New Work

Ein neues Mindset für die Zukunft der Arbeit

Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel

Mittlerweile hat sich New Work selbst zu einem Megatrend entwickelt und gilt vielen Unternehmen und Mitarbeitern als Chance, die Herausforderungen unserer VUCA-Welt zu meistern. Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel – ausgelöst durch die aktuellen Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung, den demographischen Wandel, KI und die damit einhergehende Automatisierung. In der Folge verändern sich Unternehmensstrukturen und Einstellungen zur Arbeit auf radikale Weise. New Work wurde zum Innbegriff dieser umfassenden Transformation und steht für ein vollkommen neues Mindset der Arbeitswelt der Zukunft. Dabei stehen moderne, flexible und menschenzentrierte Formen der Arbeitsorganisation im Fokus.

New Work: Die Ursprungsidee von Frithjof Bergman

New Work ist eine Philosophie der Freiheit und Kreativität – nicht etwa „Lohnarbeit im Minirock“

Der Begründer der New-Work-Bewegung, Frithjof Bergman, sieht in New Work eine Philosophie der Freiheit. Er stellt das Modell der Lohnarbeit im Sinne des Kapitalismus radikal in Frage und rückt den Menschen ins Zentrum der Betrachtung.

Durch die zentralen Werte

  • Selbstbestimmung
  • Freiheit
  • Teilhabe an Gemeinschaft

soll der Mensch Freiräume zur persönlichen Entfaltung bei der Arbeit finden.

Zwischen Bergmans ursprünglicher Idee und den heute gelebten Formen von New Work besteht jedoch ein Unterschied. So hält Bergman fest, dass es nicht reiche, Arbeit oberflächlich attraktiver zu machen, es gehe nicht um „Lohnarbeit in Minirock“. Bergmann attestiert jedoch vielen Unternehmen diese oberflächliche Herangehensweise, über die er sich „sehr sehr tüchtig“ ärgert.

Er versteht unter New Work eine neue Lebensphilosophie, in der Arbeit dem Menschen dient, (Handlungs-)Freiheit ein Grundwert ist und Gemeinschaft von zentraler Bedeutung. Dies im Unternehmen umzusetzen, sei ein langer und tiefgreifender Prozess, der neue Strukturen, Methoden, Arbeitsmodelle sowie Bürogestaltung fordert – doch vor allen Dingen eine grundsätzlich neue Haltung zur Arbeit notwendig macht.

Megatrend New Work: Warum ist die Zeit jetzt reif?

Digital, global und vor allem schnell: Warum die Welt jetzt New Work braucht – und dies unser Arbeitsleben nicht komplizierter, sondern leichter macht.

New Work bietet eine kreative Antwort auf die vielfältigen Einflüsse und Herausforderungen unserer digitalen, globalen sowie unsicheren und komplexen Zeit (VUCA-Welt). Industrie 4.0, die Digitalisierung, neue Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz, die Automatisierung und der Wandel der (Welt-)Wirtschaft hin zu volatilen Märkten mit ihren immer schnelleren Innovationszyklen erzeugen einen derartigen Handlungsdruck, dass Unternehmen agilere und flexiblere Arbeitsweisen benötigen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Insbesondere die neuen technologischen Möglichkeiten bilden jedoch nicht nur die Herausforderungen, sondern auch einen Teil der Lösung: (Digitale) Tools ermöglichen Vernetzung, Wissensaustausch und somit die Grundlage für flexiblere Arbeitsmodelle – ein wichtiger Baustein für die neue Agilität und damit für New Work.

New Work, new life: Ein vollkommen neues Mindset?

New Work bedeutet einen radikalen Change im Mindset: Für eine Kultur der Teilhabe, mehr Selbstbestimmung und auch mehr Freude bei der Arbeit!

New Work bedeutet im Unternehmensalltag nicht nur neue Tools, Methoden, agilere Arbeitsweisen oder moderne Bürogestaltung, sondern eigentlich eine wahre Revolution der Arbeit! Wenn wir die New Work Revolution umsetzen, benötigen wir ein neues Mindset:

 

  • Der Mensch rückt in den Mittelpunkt: Selbstverwirklichung und Potenzialentfaltung des Einzelnen sind zentrale Werte!
  • Sharing Culture & Community-Feeling: Wissen wird aus den Silos geholt und offen geteilt, denn Gemeinschaft und das Arbeiten in Netzwerken sind must-haves für wahre New Worker
  • (Hierarchieübergreifende) Partizipation: Mitarbeiter sollen ihre Ideen einbringen und mit Kompetenz und Leidenschaft zu Projekten beitragen können – nicht mehr strukturelle Rahmenbedingungen (Titel, Abteilungszugehörigkeit) entscheiden über die Teilnahme an Projekten, sondern Interesse und benötigte Fähigkeiten.
  • Coopetition (Cooperation & Competition): Eine Wirtschaft, in der Konkurrenz und Kooperation sich nicht ausschließen und der Ellenbogen-Kampf der Vergangenheit angehört. Coopetition ist eine neue Art von Marktverhältnis. Hierbei besteht eine implizite Kooperation bei gleichzeitig fortbestehendem Wettbewerb. Dies kann auch so zum Ausdruck kommen, dass Firmen gemeinsam an einem Produkt arbeiten, es jedoch zu einem späteren Zeitpunkt unter den jeweils eigenen Markennamen im Wettbewerb zueinander auf den Markt bringen.
  • Work-Life-Balance: Eine gelungene Symbiose von Leben und Arbeiten.
  • Achtsamkeit und New Work Gesundheit: Gesundheit und Mindfulness sind ebenso wichtig wie Produktivität und Erfolg.
  • (Open) Innovation: Innovative Ideen werden im Unternehmen aktiv gefördert – und auch die Außenwelt wird in den strategischen Innovationsprozess einbezogen. Internes und externes Wissen wird in Bezug zueinander gebracht mit dem klaren Ziel Innovationen hervorzubringen.

Gehören Sinn und New Work zusammen?

Intrinsische Motivation statt Bonus und Dienstwagen – New Worker wollen den tieferen Sinn ihrer Arbeit sehen!

Der „Sinn der Arbeit“ ist aus dem Konzept von New Work nicht wegzudenken. Insbesondere in Bergmans ursprünglicher Vorstellung ist Sinn essenziell, denn er entwickelte seine Gedanken zu New Work, als an seinem Arbeitsplatz Massenentlassungen befürchtet wurden. Der Grund: die Digitalisierung machte viele Jobs überflüssig. Bergmans Vorschlag sah vor, dass jeder Arbeiter die gewonnene Zeit dafür nutzen kann, herauszufinden, was er oder sie denn wirklich – tun wolle. Wozu können und möchten die Mitarbeiter einen Beitrag leisten? Welche Ideen wollen sie vorantreiben? Die Arbeiter sollten Zeit bekommen, ihre Berufung zu finden und darin vom Unternehmen unterstützt werden. Bergman betrachtet dies nicht als altruistisches Zugeständnis des Unternehmens, denn er geht davon aus, dass Menschen, die gerne und intrinsisch motiviert einen Beitrag leisten und den „Sinn ihrer Arbeit“ kennen, profitabler arbeiten und einen größeren Mehrwert für das Unternehmen bedeuten.

Der „Sinn der Arbeit“ war jedoch nicht nur für die Geburtsstunde von New Work grundlegend, er spiegelt auch ein tiefes Bedürfnis der Menschen wider. Insbesondere die Generation Y – oder auch Millennials genannt (Menschen also, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden) – steht für diesen Wunsch nach mehr Sinn bei der Arbeit. Sie fragt nach dem „Why“ (kurz Y) und gibt sich nicht mehr mit der externen Motivation durch Gehalt, Status und Prestige zufrieden.

