Selbstmotivation: Denkfehler, die Sie vermeiden sollten

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Denkfehler Nr. 1: Die äußeren Umstände demotivieren mich

Die eigene unzureichende Leistung begründen wir mit äußeren Einflussfaktoren: der Chef, die miesen Sozialleistungen, die jahrelang hinausgeschobenen Gehaltserhöhung und, und, und. Das erinnert an den Frierenden, der vor seinem offenen, kalten Kamin sitzt und zu diesem sagt: „Wenn du mich wärmst, gebe ich dir ein Scheit Holz.“ Das ist widersinnig, klar. Dabei verhalten sich viele Menschen im Berufsleben genau so widersinnig. Doch wer glaubt, dass sein Unternehmen für die eigene Motivation verantwortlich sein müsse, bremst sich nicht nur aus, sondern fühlt sich auch noch schlecht dabei. Warum? Wer auf andere angewiesen ist, fühlt sich – zu Recht – abhängig. Wer abhängig ist, hat wenig oder keine Eigenmacht. Ohnmacht macht sich breit.

Das muss nicht sein. Es gibt eine Haltung der Selbstmotivation, mit der man sich deutlich besser fühlt. Die Persönlichkeits-Psychologie beschreibt sie als „Glaube an die persönliche Eigenmacht“. Wer das subjektive Gefühl hat, er könne etwas ändern, etwas steuern, dem geht es besser als jenem, der glaubt, hilflos den äußeren Einflüssen ausgeliefert zu sein.

Denkfehler Nr. 2: Denen zahle ich es heim!

Unrecht, das einem widerfährt, möchte man ausgleichen. Viele Menschen, die sich von ihrem Unternehmen demotiviert fühlen, möchten deshalb der eigenen Firma eins auswischen, etwa indem sie Dienst nach Vorschrift schieben. Dann ginge es ihnen besser, meinen sie. Ein Irrglaube. Denn das Verhältnis zwischen Angestellten und Unternehmen ist wie die Beziehung zwischen Ehepartnern: Verliert eine Seite, verlieren im Endeffekt beide Seiten.

Auf den ersten Blick erkennt man lediglich, dass der Mitarbeiter dem Unternehmen schadet. Was es für den Einzelnen selber bedeutet, ist einer näheren Betrachtung wert. Und da lautet die verblüffende Antwort: Der Arbeitnehmer schadet sich selbst, weil er seine Leistung und damit sein Selbstwertgefühl mindert.

Nun kann man nicht auf Knopfdruck umschwenken und sagen: „Mmh, ja, stimmt. Dann setze ich mich eben wieder voll ein.” So leicht geht das leider nicht. Vor allem, wenn man vielleicht schon jahrelang mit angezogener Handbremse unterwegs war.

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Denkehler Nr. 3: Ich muss positiv denken!

Was also tun? Was, wenn wir (wieder) unser Bestes geben wollen, uns aber von den äußeren Umständen demotiviert fühlen? Wir können etwas dagegen tun: Denken Sie auf keinen Fall positiv – denken Sie engagiert!

Warum soll ich nicht positiv denken, fragen Sie sich möglicherweise? Nun, das ist nicht nur hinderlich, sondern meist sogar kontraproduktiv. Positives Denken ist passives Denken. Das ist zwar bequem, hat aber entscheidende Nachteile. Es kann sogar schädlich sein. Denn es verführt dazu, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten, was passiert. Machen wir es kurz: Rein positives Denken allein bringt einen nicht weiter. Wie heißt es so schön? „Vertraue auf Gott, aber binde dein Pferd an.“ Natürlich kann man eine Rose pflanzen und sich positive Vorstellungen davon machen, wie sie wächst und gedeiht. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es jedoch für die Rose hilfreicher, wenn sie gegossen, gedüngt, gehegt und gepflegt wird. Und nicht nur bei Rosen ist das so: Positives Denken allein genügt einfach nicht.

Wo das positive Denken aufhört, beginnt das engagierte Denken. Mit dem rein positiven Denken überlassen Sie die Veränderung der Umstände anderen: dem Chef, hilfreichen Menschen oder dem Universum. Indem Sie engagiert denken, nehmen Sie Veränderungen selbst in die Hand.

Denken ist ein Prozess, bei dem man sich selbst Fragen stellt und beantwortet. Je besser die Fragen sind, die man sich stellt, desto besser fallen die Antworten aus. Das ist der Kern des engagierten Denkens.

Die zentrale Frage dieser Methode können Sie sich fast immer stellen, wenn Sie etwas verändern wollen. Diese eine Frage kann tatsächlich Ihr Leben verändern. Sie lautet: „Was kann ich tun?”

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Über den Autor

ist Diplom-Betriebswirt (BA), zertifizierter Trainer, Coach, Speaker und Autor. Seine Schwerpunkte sind: Dauerhafte Selbstmotivation und Motivation jenseits der Literatur. Reinhold Stritzelsberger hat langjährige Führungserfahrung, ist Gründer und Inhaber eines Trainingsinstituts und Autor zahlreicher Fach-Publikationen.