Vorsprung durch Kreativität

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Kreative Ideen und Innovationsmanagement sind heute mehr denn je entscheidende Wettbewerbsfaktoren.

Während es zunächst darum geht, möglichst viele unterschiedliche Ideen zu generieren, müssen diese Ideen später strukturiert und priorisiert werden. Wie aber filtert man aus dem Pool von möglichen Ideen genau die heraus, die ein hohes Potenzial haben und letztlich umgesetzt werden können? Wie betreibt man effektives Innovations Management?

Wer Kreativitätstechniken erfolgreich eingesetzt hat, bei dem liegen nun vielleicht mehrere Dutzend höchst unterschiedliche Ideen auf dem Tisch. Wie geht es dann weiter?

Als Ausgangslage für die Ideenbewertung im Innovations Management werden alle Ideen visualisiert – beispielsweise auf einer Pinnwand oder einem Flipchart. Für die erste grobe Auswahl empfiehlt sich ein mehrstufiges Verfahren, um von einer Vielzahl von Ideen zu wenigen, aussichtsreichen zu gelangen.

Schritt 1: Gleiches zu Gleichem

Wenn beim Innovations Management in mehreren Gruppen nach Ideen gesucht wird, so sind Doppelnennungen oft unausweichlich. Daher werden in einem ersten Schritt Doppelnennungen aussortiert.

Schritt 2: Neuartig oder bekannt?

Bevor die besten Ideen ausgewählt werden, empfiehlt es sich, die Ideen mit hohem Neuigkeitswert (Radikalideen) separat darzustellen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie bei der Punktebewertung „übersehen“ werden und untergehen. Es sind aber gerade die neuartigen Ideen, die oft ein hohes Potenzial beinhalten.

Schritt 3: Dot-mocracy

Die Auswahl der „besten“ Ideen geschieht mittels der klassischen Punktebewertung. Obwohl gewisse Auswahlkriterien definiert werden können, bleibt es eine eher intuitive erste

Schritt 4: Aufteilung in Gruppen

Im vierten Schritt innerhalb des Innovations Managements werden die mit Punkten bewerteten Ideen in drei Gruppen eingeteilt. Diese drei Gruppen können mit TOP, OK und OUT bezeichnet werden. Ziel ist es, aus all den gefundenen Ideen die etwa 8 bis 15 TOP-Ideen herauszufiltern.

Schritt 5: Ideen ausformulieren

Bei der Ausformulierung der TOP-Ideen mit einer Ideenbeschreibung wird zum ersten Mal abschätzbar, ob sich eine Idee überhaupt umsetzen lässt.

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Welche Schritte erfolgen danach?

Die Dokumentation der Ideen ist wohl der wichtigste Schritt in der Ideenbewertung und -weiterentwicklung des Innovations Managements, denn: sie dient als Grundlage für die eigentliche Ideenbewertung und Priorisierung. Am Anfang des Innovationsprozesses werden Ideen stärker nach qualitativen Kriterien bewertet. Eine Rohidee ist oft noch wenig fassbar und kaum mit Zahlenfakten zu bewerten. Erst im weiteren Verlauf des Bewertungsprozesses lässt sich eine Idee mit quantitativen Methoden bewerten. Dabei liefert die Ideenbeschreibung wirkungsvolle Unterstützung: Sie fasst alle vorangegangenen Schritte auf einen Blick und einem Blatt für das Entscheidungsgremium zusammen.

Was geschieht nun mit den Ideen, die als aussichtsreich bewertet wurden?

Zuerst gilt es im Innovationsmanagement, Klarheit schaffen, welche strategischen Vorgaben im Unternehmen in Bezug auf die Wirkung der Ideen bestehen. Liegt der Schwerpunkt in der Ertragssteigerung oder der Kostenoptimierung? Wichtig ist auch, zwischen Strategie und Ressourcen zu prüfen. Welche und wie viele Ideen lassen sich innerhalb der Rahmenbedingungen (Zeit, Geld, Mitarbeiter) gleichzeitig weiter verfolgen? Die ausgewählten Ideen werden nun im Rahmen der Grobkonzeption detailliert ausgearbeitet.

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Über den Autor

Chris Brügger

Referent der Haufe Akademie und Partner einer Unternehmensberatung mit Fokus Kreativitätstraining und Innovationsberatung, Fachautor.

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