6 Kniffe für eine perfekte Präsentation

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Steckenzubleiben und den Faden zu verlieren ist die größte Angst beim Präsentieren. Wer vorbereitet ist und ein paar Kniffe beherrscht, kann locker bleiben.

Sie haben Ihre Präsentation mit Folien vorbereitet und sich Stichwörter notiert, die Sie durch den Vortrag begleiten. Genau genommen können sie also gar nicht steckenbleiben. Der Vertriebsspezialist Jan C. Friedemann (200 Tipps für Verkäufer im Außendienst, Gabler) weiß was zu tun ist, sollte doch einmal etwas schief gehen.

Faden verloren

Sie verlieren den Faden. Sollten Sie trotz Vorbereitung und wider Erwarten doch einmal stecken bleiben, weil Sie einfach schlecht drauf sind, können Sie sich mit folgenden Ansätzen aus der Patsche helfen:

  • „Ich beginne einmal anders …“
  • „Ich werde es anders formulieren …“
  • „Das wirklich Entscheidende dabei ist …“
  • „Mit anderen Worten …“

Aufmerksamkeit zurückgewinnen

Egal wie spannend Ihre Präsentation auch sein mag, es gibt immer Zuhörer, die dann doch nicht zuhören und sich stattdessen mit Anderen unterhalten. Das ist unhöflich und nervt. Folgende Kniffe werden die Aufmerksamkeit wieder auf Sie lenken:

  • Sprechen Sie leise. Das irritiert die Anderen, stört sie sogar bei der Unterhaltung und Sie werden sich wieder auf das Wesentliche, Ihre Präsentation, konzentrieren.
  • Hören Sie einfach auf zu sprechen und fixieren Sie dabei die störenden Personen.
  • Sprechen Sie Reizwörter wie „und“, „aber“, „andererseits“ innerhalb eines Satzes richtig laut aus und die Aufmerksamkeit ist Ihnen wieder sicher.

Negative Zwischenrufe

Je nach Brisanz des Themas können negative Zwischenrufe Ihren Redefluss stören. Ignorieren Sie sie bloß nicht, denn dann würden Sie den Eindruck vermitteln, der Lage argumentativ nicht gewachsen zu sein. Besser ist es, den Zwischenruf aufzugreifen und zu fragen:

  • „Welchen Weg würden denn Sie stattdessen vorschlagen?“
  • „Weshalb glauben Sie, dass ….?“
  • „Wie stellen Sie sich das vor?“

Zustimmung erbeten

Freuen Sie sich über positive Zwischenrufe, auch wenn Sie sich im ersten Moment durch sie gestört fühlen. Es handelt sich dabei schließlich um Zustimmung, die sie umgehend aufgreifen sollten:

  • „Richtig. Das haben Sie sehr gut erkannt!“
  • „Danke für Ihre Zustimmung. Genau darum geht es!“
  • „Ein sehr guter Weg, den wir weiter gehen sollten!“

Verfrühte Zwischenfragen

Da die Teilnehmer Ihre Präsentation nicht kennen, kann es vorkommen, dass Zwischenfragen zu früh oder zu einem unpassenden Zeitpunkt gestellt werden. Folgende Möglichkeiten haben Sie, um zu reagieren:

  • Sie stellen die Frage einfach und zurück, indem Sie sagen: „Eine wichtige Frage. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen.“
  • Eine andere Möglichkeit ist, die Teilnehmer direkt zu befragen: „Meine Damen und Herren, soll ich die Frage gleich beantworten oder erst einmal zurückstellen?“ In den meisten Fällen wird das Plenum Sie auffordern weiterzumachen.

Feedback erzwingen

Sie haben mit dem Diskussionsteil begonnen, vielleicht sogar um Feedback gebeten und niemand sagt etwas? In diesem Fall sollten Sie es sein, der die Fragerunde eröffnet:

  • „Welche Fragen sind eventuell offen geblieben?“
  • „Was spricht Ihrer Ansicht nach dafür und was dagegen?“
  • „Welche Auswirkungen wird das Ihrer Meinung nach auf unser Unternehmen/unsere Branche haben?“
  • „Inwieweit werden wir überhaupt davon betroffen sein?“

Derart gut vorbereitet und für alle Eventualitäten gewappnet, kann bei einer Präsentation eigentlich nichts mehr viel schief gehen.

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Über den Autor

Sandra Spier

Journalistin und PR-Beraterin mit den Schwerpunkten Aus- und Weiterbildung, sowie Vertrieb. Sandra Spier ist verantwortliche Chefredakteurin des „Fokus Vertrieb“, dem exklusiven Magazin rund um das Thema Vertrieb der Haufe Akademie/DVS.

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