Arbeitswelt 4.0 – so bleiben Sie ausgeglichen und glücklich

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Die digitale Transformation hat unsere Arbeitswelt vielfach verändert. Allzu schnell fühlen wir uns in dieser rasanten, vernetzten und digitalen Arbeitswelt 4.0 verloren, gehetzt und gestresst. Wie schaffen wir es, trotz dieser Veränderungen glücklich und ausgeglichen zu bleiben?

Was unsere moderne Arbeitswelt prägt

Ein moderner Arbeitsplatz kommt heute nicht mehr ohne digitale Tools aus. So verrichten wir einen Großteil unserer Arbeit am Bildschirm, meist sitzend. Wir kommunizieren per Videochat, Mail oder Projektmanagementtool über diesen Bildschirm, wir bearbeiten Daten, analysieren Zahlen oder sind am Monitor kreativ. Per Smartphone sind wir theoretisch permanent erreichbar, über die Cloud können wir von überall auf alle relevanten Tools und Daten zugreifen. Wir ändern flexibel das Arbeitszeitmodell, arbeiten im Homeoffice, am Hot Desk oder im Großraumbüro.

Schon dieser kurze Einblick in den beruflichen Alltag in der Arbeitswelt 4.0 zeigt, dass wir in dieser neuen Welt mit hoher Sicherheit stressanfälliger, weniger belastbar und müder sein können als noch vor wenigen Jahren. Umso wichtiger, ist es deshalb, sich Strategien zu überlegen, um einen Ausgleich zu schaffen.

Warum die Work-Life-Balance in der Arbeitswelt 4.0 so wichtig ist

Noch vor wenigen Jahren waren Arbeitswelt und Freizeit klar voneinander getrennte Bereiche. Zuhause war zuhause und Büro Büro. Doch mit Homeoffice, Cloud, E-Mail, Smartphone & Co. verwischen diese Grenzen allzu schnell, wenn wir nicht aufpassen. Unser Geist kann nicht mehr abschalten, wir kommen nicht mehr zur Ruhe.

Die Folgen können sich individuell ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Während einige Menschen durch Stress und Arbeitsbelastung an Schlafmangel leiden, werden andere depressiv verstimmt. Wieder andere werden antriebslos oder aggressiv.

Im schlimmsten Fall wird Stress chronisch und sorgt für seelische Leiden wie Burnout oder körperliche Leiden wie Rücken- oder Magenschmerzen.

Diese 7 Tipps helfen Ihnen dabei, Stress vorzubeugen:

1. Tipp: Hören Sie auf Ihre Bedürfnisse

In der Regel wissen wir sehr genau, was wir wollen. Häufig werden unsere Wünsche jedoch durch den beruflichen Alltag überdeckt und wir lassen unsere Bedürfnisse nicht zu. Stellen Sie z.B. fest, dass Sie eigentlich mehr Schlaf benötigen, sollten Sie entweder früher schlafen gehen oder mit Ihrem Arbeitgeber über eine Veränderung Ihrer Arbeitszeiten sprechen.

Merken Sie, dass Sie sich in der Stille besser konzentrieren können, sollten Sie Lärmquellen möglichst ausschalten. Bitte Sie Ihre Kollegen, laute Telefonate oder Besprechungen in einen anderen Raum zu verlegen.
Sie werden feststellen, wenn Sie achtsamer mit Ihren Bedürfnissen umgehen, werden Sie erfüllter und zufriedener arbeiten und leben.

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2. Tipp: Bewegen Sie sich regelmäßig

Wussten Sie, dass der menschliche Körper eigentlich darauf ausgelegt ist, täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurückzulegen? Gerade die Arbeitswelt 4.0 bindet uns zu oft an den Bildschirm in eine sitzende Position. Je länger wir so arbeiten, desto stärker verkümmert unsere Muskulatur. Deshalb sollten Sie einen Ausgleich schaffen und sich regelmäßig bewegen. Damit stärken Sie nicht nur Ihr Herz-Kreislaufsystem und Ihre Muskulatur, sondern beim Sport werden auch Endorphine freigesetzt, die Ihre Stimmung anheben.

3. Tipp: Betreiben Sie aktives Zeitmanagement

Jeder Tag hat nur 24 Stunden, daran kann auch die Digitalisierung nichts verändern. Umso wichtiger ist es, dass Sie diese Zeit sinnvoll und bewusst nutzen. Strukturieren Sie z.B. Ihre Arbeitsschritte und setzen Sie Prioritäten. To-Do-Listen eignen sich sehr gut dafür. Eine einfache Methode ist es, sich die Arbeitsschritte aufzuschreiben, die Sie erledigen wollen und diese nach Erledigung abhaken. Was Sie heute nicht schaffen, verschieben Sie auf morgen. Zu Beginn wird das meist noch nicht ganz aufgehen. Doch mit der Zeit lernen Sie dadurch, Ihre Kapazitäten realistisch einzuschätzen und einhaltbare Zeitpläne zu machen. Auf diese Weise können Sie Ihre Freizeit noch bewusster erleben und genießen.

4. Tipp: Arbeiten Sie im Homeoffice an einer festen Stelle

Die Arbeitswelt 4.0 bietet vielen Arbeitnehmern maximale Flexibilität bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes. Doch gerade hier besteht die Gefahr, dass sich Privates und Berufliches zu stark vermischen. Schaffen Sie deshalb im Homeoffice einen klar definieren Arbeitsbereich. Arbeiten Sie auch nur dort und nicht im Bett oder am Frühstückstisch. So können Sie einfacher Feierabend machen und sich voll und ganz auf Ihre Freizeit konzentrieren.

5. Tipp: Belohnen Sie sich

Das menschliche Gehirn reagiert positiv auf Belohnungen. Legen Sie für einen stressigen Arbeitstag zum Beispiel im Vorfeld fest, wie Sie sich am Feierabend belohnen werden. Eine Belohnung bietet sich auch für ein abgeschlossenes Projekt an. Auf diese Weise aktivieren Sie Ihr Belohnungszentrum im Gehirn und verknüpfen Ihre Leistung nachhaltig mit etwas Positivem. Ob die Belohnung materiell ist oder Sie sich z.B. auf ein gemeinsames Essen mit Ihrer Familie freuen, bleibt Ihnen überlassen.

6. Tipp: Schaffen Sie sich freie Inseln

Legen Sie bewusst Termine oder Zeitfenster fest, an welchen Sie nicht arbeiten. Indem Sie sich bewusst für Freizeit entscheiden, werden Sie Ihre tägliche Arbeit motivierter erledigen. Denn Sie haben ja ein festes Ziel vor sich. Außerdem werden Sie Ihre freie Zeit noch bewusster genießen können.

7. Tipp: Schreiben Sie auf, was Sie geschafft haben

Häufig wissen wir gar nicht, wie viel wir schon erreicht haben. Machen Sie sich deshalb regelmäßig bewusst, was Sie alles leisten. Das wird Ihr Selbstbewusstsein stärken und so nachhaltig zu einer positiveren Stimmung führen.

Wie Sie sehen, braucht es nicht viel, um in der modernen Arbeitswelt 4.0 glücklicher und ausgeglichener zu fühlen. Alles beginnt damit, dass Sie sich über Ihre Bedürfnisse im Klaren sind. Haben Sie diese verinnerlicht, ist schon der erste Schritt zu mehr Ausgeglichenheit getan.

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Über den:die Autor:in

Jasmin Burgey

arbeitet im Marketing der Haufe Akademie für den Themenbereich Persönliche und Soziale Kompetenzen.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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