sie bisher noch zu kompliziert. Und auch unabhängig davon wird es immer menschliches Personal im Hotel geben, das sich dann ganz in Ruhe um den „echten“ Kundenservice kümmern kann.
2. Der Kollege Roboter in der Rehaklinik: Forscher der technischen Universität Ilmenau haben einen robotischen Reha-Assistenten entwickelt, der auf den Namen Roreas hört. Er unterstützt das Pflegepersonal, indem er Schlaganfallpatienten zum Lauftraining motiviert und sie dabei begleitet. Auch hier soll der Roboter die Pflegekräfte von Zusatzaufgaben entlasten, damit sie sich viel stärker als bisher auf die Pflege konzentrieren können. Einen Therapeuten wird Roreas nicht ersetzen.
3. Der Kollege Roboter bei der Chirurgie an der Uniklinik Heidelberg: An der Universität Heidelberg unterstützt ein Roboter die Chirurgen unter anderem bei Eingriffen am Dick- und Enddarm sowie an der Bauspeicheldrüse. Der Vorteil: Gerade bei komplexen Operationen arbeitet der Roboter mit höchster Präzision, sodass feinste Organstrukturen geschont und Nähte bei der Rekonstruktion mit größter Genauigkeit angelegt werden können. Damit ermöglicht er auch Eingriffe, bei denen die minimalinvasive Chirurgie sonst an ihre Grenzen stößt. Und die Aufgabe des menschlichen Chirurgen? Der sitzt an einer Konsole und steuert die Roboterarme. Auch er wird zukünftig also nicht ersetzt.

 

Roboter in der Arbeitswelt: Wie Sie sich vorbereiten können

Wenn Kollege Roboter Routineaufgaben übernimmt, werden wir nicht ersetzt. Sondern wir können unseren Job endlich so erledigen, dass er uns erfüllt – mit mehr Hingabe, Aufmerksamkeit und Zeit für die wirklich wichtigen Aspekte unseres Berufs. Denken Sie zum Beispiel an den Therapeuten, der vom Lauftrainer unterstützt wird. Dies gibt ihm Zeit, sich wieder ganz auf den Patienten und seine Bedürfnisse zu konzentrieren – die eigentliche Bestimmung seines Berufes.

Eine Gruppe von Menschen steht zusammen und legt den gemeinsamen Fokus der Arbeit auf Kreativität und Selbstverwirklichung.

Menschliche Arbeit wird durch Roboter einen viel stärkeren Fokus auf Kreativität und Selbstverwirklichung jedes Einzelnen haben!

Dank der Digitalisierung 4.0 werden in den kommenden Jahren zahlreiche Arbeitsplätze entstehen, in denen Sie kreativer und produktiver arbeiten und sich insgesamt besser verwirklichen können. Denn Jobs, die Kommunikation, Kreativität, Empathie oder besonders komplexe Abläufe beinhalten, machen auch in Zukunft menschliches Know-how erforderlich.

Führungskräfte könnten eben jene Fähigkeiten ihrer menschlichen Mitarbeiter gezielt fördern, die diese den Robotern voraushaben. Denn wer in der digitalisierten Arbeitswelt bestehen möchte, muss seine Kompetenzen anpassen. So hilft Ihnen das Lebenslange Lernen dabei, nicht auf der Stelle zu treten: Wer sich regelmäßig an den aktuellen Anforderungen ausrichtet und gerne dazulernt, wird es leichter haben, mit dem rasanten Wandel Schritt zu halten. So antwortete der KI-Wissenschaftler Jürgen Schmidhuber in dem Podcast „On the Way to New Work“ auf die Frage, was er seinen Töchtern für ihre berufliche Zukunft mit auf den Weg geben möchte, schlicht: “Lernt zu lernen. Jeder Beruf, den ihr ergreift, wird sich gewaltig ändern.”