Um es mit Bergmans Worten zusammenzufassen: Arbeit soll Menschen ausfüllen und glücklich machen. Eine sinnvolle Arbeit, das Gefühl, eine Berufung zu haben und nicht nur einen „Job“, ist bedeutend, um New Work wahrhaft zu leben. Denn dieses Empfinden beflügelt die Motivation, das Engagement und somit auch innovative Ideen sowie letztlich auch die Produktivität. Wer weiß, welcher tiefere Sinn hinter der eigenen Arbeit steht, hat mehr Leidenschaft für den Weg dorthin. New Work braucht und fördert also Leidenschaft und Herzblut für die eigene Arbeit. Dies kommt sowohl dem Unternehmen durch höheres Engagement zugute, fördert jedoch auch die Zufriedenheit und Selbstverwirklichung des Einzelnen. Ein klares Win-Win für alle Beteiligten. Auf diese Weise rückt der Mensch mit seinem Potenzial, seiner Leidenschaft und dem tieferen Bedürfnis etwas Wichtiges zu tun, noch mehr in das Zentrum der Arbeitswelt, denn er steht im Fokus von New Work.

Potenzialentfaltung des Mitarbeiters = New Work

Welche Fähigkeiten brauchen Mitarbeiter für die Zukunft der Arbeit?

Stellen Sie sich vor: Die Entfaltung Ihres Potenzials wäre Ihrem Unternehmen eine Herzensangelegenheit. Ein Traum, oder? New Work möchte genau das. Mitarbeiter sollen die Freiheit haben, sich gemäß ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten zu entfalten.

Bestimmte Arbeitsfähigkeiten machen Mitarbeiter fit für die Arbeit 4.0, für das neue Arbeit, eben für New Work. Diese Fähigkeiten sind jedoch keine konkreten Berufs-Fähigkeiten, sondern berufs- und branchenunabhängige Work Skills. Dies kommt auch der Tatsache entgegen, dass sich durch die Marktänderungen auch Jobprofile und Anforderungen an Menschen und Unternehmen in der Zukunft weiter massiv wandeln werden. So ist es notwendig flexibel zu bleiben und bestimmte Skills werden zukünftig immer wichtiger als einschlägige Berufsqualifikationen.

Dabei wurden in einer Studie der University of Phoenix diese zehn Skills als besonders entscheidend eingestuft:

  • Sense-making: Kritisches Denken
  • Soziale Intelligenz
  • Novel & Adaptive Thinking: Die Fähigkeit, auf unerwartete Situationen spontan kompetent reagieren zu können
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Computational Thinking: die Fähigkeit, aus großen Datenmengen sinnvolle Informationen zu extrahieren
  • New-media Literacy: Neue Medien „lesen“ und Inhalte produzieren zu können
  • Transdisciplinarity: Über Disziplinen hinweg denken – New Work braucht „T-shaped“ Experten, also Menschen, die sowohl Generalisten sind und vielfältige Interessen und Fähigkeiten aufweisen, als auch Fachexperten in mindestens einem Themengebiet sind.
  • Design Mindset: Sein eigenes Mindset und die Arbeitsumgebung der Aufgabe anpassen können, eine kritische Fähigkeit für gelungenes New Work
  • Kognitiven Overload sinnvoll filtern und priorisieren
  • Virtuelle Kollaboration

Wer diese Grund-Fähigkeiten beherrscht, ist ausgestattet, das Unternehmen in Zeiten von New Work voranzubringen.

New Work im Unternehmen: Was ist die konkrete Vision?

Wenn Arbeit effektiv und Wertschätzung präsent ist – das ist New Work.

