Must-Have „Future Skills” – Die Kompetenzen der Zukunft

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Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt schneller und schneller. Wir alle erfahren gerade, was es bedeutet, wenn Wissen eine immer kürzere Halbwertszeit hat. Know-how, das gerade noch neu war, veraltet über Nacht. Ständig entstehen neue Arbeitsinhalte und -bereiche, für die Mitarbeitende relevantes Know-how aufbauen müssen. Und zwar nicht nur einmal, sondern permanent. Wissenschaftler bezeichnen die Fähigkeiten, die jeder von uns braucht, um mit dem permanenten Wandel mitzuhalten, als „Future Skills“.

Doch was sind Future Skills und was zeichnet sie aus? Diese Fragen beantworten wir Ihnen im ersten Teil unserer „Future Skills“ Reihe.

Was sind Future Skills?

Laut der Studie „Die Zukunft der Qualifizierung in Unternehmen nach Corona“, die der Stifterverband gemeinsam mit McKinsey durchführte, lassen sich Future Skills allgemein in vier Kategorien unterteilen: digitale Schlüsselkompetenzen, transformative Kompetenzen, klassische Kompetenzen und technologische Kompetenzen. In der Digital-Ära haben Future Skills großen Einfluss darauf, wie gut und erfolgreich wir uns an eine sich schnell wandelnde Arbeitswelt anpassen können. Nicht auf jede Frage, die sich heute oder in Zukunft stellt, wird es zum Beispiel direkt eine fertige Lösung geben – wir müssen sie erst erschaffen. Um diese Herausforderung meistern zu können, sind insbesondere transformative Kompetenzen gefragt. Bei ihnen handelt es sich um nicht-digitale Schlüsselkompetenzen aus dem Bereich der Soft Skills, die wir benötigen, um große Problemstellungen von heute und morgen innovativ zu lösen und neue Kräfte zu entfesseln zu können. Zu ihnen zählen beispielsweise Resilienz, Veränderungsbereitschaft oder Kreativität.

Die 6 wichtigsten persönlichen und sozialen Kompetenzen für die Zukunft

Veränderungsbereitschaft

Unsere Welt ist unvorhersehbarer geworden und in stetigem Wandel. Um weiterhin erfolgreich zu sein, ist sowohl bei Arbeitnehmenden als auch bei Unternehmen Veränderungsbereitschaft gefordert. Sie geht einher mit einer Offenheit für Neues, der Lust auf Veränderungen und der Kreativität im Umgang mit neuen Situationen. Nicht jedem fällt das gleichermaßen leicht, aber das Gute ist: Veränderungsbereitschaft ist erlernbar. Wir Menschen können Haltungen und Methoden erlernen, die uns einen offeneren und flexibleren Umgang mit Neuem und Veränderungen ermöglichen.

Kreativität

Kreativität ist die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln oder bereits bestehende auszuarbeiten. Die Bedeutung steigt zunehmend, weil viele Unternehmen im schnelllebigen Digitalzeitalter unter einem immensen Innovationsdruck stehen.

Resilienz

Nicht mehr für jedes Problem gibt es sofort die eine passende Lösung. Oft ist Trial und Error angesagt. Dabei kann es zu Rückschlägen kommen, da Experimente auch mal schief gehen. Um mit solchen Misserfolgen, dem daraus resultierenden Stress aber auch allgemein mit der wachsenden Workload umgehen zu können, benötigen wir eine ganz bestimmte Fähigkeit: Resilienz. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Herausforderungen und Stresssituationen gut und ohne psychische Beeinträchtigungen zu überstehen. Resiliente Personen sind also stressresistenter als andere, was sich darin zeigt, dass sich bei ihnen weniger oder keine Belastungssymptome bemerkbar machen.

Authentizität

Und da wir in der modernen Arbeitswelt sehr viel mit anderen Menschen zu tun haben – sei es in Online- oder Offline-Meetings oder im Kontakt mit Kunden -, ist es umso wichtiger in Kontakt mit sich selbst zu sein. Nur wer dazu in der Lage ist und hinter sich und dem steht, was es zu vertreten gilt, überzeugt wirklich und kann Vertrauen beim Gegenüber erzeugen. Aus diesem Grund ist Authentizität ein so wichtiger Faktor im zwischenmenschlichen Miteinander, insbesondere im Umgang mit Kunden. Wer hingegen im Beruf jeden Tag eine Rolle spielt, läuft Gefahr zu erkranken – denn permanent vorzugeben jemand zu sein, der man nicht ist, erzeugt unweigerlich Dauerstress.

Beziehungskompetenz, Teamfähigkeit und Empathie

Arbeiten in Zukunft heißt: Weg von einem festgelegten Teamgefüge hin zu wechselnden Projektteams. In diesen ergänzen sich einzelne Mitarbeitende fachlich in ihren Kompetenzen, müssen aber auch in sozialer Hinsicht gut miteinander kollaborieren. Dabei kommt es auf Skills wie Beziehungskompetenz, Teamfähigkeit und Empathie an.
Beziehungskompetenz bedeutet, emotionale Nähe zu anderen Personen aufzubauen und eine Bindung zu ihnen einzugehen. Das ist die Voraussetzung für Teamfähigkeit, die sich darauf auswirkt, wie Arbeitsgruppen miteinander umgehen, um Prozesse kreativ und konstruktiv zu managen. Das wiederum geht nicht ohne die nötige Empathie, also die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in andere Personen hineinzuversetzen – denn wer immer aus der Ich-Perspektive agiert, wird nie zum Teamplayer.

Konfliktfähigkeit

Konfliktfähigkeit heißt, dass Arbeitnehmende in der Lage sind, mit einem Konflikt konstruktiv umzugehen und nicht emotional an diesem zu verzweifeln. So können Teams effizient mit unterschiedlichen Meinungen umgehen, ohne dass das Betriebsklima darunter leidet.

Fazit: Um in Zukunft gesund und erfolgreich zu sein, reichen fachliche Fähigkeiten nicht mehr aus. Jetzt sind insbesondere Future Skills aus dem Bereich der Soft Skills wie Resilienz, Veränderungsbereitschaft, Kreativität und vieles mehr von Mitarbeitenden gefragt. Daher stehen zu guter Letzt jedoch noch zwei wichtige Fragen im Raum: Lassen sich Future Skills trainieren? Und wenn ja, wie? Die Antworten erhalten Sie im zweiten Teil unserer Future Skills Serie.

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Über den:die Autor:in

Jasmin Burgey

arbeitet im Marketing der Haufe Akademie für den Themenbereich Persönliche und Soziale Kompetenzen.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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