So begegnen Sie dem Wandel der Arbeitswelt:

  • Nehmen Sie sich ein paar Minuten zeigt und überlegen Sie: Warum haben Sie sich für ihren aktuellen Beruf entschieden? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wegen einzelner Tätigkeiten, die auch ein Roboter übernehmen könnte. Jeder Arbeitsplatz ist auf seine Art einzigartig, und jeder von uns bringt etwas sehr Persönliches in seinen Job ein: zum Beispiel Engagement, Kreativität oder Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Kollegen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre individuellen Stärken und bauen Sie diese weiter aus!
  • „Die klassische Bildung wird weniger wichtig, kritisches Denken dafür umso mehr“, sagt Aart de Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung. Lebenslanges Lernen und die Fähigkeit, sich immer wieder auf Veränderungen einzulassen, sind Schlüsselqualifikationen im digitalen Zeitalter. Wer neuen Entwicklungen positiv gegenübersteht und sich weiterentwickelt, wird auch in Zukunft kaum zu ersetzen sein. Die Haufe Akademie freut sich, Ihre Entwicklung begleiten und erleichtern zu können.
  • Mit der Digitalisierung gewinnt die Arbeit in virtuellen Teams an Bedeutung, Künstliche Intelligenz wird Teil des Teams. In der Studie „The Skilling Challenge“ der Organisation Ashoka und der Unternehmensberatung McKinsey schlagen die Autoren Weiterbildungsmodelle vor, die zu einer digitalisierten Arbeitswelt passen:
    • Upskilling: Lernen Sie, wie Sie die neue Technologie an Ihrem Arbeitsplatz optimal für sich nutzen können!
    • Digital Reskilling: Bleiben Sie auch als Digitalprofi durch Fortbildungen auf dem aktuellen Stand – die Digitalisierung bringt völlig neue Technologien hervor, die andere Ansprüche als bislang stellt!
    • Human Reskilling: Motivieren Sie sich und ihre Kollegen bereits zum Lernen und Entwickeln neuer Fähigkeiten? Sehr gut, dann sind Sie und Ihr Team bereits auf einem guten Weg und gewappnet für Kollege Roboter.
    • Meta Skills: Mit Selbstorganisation, Führungs-, Anpassungs- und Teamfähigkeit oder Kreativität unterstützen Sie das Lebenslange Lernen, um sich immer wieder auf einen Wandel einlassen und ihn bewältigen zu können.

Mehr Sinn und Selbsterfüllung dank bedingungslosem Grundeinkommen?

Die neue Arbeitswelt birgt Herausforderungen, die nur mit Teamwork bewältigt werden können.

Die neue Arbeitswelt wird Herausforderungen mit sich bringen, die nur gemeinsam gelöst werden können.

Wenn uns die Roboter einen Teil unserer Arbeit abnehmen, wie werden unsere Arbeitstage in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen? Viele von uns werden vermutlich weniger arbeiten und mehr Freizeit haben, um uns jenen Dingen zu widmen, die uns ebenfalls viel Spaß machen. Doch weniger Arbeit bedeutet auch weniger Lohn – kann unser Sozialstaat das abfedern? Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen, ohne Zwang zur Arbeit und ohne Nachweis einer Bedürftigkeit – für die einen stellt diese Idee eine weltfremde Utopie dar. Andere sehen in diesem Konzept eine Möglichkeit, trotz der anstehenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt für soziale Sicherheit zu sorgen und Menschen nicht das Gefühl von Wertlosigkeit zu vermitteln. Unter anderem Erfolgsautor Richard David Precht fordert ein solches bedingungsloses Grundeinkommen. 1500 Euro solle jeder demnach unabhängig von seinem übrigen Gehalt bekommen, ohne Arbeit und Verpflichtungen, die an die Auszahlung geknüpft sind. Geld, das ein Leben mit einem sinnvollen Beruf und viel Freizeit finanziert. Was denken Sie über diese Zukunftsvision?

Projekt s.mile: unser Beitrag zum Sinn der Arbeit

Teilnehmer des Projekts "s.mile" hatten gemeinsam die Möglichkeit, uneingeschränkt ihre individuelle Entwicklung voranzubringen.

Das Projekt „s.mile“ gab 15 Teilnehmern die Möglichkeit, uneingeschränkt ihre individuelle Entwicklung voranzubringen.

