Compliance-Trainings

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Compliance-Trainings in international aufgestellten Organisationen

Unternehmen werden neben ihrer wirtschaftlichen Stärke immer mehr als Werteträger angesehen und beurteilt. Die Unternehmenskultur rückt in den Fokus und dient nach innen zur Motivation der Mitarbeiter, nach außen bildet sie aber gemeinsam mit den Werten einen wichtigen Bestandteil der Marke.

Die Öffentlichkeit, Kunden, Aufsichtsbehörden, Strafverfolgungsorgane und Gerichte erwarten von Unternehmen, dass diese aktiv Vorsorge für eine redliche Führung ihrer Geschäfte in Übereinstimmung mit den anwendbaren Regeln und Gesetzen treffen – und dies in allen in- und ausländischen Standorten.

Darum geht es beim Stichwort Compliance, unabhängig davon wie man Compliance im Einzelnen definiert:

  • als Unternehmenskultur, Wertemanagement und Business Ethik,
  • als fair and regulatory conduct of business,
  • als Einhaltung interner oder externer Regeln und Prinzipien oder
  • als Ausdruck von oder Vrpflichtung zur Corporate Social Responsiblity oder Corporate Responsbility.

Die Bandbreite von Compliance

Alle in diesen Definitionen enthaltenen Elemente sind richtig. Sie zeigen die Bandbreite von Compliance. Ein Unternehmen muss seinen Standort in der Gesellschaft und im nationalen und internationalen Markt heute auch durch Unternehmenskultur und Werte bestimmen. Technische Brillianz und Effektivität reichen jedenfalls für ein Markenunternehmen nicht mehr aus. Die damit verbundenen Vorgaben müssen durch interne Standardsetzung und das interne Kontrollsystem operabel gemacht und abgesichert werden. Schließlich geht es um die Umsetzung in der täglichen Unternehmenspraxis durch Redlichkeit und Regeltreue.

Unternehmen sind heute in wachsendem Maße mit ihren Abnehmern und Kunden verbunden. Komplexe Produkte erfordern Vertrauen über die förmliche Einhaltung vertraglicher und gesetzlicher Regeln hinaus. Über die Themen Corporate Social Responsibility, Qualitätssicherung und Anti-Korruption wird der Compliance Druck mehr und mehr an die Lieferantenkette weitergegeben. Die Chancen, dass Fehlverhalten unentdeckt bleibt, sind deutlich gesunken. Compliance-Verstöße haben einen hohen Neuigkeitswert. Fehlverhalten wird nur noch selten als Begleiterscheinung des wirtschaftlichen Erfolgs oder Status akzeptiert oder toleriert.

Gelebte Standards als Konsequenz für Redlichkeit und Regeltreue

In der Konsequenz bedeutet dies, dass Entlastung durch Delegation und Standardsetzung nur noch gewährt wird, wenn die Delegation funktioniert, das heißt die gesetzten Standards tatsächlich auch in allen Abteilungen, Tochterunternehmen sowie in- und ausländischen Standorten umgesetzt werden. Es ist zwar nach wie vor so, dass Geschäftsleitungen nicht für einzelne Ausreißer oder menschliches Fehlverhalten im Einzelfall zur Verantwortung gezogen werden. Aber wer schöne Richtlinien setzt, muss sich bei Fehlverhalten im Unternehmen heute fragen lassen, wie ernst denn die Ansage von oben in der Praxis tatsächlich gemeint gewesen sei.

Ein hochentwickeltes Werte- und Richtlinienwesen ohne operative Umsetzungshilfen kann deshalb leicht zum Bumerang werden, zur selbstgesetzten Messlatte, die als verpflichtende Konkretisierung der allgemeinen Sorgfaltspflichten für das eigene Unternehmen verstanden wird.

Ein Wertesystem für das ganze Unternehmen schaffen

Unternehmen stehen vor der Aufgabe ein Wertesystem zu schaffen, welches für alle Mitarbeiter in nationalen und internationalen Standorten Verbindlichkeit schafft und das Verhalten und die damit verbundene Grundeinstellung nachhaltig verändert. Dies wird nicht erreicht durch Paragrafenreiterei und von oben runter diktierte Regeln – Richtlinien auf Papier sind geduldig. Um Compliance im Unternehmen erfolgreich zu platzieren, müssen diese Richtlinien und Werte gelebt werden: Und zwar von jedem einzelnen Mitarbeiter.

