Auf zu neuen Ufern!

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Auf zu neuen Ufern! Welche Gefühle löst dieser Satz bei Ihnen aus?

Gehören Sie zu den Menschen, die am liebsten ständig etwas Neues erleben möchten, die niemals zweimal an denselben Urlaubsort fahren und die auch im Job immer neue Herausforderungen suchen? Dann wird dieser Satz Sie motivieren und vielleicht sogar ein wohliges Prickeln auslösen.
Oder gehören Sie zu den Menschen, die sich gern auskennen, die eine vertraute Umgebung schätzen, und die im Job bekannt dafür sind, Experte auf ihrem Gebiet zu sein? Dann lesen Sie diesen Satz vielleicht eher mit gemischten Gefühlen.

Die beiden Perspektiven zeigen, wie unterschiedlich Menschen auf Veränderungen reagieren und mit ihnen umgehen – entsprechend der individuellen Kompetenzbiografie jedes einzelnen.
Der Gehirnforscher Professor Dr. Dr. Gerhard Roth sagt: „Die meisten Menschen wollen weitermachen wie bisher und zwar erstaunlicherweise auch dann, wenn ihnen eine Veränderung durchaus Vorteile bringen würde. Der Grund: Ein Weitermachen trägt eine starke Belohnung in sich als Lust an der Routine, am Expertentum, am Statusbewahren.”

Vereinfacht bedeutet das im Alltag: Wir fühlen uns oft gut, wenn wir uns auskennen, wenn wir in einer bekannten Umgebung sind und uns sicher fühlen. Wir schieben dann Neues unbewusst auf die andere Seite, auf die Seite von Risiko, Unsicherheit und Angst.

Unsere Seminarempfehlung

Neuen Herausforderungen offensiv begegnen

Wie gut Veränderungsprozesse gelingen, liegt an der vorhandenen Veränderungsbereitschaft und -Kompetenz sowie den vorhandenen Veränderungsmöglichkeiten. In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie mit dem Wandel positiv umgehen und wie Sie Veränderungsprozesse positiv unterstützen.


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Das muss nicht so bleiben!

Setzen Sie sich mit sich selbst auseinander und ergründen Sie sich selbst: Wertschätzen Sie die positiven Erfahrungen mit Tradition und Stabilität, die Sie gemacht haben und üben Sie, Neues positiv zu sehen. Der erste Schritt liegt in einer veränderten inneren Haltung gegenüber der Veränderung:

  • Wo haben Sie in Ihrem Leben positive Erfahrungen mit Veränderung gemacht?
  • Wann hat sich eine Veränderung für Sie schon einmal ausgezahlt?
  • Wen bewundern Sie für seine oder ihre Veränderungsbereitschaft?

Richten Sie Ihren Fokus auf die positiven Veränderungen in Ihrem Leben – und ich bin sicher, Sie werden Vieles neu entdecken.

Nun brauchen Sie Mut, Neues auszuprobieren und die Reaktionen der Umgebung auszuhalten. Werden alle gut finden, was Sie anders tun? Mut lässt sich trainieren wie ein Muskel. Suchen Sie aktiv Situationen, in denen Sie erleben, dass Sie etwas verändern und dass es für Ihre Umgebung in Ordnung ist, selbst, wenn Sie sich beim ersten Mal noch unsicher fühlen sollten oder das Ergebnis noch nicht perfekt ist. Trainieren Sie, Unsicherheit auszuhalten und Spaß daran zu entwickeln, neue Wege zu gehen.

Das Gehirn braucht viel Übung, bis neue Wege genau so leicht funktionieren wie alte. Deshalb brauchen wir eine besondere Veränderungsenergie, die uns unterstützt: Eine große Vision, die uns emotional unterstützt und ein klares Ziel, das wir anstreben.

Im nächsten Schritt geht es darum, kleine positive Veränderungen umzusetzen. Wollten Sie nicht schon lange ein neues Fachbuch lesen oder die Kollegin fragen, wie sie so schnell fit mit der neuen Software geworden ist? Gehen Sie neue Wege, besuchen Sie Orte, an denen Sie noch nie waren, lernen Sie neue Menschen kennen und erleben Sie, wie es ist, selbst positive Veränderungen herbeizuführen.

Denn viele Unlustgefühle im Zusammenhang mit Veränderungen entstehen, weil wir uns innerlich dagegen sträuben, weil wir Angst haben oder kein Risiko eingehen wollen. Ja, in unseren Gewohnheiten haben wir uns manchmal bequem eingerichtet.

Deshalb: runter vom bequemen Bürostuhl  – raus aus der Komfortzone!

Mit diesem neuen Optimismus gestalten Sie nun z. B. Ihren Arbeitsplatz neu, überprüfen Vorgehensweisen und Prozesse und suchen systematisch nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Haben Sie sich gut vorbereitet?

Wenn wir etwas verändern wollen, ist es absolut wichtig, genügend in die Vorbereitung zu investieren, damit wir ausreichend Energie für den Prozess „an Bord” haben. Mit einer starken Vision und einem guten Plan ist der Weg zum Erfolg leichter.

Der Expertentipp: Lernen Sie Ihre eigene Kompetenzbiografie kennen, verstehen Sie, warum Sie so sind, wie Sie sind. Dann verabschieden Sie sich leichter von alten Gewohnheiten und können sich verändern. Denn: Die Erlaubnis dazu geben nur Sie sich selbst.

Eine wunderbare Methode der Unterstützung ist der Perspektivenwechsel: Wie hätte Pippi Langstrumpf reagiert? Welche Ideen hätte eine von mir sehr geschätzte Person zu diesem Thema? Was wäre, wenn…

Ganz konkret: Schulen Sie Ihre Wahrnehmung, trainieren Sie neue Muster, die die alten Muster im Gehirn langfristig hemmen. Suchen Sie Chancen in einer angstfreien Umgebung, wiederholt positive Erfahrungen zu machen und üben Sie die neuen Reaktionsmuster im Zusammenspiel mit anderen Menschen ein.

Es ist wichtig, dass wir uns selbst immer wieder einladen, ermutigen und inspirieren, neue Erfahrungen zu machen. Wir müssen dazu nicht gleich nach Australien auswandern – kleine „Mutproben” im Alltag machen Spaß und stärken das Selbstvertrauen.

Und damit erwerben Sie eine der Kernkompetenzen der Zukunft: Sie begegnen neuen Herausforderungen ganz offensiv und mit Freude. Sie werden sehen!

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Über den Autor

ist Suggestopädin, Trainerin und Coach. Mit ihren lebendigen Lernmethoden ermutigt sie die Teilnehmenden, Veränderungen positiv zu gestalten.

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