Consumer Decision Journey
Definition von Consumer Decision Journey
Die Consumer Decision Journey (CDJ) beschreibt den Entscheidungsprozess, den Konsument:innen von der Bedürfnisentstehung bis zur Kaufentscheidung und darüber hinaus durchlaufen. Im Gegensatz zu klassischen linearen Modellen wie dem AIDA-Modell betrachtet die CDJ den Kaufprozess als dynamische, oft nicht-lineare Abfolge von Phasen. Entwickelt wurde das Konzept von der Unternehmensberatung McKinsey, um Unternehmen zu helfen, das Verhalten ihrer Kund:innen besser zu verstehen und gezielt zu beeinflussen.
Die Phasen der Consumer Decision Journey
Die Consumer Decision Journey gliedert sich typischerweise in mehrere Phasen, die jedoch nicht zwangsläufig in fester Reihenfolge durchlaufen werden:
- Auslöser (Trigger): Ein Bedürfnis entsteht, z. B. durch ein Problem oder einen Wunsch.
- Initiale Überlegung (Initial Consideration): Erste Marken oder Produkte kommen in die engere Auswahl.
- Aktive Bewertung (Active Evaluation): Konsument:innen recherchieren, vergleichen und holen Meinungen ein.
- Kaufentscheidung (Moment of Purchase): Die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt fällt.
- Nachkaufphase (Postpurchase Experience): Die Erfahrung mit dem Produkt beeinflusst die Kundenloyalität und zukünftige Käufe.
Wie Unternehmen die Consumer Decision Journey aktiv steuern können
Für Unternehmen ist es entscheidend, die einzelnen Phasen der CDJ zu verstehen und gezielt zu begleiten. Durch gezieltes Marketing, nützliche Inhalte und passende Touchpoints können sie Konsument:innen in der Journey unterstützen und ihre Marken im Relevanzset verankern.
Besonders wichtig ist die aktive Phase der Bewertung: Hier entscheiden sich Konsument:innen oft um. Unternehmen sollten in dieser Phase mit glaubwürdigen Informationen, Bewertungen und überzeugenden USPs präsent sein.
Unterschiede zu klassischen Kaufentscheidungsmodellen
Im Unterschied zu linearen Modellen geht die CDJ davon aus, dass Konsument:innen zwischen Phasen springen, einzelne Schritte auslassen oder sogar mehrfach durchlaufen. Das Modell spiegelt somit die Komplexität moderner Kaufentscheidungen im digitalen Zeitalter besser wider.
Der Fokus liegt nicht nur auf dem Kauf, sondern auch auf der langfristigen Kundenbindung. Positive Erfahrungen nach dem Kauf können dazu führen, dass Konsument:innen bei zukünftigen Entscheidungen weniger Alternativen in Betracht ziehen und loyal gegenüber der Marke bleiben.
Im Idealfall entsteht ein „Loyalty Loop”: Zufriedene Kund:innen überspringen bei der nächsten Kaufentscheidung die Phasen „Initiale Überlegung“ und „Aktive Bewertung“ und gehen direkt vom „Auslöser“ zur „Kaufentscheidung“.
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FAQ
Warum ist die Consumer Decision Journey für Unternehmen wichtig?
Sie hilft, das Verhalten von Konsument:innen besser zu verstehen und gezielt auf deren Bedürfnisse in jeder Phase der Journey einzugehen.
Ist die Consumer Decision Journey nur im B2C-Bereich relevant?
Nein, auch im B2B-Bereich treffen Kunden komplexe Entscheidungen, die sich in vergleichbaren Phasen abbilden lassen.
Welche Rolle spielt die Nachkaufphase?
Sie entscheidet über Kundenloyalität. Zufriedene Käufer:innen werden eher erneut kaufen und die Marke weiterempfehlen.
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