Als Anbieter für Qualifizierung und Entwicklung von Menschen und Unternehmen beschäftigen uns die Themen Arbeit mit Sinn und Motivation intensiv. Um unsere Arbeit und ihren Sinn für uns im Unternehmen erfahrbarer zu machen, startete die Haufe Akademie im Sommer 2016 ein ungewöhnliches Projekt: Zwölf ganz unterschiedliche Menschen erhalten mit dem Projekt s.mile (=smart mile) von uns die Möglichkeit, über den Zeitraum von zwei Jahren kostenfrei das komplette Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot der Haufe Akademie zu nutzen.

Auf der s.mile-Website können Sie die Teilnehmer unseres Projekts besser kennenlernen und vielleicht von ihnen lernen und sich inspirieren lassen. Was treibt sie an, was motiviert sie und welche Ziele haben sie? Was gibt ihnen Orientierung? Wir freuen uns darauf, diese Einblicke mit Ihnen zu teilen.

Für alle, die noch tiefer in die Themen aus dem Beitrag einsteigen möchten, empfehlen wir:

Haufe Compliance College: Ausgezeichnet, weil es Arbeit erleichtert

Compliance-Verantwortliche gehören zu den versteckten Helden in Unternehmen: Sie entwickeln Organisationsstrukturen, die ihre Kollegen davor bewahren, sich in gesetzlichen Fallstricken zu verheddern. Sie sorgen mit ihrer Tätigkeit dafür, dass das Management nachts gut schlafen kann. Und wenn sie ihre Arbeit richtig gut machen, dann fällt ihr Einsatz nur den wenigsten auf. Doch wehe, es geht etwas schief: Compliance-Verstöße können gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen schnell existenzbedrohend werden.

Höchste Zeit also für ein lautes Lob an alle Compliance-Verantwortlichen, finden wir!

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Viele Compliance-Themen, von Datenschutz über Geldwäsche bis Arbeitssicherheit, müssen regelmäßig aufgefrischt und geschult werden. Dies ist meist eine undankbare Aufgabe für die Verantwortlichen, die vor zwei Herausforderungen stehen: Ihre Kollegen sind oft nur schwer für die scheinbar staubtrockenen Themen zu begeistern und entsprechend wenig für Compliance-Fragen sensibilisiert.

Frag nicht nur, was dein Compliance-Officer für dein Unternehmen tun kann.
Frag, was du für deinen Compliance-Officer tun kannst!

Wir wissen, was Compliance-Verantwortliche leisten – und wollen ihnen mit der Lösung „Haufe Compliance College“ die Arbeit spürbar leichter machen. Durch praxisnahe und abwechslungsreiche Trainings können alle Mitarbeiter in kürzester Zeit kosteneffizient in den relevanten Fragen geschult werden. Dass dieses Konzept aufgeht, hat uns gerade der Test des eLearning-Journal bestätigt: Unsere Software erhielt in der Kategorie „Lernplattform“ die Auszeichnung „sehr gut“.

Die Lösung bietet eine umfangreiche Auswahl an Sprachen, die Möglichkeit, sowohl am Desktop wie am Smartphone zu lernen sowie eine abwechslungsreiche inhaltliche Aufbereitung. All das entspricht dem Konzept der Haufe Akademie: Die Mitarbeiter sollen Freude am Lernen und sogar Spaß an vermeintlich trockenen Themen wie Compliance haben – denn so werden Entwicklung und die Arbeit der Compliance-Helden leicht.

Effektive Compliance-Trainings: Leicht zu individualisieren, weltweit einzusetzen!

Die Inhalte des Haufe Compliance College wurden von Juristen und Fachexperten entwickelt und bieten mit Animationen und Videos ein abwechslungsreiches Lernerlebnis. Praxisorientierte Fallbeispiele ermöglichen den Lernenden, trotz der abstrakten Themen einen konkreten Bezug zur eigenen Arbeit herzustellen und wecken so das Interesse. Die individualisierbaren Inhalte stehen Mitarbeitern flexibel und unabhängig von Zeit und Ort für das selbstgesteuerte Lernen zur Verfügung. Eine weitere Besonderheit: Unternehmen brauchen keine eigene Infrastruktur, sie können einfach auf die Technologie des Haufe Compliance College zurückgreifen. Dadurch ist die Lösung für noch mehr Unternehmen und Menschen zugänglich – und sorgt für noch mehr Freude bei Compliance-Verantwortlichen.

