(01)
MUT
Zum Artikel

Unter Druck entstehen Diamanten

Zum Artikel

Wenn aus Stress neue Stärke entsteht

Zum Artikel

Vom Jonglieren zum gezielten Wurf

Zum Artikel

„Ich entscheide, worüber ich mich ärgere.“

Zum Artikel

Stress bleibt. Kontrolle auch.

Zum Artikel

Wir nennen es Flexibilität. Oft ist es einfach nur Chaos.

Zum Artikel

Stress beginnt im Kopf. Resilienz auch.

Zum Artikel

Zwischen Mensch, Maschine und eigener Meinung.

Zum Artikel

Führen mit Balance: zwischen Mönchen und Multitasking.

Zum Artikel

Doppelt so alt, aber auch doppelt so schlau?

Zum Artikel

Wie man unter Druck ins Schwarze trifft.

Zum Artikel

Balance als Future Skill: Wenn Arbeiten zum Surfkurs wird.

Zum Artikel
Interview Jörg Schmidt

Mut beginnt, wenn man aufhört zu bremsen.

Zum Artikel

Woher kommt der Mut?

Zum Artikel

Mut ist der Rohstoff für Innovation.

Zum Artikel
Interview Mareike Redder

In der ersten Sekunde entscheidet der Mut.

Zum Artikel
Interview Jasmin Schuhmacher

Mut, der Prozesse bewegt.

Zum Artikel
Interview Carsten Kehrein

Wenn Ideen wieder sprudeln.

Zum Artikel

Mach einfach! Handeln ist die beste Strategie

Zum Artikel

Warum wir mehr mit dem Bauch denken sollten.

Zum Artikel
Die leise Kraft mutiger Teams

Die leise Kraft mutiger Teams

Zum Artikel

Mut ist ein geübter, bewusster Schritt aus der Komfortzone

Zum Artikel

Wer Transformation will, ist ohne Mut vollkommen verloren

Zum Artikel

Mutig sprechen – zwischen Smalltalk und Substanz

Zum Artikel

Mut ist, lernen mit der Angst zu tanzen.

Zum Artikel

Train Your Brain: 5 Übungen um besser Lernen zu lernen

Zum Artikel

Verrückt oder visionär? Mutige Zukunftsvisionen, die heute schon (fast) Realität sind.

AUSGABE 02 - BALANCE

Stress bleibt. Kontrolle auch.

Lesezeit: 6 min

Zeitdruck gehört für Jens Demarczyk seit 26 Jahren zum Arbeitsalltag. Im Resilienztraining der Haufe Akademie hat er gelernt, Stress nicht einfach auszuschalten, sondern ihn besser zu steuern — und abends zufriedener aus dem Büro zu gehen.

„Ich kann jetzt das Hamsterrad kontrollieren.“

In einer Branche, die sich selbst als „Presse“ bezeichnet, die „Drucker“ beschäftigt und täglich „Schlagzeilen“ produziert, gehört Stress und das Gefühl in einem Hamsterrad zu laufen gehört ganz selbstverständlich zum Alltag. Jens Demarczyk, bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Abteilung Herstellung & Strategischer Einkauf für die Planung und Koordination von Zeitungsproduktionen zuständig, sagt von sich selbst, dass er gerne so einem Hamsterrad arbeitet. Vorausgesetzt, der Stress lässt sich auflösen. Im Resilienztraining der Haufe Akademie erfuhr er, wie und wo er sich in diesem Rad festhalten kann. Und was es braucht, um Arbeit und Leben in einer gesunden Balance zu halten.

Jens, die tägliche Koordination der Zeitungsproduktion stelle ich mir sehr stressig vor.

Ja, es ist vergleichbar mit einer Spinne im Netz. Ich bin dafür verantwortlich, dass redaktionelle Anforderungen, drucktechnische Gegebenheiten, eine Logistik, die an den Zeitplan geknüpft ist, und die Platzierungsvorstellungen der Werbewelt in einen Topf gebracht werden. Damit daraus ein Zeitungskonstrukt entsteht, das zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig ist, damit es gedruckt werden kann. Und das jeden Tag.

Wodurch entsteht für dich Stress?

Zeitdruck ist für mich Alltag seit 26 Jahren. Der Druck entsteht durch den Anzeigenschluss. Der ist um 10 Uhr. Und wir müssen gucken, dass bis zum Redaktionsschluss um 16 Uhr alle Seiten so weit gestaltet sind, dass die Zeitung komplett an alle Druckorte übertragen werden kann. Damit dort mit der Produktion begonnen werden kann. Die Herausforderungen sind in den letzten Jahren größer und spezieller geworden. Und die Fristen immer kürzer. Teilweise habe ich für Entscheidungsvorlagen nur noch 30 Minuten Zeit. Das erfordert immer mehr Gehirnschmalz.

„Habt einfach die Muße, euch etwas Gutes zu tun. Dann kommt ihr schnell wieder in die Balance.“

Jens Demarczyk

Was war für dich der Grund, ein Resilienztraining bei der Haufe Akademie zu belegen?

