Nicht jammern, sondern machen: 3 Tipps zum Gleichstellungstag

Der 26. August ist Tag der Gleichstellung von Frauen – doch was heißt das eigentlich ganz konkret? Und braucht es das überhaupt noch? Wir finden ganz klar: „JA“! Denn nach wie vor reicht ein Blick in viele Unternehmen – wahrscheinlich auch in deins? – um zu wissen: Im Alltag hakt es noch an vielen Ecken und Enden. Doch was genau können wir tun?

Zunächst ein kurzer Blick, was das Gesetzt zum Thema Gleichstellung sagt:

„Ziel ist die berufliche Förderung von Frauen, die Verbesserung der Aufstiegschancen für Frauen, eine deutliche Erhöhung des Anteils der Frauen in Bereichen, in denen sie geringer repräsentiert sind als Männer sowie die Beseitigung bestehender Benachteiligungen.“

Auch wenn es in vielen Unternehmen beim Thema Gleichstellung von Frauen noch Luft nach oben gibt, gibt es doch eine gute Nachricht: Wir alle haben es in der Hand, etwas zu verbessern! Wie das gehen soll? Dazu haben wir drei einfache Tipps:

  • Tipp 1: Nimm alle „kritischen“ Situationen in deinem Alltag bewusst wahr und sensibilisiere deine Kolleginnen dafür: Auf der Straße prangen halbnackte Frauen auf Plakatwänden. Die Werbung in den Medien schürt das Klischee von niedlichen, schutzbedürftigen Frauen und starken Männern. Und im Job halten es die Kollegen für selbstverständlich, dass die Kolleginnen den Kaffee fürs Kundenmeeting organisieren. Macht es zur Teamsache, euer Umfeld zum Umdenken zu bewegen: macht bei gleichwürdiger Aufgabenverteilung und sexistischen Sprüchen eine klare Ansage!
  • Tipp 2: Hast du den Verdacht, dass deine männlichen Kollegen bei gleicher Arbeit mehr verdienen? Das geht gar nicht! Seit Mitte 2017 gibt es das Entgelttransparenzgesetz. Es hält mehrere Instrumente bereit, die du je nach Situation und Unternehmensgröße nutzen kannst, um deinen Verdacht bestätigen oder ausräumen zu können. Fordere dieses Recht ein und sensibilisiere deine Kolleginnen! Auch über ein Gespräch mit Führungskräften und der HR-Abteilung zum Gender Pay Gap lässt sich der Druck erhöhen. Je größer das Thema wird, ums so eher bekommst du, was dir zusteht!
  • Tipp 3: Nur rund ein Drittel der Führungskräfte sind Frauen! Gilt das auch für dein Unternehmen? Da hilft nur eines: Gib dir einen Ruck und bewirb dich bei passender Gelegenheit auf eine leitende Position. Es ist deine Entscheidung! Im Gespräch mit Vorgesetzten lässt sich auch herausfinden, ob es im Unternehmen spezielle Programme zur Förderung von Frauen gibt. Falls du bereits in einer Führungsposition bist: Mach dich für derartige Programme stark und unterstütze Mitarbeiterinnen aktiv – beispielsweise durch Gespräche oder als Mentorin!

Uns ist bewusst, dass es bis zur vollständigen Gleichstellung von Männern und Frauen noch ein weiter Weg ist – doch wenn wir alle zusammen dafür kämpfen, wird für unsere Töchter eine weibliche CEO kein Grund zum Feiern, sondern eine Normalität sein!

Was wir übrigens noch tun können, um Gleichstellung im Alltag wirklich zu leben: Darauf achten, dass wir Männern das gleiche Entgegenkommen zugestehen, das wir für uns erwarten. Ein Beispiel: Neulich bat mich ein Kollege kurzfristig um die Verschiebung eines Termins – er hatte das Kindergartenfest seiner Tochter vergessen. Erst zögerte ich ein wenig, aber dann wurde mir klar: Bei einer Mutter hätte ich sofort nach einem neuen Termin für das Meeting gesucht, warum sollte ich es bei einem Vater anders machen?

Welche Erfahrungen mit dem Thema Gleichstellung macht ihr in eurem Unternehmen? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Wir freuen uns auf eure Erfahrungsberichte!

Hier noch ein paar Links zur Inspiration:

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