Was wäre, wenn…
  • Meetings immer kurz, sinnvoll und motivierend wären?
  • Wertschätzung täglich spürbar wäre und die Unternehmenskultur dies aktiv lebte und förderte?
  • Vertrauen von Vorgesetzen und unter Kollegen eine Selbstverständlichkeit wäre?
  • Wissen transparent wäre und eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung und Förderung den Alltag bestimmte?
  • Arbeitsräume Orte der Konzentration und der Kreativität bieten würden?
  • Das Potenzial des Einzelnen geschätzt und gefördert würde?
  • Sinn bei der Arbeit nicht mehr als esoterischer Schnickschnack abgetan würde, sondern die solide Grundlage für das Engagement der Mitarbeiter wäre?
  • Flexibilität von Arbeitsmodellen der jeweiligen Lebenssituation entgegenkäme – und nicht Lebenssituationen für die Arbeit verbogen werden müssten?

Was wäre wenn: New Work Wirklichkeit würde?

New Work verändert Unternehmen:
Der Wandel in 3-D?

Welche Fähigkeiten brauchen Mitarbeiter für die Zukunft der Arbeit?

Alle drei Dimensionen von Unternehmen – Organisationsdesign, Mitarbeiter und Technologie – sind zutiefst von New Work betroffen und wandeln sich:

1.) Die New Work Organisation: ein agiles Netzwerk
Tradierte Hierarchien brechen auf und machen Platz für agile Führung und neue Strukturen. Der New Work Kulturwandel, bedeutet auch, dass sich das Organisationsdesign grundlegend verändert: Abteilungsstrukturen werden überwunden, Projekte werden agil und nach Kompetenzen an gemischte Teams (Mixed Teams) übergeben. Dabei nimmt auch Diversität einen neuen Stellenwert ein: Wenn Mitarbeiter eine homogene Masse bilden, wo sollen da die innovativen Ideen herkommen? Da die neue Arbeitswelt diese Ideen jedoch dringend braucht, fördert New Work diverse Teams und den Mut, Mitarbeiter mit unterschiedlichen Expertisen und Hintergründen zusammenzubringen.

Konformität und starre Strukturen waren gestern – Diversität, Agilität und Netzwerk – das ist New Work!

2.) Mitarbeiter als Intrapreneure: New Work fördert Engagement!
Die Rolle des Mitarbeiters wandelt sich vom Lohnarbeiter mit Stempelkarte zum Intrapreneur mit Leidenschaft! Selbstverantwortung ist der neue Way to go! Das Tolle daran: Eigene Ideen einbringen ist nicht mehr nur erlaubt, sondern aktiv erwünscht. Zurückhaltung und eine „der Chef wird‘s schon richten“-Mentalität gehört zu Old Work. New Work hingegen will Mitarbeiter befähigen, Talente einzubringen und mit Engagement das Unternehmen voranzutreiben. Intrapreneure übernehmen als ‚Unternehmer im Unternehmen‘ Verantwortung und zeigen Initiative und Leidenschaft für das Unternehmen.

New Work: Eine Chance für Gamechanger, etwas zu bewirken!

3.) Technologie: Collaboration & Cloud, New Work Arbeitsmittel
Ohne die technischen Möglichkeiten stößt New Work schnell an Grenzen: Kollaboration, Vernetzung und agile Projektentwicklung können erst durch passende Tools und technische Grundlagen so beflügelt werden, dass der Netzwerk-Gedanke auch tatsächlich zur DNA von Unternehmen werden kann. Unterschiedlichste Lösungen – von sozialen Medien, Kollaborationstools oder Projektmanagementlösungen bis hin zu Steuerberatungs-Software: Die Digitalisierung befähigt Menschen zur Vernetzung, sie entlastet von administrativer Arbeit und schafft somit Zeit, Flexibilität und Freiraum, damit der Mensch das tun kann, was wirklich zu Erfolg führt. New Work und Technologie gehören zusammen: Collaboration und Vernetzung für eine digitale, effektive sowie zeit- und ortsunabhängige Arbeitsgestaltung!

