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19.02.2016 | Forsa-Umfrage zum Vertrauen in Führungskräfte
Machen es Vorgesetzte richtig?

Eine aktuelle Studie der Haufe Akademie zeigt: Das Vertrauen der deutschen Angestellten in ihre Vorgesetzten und Unternehmen ist überraschend hoch. Über ein Drittel fragt die Chefin oder den Chef um Hilfe bei der Lösung beruflicher Herausforderungen.

84 Prozent der deutschen Angestellten attestieren ihren direkten Vorgesetzten, dass diese ihre Arbeit überwiegend richtig machen. Insgesamt wird den Arbeitgebern ein hohes Vertrauen entgegen gebracht: 79 Prozent stimmen der Aussage zu, dass das eigene Unternehmen überwiegend der richtigen Strategie folgt. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Haufe Akademie unter 1.009 Angestellten in Deutschland. Bei der Lösung von kniffligen Aufgaben suchen immerhin 39 Prozent bei der Chefin oder beim Chef nach Unterstützung. Die starke Anleitungsfunktion von Vorgesetzten hängt auch damit zusammen, dass neue Herausforderungen heute einen hohen Anteil im Arbeitsalltag einnehmen. Knapp ein Drittel der Befragten (29 Prozent) schätzt den Anteil neuer beruflicher Herausforderungen in einer typischen Arbeitswoche auf über 30 Prozent. Etwa jeder Achte sagt, dass der Anteil an Neuem über die Hälfte seiner wöchentlichen Arbeitszeit einnimmt.

Führungskräfte können auf Vertrauen aufbauen

So schön es ist, dass Mitarbeitende ein hohes Vertrauen in ihre Vorgesetzen haben: Für Führungskräfte steigt damit auch die Verantwortung, und das kann zu Überlastung führen. „Vertrauen ist für Führungskräfte eine wichtige Ressource. Es eröffnet ihnen die Chance, Mitarbeiter eng in Veränderungsprozesse einzubinden und dadurch früh von operativen Herausforderungen zu erfahren“, sagt Dr. Jörg Schmidt, einer der Geschäftsführer der Haufe Akademie. „Andererseits bedeutet Führung auch, Mitarbeiter in ihrer Entwicklung zu unterstützen, so dass sie neue Aufgaben immer selbständiger lösen können.“ Ein solches Lerncoaching ist vor allem dort gefragt, wo statische Hierarchien in agile Netzwerke überführt werden sollen – also in Zeiten des digitalen Wandels fast überall.

Lebenslang neue Herausforderungen für Angestellte

Routine ist, laut der Umfrage der Haufe Akademie, nur für die Hälfte der deutschen Angestellten ein Thema. Die andere steht regelmäßig vor neuen Herausforderungen – und das bis ins Rentenalter. Dabei verzichtet derzeit noch jeder Fünfte bei der Lösung von kniffligen Aufgaben auf Hilfe und sucht den richtigen Weg lieber allein. Wer im Arbeitsalltag häufig mit Neuem konfrontiert wird, ist jedoch gut beraten, zu kommunizieren und ein stabiles Netzwerk aufzubauen. „Nutzen Sie Ihr Team, wenn Sie Fragen haben – geben Sie aber auch eigenes Know-how weiter. So schaffen Sie Nähe und verringern die Distanzen, auch über Hierarchien hinweg. Das hilft dem Unternehmen und stärkt Ihr Netzwerk“, empfiehlt Ulrich Grannemann, Experte für Führung bei der Haufe Akademie. Frauen können das übrigens etwas besser als Männer:  51 Prozent von ihnen beraten sich mit Kollegen (Männer: 46 Prozent) und 44 Prozent mit Vorgesetzten (Männer: 34 Prozent). Während ein Viertel der Männer den richtigen Weg lieber allein sucht, sagen dies bei den Frauen lediglich 15 Prozent von sich. Externe Dienstleister ziehen acht Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen zu Rate.

Zum Hintergrund der Umfrage

„Alles wird leicht“ – getreu diesem Anspruch und Versprechen, sucht die Haufe Akademie immer wieder nach einzigartigen und relevanten Produkten, Themen und Wegen, die Unternehmen sowie Fach- und Führungskräfte den Weg zum Erfolg erleichtern. Was hilft, aktuelle Herausforderungen schneller und besser zu bewältigen? Die vorliegende forsa-Umfrage gibt einen spannenden Einblick in die Beantwortung dieser Fragestellung.  Weitere Information unter: https://www.haufe-akademie.de

Hier können Sie die Grafiken in Druckauflösung herunterladen. Die vollständigen Studienergebnisse erhalten Sie auf Anfrage bei Kerstin Schreck.

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