Macht Sinn: Mitarbeiter fördern – Leidenschaft wecken

Ist unser Knowhow von heute schon Schnee von gestern? Glaubt man den Aussagen zur Halbwertszeit unseres Wissens im digitalen Wandel, lautet die Antwort schlicht und ergreifend: Ja! Wie also können Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern, um Knowhow und Kompetenzen schnell und kontinuierlich zu aktualisieren und weiterzuentwickeln? Indem sie eine neue Lernkultur begründen, bei der das Lernen am Arbeitsplatz zur Selbstverständlichkeit wird und alle Mitarbeiter diese Lernkultur mit vorantreiben, gestalten und leben.

Das klappt allerdings nur, wenn Ihre Mitarbeiter dazu bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Sie tun können, um die Lust am Lernen bei Ihren Mitarbeitern zu fördern.

Gehen Sie kurz in sich: Wann sind Sie motiviert, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln?

Vermutlich immer dann, wenn Sie ein Ziel vor Augen haben und wissen, was Sie tun können, um es zu erreichen. Doch die Sache mit dem klaren Ziel ist oft nicht so einfach, gerade wenn die äußeren Einflussfaktoren schwierig einzuschätzen sind. Im Job verunsichert uns aktuell die digitale Transformation mit ihren rasanten Veränderungen und das gleich auf mehreren Ebenen: „Wo steuert das Unternehmen hin?“ „Welchen Beitrag leiste ich als Mitarbeiter mit meiner Arbeit, um dieses Ziel zu erreichen?“ und „Macht der Anteil, den ich leiste, auch für mich persönlich Sinn?“ Gelingt es Ihnen als Personalentwickler, gemeinsam mit den Mitarbeitern Antworten darauf zu finden, haben Sie den wichtigsten Schritt zur Bereitschaft für Weiterentwicklung bereits geschafft.

Sinn der Arbeit_Personalentwicklung

s.mile: Der Life-Check

Wie stark Lern- und Veränderungsbereitschaft, Leidenschaft und Sinnhaftigkeit die eigene Weiterentwicklung voranbringen kann, zeigt unser s.mile-Projekt. In diesem haben 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Lebenssituationen zwei Jahre lang unbegrenzt Zugriff auf alle Qualifizierungsangebote und bekommen einen Coach an die Seite gestellt. Doch nicht nur die Teilnehmer sind begeistert. Auch die Personalentwickler der teilnehmenden Unternehmen haben sich von den enormen Entwicklungsschritten überzeugen lassen. Hier zwei Beispiele:

Leidenschaft für Luftfahrt und Mitarbeiterführung – besser geht’s nicht!

Skrolan Kopka ist Anfang Dreißig und ist ihrem Traumjob schon ganz nahe. Sie bereitet sich auf ihre erste Führungsrolle bei LSG Sky Chefs vor. Mit Begeisterung verfolgt sie ihr Ziel, eine gute Führungskraft zu werden, belegt Seminare zu fachlichen sowie zu Führungsthemen und reflektiert gemeinsam mit ihrem Coach regelmäßig ihre Entwicklungsfortschritte. Die Personalentwicklerin bei LSG Sky, Isabel Hoßbach, bringt es auf den Punkt: „Frau Kopka ist hochmotiviert und bringt viel Leidenschaft für unser Geschäft und den Kundenkontakt mit, und sie hat mit der neuen Führungsrolle ein motivierendes Ziel vor Augen. Mir als Personalentwicklerin zeigt das Projekt, dass die innovative Kombination aus individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und Coaching sehr wirksam sein kann, um motivierte Mitarbeiter zu fördern und damit auch unser Unternehmen weiterzuentwickeln.“

Merle Binder: Symbiose aus persönlichem Anspruch und komplexer Aufgabe

Auch Lucia Ramminger, Personalexpertin bei der LEDVANCE GmbH, sieht die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Programmes als großen Vorteil, wobei die intensive Begleitung durch einen Coach gleichzeitig für Kontinuität sorgt. Von Seiten LEDVANCE nimmt Merle Binder an s.mile teil. Sie betreut seit kurzem die zwölf Mitglieder des Aufsichtsrats, in dem auch Repräsentanten der neuen chinesischen Eigentümer vertreten sind. Es stellte sich heraus, dass diese besondere Konstellation für die Unternehmensjuristin genau ins Schwarze traf. Ihr persönlich ist es besonders wichtig, in ihrer neuen Rolle der DNA von LEDVANCE – 100 Jahre Erfahrung kombiniert mit Startup-Spirit – gerecht zu werden. Zielstrebig definierte sie gemeinsam mit ihrem Coach ihren Weiterbildungsbedarf: Finanz- und Wirtschaftsknowhow sowie Interkulturelles und Führungskompetenz.

Individuelle Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

s.mile ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Mitarbeiter ihrem Sinn der Arbeit näherkommen. Es zeigt: Motivation für und Sinnhaftigkeit in der Arbeit kombiniert mit den Möglichkeiten des „Neuen Lernens“, individuell abrufbaren Weiterbildungsmöglichkeiten, können eine enorme Hebelwirkung für die Personalentwicklung haben. Und damit kommen positive Ergebnisse und Wachstum für das Unternehmen von ganz alleine. Pauschallösungen ade!

Unser Tipp: So integrieren Sie Leidenschaft und Sinn der Arbeit in die Personalentwicklung

Betrachten Sie Mitarbeiter individuell und versuchen Sie herauszubekommen, wo die jeweilige Leidenschaft liegt. Dabei helfen folgende Fragen, die Sie am besten gemeinsam mit dem Mitarbeiter beantworten:

  • Welche Aufgaben erledigt [der Mitarbeiter] leidenschaftlich gern?
  • Kennt [der Mitarbeiter] den Sinn seiner Rolle, seines Tuns im Rahmen der unternehmerischen Wertschöpfung?
  • Was motiviert [den Mitarbeiter]?
  • Welche Weiterbildung(en) wünscht sich [der Mitarbeiter], um seine Rolle, seine Aufgaben aber auch seine Kompetenzen, Ideen und Leidenschaften noch sinnvoller einsetzen zu können?

Die Fragenliste ist natürlich erweiterbar. Doch sie zeigt klar, in welche Richtung sie zielt: Die individuellen Stärken der Mitarbeiter fördern, sie mit dem Sinn und Zweck des jeweiligen Tuns im Unternehmen verbinden und die Möglichkeiten des „Neuen Lernens“ einsetzen.

Es gibt noch weitere spannende Aspekte, die zu einer guten Lernkultur beitragen, doch Sinn gehört für uns maßgeblich dazu! Denn: Wer den Sinn seiner Arbeit kennt, kann sein Tun und seine Weiterentwicklung wirksam steuern und wird damit selbst zum Treiber des neuen Lernens.

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