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03.03.2015 | Stress lass nach: Berufliche Veränderungen setzen Angestellte unter Druck
Umfrage „Stressfaktor Veränderung“ der Haufe Akademie zeigt: Die Herausforderungen im Arbeitsleben nehmen zu. Spezifische Weiterbildungen und eine fehlertolerante Lernkultur sind die besten Strategien, um Stress abzubauen.

Bei zwei von drei Angestellten sind die Anforderungen, dazuzulernen und sich weiterzubilden, in den letzten Jahren gestiegen (62 Prozent). Fast jeder Fünfte fühlt sich davon unter Druck gesetzt (17 Prozent). Das zeigt die repräsentative forsa-Umfrage „Stressfaktor Veränderung“ im Auftrag der Haufe Akademie unter 1.001 Angestellten in Deutschland. „In vielen Berufen verändern sich die Arbeitsabläufe heute sehr schnell. Angestellte müssen ihre Kenntnisse und Kompetenzen ständig weiterentwickeln“, sagt Hansjörg Fetzer, Geschäftsführer der Haufe Akademie. „Bei vielen Menschen lösen berufliche Veränderungen Stress aus, der sich beispielsweise in gesundheitlichen Problemen oder Konzentrationsschwierigkeiten äußern kann.“ 

Die meisten derjenigen Befragten, die über eine zunehmende Belastung klagen, leiden unter der schieren Menge an neuen Inhalten und Kompetenzen, die es zu bewältigen gilt (45 Prozent). An zweiter Stelle steht das Tempo, in dem Neues gelernt werden muss (37 Prozent). Vor allem jüngere Angestellte fragen sich, wie sie sich durch Weiterbildung für Veränderungen in ihrem Beruf wappnen können: Für die 18- bis 29-Jährigen besteht die größte Herausforderungen darin, die richtige Weiterbildung zu finden (49 Prozent). 

Angestellte wollen ausprobieren und sich weiterbilden

Die wichtigste Bewältigungsstrategie der Befragten ist „Learning by Doing“ (84 Prozent), dicht gefolgt von zielgerichteter Weiterbildung (80 Prozent) und Hilfestellung durch Kollegen (76 Prozent). Allerdings können nur 64 Prozent tatsächlich die Weiterbildung machen, die ihnen helfen würde. Stattdessen setzen viele auf Recherchen in Fachliteratur und Internet (69 Prozent). 

Vorgesetzte unterstützen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter

Überraschenderweise glauben nur 56 Prozent der Befragten, dass Vorgesetzte bei der Bewältigung von Herausforderungen helfen können. Noch weniger – die Hälfte der Befragten – können in ihrem Berufsalltag tatsächlich auf die Hilfe ihres Vorgesetzten zurückgreifen. Konkret nach ihrem eigenen Vorgesetzten befragt, fiel das Urteil milder aus: Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihr Vorgesetzter sie bei der beruflichen Weiterentwicklung unterstützt, und zwar auf zwei Wegen: Zum einen seien Vorgesetzte hilfreich, wenn sie geeignete Weiterbildungen bewilligen (81 Prozent). Zum anderen würden sie helfen, Veränderungen zu bewältigen, indem sie konstruktiv mit Fehlern umgehen (77 Prozent). „Offensichtlich erhält die Mehrzahl der Angestellten genau die Art von Unterstützung von ihren Vorgesetzten, die sie als besonders hilfreich bewerten: Weiterbildung und die Möglichkeit zum Learning by Doing“, so Fetzer. Letzteres sei jedoch nur in einem Klima möglich, das konstruktiv mit Fehlern umgehe. Von jenen Befragten, die angegeben hatten, dass ihr Chef oder ihre Chefin sie  beim Umgang mit Veränderungen unterstütze, präzisierten mehr als zwei Drittel (68 Prozent) diese Unterstützung als „Kultur des gegenseitigen Lernens“. „Die Mitarbeiter haben erkannt, worauf es ankommt: Mut zum Ausprobieren, eine Kultur des Lernens und ein guter Mix aus formellem und informellem Lernen“, fasst Fetzer das Ergebnis zusammen. 

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- Servicetext „Keine Angst vor Veränderung! – 7 Tipps, wie Angestellte neue berufliche Herausforderungen bewältigen können“

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