New Work = New Work Places? Die Arbeitsplätze der Zukunft

Wie die Zukunft der Arbeit unsere Büros auf den Kopf stellt!

Büros à la New Work: Wo die Ansprüche an Arbeit sich wandeln, wir kreativ, innovativ und partizipativ arbeiten sollen, da bieten biedere Büros nicht die passenden Rahmenbedingungen. Unternehmen, die à la New Work mit agilem Mindset punkten, denken auch bei der Bürogestaltung um. So bieten moderne Arbeitgeber nicht nur Orte der tiefen Konzentration, und begünstigen dadurch Flow, sondern auch Kreativräume zum Ausprobieren und Experimentieren. Insbesondere der Büroformen-Mix entspricht dem Bedarf der neuen Arbeitswelt. Ein solcher Multispace bietet verschiedene Raumoptionen, die flexibel von allen Mitarbeitern genutzt werden können. Das unterstützt sowohl die Selbstbestimmung, als auch die Kreativität sowie die Zusammenarbeit im Team.

Ganz im Sinne von Design Thinking bieten New Work Unternehmen auch Meetingräume mit Tafeln, Post-it’s, bunten Stiften, Materialien für das Erstellen von greifbaren Prototypen oder auch Lego Serious Play. New Work braucht Raum zum offenen Brainstormen – so gedeiht die Kreativökonomie!

Doch damit nicht genug: Auch Co-working spaces, digitales Nomadentum und Vertrauensarbeitszeit und -orte  sind Bedingungen, die einer wahrhaft gelebten New Work Kultur auf die Sprünge helfen. Denn Arbeit muss nicht am Schreibtisch, sie kann auch zu Hause, am Strand oder in den Bergen stattfinden – wo auch immer die Kreativität zu Höhenflügen ansetzt. So löst sich Arbeit vom strikten äußeren Kontext und wird flexibler:

 

  • New Work Home Office unterstützt eine gesunde Work-Life-Balance und ermöglicht gerade für Menschen, die privat stark eingebunden sind, eine ideale Form der Arbeit. Das steigert die Zufriedenheit und somit auch die Mitarbeiterbindung.
  • Co-Working Spaces sind ebenfalls ein Synonym für New Work. Hier kommen unterschiedlichste Menschen an einem Arbeitsort zusammen und profitieren nicht selten vom interdisziplinären Austausch und agil-kreativen Räumlichkeiten.
  • Digitales Nomadentum stellt sicherlich eine extreme, wenn auch nicht unübliche Form von New Work dar. Es gibt Menschen die Möglichkeit, vollkommen ortsungebunden zu arbeiten, indem sie digital vernetzt sind und ihre Arbeit von jedem Ort der Welt aus erledigen können. Die physische Präsenz verliert dank vielfältiger Formen der Kollaboration und der digitalen Zusammenarbeit an Wichtigkeit – Flexibilität und Work-Life-Balance heben sich dadurch auf eine völlig ungeahnte Ebene.

Recruiting leicht gemacht: Lockt New Work Bewerber?

Unternehmen brauchen New Work – denn sie brauchen auch gute Mitarbeiter!

Durch den demographischen Wandel, die Generation Y, welche sich nicht mehr ausschließlich durch Geld und Status motivieren lässt und mehr von ihren Arbeitgebern fordert sowie den Fachkräftemangel, wird immer klarer: Gute Mitarbeiter sind goldwert. Sie zu finden und zu binden, wird zur immer wichtigeren Aufgabe aber auch mehr und mehr zur großen Herausforderung von Unternehmen. Viele Menschen suchen heute nach einem Arbeitsumfeld, in dem sie sich entfalten können, in dem sie wertgeschätzt werden und sich einer Gemeinschaft angehörig fühlen. Sie möchten ihr Potenzial entfalten und sich beständig weiterentwickeln. Arbeitgeber, die dies nicht bieten, kämpfen immer mehr mit steigender Fluktuation, die dem Unternehmen teuer zu stehen kommt. Unternehmen hingegen, die New Work leben, sind deutlich attraktiver für die Bewerber.

