6 Schritte zum erfolgreichen Innovationsmanagement

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Kreative Ideen und neue die Bespielung neuer Geschäftsfelder sind mehr als nur Zufall: In Unternehmen kümmern sich Innovationsmanager gezielt darum, dass Produkte und Dienstleistungen mit der Zeit gehen und dass es Raum für brandneue Entwicklungen gibt. Moderne methodische Ansätze helfen, noch effektiver von der Idee bis zur Marktreife zu gelangen. So ist wirtschaftlicher Erfolg  und ein gutes Innovationsmanagement garantiert.

Ablauf eines Innovationsmanagementprozesses

Viele Innovationen mögen zwar auf einer spontanen Idee basieren, aber die Umsetzung ist alles andere als ungeplant. Ganz im Gegenteil: Wenn ein Unternehmen Geld investiert, um ein Produkt oder sein Business insgesamt voranzubringen, sollte es so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Systematisches Innovationsmanagement hat deshalb immer einen strukturierten Ablauf und lässt sich dabei in verschiedene Abschnitte unterteilen. Investitionen müssen getätigt, Prototypen getestet und der Bedarf am Markt ausgelotet werden. Auch jede der verschiedenen Phasen an sich sollte wiederum einer festgelegten Struktur folgen, mit entsprechenden Methoden und Entscheidungsverantwortlichkeiten.

Viele Innovationen mögen zwar auf einer spontanen Idee basieren, aber die Umsetzung ist alles andere als ungeplant. Ganz im Gegenteil: Wenn ein Unternehmen Geld investiert, um ein Produkt oder sein Business insgesamt voranzubringen, sollte es so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Systematisches Innovationsmanagement hat deshalb immer einen strukturierten Ablauf und lässt sich dabei in verschiedene Abschnitte unterteilen. Investitionen müssen getätigt, Prototypen getestet und der Bedarf am Markt ausgelotet werden. Auch jede der verschiedenen Phasen an sich sollte wiederum einer festgelegten Struktur folgen, mit entsprechenden Methoden und Entscheidungsverantwortlichkeiten.

Ein ganzheitlicher Innovationsprozess integriert außerdem bewusst einen Abschnitt der Perfektionierung nach der Markteinführung. Denn erst zu diesem Zeitpunkt stellt sich oftmals heraus, ob das Produkt noch modifiziert und verbessert werden muss.

Innovationsmanagement in sechs Schritten

Konkret lässt sich ein Innovationsmanagement in folgende Phasen unterteilen:

Phase 1: Ideenfindung

Am Anfang steht die Idee: Jede Innovation benötigt einen kreativen Ansatz. Die Ideen für Neuerungen oder Verbesserungen können selbstverständlich spontan kommen, aber sie lassen sich auch gezielt initiieren – zum Beispiel mit Hilfe von Kreativitätstechniken oder Ideenwettbewerben. In der Praxis bekommt ein Unternehmen den Anstoß oft von außen, etwa weil die Kund:innen unzufrieden mit dem Status Quo sind oder weil die Konkurrenzfirma ein neues Produkt auf den Markt gebracht hat, das die eigene Position gefährdet. Grundsätzlich wird zwischen der gezielten Suche nach einer Innovation und dem zufälligen Aufspüren einer Bedarfslücke unterschieden.
Unabhängig davon, auf welchem Weg das Innovationspotenzial entdeckt wurde: Am Ende von Phase 1 stehen eine oder gar mehrere Ideen, die Potenzial haben könnten. Wenn das auch die Unternehmensführung so sieht, beginnt die zweite Phase des Innovationsmanagements.

