Haufe Akademie
Mit Visualisierung besser Lernen und Verstehen

Visualisierung fördert Lernen und Verstehen

Visualisierung hilft, komplexe Zusammenhänge zu verdeutlichen, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Behaltenswert zu verbessern. Visualisierungen bieten auch schnelle Orientierung – stellen Sie sich nur die Inhalte der Straßenverkehrsschilder in Textform vor!

Doch was macht Visualisierungen eigentlich genau aus? Der Begriff steht für die Umsetzung von Informationen in Bilder mit Hilfe von textlichen oder grafischen Mitteln. Das heißt, im weiteren Sinne umfasst Visualisieren die Darstellung von

Effekte guter Visualisierungen

Unsere Seminarempfehlung

Projekte visualisieren

Setze Bilder und Grafiken ein, um Missverständnisse zu vermeiden und komplexe Inhalte klar und schnell zu vermitteln. Mit visuellem Projektmanagement machst du Zusammenarbeit effizienter und stärkst die Kommunikation in deinen Projekten nachhaltig.


Seminar: Projekte visualisieren

Visualisierung fördert Lernen und Verstehen

Bilder spielen bei der Wissensaufnahme und -verarbeitung eine besondere Rolle. Wie dies funktioniert, lässt sich anschaulich anhand folgender Übung erleben: Lesen Sie den nächsten Absatz zweimal durch und wiederholen Sie dann das Gelesene, ohne dabei auf den Text zu schauen.

„Ein Zweibein sitzt auf einem Dreibein und isst ein Einbein. Da kommt ein Vierbein und klaut dem Zweibein das Einbein. Da nimmt das Zweibein das Dreibein, droht damit dem Vierbein, und das lässt das Einbein wieder fallen.“ (Bekannt geworden durch Vera F. Birkenbihl)

Konnten Sie diesen Text nach zweimaligem Lesen exakt wiedergeben, ohne hinzuschauen? Wenn nein, dann sind Sie nicht allein: Diese scheinbar sinnlose Aneinanderreihung von abstrakten Ausdrücken kann das Gehirn nur schwer verarbeiten. Wie es leichter geht? Wenden Sie ein Grundprinzip des effizienten Lernens an: mit Bildern arbeiten. Verknüpfen Sie den Text also mit Bildern: Stellen Sie sich vor, ein Mensch sitzt auf einem Hocker und isst einen Hühnerschenkel, ein Hund kommt dazu und schnappt sich den Hühnerschenkel usw. Jetzt haben Sie die Bilder im Kopf, den Inhalt verstanden und könnten ihn leichter wiederholen. Das heißt, sobald Sie trockene Informationen in lebendige Bilder umwandeln, freut sich Ihr Gehirn und arbeitet erfolgreich mit.

Visualisierung erhöht den Behaltenswert

Informationen, die über zwei Eingangskanäle (Ohren und Augen) kommen, werden im Gedächtnis besser verankert, wenn sie gut koordiniert bzw. synchronisiert sind.

Ihr Publikum ist bis zum Beginn Ihres Vortrages vielfältigen, bildhaften Eindrücken ausgesetzt: der Raum, Ihre Person, Gegenstände und Logos rundherum. Gegen solche Einflüsse kommen Sie mit reinen Textfolien oder Charts oft nur schwer an. Wenn Sie rasch und sicher informieren, motivieren und überzeugen sowie Ihre Zuhörer auch emotional ansprechen wollen, dann gibt es nur eines: Gewichtsverlagerung vom Text zum Bild.

Die Bedeutung von Emotion

Ereignisse mit hoher emotionaler Beteiligung bleiben wesentlich besser im Gedächtnis haften als emotional weniger intensive Situationen. Was bedeutet das für Ihre Visualisierung? Integrieren Sie Bilder in Ihren Vortrag: Bilder lösen eher Emotionen aus als rein verbale Informationen. Dies hat die Hirnforschung durch zahlreiche Untersuchungen belegt.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was Ihr sachlicher, zahlenbasierender Vortrag mit Emotion zu tun hat. Mehr als auf den ersten Blick erkennbar – Sie müssen sich nur fragen, was Sie mit Ihren Zahlen bewirken wollen: Ihre Zuhörer:innen beruhigen, im Sinne von: „Wir haben alles im Griff“? Oder im Gegenteil, mit dramatischen Zahlen Angst machen und erreichen, dass Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden?