PRINCE2® gewinnt aktuell wieder an Bedeutung und das aus gutem Grund. Projekte werden komplexer, interdisziplinärer und verändern sich oft schneller als geplant. Gleichzeitig möchtest du sie zuverlässig steuern und erfolgreich abschließen. PRINCE2® bietet dafür einen klar strukturierten Rahmen mit definierten Prozessen, Rollen und Verantwortlichkeiten. Das schafft Orientierung in dynamischen und agilen Projektumgebungen.
Da viele Teams heute agil oder hybrid arbeiten, kombinieren viele Organisationen PRINCE2® mit modernen Arbeitsweisen. Dieser Ansatz verbindet Flexibilität mit stabiler Governance und hilft dir, typische Herausforderungen wie unklare Zuständigkeiten oder fehlende Dokumentation zu vermeiden.
In diesem Beitrag erhältst du einen kompakten und praxisnahen Überblick über PRINCE2®, seine Prinzipien, Prozesse und Themen sowie den Nutzen für deine Projekte und dein Unternehmen. Du erfährst auch, wie PRINCE2® agile Ansätze integriert und ob eine PRINCE2® Zertifizierung wie Foundation oder Practitioner für dich sinnvoll sein könnte. So kannst du einschätzen, ob PRINCE2® der passende Ansatz für deine Projekte ist.
Was ist PRINCE2®? Definition und Grundprinzipien
PRINCE2® steht für Projects in Controlled Environments und gehört zu den weltweit anerkannten Projektmanagementmethoden. Die Methode basiert auf bewährten Best Practices und bietet dir einen strukturierten Rahmen, um Projekte kontrolliert zu planen, zu steuern und erfolgreich zu managen. Im Zentrum stehen sieben Grundprinzipien, sieben Themen und sieben Prozesse. Sie stellen sicher, dass ein Projekt vom Start bis zum Abschluss nachvollziehbar und wirksam durchlaufen wird.
PRINCE2® arbeitet mit klaren Phasen, definierten Rollen und Verantwortlichkeiten sowie spezifischen Management-Dokumenten. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf dem Business Case, also dem geschäftlichen Nutzen eines Projekts. Jedes Projekt wird regelmäßig darauf geprüft, ob es weiterhin sinnvoll ist. Gleichzeitig fordert die Methode, aus Erfahrungen zu lernen und die Vorgehensweise an die jeweilige Projektumgebung anzupassen. Diese Anpassung wird Tailoring genannt und ist integraler Bestandteil von PRINCE2®.
Die sieben Grundprinzipien von PRINCE2®
Diese sieben Prinzipien bilden das Fundament der Methode und gelten für jedes PRINCE2®-Projekt.
- Fortlaufende geschäftliche Rechtfertigung
Jedes Projekt braucht einen belastbaren Business Case. Er zeigt den Nutzen und die Wirtschaftlichkeit. Die Projektrechtfertigung wird während des gesamten Verlaufs regelmäßig geprüft. Ein Projekt wird nur weitergeführt, wenn es sich aus geschäftlicher Sicht lohnt. - Lernen aus Erfahrung
PRINCE2® fördert aktives Lernen. Erfahrungen, Lessons Learned und auch Fehler werden dokumentiert und während des Projekts genutzt. Du wirst ermutigt, Wissen aus früheren Projekten einzubringen, damit das Vorhaben kontinuierlich besser wird. - Definierte Rollen und Verantwortlichkeiten
Klare Organisation ist entscheidend. PRINCE2® beschreibt feste Rollen wie Projektleiter:in, Auftraggeber:in, Lenkungsausschuss oder Teammanager:in. Jede Rolle hat klar definierte Aufgaben. Das sorgt für Transparenz und verhindert Überschneidungen. - Steuern über Managementphasen
Ein PRINCE2®-Projekt wird in überschaubare Phasen unterteilt. Zu Beginn jeder Phase erfolgt eine detaillierte Planung. Am Ende steht eine klare Entscheidung über die Fortsetzung. Dieses phasenweise Managen unterstützt die Kontrolle auch großer Projekte und ermöglicht Anpassungen, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. - Steuern nach dem Ausnahmeprinzip
Für Zeit, Kosten, Qualität und andere Parameter gelten Toleranzen. Innerhalb dieser Grenzen triffst du Entscheidungen eigenständig. Erst wenn eine Toleranz verletzt wird, erfolgt eine Eskalation an die nächste Managementebene (z. B. Lenkungsausschuss). Das schafft Handlungsspielraum und entlastet das Management. - Produktorientierung
Der Fokus liegt auf Ergebnissen, nicht auf Tätigkeiten. Für jedes Projekt wird festgelegt, welche Produkte gebraucht werden und welche Qualitätskriterien sie erfüllen müssen. Diese Produktorientierung sorgt dafür, dass am Ende die gewünschten Ergebnisse in der geforderten Qualität vorliegen. - Anpassung an die Projektumgebung (Tailoring)
PRINCE2® wird flexibel angewendet. Die Methode berücksichtigt Größe, Branche, Komplexität und Risiken des Projekts. Prozesse können verschlankt, Rollen zusammengelegt oder Vorlagen vereinfacht werden. PRINCE2® ist damit ein anpassbarer Baukasten statt eines starren Regelwerks.
PRINCE2® bietet klare Strukturen und gleichzeitig Raum für Anpassungen. Im Unterschied zu klassischen, rein sequenziellen Modellen wird der Nutzen regelmäßig geprüft und Anpassungen sind jederzeit möglich. Im Vergleich zu agilen Ansätzen bringt PRINCE2® mehr Governance und Dokumentation ein. Beide Ansätze lassen sich jedoch hervorragend kombinieren. PRINCE2® schafft einen stabilen Rahmen, in dem agile Entwicklung effektiv stattfinden kann.
Unsere Seminarempfehlung
PRINCE2® Foundation
Im Seminar PRINCE2®-Foundation erhältst du einen praxisorientierten Einstieg in eine der weltweit gefragtesten Projektmanagementmethodiken. Du erlernst das Grundlagenwissen zu PRINCE2® (Projects in Controlled Environments) in kompakter Form. Ziel des Kurses ist neben der Vermittlung der PRINCE2®-Methode und deren Terminologie auch die Vorbereitung der Teilnehmer:innen auf das einstündige PRINCE2® Foundation-Examen.
Seminar: PRINCE2® Foundation
Die sieben Prozesse von PRINCE2®: So funktioniert die Methode in der Praxis
PRINCE2® beschreibt sieben Prozesse, die den Weg eines Projekts von der ersten Idee bis zum Abschluss strukturieren. Jeder Prozess hat klare Ziele und Verantwortlichkeiten, sodass dein Projekt nachvollziehbar und kontrolliert voranschreitet.
- Vorbereitung eines Projekts (Starting up a Project)
Die Projektidee wird geprüft, eine Auftraggeberin oder ein Auftraggeber benannt und eine vorläufige Projektleitung festgelegt. Ein erster Business Case entsteht, ebenso ein grober Plan für die Anfangsphase. Ziel ist zu entscheiden, ob sich das Projekt lohnt. - Lenkung eines Projekts (Directing a Project)
Der Lenkungsausschuss steuert das Projekt strategisch. Er genehmigt Start, Phasen und Ressourcen und trifft Entscheidungen bei Abweichungen. Die operative Leitung bleibt bei dir als Projektmanager:in. - Initiierung eines Projekts (Initiating a Project)
Hier wird das Projekt vollständig geplant. Du legst Risiken, Qualität, Kommunikation und Änderungsmanagement fest. Alle Dokumente fließen ins Projekthandbuch (PID). Danach ist das Projekt startklar. - Steuerung einer Phase (Controlling a Stage)
Du überwachst die tägliche Arbeit, verteilst Arbeitspakete, kontrollierst Fortschritt und Risiken und berichtest regelmäßig an den Lenkungsausschuss. Außerdem planst du die nächste Phase vor. - Management der Produktlieferung (Managing Product Delivery)
Die Teams erstellen die vereinbarten Produkte. Anforderungen müssen klar sein, Qualität wird geprüft, Ergebnisse werden abgenommen. Dieser Prozess stellt sicher, dass Teams fokussiert liefern. - Management von Phasenübergängen (Managing a Stage Boundary)
Am Ende jeder Phase erstellt die Projektleitung Berichte, aktualisiert den Plan und präzisiert den Business Case. Der Lenkungsausschuss entscheidet, ob das Projekt fortgeführt wird. - Abschluss eines Projekts (Closing a Project)
Das Endprodukt wird übergeben, offene Punkte werden dokumentiert, und ein Abschlussbericht fasst Ergebnisse und Erfahrungen zusammen. Ein Nutzenreview-Plan legt fest, wann der Projektnutzen geprüft wird.
Die sieben Themen von PRINCE2®: Die inhaltlichen Bausteine der Methode
Neben den sieben Grundprinzipien und Prozessen definiert PRINCE2® auch sieben Themen. Sie beschreiben Aspekte, die in jedem Projekt gemanagt werden müssen. Du kannst sie dir als inhaltliche Bausteine vorstellen, die den gesamten Projektverlauf begleiten.
- Business Case
Dieses Thema beantwortet die Frage, warum ein Projekt durchgeführt wird. Der Business Case beschreibt Nutzen, Kosten und Risiken und wird während des Projekts regelmäßig aktualisiert. So stellst du sicher, dass dein Projekt wirtschaftlich sinnvoll bleibt. - Organisation
Hier wird festgelegt, wer welche Rolle übernimmt. PRINCE2® beschreibt eine klare Projektstruktur mit Auftraggeber:in, Lenkungsausschuss, Projektmanager:in, Teammanagerinnen und weiteren Unterstützungsrollen. Das sorgt für Transparenz und klare Verantwortlichkeiten. - Qualität
Das Thema Qualität legt fest, welche Standards deine Projektergebnisse erfüllen müssen. Dazu gehören definierte Qualitätskriterien, Prüfungen und ein dokumentierter Qualitätsplan. Am Ende sollen die gelieferten Produkte genau das leisten, was vereinbart wurde. - Pläne
PRINCE2® nutzt verschiedene Planungsebenen wie Projekt-, Phasen- und Teampläne. Grundlage ist der produktbasierte Ansatz: Erst definierst du die benötigten Produkte, dann die dafür notwendigen Aktivitäten. Das sorgt für realistische und verlässliche Zeit- und Ressourcenpläne. - Risiken
Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und überwacht. Das Risikoregister dient dabei als zentrales Werkzeug. Ziel ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu planen, damit Überraschungen minimiert werden. - Änderungen
Änderungen gehören zu jedem Projekt. Dieses Thema regelt, wie Anforderungen, Fehler oder neue Erkenntnisse kontrolliert bearbeitet werden. Ein strukturiertes Änderungsmanagement stellt sicher, dass Auswirkungen auf Zeit, Budget, Nutzen oder Risiken geklärt werden, bevor entschieden wird. - Fortschritt
Hier geht es darum, ob dein Projekt auf Kurs ist. Dazu gehören Statusberichte, Soll-Ist-Vergleiche, Meilensteine und Toleranzen. Fortschrittskontrollen schaffen Transparenz für Teams, Projektleitung und Lenkungsausschuss und ermöglichen rechtzeitiges Eingreifen.
Themen, Managementprodukte und Tailoring
Zu jedem Thema gehören typische Managementprodukte wie Risiko-Register, Qualitätsdokumente, Projektplan oder Statusberichte. Sie sorgen für Nachvollziehbarkeit und eine konsistente Dokumentation.
Wichtig ist dabei das Tailoring-Prinzip: Du passt die Methode an deine Projektumgebung an. Kleine Projekte brauchen oft nur wenige, einfache Dokumente, während große Vorhaben detailliertere Unterlagen erfordern. PRINCE2® liefert die Vorlagen und Leitlinien, du entscheidest, wie umfangreich sie eingesetzt werden. So bleibt die Methode schlank und schafft echten Mehrwert statt unnötiger Bürokratie.
Vorteile von PRINCE2® für Unternehmen und Projekte
Warum lohnt sich PRINCE2® im Projektalltag? Die Methode bringt eine Reihe von Vorteilen, die Projekte und Organisationen spürbar stabiler und transparenter machen.
- Einheitliche Struktur: Klare Phasen, Berichte und Eskalationswege schaffen Vergleichbarkeit und erleichtern die Governance.
- Transparente Rollen: Feste Verantwortlichkeiten verbessern Abstimmung und Entscheidungswege.
- Hohe Planbarkeit: Gründliche Planung und regelmäßige Kontrollen erhöhen Verlässlichkeit und reduzieren Überraschungen.