Karriereboost durch Business Buddies? Warum 5 Menschen so viel bewirken können!

Es gibt Menschen, die bei wichtigen Entscheidungen genau den richtigen Rat wissen. Sie geben Impulse für große Lebens- und Karriereschritte. Gerade in Zeiten der unbegrenzten Möglichkeiten, schlummert in Business Buddies großes Potential! Lassen Sie sich inspirieren, wie Sie dieses nutzen können!

… denn wichtige Impulse für die eigene Karriere muss man nicht dem Zufall überlassen: Business Buddies suchen, finden oder sogar selbst einer sein (ja, letzteres hat es in sich!), kann der eigenen Karriere einen wichtigen Push geben.

Bis zu fünf Bezugspersonen sind entscheidend für die eigene Entwicklung, wie uns eine Umfrage des Business-Netzwerks LinkedIn zeigt. Diese fünf Personen, ob Physiklehrer, erster Chef oder die beste Kollegin sind gerade jetzt, in Zeiten der digitalen und globalen New Work- VUCA-Welt wichtiger denn je! Zum einen verlangt die Kreativökonomie, dass wir immer häufiger unsere Komfortzone verlassen – ohne Ermutigung von außen kann das manchmal schwerfallen. Zum anderen kann die Fülle an Möglichkeiten durchaus dazu führen, dass man die Orientierung verliert. Nur welcher Weg ist der Richtige für mich?

Um das erfolgreich zu beantworten sind wohlwollende Business Buddies Gold wert. Sie können in vielerlei kniffligen Situationen helfen, eine neue Perspektive aufzeigen und uns aus eingefahrenen Mustern heraushelfen – und zu Erfolg bringen. Dabei kommen die erhofften und inspirierenden Gespräche manchmal ganz unscheinbar daher: Ob in der Kantine, auf dem Schulhof, beim Schnack über den Bürotisch hinweg oder während des ersten Ferienjobs: Manche Menschen stellen die richtigen (Gegen-)Fragen und lenken unseren Fokus auf das, was wirklich wichtig ist.

Ein Business Buddy:
Jemand, der an Ihrer Karriere interessiert ist, eigene Erfahrungen teilt, Einschätzungen wohlwollend aber klar zum Ausdruck bringt und somit massiv auf Ihre Entwicklung einwirken kann. Ein Business Buddy kann ein Kollege oder eine Kollegin sein, jedoch auch aus einem anderen Kontext stammen. Wichtig ist: Es ist eine Mischung aus freundschaftlicher Beziehung und einem klaren Blick fürs Business und Ihren Erfolg.

Berufsstart als Primetime für Business Buddies

Im entscheidenden Karrieremoment kann ein Business Buddy den richtigen Anstoß geben!

Im entscheidenden Karrieremoment kann ein Business Buddy den richtigen Anstoß geben!

Gerade im jungen Alter suchen wir oft noch nach dem richtigen Weg und sind darauf angewiesen, dass wir Menschen treffen, die uns zuhören, uns die richtigen Fragen stellen und uns Anregung geben, in welche Richtung wir gehen könnten. Dabei sind Lehrer, Praktikumsbetreuer oder der erste Chef besonders prädestiniert, uns für unseren weiteren Berufsweg den entscheidenden Kick zu geben. Wer hier zufällig auf die richtige Bezugsperson trifft, hat also Glück? Ja! Und wem sie nicht zufällig über den Weg läuft, der kann sie auch gezielt suchen und finden.

1.) Business Buddy aktiv suchen

Doch nicht nur beim Karrierestart, sondern auch im Beruf müssen wir immer wieder Weichen stellen. Wie die nächste Gehaltsverhandlung anpacken? Oder doch auf einen neuen Job bewerben? Dem Chef eine innovative Idee vorschlagen? Feedback durch Business Buddies gibt Sicherheit und manchmal auch den entscheidenden Kick, um ein Vorhaben auch wirklich zu wagen.

70% Lost?
Laut der aktuellen LinkedIn-Umfrage haben 70% der befragten Arbeitnehmer keine Person am Arbeitsplatz, die aktives Interesse an Ihnen bzw. an der Entwicklung Ihrer Karriere zeigen! Diese Zahl hat mich einigermaßen schockiert. Doch ich muss mich selbst an der Nase packen: Habe ich mögliche Business Buddies bewusst wahrgenommen und aktiv zugehört? Oder: Bin ich vielleicht selbst ein Business Buddy für jemanden und mir ist es nur noch nicht bewusst?

