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Kündigungsgespräch führen: Anleitung für Führungskräfte

Kündigungsgespräch führen: So gehst du Schritt für Schritt vor

Ein Kündigungsgespräch, auch Trennungs- oder Entlassungsgespräch genannt, ist das persönliche Gespräch, in dem du als Führungskraft einem Teammitglied die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitteilst. Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben in der Führung und verlangt eine gute Vorbereitung, ein klares Vorgehen und einen respektvollen Umgang mit der betroffenen Person. In diesem Beitrag erfährst du, wie du ein Kündigungsgespräch professionell führst, welche Fehler du vermeidest und woran du erkennst, dass das Gespräch gelungen ist.

1. Bereite dich gründlich vor

Die Vorbereitung entscheidet über den Verlauf des Kündigungsgesprächs. Kläre die arbeitsrechtlichen Grundlagen und stimme dich mit der Personalabteilung oder dem HR-Team ab. Von Arbeitgeberseite musst du bestimmte Formalien einhalten, damit die Kündigung gegenüber dem Arbeitnehmenden wirksam ist.

Prüffragen für die Vorbereitung:

Notiere dir außerdem in wenigen Sätzen, wie du die Entscheidung mitteilst und begründest. So gehst du sicherer ins Gespräch.

2. Wähle Zeitpunkt und Rahmen bewusst

Der Zeitpunkt des Kündigungsgesprächs beeinflusst, wie die Nachricht ankommt. Plane das Gespräch so, dass die betroffene Person danach nicht direkt vor dem restlichen Team steht.

Worauf du achten solltest:

3. Plane den Gesprächsablauf des Kündigungsgesprächs

Ein klarer Gesprächsablauf gibt dir Sicherheit. Überlege dir vorab, wie du einsteigst, wann du die Kündigung aussprichst und welche Punkte du danach klärst.

Verzichte auf lockeren Smalltalk zu Beginn. Er wirkt in dieser Situation unpassend und verzögert die eigentliche Nachricht. Komm nach einer kurzen Begrüßung direkt zum Anlass. Ein einfacher Ablauf sieht so aus: kurze Begrüßung, klare Aussage zur Kündigung, sachliche Begründung, Raum für die Reaktion, nächste Schritte.

4. Sprich die Kündigung klar aus

Das Herzstück des Kündigungsgesprächs ist die eindeutige Aussage. Formuliere die Entscheidung ohne Umschweife, damit keine Missverständnisse entstehen.

Schwach: „Wir haben in letzter Zeit viel überlegt und dachten, dass es vielleicht besser wäre, uns eventuell zu trennen.“

Besser: „Ich muss dir heute mitteilen, dass wir das Arbeitsverhältnis zum [Datum] beenden.“

Die zweite Formulierung ist verbindlich und lässt keinen Raum für falsche Hoffnungen. Nenne anschließend den Kündigungsgrund sachlich und kurz. Lange Rechtfertigungen und persönliche Vorwürfe helfen niemandem weiter.

5. Gehe angemessen mit der Reaktion um

Auf eine Kündigung folgen unterschiedliche Reaktionen, von Schweigen über Enttäuschung bis zu Wut. Bleib ruhig, respektvoll und gib der Person Zeit.

Hilfreiches Verhalten im Gespräch:

Diskussionen über die Entscheidung führen selten zu einem guten Ergebnis. Bleib bei deiner Aussage und verlagere Detailfragen auf die nächsten Schritte.

6. Kläre die nächsten Schritte

Nach der Kündigung brauchen Mitarbeitende Orientierung. Erkläre konkret, wie es weitergeht, und übergib das Kündigungsschreiben.

Wichtige Punkte zum Abschluss:

Ein Angebot wie Outplacement unterstützt die betroffene Person bei der Neuorientierung und zeigt, dass dir ein fairer Abschluss wichtig ist. Kläre auch, wann und wie das Team informiert wird.

Praxisbeispiel für ein Kündigungsgespräch

Eine Teamleiterin muss einem langjährigen Mitarbeiter aus betriebsbedingten Gründen kündigen. Sie stimmt sich vorab mit der Personalabteilung ab, prüft die Kündigungsfrist und hält das unterschriebene Kündigungsschreiben bereit. Das Kündigungsgespräch legt sie auf einen Dienstagvormittag in einen ruhigen Besprechungsraum.

Nach einer kurzen Begrüßung nennt sie den Anlass direkt: Das Arbeitsverhältnis endet aus betriebsbedingten Gründen zum festgelegten Datum. Sie begründet die Entscheidung sachlich, hört der ersten Reaktion zu und bleibt ruhig. Danach erklärt sie den letzten Arbeitstag, die Übergabe der Aufgaben und bietet ein Outplacement für die berufliche Zukunft an. Der Mitarbeiter verlässt das Gespräch enttäuscht, aber mit einem klaren Bild davon, wie es weitergeht.

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FAQ

Wie beginne ich ein Kündigungsgespräch am besten?

Mit einer kurzen Begrüßung und der direkten Aussage zum Anlass. Verzichte auf Smalltalk und komm ohne Umwege zur Sache.

Ersetzt das Kündigungsgespräch das Kündigungsschreiben?

Nein. Das Gespräch teilt die Entscheidung persönlich mit. Rechtlich wirksam wird die Kündigung in Deutschland erst durch das unterschriebene Kündigungsschreiben in Schriftform.

Wie gehe ich mit einer emotionalen Reaktion im Kündigungsgespräch um?

Bleib ruhig, höre zu und wiederhole die Entscheidung sachlich. Verlagere Detailfragen auf die nächsten Schritte und lass dich nicht in eine Diskussion über die Entscheidung ziehen.