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Kategorien: Einkauf

Wareneingangskontrolle

Definition von Wareneingangskontrolle

Die Wareneingangskontrolle ist ein zentraler Bestandteil der Logistik- und Qualitätsprozesse eines Unternehmens. Sie beschreibt die systematische Kontrolle von Waren, sobald diese vom Lieferanten im Unternehmen eintreffen. Ziel ist es, die gelieferte Menge sowie die Qualität mit den Angaben im Lieferschein und der Bestellung abzugleichen. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und beheben.

Ablauf und Bestandteile der Wareneingangskontrolle

Die Wareneingangskontrolle folgt einem meist standardisierten Ablauf, der von Unternehmen zu Unternehmen variieren kann. Typische Schritte sind:

  • Warenannahme: Erfassung der Lieferung, oft inklusive Zeitstempel und Lieferscheinnummer
  • Dokumentenprüfung: Abgleich von Lieferschein, Bestellung und ggf. weiteren Begleitpapieren
  • Mengenprüfung: Kontrolle, ob die gelieferte Ware vollständig ist
  • Qualitätsprüfung: Sichtprüfung, ggf. Funktions- oder Labortests, oft stichprobenartig
  • Erfassung von Mängeln: Dokumentation und Weiterleitung an Einkauf oder Qualitätssicherung

Die Wareneingangsprüfung ist dabei ein Teilprozess, der sich speziell mit der Qualitätsprüfung der Ware befasst.

Nutzen und Vorteile für Unternehmen

Die Wareneingangskontrolle bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf Effizienz und Qualitätssicherung:

  • Früherkennung von Mängeln: Fehlerhafte Lieferungen werden direkt erkannt und reklamiert
  • Sicherung der Produktqualität: Nur einwandfreie Waren gelangen in Produktion oder Verkauf
  • Vermeidung von Folgekosten: Mängel werden nicht erst im späteren Prozess erkannt
  • Transparente Prozesse: Standardisierte Abläufe sorgen für Nachvollziehbarkeit

Gerade in Branchen mit hohem Qualitätsanspruch, etwa im Maschinenbau oder der Lebensmittelindustrie, ist eine zuverlässige Wareneingangskontrolle unverzichtbar.

Häufige Herausforderungen und Fehlerquellen

Trotz standardisierter Prozesse können bei der Wareneingangskontrolle Probleme auftreten. Typische Herausforderungen sind:

  • Unvollständige Lieferscheine: Fehlende Informationen erschweren die Kontrolle
  • Fehlende Schulung: Mitarbeitende wissen nicht, wie richtig geprüft wird
  • Zu wenig Zeit: Unter Zeitdruck wird die Kontrolle vernachlässigt
  • Keine Dokumentation: Mängel werden nicht festgehalten und gehen unter

Eine strukturierte Schulung und klare Prozessbeschreibungen helfen, diese Fehler zu vermeiden.

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FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Wareneingang und Wareneingangskontrolle?

Der Wareneingang bezeichnet das physische Eintreffen der Waren im Unternehmen. Die Wareneingangskontrolle ist der daran anschließende Prüfvorgang bezüglich Menge, Qualität und Dokumentation.

Muss jede Lieferung vollständig geprüft werden?

Nein, viele Unternehmen arbeiten mit Stichprobenkontrollen, insbesondere bei verlässlichen Lieferanten. Je nach Risikobewertung kann aber auch eine 100-Prozent-Kontrolle notwendig sein.

Wer ist im Unternehmen für die Wareneingangskontrolle zuständig?

In der Regel übernimmt das Lager- oder Logistikteam die Kontrolle. Bei speziellen Anforderungen kann auch die Qualitätssicherung eingebunden sein.

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