Compliance Regeln sind Lebensregeln, die das Verhalten beeinflussen sollen

Hierzu ist es notwendig, dass Mitarbeiter die Compliance Standards und Regeln kennenlernen und erfahren, wie sie damit in der Praxis richtig umgehen können. Um hierbei eine nachhaltige Wirkung erzielen zu können, müssen die Trainingskonzepte langfristig ausgelegt sein. Eine „multimediale Einmalshow“ hat wenig Wirkung auf die Einstellung und das Verhalten der Mitarbeiter.

Ziele der Trainingskonzepte müssen sein:

  • Betroffenheit erzeugen,
  • Verständnis schaffen,
  • Nachhaltigkeit schaffen,
  • Fachbezogene Wissensvermittlung bei entsprechenden thematischen Vorgaben,
  • Mit den Vorteilen überzeugen,
  • Einstellung verändern – Verhalten verändern,
  • Persönlichen Nutzen vermitteln,
  • Verbindlichkeit schaffen (Leistungskontrolle),
  • Einbindung in die Wissensprozesse im Unternehmen,
  • Mitarbeiter persönlich in die Pflicht nehmen.

Wie wird dies erreicht?

Um dies erreichen zu können, sollten die Schulungskonzepte verschiedene Elemente kombinieren:

Verstärkung der Compliance Kommunikation im Unternehmen,
insbesondere durch Auf- und Ausbau eines Compliance-Intranets, durch eine klare Darstellung der wesentlichen Compliance- Regeln, durch die Vorstellung der Mitglieder des Compliance Office und des Compliance Teams sowie im weiteren Verlauf auch der künftigen Compliance Ansprechpartner der nationalen und internationalen Tochtergesellschaften: „Wir sind nicht anonym. Jeder von uns ist für Sie da.“

Hohe Transparenz und Präsenz durch regelmäßige Mitteilungen an Mitarbeiter – beispielsweise zu aktuellen Fällen oder auch grundsätzliche Compliance News – sind für eine erhöhte Nachhaltigkeit Erfolg versprechend.

Themen- und/oder zielgruppenspezifische e-Training-Module mit Lernkontrollen:
e-Trainings ermöglichen eine Schulung aller Mitarbeiter in kürzester Zeit. Dabei liegt der Lernaufwand pro Mitarbeiter bei nur wenigen Minuten. Die kurzen Lernphasen sind gut in den Arbeitsalltag integrierbar und klare Lernziele und eine praxisnahe Aufbereitung der Inhalte schaffen ein spannendes Lernerlebnis. Bei der Auswahl von e-Trainings ist es zum einen wichtig, dass in den Inhalten standortrelevante Praxisbeispiele mit der zentralen Wissensvermittlung vereint werden und zum anderen, dass Unternehmen ihrer Dokumentationspflicht nachkommen können: Integrierte Abschlusstests überprüfen das Wissen von Mitarbeitern und bescheinigen Unternehmen die erfolgreiche Teilnahme.

Präsenztrainings:
Durch attraktiv aufbereitete Präsentationsunterlagen mit aktuellen Fallbeispielen und empfängerorientierter Darstellungen der Risikofelder und Schwierigkeiten der einzelnen Bereiche können Unternehmen ihre Mitarbeiter gezielt schulen.

Darum lohnen sich zentral durchgeführte Compliance-Trainings auch für international aufgestellte Unternehmen

  • Unternehmen sehen sich immer stärker mit der Aufgabe konfrontiert eine internationale Marke zu schaffen – basierend auf einer von allen Mitarbeitern gelebten Unternehmenskultur und Werten.
  • Die Marktkomplexität wächst (z.B. Globalisierung, geografische Vielfalt).
  • Es wird mehr Transparenz gefordert – intern zu den Mitarbeitern aber auch extern beispielsweise durch den Gesetzgeber und die Medien.
  • Die Toleranz für Probleme und Schwachstellen im Risikomanagement sind.
Weitere Informationen zum Complicance-Angebot der Haufe Akademie

 

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Über den Autor

Geschäftsführer CompCor Compliance Solutions GmbH & Co.KG.

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