New Work bietet letztlich vieles, was heute ganz oben auf der Wunschliste von Bewerbern steht, jedoch nur, wenn es wirklich gelebt wird. Ein reines Buzzword macht noch kein Recruiting.

New Work Arbeitsmethoden: Scrum, Design Thinking & Collaboration

Wie wird die Zusammenarbeit in New-Work-Unternehmen organisiert? Wie können wir (noch) schneller, innovativer und effektiver werden?

Neben Vernetzung, Cloud und Kollaboration dürfen auch agile Methoden wie beispielsweise Scrum und Design Thinking nicht fehlen, um den Herausforderungen von Arbeit 4.0 gerecht zu werden und der Agilität den roten Teppich auszurollen.

Agile Methoden und Arbeitsmittel bieten dabei einige Vorteile im Meer der  Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter:

  • Agiles Projektmanagement arbeitet mit kurzen Intervallen, in denen sich Projekte schneller vorantreiben lassen: Rasche Sprints und tägliche Stand-up-Meetings beispielsweise ersetzen starre Wasserfallprojekte mit Projektskizzen und stundenlangen Meetings.
  • Experimentieren erlaubt: Anstatt jahrelang an einer abstrakten Theorie zu tüfteln, gibt es bei Arbeitsmethoden à la New Work schnelle Prototypen und Beta-Versionen. So werden Produkte und Ideen greifbar, was wiederrum das rasche Einholen von Feedback und damit eine kontinuierliche Optimierung in kleinen Schritten ermöglicht.
  • Agile Methoden sind kundenzentriert und beziehen regelmäßiges Feedback der Zielgruppe
  • Kollaboratives Arbeiten beschleunigt Prozesse – etwa durch kurze Nachrichten mit Emojis statt langer Ketten an formellen Emails.

Agile Arbeitsmittel und Methoden beschleunigen Projekte und beziehen alle relevanten Stakeholder in den Prozess ein. Mit einer agilen Vorgehensweise können Ideen entwickelt werden, die in einer linearen und starren Arbeitsmethodik oftmals nicht entstanden wären. Daraus entwickelt sich nicht selten ein Drive, der innovative enorm Ideen beflügelt. Das steigert nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Motivation im Team.

Bedeutet New Work auch New Leadership?

Führung wird menschen-zentriert – so beflügelt New Work das Arbeitsleben.

Wenn die Welt global und digital tickt, Arbeit flexibler und agiler wird und die Unternehmenskultur Selbstverantwortung fördert, kann Führung nicht stehenbleiben. New Work braucht auch New Leadership! Führungskräfte in einem New-Work-Unternehmen verstehen sich als Coach und Moderator und längst nicht mehr als eine Instanz von „Weisung und Kontrolle“. Spätestens seit die Generation Y in die Arbeitswelt strömt, haben streng hierarchische Führungsstile ohnehin ausgedient und fallen immer weniger auf fruchtbaren Boden.

Kontrolle wird vielmehr durch Vertrauenskultur und Empathie ersetzt. Eine Führungskraft, die eine offene Fehlerkultur pflegt, in der auch kritische Themen angesprochen werden können und Vertrautes hinterfragt werden darf, kommt einer neuen, modernen und agilen Form des Leaderships große Schritte näher – und diese führt auch zu innovativen Ideen. Denn eine Unternehmenskultur, in der Fehler als Lernprozess angesehen werden, fördert eigenverantwortliches Handeln und ermutigt dazu, Neues auszuprobieren – das beflügelt die Innovationskraft des Unternehmens.