Klar ist: Nichts ist so wertvoll, wie persönliche Erfahrungen und guter Rat, gleichzeitig hilft externes Feedback Selbst- und Fremdwahrnehmung abzugleichen. All das kann dem eigenen Handeln massiv auf die Sprünge helfen! Die Voraussetzung: Mutig sein, fragen und: zuhören!

Aktiv das Gespräch aufnehmen
Eine Idee: Anstatt Smalltalk an der Kaffeemaschine, fragen Sie (erfahrenere) Kollegen nach den Themen, die diese gerade beruflich beschäftigen – das ist unverfänglich und dennoch eine Chance auf einer tieferen Ebene etwas Wichtiges zu erfahren. Das ist auch schon ein Schritt, um den richtigen Business Buddy ausfindig zu machen. Ist jemand offen und nimmt sich gerne Zeit für einen Erfahrungsaustausch, ist das der erste Schritt und ein Indiz.

Vielleicht haben Sie auch eine wichtige Person mit Business Buddy Potenzial im eigenen Team. So kann es hilfreich sein, aktiv um Feedback zur eigenen Arbeit zu bitten – auch zwischendurch und von Kollegen, die sich auf einer Ebene mit Ihnen befinden. Auch wenn Sie ständig im Stress sind, es lohnt sich Zeit für neuen Input zu investieren. Aktives Zuhören fördert die Karriere!

2.) Wie Sie Ihren Business Buddy erkennen

Wenn Sie sich schon ein wenig vorgetastet haben, dann geht’s in die Offensive: Fragen, fragen, fragen. Feedback zu persönlichen Herausforderungen kommt selten von allein.

Gemeinsam zum Erfolg! Empathie und aufrichtiges Interesse zeichnen einen Business Buddy aus.

Gemeinsam zum Erfolg! Empathie und aufrichtiges Interesse zeichnen einen Business Buddy aus.

Wichtig ist: Ist die Person Ihnen gegenüber wohlwollend? Ein aufrichtiges Interesse an Ihrer Entwicklung ist Grundvoraussetzung. Ein Konkurrenzverhältnis sollte also definitiv nicht vorliegen. Rivalen können zwar auch gut für die Karriere sein, jedoch eher als Leistungs-Ansporn. Um strategischen Rat für wichtige Schritte zu bekommen, eigenen sie sich jedoch nicht. Neben dem aufrichtig-wohlwollenden Interesse, sollten Ratgeber vor allem eines mitbringen: Empathie! Sich in das Gegenüber hineinversetzen zu können bildet die Grundlage für weisen Rat jeder Art.

Doch es ist durchaus Vorsicht geboten: Nicht jeder Chef oder Kollege ist Ihr Business Buddy im Sinne eines Mentors. Der richtige Fokus macht es möglich, dass man für förderliche Impulse offen ist, aber sich auch nicht von jedem beeinflussen lässt. Denn manche – wenn auch wohlwollend gemeinte – Ratschläge sollte man besser an sich abprallen lassen. Da hilft es eine Haltung einzunehmen, die der Oberfläche einer Teflon-Pfanne oder einer Lotusblüte ähnelt. Wo Ratschläge hingegen nicht wohlwollend oder schlichtweg nicht stimmig sind, bietet es sich an das Lotusblüten-Prinzip zu üben. Nicht jeder Tipp ist wirklich gut für einen selbst – hier gilt die Faustregel der Achtsamkeit.

3.) Selbst zum inspirierenden Business Buddy werden!

Sie werden öfter um Rat oder Feedback gefragt? Dann sind Sie auf dem Weg zur Vertrauensperson! Doch was bedeutet das? Nur zusätzliche Arbeit? Ganz im Gegenteil!

