Wie Innovationen scheitern. Und wie Sie das ab jetzt verhindern

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Als Henry Ford 1903 seine Firma gründet, sieht der Antrieb amerikanischer Autos aus wie folgt: 40% werden von Dampf angetrieben, 22% von Benzin, und 38% von einem Elektromotor. Mehr als jedes dritte Auto läuft mit Strom. 10 Jahre später laufen nicht mal mehr 5% Prozent elektrisch. Warum setzt sich diese hoch innovative und zudem saubere Technologie nicht durch?

Idee = Innovation? Leider nicht so einfach

Für eine erfolgreiche Innovation braucht es neben der genialen Idee ein paar weitere Zutaten. Das richtige Timing zum Beispiel. Oder das passende Budget. Oder die Zutat, die dem Elektromotor 1908 das Genick brach: Skalierbarkeit.

Als Henry Ford 1908 das „Model T“ auf dem Markt brachte, interessierten ihn weder Innovation noch Ökologie des Elektromotors. Henry Ford wollte ein Auto, das sich jeder leisten konnte. Denn nur so konnte sein Produkt skalieren: Eine Kapazitätsausweitung für maximale Effizienz und Profitabilität. Ford wählte den einfachsten Motor, fertigte nur ein einziges Model und produzierte zudem in Fließbandfertigung. Das Ergebnis: Bereits 1914 wurden über 95% aller Autos in den USA mit Benzin angetrieben. Der Elektromotor? Blieb auf der Strecke.

Wie funktioniert ein Innovationsprozess?

Langfristig erfolgreich sind nur Unternehmen, die immer wieder Neues schaffen. Mit der Digitalisierung steigt dieser Innovationsdruck. Aber wie kommt man auf gute Ideen? Wann ist eine Idee wirklich gut? Und wie baut man daraus ein funktionierendes Geschäftsmodell – so wie Henry Ford es tat?

Der Kurs „Die Innovations-Toolbox“ der Haufe eAcademy beantwortet diese Fragen – und das nicht nur in der Theorie: In konkreten Projekten aus Ihrem Arbeitsalltag erarbeiten Sie, wie Sie Innovationen strukturiert und praxisnah angehen. Gemeinsam mit Experten aus der Praxis entdecken und verknüpfen Sie neue Arbeitsweisen, Tools und Innovationstechniken. Dabei unterstützt Sie ein persönlicher Coach als Experte und Sparringspartner.

Innovationen auf die Straße bringen

Dass die Menschheit 100 Jahre fast ausschließlich mit Verbrennungsmotoren gefahren ist, war kein unvermeidliches Schicksal. Der Elektromotor war 1900 das Antriebs-Modell der Zukunft. Was, wenn diese Innovation mit einem besseren Business-Modell an den Start gegangen wäre? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, was nötig ist, damit Innovationen heute keine 100 Jahre mehr brauchen, um auf die Straße zu kommen.

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Über den Autor

Katrin Evers

Katrin Evers ist Diplom-Betriebswirtin und Contentmanagerin für den Bereich Unternehmenslösungen bei der Haufe Akademie.

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