Wettbewerbsfähigkeit steigern mit Corporate Innovation

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Innovationen haben die deutsche Wirtschaft stark gemacht und bilden das Fundament ihres Erfolgs. Doch der Erfolg hat eine Schattenseite.

Immer mehr Unternehmen vernachlässigen Innovationen und gefährden damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt schlägt die Stunde der Unternehmer, die sich langfristig erfolgreich im Markt positionieren wollen. Ein Management-Summary.

In der Unternehmensführung gibt es nur zwei Strategien, die einer Firma langfristig das Überleben sichern. Entweder ein Unternehmen ist Kostenführer oder es ist Nutzenführer. Beide Strategien sind nur erfolgreich, wenn das Unternehmen kontinuierlich seine Prozesse und Strukturen, die Unternehmenskultur, seine Organisationsform und seine Produkte überprüft.

Häufig jedoch scheitern Innovationen an fehlenden Strategien, an kurzfristigem Denken oder an Ignoranz. Studien zeigen sogar, dass weniger als fünf Prozent der Ideen im Unternehmen umgesetzt werden.

Wollen, dürfen, können, machen

Die Erfolgsfaktoren für Innovationen lassen sich mit vier Verben beschreiben: Wollen, dürfen, können und machen. Wenn Innovationen nicht von oben gewollt werden, finden sie nicht statt. Mitarbeiter müssen innovativ sein dürfen. Dazu brauchen sie Strukturen und eine Unternehmenskultur, die ihnen genügend Freiräume lässt. Innovationen sind eine Frage des Könnens, der Fähigkeiten und konkreten Instrumente. Brainstorming und andere Kreativitätstechniken lassen sich ebenso erlernen wie Projektmangement-Tools. Schließlich bringt jede Idee wenig, wenn man sie nicht in eine Innovation umsetzt. Die nötige Motivation zum „Machen“ bieten Anreizsysteme und Führungskräfte, die Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen können, wenn sie sich mit ihren Ideen für das Unternehmen einsetzen.

Unsere Empfehlung: Mit Führung Kreativität und Innovation fördern
Innovation und Kreativität sind gleichzeitig Fahrschein und Überlebensfaktor für unsere Zukunft. Die Freude an Innovation und Kreativität steckt in jedem von uns. Sie muss jedoch geweckt werden. Richtig entfalten lässt sie sich am besten gemeinsam. Hier haben Sie als Führungskraft eine bedeutsame Rolle. Steuern Sie bewusst den Innovationsprozess und heben Sie die Kreativität in Ihrem Team auf neue Stufen. Mit neuen Tools und frischen Ideen führen Sie Ihre Mannschaft in eine innovative, wertschöpfende und gewinnbringende Zukunft.
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Der Unternehmer als Machtpromoter

Damit diese Faktoren in einem Innovationsprojekt wirken können, müssen drei wichtige Rollen besetzt sein. Auf der untersten Stufe der Hierarchie ist das die Rolle des „Fachpromoters“. Seine Aufgabe ist es, Ideen für Verbesserungen zu finden und zu entwickeln. Im Innovationsprozess ist das die leichteste Übung. Für die Rolle des Prozesspromoters geeignet ist ein erfahrener Projektmanager. Er braucht keine Fachkenntnisse, sondern vor allem Projektmanagment- und Changemanagement-Skills, mit denen er das Projekt pünktlich ans Ziel bringt. Die dritte Rolle ist die wichtigste und in der Hierarchie des Unternehmens ganz oben angesiedelt. Es ist der „Godfather of Innovation“, der Machtpromoter. Die Rolle des Machtpromoters ist die eines Motivators und Kommunikators, der die Innovation nach außen und innen verkauft. Der Machtpromoter muss ein Sponsor sein, der Zeit und Geld zur Verfügung stellt. Als oberster Controller achtet er zugleich darauf, das Budget und die Qualität zu kontrollieren.

Es sind selten die großen Innovationen, die zum Erfolg führen. Erfolgreich sind vor allem kleine Innovationen. Sie entstehen, wenn Unternehmen ihre Leistungen, Verfahren, Produkte und Dienstleistungen immer wieder auf den Prüfstand stellen und weiter entwickeln.

Wie Manager Innovationen fördern können
  1. Innovationen brauchen den Unternehmer. Nur die Entscheider an der Spitze haben die Macht und die Mittel, Rahmenbedingungen für ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen und Innovationen voranzutreiben.
  2. Fangen Sie mit kleinen Innovationsprojekten an. Holen Sie sich Unterstützung und lassen sie sich bei den ersten Schritten von Experten begleiten.
  3. Engagieren Sie sich persönlich und übernehmen Sie eine aktive Patenschaft für das Projekt. Lassen Sie sich in 14-tägigen Abständen über den aktuellen Stand berichten.
  4. Gibt es Barrieren, die den Erfolg gefährden? Kümmern Sie sich persönlich darum, dass sie aus dem Weg geräumt werden.
  5. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Zeit, sich für das Projekt zu engagieren. Achten Sie bei der Auswahl des Projektleiters darauf, dass er nicht schon durch das Tagesgeschäft ausgelastet ist.
  6. Harte Arbeit und gute Ergebnisse müssen belohnt werden. Feiern Sie den Erfolg zusammen mit Ihrem Team!
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Über den Autor

Dr. Marcus Disselkamp
Dr. Marcus Disselkamp

Trainer und Fachbeirat der Haufe Akademie. Diplom-Betriebswirt. Vertritt als langjähriger Berater und Trainer mit ganzheitlichem Managementansatz den Anspruch, Praxis und Wissenschaft zu verbinden. Selbst Unternehmer sowie Fachautor und Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen.

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