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Kategorien: Prozessmanagement

Systemaudit

Definition von Systemaudit

Ein Systemaudit ist eine systematische Überprüfung, ob ein Managementsystem eines Unternehmens die definierten Anforderungen erfüllt. Dabei werden Strukturen, Prozesse und Abläufe analysiert, um die Wirksamkeit und Einhaltung von Normen wie ISO 9001 oder IATF 16949 festzustellen. Ziel ist es, Abweichungen zu identifizieren und Potenziale zur Verbesserung aufzudecken.

Systemaudits gehören zu den zentralen Audits im Qualitätsmanagement und sind Grundlage für Zertifizierungen und kontinuierliche Weiterentwicklung im Unternehmen.

Ziele und Nutzen eines Systemaudits

Ein Systemaudit dient nicht nur der Kontrolle, sondern vor allem der strategischen Optimierung. Unternehmen profitieren in mehrfacher Hinsicht:

  • Transparenz: Klare Sicht auf Stärken und Schwachstellen im Managementsystem
  • Verbesserung: Identifikation von Optimierungsmöglichkeiten in Abläufen und Strukturen
  • Compliance: Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher und normativer Vorgaben
  • Vorbereitung: Frühzeitige Aufdeckung von Risiken vor externen Zertifizierungsaudits
  • Vertrauen: Stärkung der Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Partnern und Auditor:innen

Durchführung eines Systemaudits

Die Durchführung eines Systemaudits folgt einem strukturierten Ablauf. Ein:e Auditor:in oder ein internes Auditteam plant das Audit auf Basis der zu prüfenden Norm, etwa ISO 9001. In der Praxis läuft ein Audit meist in folgenden Phasen ab:

  • Auditplanung: Festlegung von Umfang, Ziel, Kriterien und Auditteam
  • Dokumentenprüfung: Analyse von Handbüchern, Prozessbeschreibungen und Richtlinien
  • Audit vor Ort: Gespräche mit Mitarbeitenden, Beobachtung von Prozessen, Einsicht in Unterlagen
  • Bewertung: Feststellung von Konformität, Abweichungen und Verbesserungspotenzialen
  • Auditbericht: Dokumentation der Ergebnisse und Empfehlungen

Der Ablauf kann je nach Branche, Unternehmensgröße und Norm variieren.

Abgrenzung zu anderen Auditarten

Ein Systemaudit unterscheidet sich klar von anderen Auditarten:

  • Systemaudit: Bewertung des gesamten Managementsystems und seiner Wirksamkeit
  • Prozessaudit: Prüfung einzelner Prozesse hinsichtlich Effizienz und Normkonformität
  • Produktaudit: Überprüfung der Produktqualität und -anforderungen

Während das Systemaudit das „große Ganze“ betrachtet, fokussieren sich andere Audits auf spezifische Teilbereiche.

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FAQ

Wie oft sollte ein Systemaudit durchgeführt werden?

In der Regel mindestens einmal jährlich. Die Häufigkeit hängt jedoch von Normvorgaben, Unternehmensgröße und Risikobewertung ab.

Wer darf ein Systemaudit durchführen?

Systemaudits können intern durch geschulte Auditor:innen oder extern durch zertifizierte Stellen durchgeführt werden. Objektivität ist dabei essenziell.

Welche Normen sind bei einem Systemaudit relevant?

Typische Normen sind ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) oder IATF 16949 (Automobilindustrie). Die Auswahl richtet sich nach Branche und Zielsetzung.

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