Aufgabe von Führungskräften ist es heute, die Balance aus Führen und Folgen zu verstehen und die Mitarbeiter zur Eigenverantwortung zu befähigen. Gleichzeitig leben New-Work-Führungskräfte eine Haltung der Augenhöhe. Es ist nicht mehr wichtig – und auch gar nicht mehr möglich! – stets mehr Kompetenz und Fachwissen zu demonstrieren, vielmehr ist es wichtig, eine klare Vision vorzuleben und somit strategisch Orientierung zu stiften.

Laut einer internen Umfrage von Google sind dies die Aspekte, die eine gute Führungskraft ausmachen:

Eine gute New-Work-Führungskraft …

  • … ist ein guter Coach.
  • … empowert und befähigt die Mitarbeiter und betreibt kein Mikromanagement.
  • … integriert unterschiedliche Teammitglieder, kümmert sich um den Erfolg und das Wohlergehen seines Teams.
  • … ist produktiv und ergebnisorientiert.
  • … ist ein guter Kommunikator – hört zu und teilt Informationen offen.
  • … unterstützt Karriereschritte und spricht die Leistung der Mitarbeiter offen an.
  • … hat eine klare Vision für das Team.
  • … hat fachlich/technische Skills, die helfen, das Team bestmöglich zu beraten.
  • … arbeitet kollaborativ über Team- oder Abteilungsgrenzen hinweg.
  • … trifft Entscheidungen selbstbewusst.

Change to New Work? Wie den Wandel meistern!

New Work (Constulting): Is New Work coming soon?

Kann man New Work wirklich „lernen“ – und wenn ja: wie? Die gute Nachricht vorweg: Ja, man kann. Die andere Seite der Medaille: Es geschieht nicht von heute auf morgen, sondern braucht einen tiefgreifenden Wandel im Unternehmen und im Mindset. Eine hippe Bürogestaltung oder agile Methoden allein machen noch lange kein New Work. Viele Versuche, Agilität und New Work einzuführen, scheitern, da man den dafür nötigen Wandel nicht umfassend genug betrachtet. Kulturänderungen sind möglich, sie brauchen jedoch Zeit und authentische Begeisterung der Beteiligten. New Work top-down zu delegieren: Ein grobes Missverständnis, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Dies gilt ebenso für eine oberflächliche Implementierung, die sich lediglich auf Tools oder Methoden, auf Technik oder die Bürogestaltung bezieht. Erst alle Aspekte von New Work gemeinsam – wenn Mensch, Organisation und Technik zusammenspielen – bringen New Work richtig zum Leben! Die Einführung von New Work steht und fällt mit der Unternehmenskultur und bedarf in vielen Fällen einer professionellen Begleitung.

New Work Consulting kann einen wertvollen Beitrag leisten, die nötige Geduld für einen umfassenden Wandel und die Beteiligung der Mitarbeiter an diesem Prozess bildet die Grundlage für den Erfolg. Ein erster Schritt: Authentische Begeisterung wecken! Die Unternehmen, die es schaffen, ihre Mitarbeiter von dem großen Mehrwert für die Einzelnen sowie für die Unternehmensziele zu überzeugen, haben einen idealen New-Work-Startschuss abgegeben.

New Work als Enabler und Katalysator für Innovation & Zufriedenheit

Mit New Work in die Zukunft

New Work bietet vielfältige Chancen, um in einer Welt, die sich immer schneller dreht, zurechtzukommen, ja vielleicht sogar hervorzustechen und dabei auch noch Freude zu haben. Mitarbeiter wie Unternehmen profitieren von einer höheren Produktivität durch mehr Leidenschaft. Von mehr Innovationen und höherer Mitarbeiterbindung. Von einem Marktvorsprung durch noch kundenorientierteren Service und Mitarbeitern, die sich kontinuierlich weiterentwickeln.

Wer New Work wirklich lebt, kann einen Win-Win-Effekt im Unternehmen schaffen, der hilft, die Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu meistern und unsere Zukunft positiv zu gestalten.

Welche Aspekte von New Work leben Sie schon? Mit welchen tun Sie sich besonders schwer? Wir freuen uns auf den Austausch!