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Phase 2: Innovationsplanung

In diesem Schritt geht es darum, die gefundenen Ideen und Ansätze weiter zu verfeinern und so weit zu entwickeln, dass daraus tatsächlich ein neues Produkt entstehen kann. Hierzu ist ein Konzept nötig, dass die Grundlage bildet für die Umsetzung in der Praxis. Dabei geht es zunächst um eine Analyse der Ist-Situation: Hätte das neue Produkt überhaupt Chancen auf dem Markt, wie hoch wird das Potenzial eingeschätzt? Gibt es vielleicht schon ähnliche Waren von anderen Herstellern, die eine Konkurrenz wären? Wie kann sich das eigene neue Produkt von diesen Produkten abheben? Müssen Rahmenbedingungen beachtet werden, zum Beispiel gesetzliche Vorgaben oder bestehende Patente? Und auch die technische Seite spielt eine Rolle: Ist die Idee überhaupt technisch umsetzbar? Wo könnten Schwierigkeiten liegen, wo muss weiter geforscht werden? All dies sind Fragestellungen, die es zu Beginn eines Innovationsprozesses zu klären gilt. Bei der Innovationsplanung geht es darum, Innovationen gezielt anzugehen. Das beinhaltet zum Beispiel einen Zeitplan zum weiteren Vorgehen. Aber Achtung: Die Analysen sollten keinesfalls dazu führen, dass innovative Ansätze sofort im Keim erstickt werden, weil eine Umsetzung auf den ersten Blick nicht realistisch oder umsetzbar erscheint. Jede gute Idee verdient die Chance, tiefer untersucht zu werden.

Phase 3: Innovationsorganisation

Weil Innovationsprozesse sehr komplex sind und viele Bereiche des Unternehmens betreffen, ist im nächsten Schritt ein gutes Innovationsmanagement wichtig, um den Prozess weiter voranzutreiben. Das Management muss unklar gegliederte Aufgaben und Widerstände innerhalb des Unternehmens lösen. Ziel dieser Phase ist, die Zuständigkeiten zu klären und festzuhalten. Möglich hierbei sind spezielle Projektteams, eigene Innovationsabteilungen oder auch externe Dienstleister, die den Prozess unterstützen. Wichtig ist es auch zu bestimmen, wie die Kommunikation untereinander abläuft und wer wann und wie oft die anderen Beteiligten im Projekt informiert.
Generell gilt: Die Entwicklung von Innovationen benötigt gewisse Freiräume. Starre Strukturen behindern oft das Innovationsmanagement. Aber ohne Führung geht es auch nicht – sonst kann das Ziel nicht erreicht werden. Agile Methoden und eine offene Unternehmenskultur helfen, den Prozess voranzutreiben.

Phase 4: Entwicklung einer marktreifen Lösung

Die Entwicklung eines marktreifen Produkts ist Phase vier des Innovationsprozesses. Zunächst entstehen Prototypen, die auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Das kann im Labor geschehen, aber auch unter realen Bedingungen. Dass Probleme auftauchen, ist in dieser Phase normal und sollte mit einkalkuliert werden. Und es ist besser, Schwachstellen möglichst frühzeitig zu erkennen: Denn je später sich ein neues Produkt als Flop herausstellt, desto teurer wird es für das Unternehmen. Wichtig ist in dieser Phase auch zu testen, wie potenzielle Kund:innen auf die Neuentwicklung reagieren. Auch die Meinung von Expert:innen ist hilfreich. Agile Methoden haben sich auch in dieser Phase bewährt: Mögliche Stolperfallen im Projekt lassen sich dadurch schnell identifizieren und die Beteiligten können rasch reagieren und gegensteuern.

Phase 5: Innovationskontrolle

Ohne Controlling geht es nicht, auch nicht beim Innovationsmanagement: Damit Innovationsprojekte gelingen, braucht es eine Kontrollinstanz. Diese sorgt dafür, dass Innovationsprojekte nicht zu lange dauern und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Die Informationen müssen allen Projektbeteiligten zur Verfügung gestellt werden. Diese Transparenz ist wichtig, um effektiv und effizient zu arbeiten.

Phase 6: Die Vermarktung

Im letzten Schritt des Innovationsmanagements geht es darum, das Produkt tatsächlich auf den Markt zu bringen. Das funktioniert am besten in Etappen: Zunächst werden nur kleine Stückzahlen hergestellt und mit einem Pilot-Marketing an Referenzkund:innen ausprobiert. Auch in dieser Phase bietet sich noch die Möglichkeit, an Schwachstellen zu arbeiten und das Produkt weiter zu verfeinern. Passt alles, werden die Erfahrungen aus dem Pilot-Marketing genutzt, um breiter in die Vermarktung einzusteigen und das Produkt für alle relevanten Zielgruppen auf verschiedenen Kanälen zu bewerben. Potenzielle Kund:innen müssen für das innovative Produkt begeistert und zu Käufer:innen gemacht werden. Das setzt voraus, dass auch große Stückzahlen produziert werden können und interne und externe Vertriebsabläufe funktionieren.