- Skalierbar: Für kleine Projekte schlank, für komplexe Vorhaben umfassend nutzbar.
- Geeignet für regulierte Umgebungen: Klare Dokumentation erleichtert Compliance, Prüfungen und Audits.
- Gemeinsame Sprache: Einheitliche Begriffe und Standards stärken Zusammenarbeit und Projektkultur.
Für wen eignet sich PRINCE2®?
PRINCE2® ist breit einsetzbar und unterstützt besonders:
- Projektmanager:innen aller Erfahrungslevel: Einsteiger bekommen klare Leitlinien, Erfahrene ein strukturiertes Best-Practice-Framework.
- Fach- und Führungskräfte mit Projektverantwortung: Ideal für Personen, die Projekte „nebenbei“ leiten und eine verlässliche Struktur brauchen.
- Teams mit Bedarf an Ordnung (auch agile und hybride Teams): PRINCE2® schafft Orientierung, klare Ziele und einen stabilen Rahmen für agile Entwicklung.
- Unternehmen, die Standards einführen wollen: PRINCE2® unterstützt PMOs beim Aufbau einheitlicher Prozesse, Vorlagen und Governance.
- PMO- und Transformationsverantwortliche: Hilfreich für komplexe Veränderungsprojekte und die Weiterentwicklung der Projektmanagementkompetenz in Organisationen.
- Personen mit Zertifizierungsinteresse: Foundation und Practitioner stärken Fachwissen und Karrierechancen und werden international anerkannt.
PRINCE2® passt damit zu unterschiedlichsten Branchen und Projekten – überall dort, wo Struktur, Klarheit und professionelles Projektmanagement gefragt sind.
PRINCE2® vs. Agile Methoden: Konkurrenz oder Ergänzung?
PRINCE2® und agile Methoden unterscheiden sich klar: PRINCE2® bietet Struktur, Phasen, Rollen und Governance. Agile Methoden wie Scrum oder Kanban setzen auf Iterationen, Selbstorganisation und schnelle Anpassung. Trotzdem passen beide hervorragend zusammen.
PRINCE2® liefert den Rahmen, also Ziele, Business Case, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte. Agile Methoden gestalten die Umsetzung, etwa durch Sprints, Backlogs oder Kanban-Boards. Beides kombiniert ergibt hybrides Projektmanagement: stabil im Gesamtprozess, flexibel im Team.
PRINCE2® Agile zeigt offiziell, wie PRINCE2® mit agilen Ansätzen verbunden werden kann, ohne den Governance-Teil zu verlieren. Das Ergebnis: Struktur und Agilität verstärken sich gegenseitig statt sich zu widersprechen.
PRINCE2®-Zertifizierungen: Foundation und Practitioner im Überblick
PRINCE2® bietet zwei zentrale Zertifizierungsstufen: Foundation und Practitioner. Beide werden von PeopleCert im Auftrag von Axelos vergeben und sind international anerkannt.
Die Foundation ist der Einstieg.
Du lernst die Grundlagen der Methode: Begriffe, Prinzipien, Themen und Prozesse.
Prüfung: ca. 60 Minuten, Multiple Choice.
Ziel: Verständnis nachweisen, nicht anwenden.
Geeignet für: Projektmitarbeiter:innen, Einsteiger:innen, Quereinsteiger.
Hinweis: Die Zertifizierung ist zeitlich befristet und muss erneuert werden.
Die Practitioner-Stufe baut auf der Foundation auf und prüft die praktische Anwendung.
Prüfung: ca. 2,5 Stunden, szenariobasiert, meist „Open Book“.
Fokus: Tailoring, Analyse von Projektsituationen, Entscheidungsfindung mit PRINCE2®.
Geeignet für: Projektleiter:innen, Teilprojektleiter:innen, PMO-Verantwortliche.
Unterschiede auf den Punkt gebracht
- Foundation: Wissen über PRINCE2® („Was ist was?“).
- Practitioner: Anwendung und Anpassung („Wie nutze ich es im Projekt?“).
Für wen eignet sich welche Stufe?
- Foundation: ideal, wenn du neu im Projektmanagement bist oder die Methode grundsätzlich verstehen möchtest.
- Practitioner: sinnvoll, wenn du Projekte leitest oder eine leitende Rolle anstrebst.
