Babyboomer
Definition: Babyboomer
Die Babyboomer, auch bekannt als Boomer-Generation, bezeichnet die Altersgruppe der Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden. Der Begriff leitet sich vom sogenannten „Babyboom“ ab, einer Phase stark steigender Geburtenraten nach dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland betrifft dies rund 13 Millionen Menschen, also etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Die Generation Babyboomer wuchs in einer Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs und gesellschaftlicher Stabilität auf. Ihre Werte wurden durch Fortschrittsglauben, Fleiß und soziale Sicherheit geprägt.
Merkmale und Werte der Babyboomer
Die Boomer gelten als leistungsorientiert, pflichtbewusst und karrierefokussiert. Viele Menschen dieser Altersgruppe haben während ihres Berufslebens zentrale Positionen im Arbeitsmarkt eingenommen und verfügen über langjährige Erfahrungen in Führungsrollen.
- Wirtschaftlicher Wohlstand: Die Babyboomer profitierten von einem stabilen Arbeitsmarkt und steigenden Einkommen.
- Soziale Absicherung: Rentensysteme und Sozialleistungen waren in dieser Zeit gut ausgebaut.
- Bildung und Aufstieg: Viele Boomer waren die ersten in ihren Familien mit höherer Bildung.
- Technologische Veränderungen: Sie erlebten den Wandel von analog zu digital, vom Schwarz-Weiß-Fernseher bis zum Internet.
Bedeutung der Babyboomer für den Ruhestand
Die Babyboomer rücken zunehmend in den Ruhestand, was erhebliche Auswirkungen auf das Rentensystem und den Fachkräftemangel hat. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft gehen jährlich mehrere Hunderttausend Babyboomer in Rente. Dieser demografische Wandel stellt Unternehmen und Politik vor große Herausforderungen.
Der Wegfall erfahrener Arbeitskräfte führt zu einem Verlust an Wissen und Kompetenz. Gleichzeitig steigt der finanzielle Druck auf die umlagefinanzierte Rente, da weniger Erwerbstätige für mehr Rentner:innen aufkommen müssen.
Abgrenzung zu anderen Generationen
Die Babyboomer stehen zwischen der Silent Generation (geboren vor 1946) und der Generation X (geboren 1965–1980). Während die Babyboomer-Generation noch stark durch Nachkriegszeit und Wiederaufbau geprägt war, wuchsen nachfolgende Generationen in zunehmend individualisierten und technologiegetriebenen Gesellschaften auf.
Der Begriff „Boomer“ wird heute auch umgangssprachlich verwendet, oft mit einem ironischen oder kritischen Unterton gegenüber älteren Menschen, die als konservativ oder technikfern gelten. Diese stereotype Verallgemeinerung wird der Vielfalt innerhalb der Jahrgänge jedoch nicht gerecht.
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FAQ
Was zählt als Babyboomer?
Zur Babyboomer-Generation zählen Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden, also nach dem Zweiten Weltkrieg im Zeitraum des sogenannten Babybooms.
Warum heißt es Babyboomer?
Der Begriff stammt vom englischen „baby boom“ und beschreibt den sprunghaften Anstieg der Geburtenrate nach dem Krieg. Millionen Kinder wurden in kurzer Zeit geboren.
Welche Bedeutung haben die Babyboomer heute?
Die Babyboomer stellen einen großen Teil der Bevölkerung. Ihr Renteneintritt verändert den Arbeitsmarkt, das Rentensystem und die politische Gewichtung in der Gesellschaft.
Ist der Begriff „Boomer“ negativ gemeint?
Ursprünglich neutral, wird der Begriff heute teils abwertend genutzt, etwa in der Redewendung „OK Boomer“, um konservative oder rückständige Haltungen zu kritisieren.
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