Ausbildung
Definition von Ausbildung
Eine Ausbildung ist ein geregelter Bildungsweg, der praktische Arbeit in einem Ausbildungsbetrieb mit fachlichem Unterricht verbindet. Ziel ist es, einen anerkannten Beruf zu erlernen und dafür die nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aufzubauen. In Deutschland findet die klassische duale Ausbildung meist in einem Unternehmen und in der Berufsschule statt.
Wer eine Ausbildung beginnt, wird als Azubi oder Auszubildende bezeichnet. Ausbildungsberufe gibt es in vielen Bereichen, zum Beispiel im Handwerk, in der Industrie, im Handel, in der Pflege, in der IT oder in kaufmännischen Berufen.
Ablauf einer Ausbildung
Der Ablauf hängt vom Beruf und vom Ausbildungsbetrieb ab. In der Regel arbeiten Azubis mehrere Tage pro Woche im Unternehmen und besuchen an festen Tagen oder in Blockphasen die Berufsschule. Dort lernen sie theoretische Grundlagen, rechtliche Inhalte und berufsspezifisches Fachwissen.
Die Ausbildungsdauer liegt häufig zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Gute Leistungen, ein höherer Schulabschluss oder berufliche Vorerfahrung können die Dauer unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen. Am Ende steht eine Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer oder Institution.
Ausbildungsplätze, Ausbildungsstellen und Bewerbung
Ausbildungsplätze und Ausbildungsstellen finden Bewerber:innen direkt auf Unternehmenswebsites, bei Kammern, über die Arbeitsagentur oder in einer Jobbörse. Viele Unternehmen veröffentlichen freie Stellen frühzeitig, oft ein Jahr vor Ausbildungsbeginn.
- Bewerbung: Sie besteht meist aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Praktika oder Nebenjobs können die Chancen erhöhen.
- Auswahlverfahren: Viele Betriebe nutzen Vorstellungsgespräche, Eignungstests oder Probearbeitstage, um passende Azubis zu finden.
- Ausbildungsvertrag: Er regelt Vergütung, Arbeitszeit, Ausbildungsdauer, Urlaub und Inhalte der Ausbildung.
Ausbildung aus Sicht von Unternehmen
Unternehmen, die ausbilden, sichern Fachkräfte für die Zukunft und geben Wissen direkt im Betrieb weiter. Dafür brauchen sie geeignete Ausbilder:innen, einen Ausbildungsplan und Aufgaben, die zum Ausbildungsberuf passen. Ein guter Ausbildungsbetrieb begleitet Azubis fachlich, gibt Feedback und bereitet sie gezielt auf Prüfungen vor.
Für Betriebe bedeutet Ausbildung auch Verantwortung. Auszubildende sollen nicht nur einfache Hilfsarbeiten erledigen, sondern Schritt für Schritt berufliche Handlungskompetenz entwickeln.
Ausbildung oder Studium?
Eine Ausbildung eignet sich für Menschen, die früh praktisch arbeiten und eigenes Geld verdienen möchten. Ein Studium bietet meist mehr wissenschaftliche Tiefe und kann für bestimmte Berufe Voraussetzung sein. Beide Wege schließen sich nicht aus. Nach einer Ausbildung sind Weiterbildungen, ein Meisterabschluss, Fachwirtabschlüsse oder ein späteres Studium möglich.
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FAQ
Welche Berufe kann man in einer Ausbildung lernen?
Es gibt mehrere hundert anerkannte Ausbildungsberufe. Dazu zählen technische, soziale, kaufmännische, kreative und handwerkliche Berufe. Die passende Wahl hängt von Interessen, Stärken, Schulabschluss und beruflichen Zielen ab.
Wann sollte man sich auf Ausbildungen bewerben?
Viele Bewerber:innen starten die Suche zwölf bis neun Monate vor Ausbildungsbeginn. In gefragten Berufen oder großen Unternehmen lohnt sich eine besonders frühe Bewerbung.
Was verdient man während der Ausbildung?
Die Vergütung hängt vom Beruf, Tarifvertrag, Bundesland und Ausbildungsjahr ab. In vielen Ausbildungsberufen steigt das Gehalt mit jedem Jahr, weil Azubis mehr Verantwortung übernehmen.
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