So planen Sie ein Seminar für internationale Kompetenz

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Nehmen Sie Ihren Kollegen die Angst und schicken Sie sie auf ein Seminar für internationale Kompetenz.

Die Geschäftsleitung bittet zum Umtrunk: Die intensiven Bemühungen der Vertriebsabteilung hatten Erfolg, der wichtige Großauftrag mit dem Kunden in Korea ist unter Dach und Fach. Klar, dass da alle gerne mitfeiern. Aber vielleicht stellen Sie auch Unsicherheit bei den Kollegen fest, die mit den Kunden telefonieren und mailen, zu Besuchen nach Korea fahren und an Treffen mit den Koreanern in Deutschland teilnehmen werden. Die koreanische Kultur ist so fremd: Was ist, wenn man sich unbeabsichtigt „danebenbenimmt“? Mit einem Seminar für internationale Kompetenz sind Ihre Kollegen gut vorbereitet. Und dieses will gut geplant sein. Schließlich geht es nicht einfach darum, sich fremde Essgewohnheiten zu eigen zu machen, vielmehr müssen für ein erfolgreiches Miteinander über die Ländergrenzen hinweg jede Menge innerer Schranken und Hürden in der Kommunikation überwunden werden.

Was der Trainer vorab wissen sollte

Einige wichtige Informationen sollten Sie dem Trainer unbedingt zusammenstellen. Dabei können Sie sich an folgenden Fragen orientieren:

• Um welchen Kulturkreis handelt es sich?
• Welche Position bekleiden die Teilnehmer aus dem Unternehmen und welche die Kollegen im Ausland, mit denen diese zukünftig zusammenarbeiten werden?
• Brauchen die Teilnehmer eine umfassende Vorbereitung, z. B. weil sie sich länger im Ausland aufhalten werden?
• Welche Schwerpunkte sollen behandelt werden? Geht es um Führungskräfte im internationalen Team, um virtuelles Arbeiten im Team, um internationales Marketing?

Anhand dieser Informationen kann der Trainer ein individuelles Programm ausarbeiten und praktische Übungen konzipieren.

Beziehungspflege für eine gelungene Kommunikation

Was sind denn nun die Inhalte eines interkulturellen Trainings im Seminar für internationale Kompetenz? Ein wichtiger Aspekt ist die Beziehungspflege in internationalen Teams. Da das virtuelle Arbeiten immer mehr zunimmt, ist das Gelingen der Kommunikation mittels Medien wie Mail und Skype von entscheidender Bedeutung. Hier geht es vor allem darum, Präsenz zu zeigen und mit dem Geschäftspartner trotz Zeitverschiebung in Kontakt zu bleiben. Überhaupt ist Zeit ein wichtiger Faktor: In vielen Ländern muss mehr Zeit in die Beziehungspflege investiert werden als in Deutschland. Da ist etwa das gemeinsame Geschäftsessen am Abend vor dem Meeting ein Muss. In Ländern wie Korea spielen außerdem das Alter und das Geschlecht eine große Rolle. So kann es passieren, dass eine junge Frau trotz höchster Qualifikation einen älteren Mann an ihrer Seite braucht, der ihr die Türen zu den koreanischen Partnern öffnet.

Salonfähige Stereotypen führen häufig zu Missverständnissen

Ein großes Konfliktpotenzial bergen unbewusste und bewusste Stereotypen, die häufig sogar ganz salonfähig sind. Dass Amerikaner „oberflächlich“ seien, wird immer wieder ohne große Hintergedanken ausgesprochen. Im täglichen Geschäft kann ein solches Vorurteil zu Missverständnissen führen. Daher ist ein wichtiger Bestandteil eines Seminars für internationale Kompetenz das Hinterfragen von Stereotypen und die Selbstreflexion. Bin ich bereit, meinen Kollegen ohne Vorurteile zu begegnen? Welche Werte schreibe ich ihnen unterbewusst zu? Bewerte ich Unpünktlichkeit zum Beispiel sofort als unprofessionell?

Beweglichkeit statt Anpassung

Unser gesamtes Verhalten – privat oder geschäftlich – ist anerzogen und unterscheidet sich von Kulturkreis zu Kulturkreis. Es gibt nicht nur eine Landeskultur, sondern auch eine Firmenkultur, die es zu kennen und zu berücksichtigen gilt. Das Geheimnis der internationalen Kompetenz liegt aber nicht in der Anpassung, sondern in der eigenen Beweglichkeit und der Bereitschaft, sich auf andere einzustellen, gewohnte Muster aufzubrechen und zu hinterfragen. Wer innerlich beweglich bleibt und bereit ist, zu vertrauen und etwas Neues auszuprobieren, der wird sich mit seinen Kollegen auf dem anderen Kontinent besser verständigen können.
Außerdem wird ein sensibilisierter Mitarbeiter mögliche Konfliktpotenziale früher erkennen und gegensteuern können. Den Grundstein dafür legt das Seminar für internationale Kompetenz.

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Über den Autor

Ruth Kürschner

Interkulturelle Trainerin und Coach. Erfahrung als Personalreferentin in internationalen Dienstleistungsunternehmen, mehrere Jahre selbständig in Südkorea. Spezialisiert auf interkulturelle Sensibilisierung, Konfliktlösung, internationale Teamentwicklung, Projektmanagement, Lehrauftrag für interkulturelle Kompetenzen.

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