Vorteile für deine Karriere und für Unternehmen
- Für dich: International anerkanntes Zertifikat, stärkeres Profil, fundiertes Methodenwissen für den Alltag.
- Für Unternehmen: Einheitliche Sprache im Projekt, bessere Qualität, weniger Fehler, höhere Erfolgsquote und ein professioneller Auftritt gegenüber Kunden und Partnern.
Unsere Seminarempfehlung
PRINCE2® Practitioner
Mit PRINCE2® (Projects in Controlled Environments) setzt du auf eine prozessorientierte Projektmanagement-Methode. Aufbauend auf dem PRINCE2® Foundation-Seminar werden in diesem PRINCE2® Practitioner-Seminar die einzelnen Inhalte vertieft und mittels Übungssequenzen trainiert. Der Fokus liegt auf der Adaptierung von PRINCE2® auf ein Projektszenario und der gezielten Vorbereitung der Teilnehmer:innen auf das zweieinhalbstündige PRINCE2® Practitioner-Examen.
Seminar: PRINCE2® Practitioner
Häufige Fehler bei der Einführung von PRINCE2®
PRINCE2® scheitert selten an der Methode, sondern meist an der Umsetzung. Diese Stolpersteine treten besonders häufig auf:
- PRINCE2® zu dogmatisch anwenden:
Die Methode wird „by the book“ umgesetzt, ohne Rücksicht auf Projektgröße oder Unternehmenskultur. Ergebnis: unnötige Bürokratie.
Tipp: Nur nutzen, was echten Mehrwert bringt. - Zu wenig Tailoring:
PRINCE2® verlangt Anpassung an die Projektumgebung. Wenn Prozesse, Rollen oder Templates nicht flexibel angepasst werden, wirkt die Methode schnell unpassend.
Tipp: Elemente verschlanken, kombinieren oder vereinfachen. - Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten:
Rollen existieren auf dem Papier, aber niemand fühlt sich zuständig. Lenkungsausschüsse treffen sich nicht, Projektmanager:innen haben nicht die nötige Autorität.
Tipp: Personen konkret benennen, Aufgaben erklären und Zuständigkeiten transparent machen. - Fehlende Schulung und wenig Unterstützung:
Ohne Training weiß das Team nicht, wie PRINCE2® funktioniert. Ohne PMO oder Managementsupport verläuft die Einführung im Sand.
Tipp: Schulungen, Coaching und klare Unterstützung von oben organisieren. - Allgemeine PM-Fallen ignorieren:
Schlechte Kommunikation, mangelnde Ressourcen oder ein vernachlässigter Business Case sind nicht PRINCE2®-spezifisch, kommen aber häufig vor.
Tipp: PRINCE2®-Werkzeuge wie Kommunikationsplan oder Risiko-Log aktiv nutzen.
Fazit: PRINCE2® funktioniert, wenn du es pragmatisch einsetzt, an deine Umgebung anpasst und das Team von Anfang an mitnimmst.
PRINCE2® als starke Basis für professionelles Projektmanagement
PRINCE2® bietet eine verlässliche Struktur für professionelles Projektmanagement. Klare Prozesse, definierte Rollen und der Fokus auf Nutzen schaffen Orientierung und helfen dir, Projekte kontrolliert zum Erfolg zu führen.
Die Methode bleibt gleichzeitig flexibel. Durch Tailoring und Erweiterungen wie PRINCE2® Agile lässt sie sich gut mit agilen Arbeitsweisen verbinden. So kombiniert PRINCE2® Stabilität mit moderner Dynamik.
Für dich und dein Unternehmen entsteht daraus ein solides Fundament, das Sicherheit gibt, Teams stärkt und klare Leitplanken schafft. Eine Zertifizierung erhöht zudem deine methodische Kompetenz und fördert eine gemeinsame Sprache im Projektumfeld.
Nächste Schritte: Jetzt PRINCE2®-Kompetenz aufbauen
→ PRINCE2® Foundation besuchen
Lerne die Grundlagen, verstehe Prinzipien, Themen und Prozesse und lege den Grundstein für deine Zertifizierung.
→ PRINCE2® Practitioner absolvieren
Vertiefe dein Wissen, wende PRINCE2® sicher in Projektszenarien an und qualifiziere dich für leitende Rollen im Projektmanagement.
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