Motivationsboost: Business Buddy sein und ins Win-Win kommen!  
In der Tat führt dies sogar zu einer Win-Win-Situation, denn wer selbst als eine Art Mentor agiert, fördert damit auch die eigene Karriere! Die Psychologinnen Lauren Eskreis-Winkler und Ayelet Fishback haben herausgefunden, dass sich gerade durch aktives Rat-Geben Motivationsprobleme beheben lassen. In einem Experiment fanden sie heraus, dass es sich bei 68% der Teilnehmer zu einem Motivations-Boost für ihre eigene Arbeit auswirkt, wenn sie Kollegen Ratschläge geben können.

Selbstbewusstsein durch Wissen-Teilen: Sharing is (self)-Caring!
Auch haben die beiden Psychologinnen herausgefunden, dass es das eigene Selbstbewusstsein massiv stärken kann, anderen Personen mit Rat zur Seite zu stehen. Und mit mehr Selbstbewusstsein können Sie dann auch die eigene Karriere leichter nach Ihren Vorstellungen gestalten!

Tipps: So werden Sie ein guter Business Buddy

  • Nehmen Sie sich Zeit! Ja, unser Arbeitsalltag ist oft stressig. Doch manchmal lohnt es sich Zeit zu investieren. Sie bemerken, dass ein Kollege oder eine Bekannte vor einem ähnlichen Problem steht, das Sie schon gemeistert haben? Dann gilt es zunächst innezuhalten und aktiv zuzuhören.
  • Teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen – nichts inspiriert so sehr wie persönliche Erlebnisse!
  • Empathie: Fühlen Sie sich in Ihr Gegenüber hinein: Sie haben mehr Erfahrung? Das ist wunderbar, doch eine gute Vertrauensperson ist – trotz größerem Erfahrungsschatz – auf Augenhöhe und holt das Gegenüber da ab, wo er oder sie steht. Ansonsten könnte die Erfahrung mehr einschüchtern als inspirieren – und das ist nicht im Sinne einer Vertrauensperson.
  • Seien Sie ehrlich – auf konstruktive Weise. Eine inspirierende Bezugsperson zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Dinge ausspricht, die sich andere womöglich nicht anzusprechen trauen. Dinge, die vielleicht manchmal unbequem sind. Dabei gilt die Regel: Ehrlich & wohlwollend zusammen, wirkt am nachhaltigsten.

Unternehmenskultur des Austauschs: Sharing brings trust!

Ob und wie stark sich im Unternehmen Menschen gegenseitig unterstützen, Wissen teilen und am Erfolg des anderen interessiert sind, wird maßgeblich von der Unternehmenskultur geprägt. Wo eine gesunde Feedbackkultur, Offenheit und eine Sharing-Culture auch in Bezug auf das Wissensmanagement besteht, ist der Schritt zu einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen Mitarbeitern viel leichter.

Durch eine Sharing-Kultur entstehen vielfältige Vorteile: Das Unternehmen kann interne Potenziale ideal ausschöpfen – so wächst die nächste Generation an High Performern sozusagen organisch innerhalb Ihrer eigenen Organisation. Viele Unternehmen nutzen in diesem Sinne auch Mentoring als Personalentwicklungsinstrument. Doch ob strukturell verankert, oder durch die Kultur impliziert: Mit Sharing unterstützen Sie eine gesunde Vertrauensbasis und fördern das Entwicklungspotential von innen heraus. Sharing brings success! Eine Kultur der gegenseitigen Förderung wird damit zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Zeitalter von New Work!

Wer mutig ist, macht Karriere

Was also ist nötig, um einen richtig guten Business Buddy zu finden? Offenheit gegenüber den Personen im persönlichen Umfeld, um zu erkennen, zu wem man einen guten Draht hat bzw. wer einem wohlgesonnen ist. Ebenso die Bereitschaft, aber auch Vertrauen und Mut, um den Rat eines erfahrenen Kollegen, Chefs oder anderen Gesprächspartners zu erfragen. Doch Mut im Job zahlen sich aus, besonders wenn eine Herausforderung an der Tür klopft.

„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“
– das wusste schon der alte Grieche Demokrit.

In welchen Situationen wünschen Sie sich manchmal Rat oder Austausch? Gibt es Kollegen, mit denen Sie sich öfter austauschen? Haben Sie einen Business buddy oder eine wichtige Bezugsperson, die Ihr Leben von Grund auf verändert und entscheidend geprägt hat?

Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren!