Wie Lernen und Anwenden zusammenwachsen

0

Wir freuen uns, mit unserem Artikel über Learning on Demand an der Blogparade Das E-Learning ABC von Arise Coaching, Anja Röck, teilzunehmen. Die anderen Beiträge von A bis später einmal Z finden Sie unter dieser Adresse.

Learning on demand – perfekt verzahnt Lernen!

Lernen ist immer dann besonders nachhaltig, wenn wir das Gelernte gleich umsetzen können. Dazu braucht es Lerninhalte, auf die Mitarbeiter jederzeit zugreifen können, wenn ein Bedarf entsteht.

Kurze Entwicklungszyklen, virtuelle Teams und digitale Technologien prägen das, was wir gemeinhin als „Arbeit 4.0” bezeichnen. Was Mitarbeiter und Führungskräfte wissen müssen, um die täglichen Aufgaben im Job zu bewältigen, verändert sich ständig. Erfolg jedoch besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten besitzt, die im Moment gefragt sind, bemerkte schon Henry Ford, Gründer der Ford-Autowerke. Unternehmen stehen damit heute häufig vor der Aufgabe, Wissen dann zur Verfügung zu stellen, wenn es gebraucht wird.

Aus Studien wissen wir, dass Lernen am Arbeitsplatz in erster Linie durch anspruchsvolle Aufgaben und Erfahrungen passiert. Das bestätigt auch die aktuelle Umfrage „Learning in the Workplace”, für die Jane Hart, Gründerin und Direktorin des „Centre for Modern Workplace Learning” 5.000 Führungskräfte und Arbeitnehmer weltweit befragt hat. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass 79 Prozent der Befragten bei der Arbeit im Internet nach Wissen suchen und 76 Prozent Internetressourcen wie Videos, Podcasts oder Artikel auch tatsächlich zum Lernen am Arbeitsplatz nutzen. Sie nutzen damit Wissensressourcen, auf die das Unternehmen keinen Einfluss hat, die es nicht kennt oder auf Richtigkeit und Eignung überprüft hat. Kurz gesagt: Es hat über diese Lerninhalte keine Kontrolle. Ohne zusätzliche Wissensressourcen aber geht es nicht. Lernen auf Vorrat ist bei der Masse des benötigten Wissens schlicht nicht mehr möglich. Das wird besonders bei komplexen Tätigkeiten, die wir nur selten ausüben, deutlich oder bei Aufgaben, die nicht zur Routine gehören, für die wir aber Spezialwissen brauchen. Kollegen, die gefragt werden können, oder Antworten aus dem internen Netzwerk sind manchmal eine Lösung, reichen häufig aber nicht aus. Die nachhaltigere Lösung heißt „Learning on demand”. Das Konzept geht davon aus, dass Wissen und Kompetenzen nicht auf Vorrat vermittelt werden, sondern Mitarbeitern die notwendigen Lerninhalte bei Bedarf zur Verfügung stehen. Das kann in Form von Unternehmenswikis sein, als Blogeinträge oder auch in umfangreichen digitalen Lernbibliotheken, auf die Lerner schnell und einfach am Arbeitsplatz zugreifen können, sodass Lernen und Anwenden besser ineinandergreifen. Lernbibliotheken sind flexible Lernangebote für den Arbeitsplatz und für mobile Endgeräte, die sowohl Macro-Content für das Erlernen neuer Fähigkeiten beinhalten als auch Micro-Content als passgenaue Antwort auf konkrete Fragestellungen.

Was bieten Learning on demand-Lösungen?

Learning on demand ermöglicht zeitlich flexibles und arbeitsplatznahes Lernen. Der Wissenserwerb erfolgt just in time bei einem konkreten Lernbedarf. Wissen wird damit direkt im Kontext der Anwendung mit einem bestimmten Lernziel erworben, sodass ein hoher Praxistransfer erfolgt.

Wissenserwerb just in time

Nehmen wir als Beispiel Führung. Konflikte lösen zu können, gehört zu den wichtigen Grundkompetenzen jeder Führungskraft. In Learning on demand-Angeboten können zu diesem Thema verschiedene Module angeboten werden. Jedes einzelne Modul kann bei Bedarf wiederholt abgerufen werden. Vor einem Konfliktgespräch z. B. kann eine junge Führungskraft das Modul zu konstruktivem Feedback aufrufen und es im Anschluss mit den gemachten Erfahrungen abgleichen. Ihr Wissen zum Thema wird damit nachhaltig verankert und vertieft. Gleichzeitig wird nur das gelernt, was für das anstehende Gespräch benötigt wird. Das reduziert den Lernaufwand auf das Notwendige. Die am höchsten Wert geschätzten Lernformate, inklusive der Nutzung von Web-Ressourcen, beziehen sich auf selbstgesteuertes und selbst organisiertes Lernen, zieht Jane Hart ein Fazit ihrer Workplace-Learning-Studie.  Die Lerner entscheiden selbst, wie tief sie in ein Thema einsteigen möchten und was gerade besonders relevant für sie ist. Das motiviert und fördert die Eigeninitiative, während die Organisation die Kontrolle über die Lerninhalte behält.

Digitale Lernbibliothek der Haufe Akademie


Lernen Sie die digitalen Lernbibliotheken der Haufe Akademie kennen: hochwertige, sorgfältig kuratierte Trainings, Videos, Checklisten und mehr zu den wichtigsten betrieblichen Kompetenzthemen. Professionell, hochwirksam und „on demand”


Zu den Lernbibliotheken der Haufe Akademie
Teilen Sie den Beitrag auf:

Über den Autor

ist Produktmanagerin Digital Learning Solutions bei der Haufe Akademie.

Comments are closed.