Green Nudging
Definition von Green Nudging
Green Nudging ist ein Konzept aus der Verhaltensökonomie, das darauf abzielt, Menschen durch gezielte Anstöße (sogenannte Nudges) zu klimafreundlichem und nachhaltigem Verhalten zu bewegen, ohne dabei auf Vorschriften oder Verbote zurückzugreifen. Stattdessen verändert Green Nudging die Entscheidungsarchitektur, um gewünschte Entscheidungen zu erleichtern.
Wie funktioniert Green Nudging?
Beim Green Nudging werden Rahmenbedingungen so gestaltet, dass nachhaltige Entscheidungen naheliegender oder attraktiver erscheinen. Dies kann durch visuelle Hinweise, Standardoptionen oder gezielte Platzierung von Informationen erfolgen. Ziel ist es, Verhaltensänderungen zu fördern, ohne die Entscheidungsfreiheit einzuschränken.
Ein Beispiel: In einer Kantine werden klimafreundliche Gerichte zuerst angeboten. Diese einfache Maßnahme kann dazu führen, dass mehr Mitarbeitende zu nachhaltigen Speisen greifen – ganz ohne Zwang.
Einsatzbereiche in Unternehmen
Green Nudging wird im betrieblichen Kontext zunehmend eingesetzt, um Mitarbeitende zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren. Typische Anwendungsfelder sind:
- Energieverbrauch: Hinweise zur optimalen Nutzung von Geräten oder automatische Abschaltung im Leerlauf
- Mobilität: Förderung von Fahrradnutzung oder öffentlichem Verkehr durch Anreize und Informationen
- Abfallvermeidung: Bessere Kennzeichnung von Mülltrennung oder Reduktion von Einwegprodukten
Unternehmen nutzen Green Nudging, um Klimaschutz in den Arbeitsalltag zu integrieren, mit geringem Aufwand, aber spürbarer Wirkung.
Abgrenzung zu klassischen Maßnahmen
Im Gegensatz zu verpflichtenden Regeln oder finanziellen Anreizen setzt Green Nudging auf Freiwilligkeit. Es geht nicht darum, Verhalten durch Strafen oder Verbote zu erzwingen, sondern durch kluge Gestaltung des Umfelds zu beeinflussen. Das stärkt die Autonomie der Nutzer:innen und erhöht die Akzeptanz nachhaltiger Maßnahmen.
Vorteile von Green Nudging
- Geringe Kosten: Oft reichen kleine Anpassungen, um Wirkung zu erzielen
- Hohe Akzeptanz: Da keine Zwänge entstehen, sind Widerstände gering
- Langfristige Verhaltensänderung: Wiederholte Anstöße können Gewohnheiten verändern
- Positives Image: Unternehmen zeigen Engagement für Nachhaltigkeit
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FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Nudging und Green Nudging?
Nudging bezeichnet allgemein das Anstoßen von Verhalten. Green Nudging fokussiert sich speziell auf nachhaltiges, umweltfreundliches Verhalten.
Ist Green Nudging Manipulation?
Nein. Green Nudging verändert lediglich die Entscheidungsumgebung, lässt aber die Wahlfreiheit unangetastet. Es informiert und lenkt, ohne zu bevormunden.
Wie kann man Green Nudging im Alltag umsetzen?
Beispiele sind: Wiederverwendbare Verpackungen sichtbar platzieren, Fahrradstellplätze verbessern oder klimafreundliche Optionen hervorheben.
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