Innovationsmanagement: Wege und Methoden zum Erfolg

Vom klassischen Brainstorming bis zur modernen Crowdsourcing: Es gibt viele Möglichkeiten, um neue Ideen und Produkte zu entwickeln. Es existiert eine breite Palette an Methoden, die teilweise aus dem Marketing oder dem Produktmanagement stammen, andere haben ihren Ursprung in der Innovationsforschung. Damit haben Innovationsverantwortliche ein enormes Potential, viele neue und innovative Ideen zu finden, um damit die Innovationsleistung des Unternehmens zu steigern.
Grob unterscheiden lassen sich bei den Kreativitäts- und Innovationsmethoden geschlossene Systeme (Closed Innovation), bei denen der Input lediglich aus dem eigenen Unternehmen kommt. Das bedeutet: Die Ideen und die Umsetzung erfolgen durch die eigenen Mitarbeiter:innen, diese teilen ihre Erkenntnisse nicht mit Dritten. Anders bei offenen Systemen (Open Innovation): Beim so genannten Co-Creation spannen Unternehmen externe Unterstützer wie Experten oder Geschäftspartner ein, um ihre Innovationen voranzubringen. Gemeinsam arbeiten sie an der Neuerung. Noch offener ist die Crowdinnovation: Dabei wird der Ideenprozess und das Innovationsmanagement komplett nach außen geöffnet. Jeder Interessent und jede Interessentin, zum Beispiel die Kund:innen, können an der Ideenfindung teilhaben und mitmachen. Im modernen Innovationsmanagement spielen die offenen Systeme eine immer größere Rolle.

Die richtige Innovationsmethode auswählen

Methoden fürs Innovationsmanagement gibt es also viele. Aber welche Methode eignet sich am besten fürs eigene Unternehmen? Das hängt stark davon ab, welche Ziele das Unternehmen erreichen möchte. Die eine Innovationsmethode ist besser geeignet, wenn das Unternehmen auf der Suche ist nach einer besseren technischen Lösung für ein bestimmtes Problem. Vielleicht soll das Produkt anwenderfreundlicher gestaltet werden oder der Produktionsprozess soll sich vereinfachen. Für einen solchen Fall wird eine andere Methode benötigt als wenn es um eine völlig neue Produktinnovation geht oder gar um eine Geschäftsmodellinnovation. Diese beiden Probleme sind deutlich umfangreicher und benötigen eine komplexere Herangehensweise als die Suche nach einer technischen Neuerung. Noch einmal anders sieht es bei Serviceinnovationen aus: Diese können Dienstleistungen betreffen, die das Unternehmen anbietet oder es kann sich um zusätzliche oder verbesserte Services zu Produkten und Projekten handeln, etwa die Optimierung des Kundenprozesses. Auch hierfür sind spezielle Herangehensweisen im Innovationsprozess notwendig.

Um den richtigen Weg zu finden, muss man aber nicht jedes Werkzeug im Detail beherrschen. Für die einzelnen Methoden reicht es, die Grundzüge zu verstehen. Für konkrete Projekte empfiehlt es sich dann ohnehin, einen internen oder externen Methodenexperten als Moderator an Bord zu holen.

Fazit: Innovation ist kein Zufall

Auch wenn der Zufall ein ständiger Begleiter in der Geschichte von Forschung und Entwicklung ist: In der heutigen Zeit wäre es fahrlässig, den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens allein von der Fügung des Schicksals abhängig zu machen. Das gilt insbesondere wegen der steigenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Prozesse: Entwicklungen gehen immer schneller vonstatten, es gibt immer kürzere Produktzyklen und durch ein Disruptionspotential wächst der Wettbewerbsdruck. Nur Unternehmen, die auf diesen kontinuierlichen Wandel stetig neue, passende Antworten präsentieren, können sich langfristig am Markt behaupten und letztendlich überleben.

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Online-Redaktion

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