Mein Ziel war es, diesen steigenden Stress besser ausbalancieren zu können. Abends aus dem Büro rauszugehen und zu sagen: Okay, der Tag ist zu Ende. Das, was im Büro passiert ist, ist im Büro geblieben. Das war der Hauptgrund, mich für dieses Seminar zu entscheiden.

Erzähl uns ein bisschen über das Seminar. Welche Inhalte hatten die beiden Tage?

Die Tage waren geprägt von Gruppenarbeiten. Die Dozentin hat ihre Vorträge mit sehr praxisnahen Beispielen untermalt. Und sie hat einem die Möglichkeit gegeben, eigene Situationen aus dem Arbeitsleben darzustellen. Was ich faszinierend fand, war der Punkt, dass alle Leute, die dort waren, etwa in meinem Alter waren. Und alle hatten irgendwo das gleiche Problem. Dadurch hat man schnell eine gemeinsame Basis für die Übungen gefunden. Das hat das Ganze sehr authentisch werden lassen. Wir haben vor allem Stresssituationen simuliert. Und trainiert, wie ich aus diesen Situationen herauskomme.

Hast du ein Beispiel für die gelernten Übungen?

Die Dozentin hat uns ganz praktische Tipps gegeben. Zum Beispiel: Wenn ihr mal wieder angespannt auf eurem Stuhl sitzt, dann steht einfach mal auf. Wechselt kurz die Position, fahrt den Schreibtisch, sofern das möglich ist, nach oben. Oder stellt euch eine halbe Stunde hin und setzt euch wieder. Oder geht einfach mal eine Runde um den Schreibtisch drumherum. Habt einfach die Muße, euch etwas Gutes zu tun. Dann kommt ihr schnell wieder in die Balance, die ihr euch für eure Arbeitswelt wünscht. Das Thema Balance begleitet mich seit diesem Seminar im Grunde genommen täglich. Denn ich merke: Genau das ist das Ziel – Stresssituationen nicht auszuschalten, sondern besser mit ihnen umzugehen.

Das Hamsterrad besser zu beherrschen?

Aus dem Hamsterrad rausgekommen bin ich nicht. Da bin ich immer drin. Das werde ich auch nicht verlassen. Das gehört zu meinem Job dazu und ich finde das auch geil, im Hamsterrad zu laufen. Was aber gut ist, dass ich gelernt habe, mich in den entscheidenden Momenten in dem Hamsterrad festzuhalten. Ich hatte vorher mitunter das Gefühl, in der ein oder anderen Situation, ich fliege aus dem Hamsterrad raus. Jetzt habe ich das Gefühl, okay, ich kann das Hamsterrad ab einem gewissen Punkt kontrollieren und das Tempo selbst mitbestimmen.

„Jetzt habe ich das Gefühl, ich kann das Hamsterrad ab einem gewissen Punkt kontrollieren und das Tempo selbst mitbestimmen.“

„Ich weiß jetzt: Stress lässt sich auflösen.“

Jens Demarczyk

Was hat das Seminar für dich konkret gebracht? Hast du danach eine Veränderung in dir gespürt?

Ja, klar, ich bin ruhiger geworden. Die Momente, in denen ich emotional werde, sind weniger geworden. Das wird mir auch zurückgespielt. Da gibt es dann Rückmeldungen wie: „Boah, das ist klasse, dass du jetzt so schnell helfen konntest. Uns so schnell unterstützen konntest.“ Das ist natürlich super. Ich fahre abends zufriedener nach Hause. Der Trubel, die Turbulenzen der Arbeit, sind vergessen, sind im Büro geblieben. Ich weiß jetzt: Stress lässt sich auflösen. Ich kann ein Resilienztraining jedem nur empfehlen.

Seminartipp

Resilienz stärken, wenn der Druck steigt

Jens Demarczyk hat gelernt, dass Stress nicht verschwinden muss, damit der Arbeitsalltag leichter wird. Entscheidend ist, wie wir mit Belastungen umgehen. Das Seminar „Resilienztraining“ zeigt, wie sich mentale Widerstandskraft gezielt stärken lässt, um auch in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig, gelassen und gesund zu bleiben.

Mehr Balance

Balance hat viele Facetten – im Denken, Arbeiten, Führen und Leben. Hier findest du weitere inspirierende Beiträge aus der aktuellen Ausgabe.

Zum Artikel

Wenn aus Stress neue Stärke entsteht

Zum Artikel

Vom Jonglieren zu Klarheit

Zum Artikel

„Ich entscheide, worüber ich mich ärgere.“

Zum Artikel

Wenn der Puls steigt, zählt Klarheit.

Zum Artikel

Zwischen Mensch, Maschine und eigener Meinung.

Zum Artikel

Balance als Future Skill: Wenn Arbeiten zum Surfkurs wird.

Deine Story

Du hast auch eine spannende Story zu erzählen?

Wenn Weiterbildung dich ein Stück "WEITER." gebracht hat, möchten wir davon hören. Bewirb dich mit deiner Erfolgsstory – und mit etwas Glück erzählen wir sie gemeinsam in einem Interview.