Social Media Marketing 2017 – Was kommt? Was bleibt?

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Social Media und Marketing? War da was? Der ganz große Hype rund um das Thema ist abgeklungen. Ein gutes Zeichen, denn wie hat ein Marketingmanager einmal gesagt? „Wenn die Fachmedien aufhören, über ein Thema zu berichten, ist es in den Unternehmen angekommen.” Social Media Marketing ist demnach Alltag geworden, business as usual.

Und gerade deshalb ist Social Media Marketing ein Thema, mit dem sich Marketer beschäftigen sollten – und zwar permanent! Es passiert wahnsinnig viel, das Ganze hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert, und die Netzwerke und Plattformen tun einiges dafür, dass das so bleibt.

Wir haben einmal die wichtigsten Trends für dieses Jahr zusammengetragen und zeigen Ihnen, in welchen „Disziplinen” Sie sich für 2017 fit machen sollten.

Video bleibt das Thema der Stunde, Bewegtbild treibt das Geschäft. Genauso wie Automatisierung und Künstliche Intelligenz, Stichwort Chatbots. Und wie immer gilt, und heute noch mehr denn je: Content counts.

Die Trends im Einzelnen:

Social-Media-Suche als Google Konkurrent

Auf Facebook gibt es zwei Milliarden Suchanfragen pro Tag. Dabei geht es um viel mehr, als nur um Freunde zu finden. Die Social-Media-Suche hat ein riesiges Potenzial, welches bereits erkannt wurde. Vor allem Facebook arbeitet fieberhaft an Möglichkeiten, wie das Nutzerpotenzial genutzt werden kann. Resultieren könnte das in eine Art Facebook-SEM, ganz nach dem großen Vorbild Google. 2017 dürfen Marketer die Entwicklung in diesem Bereich aufmerksam verfolgen.

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Live Videos

Videos prägen spätestens seit YouTube 2014 das Internet. Die Möglichkeiten sind quasi unendlich. Nun erobert das Video auch Smartphones, sowohl beim Konsum als auch bei der Entstehung. Jetzt ist die nächste Evolutionsstufe erreicht: Live Video. Mit der Einführung von Facebook Live sind Live-Videos auf Social Media mehrheitsfähig und erreichen weit mehr Nutzer, als das zuvor Twitter mit Periscope geschafft hat. 2017 könnte deswegen das Jahr der Live-Videos werden.

Chatbots

Die Künstliche Intelligenz (K.I.) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Am stärksten nehmen wir es an der riesigen Flut digitaler Assistenten wahr, sei es nun Siri oder Cartona. Allerdings sind das nur die Vorboten. Facebook, Twitter und Google steigen alle in einen der vielversprechendsten Märkte überhaupt ein: den der Chatbots. Mit einem guten Chatbot lassen sich viele Aspekte der Kundenkommunikation automatisieren. Angefangen von Auskünften zum Inventar oder den Öffnungszeiten, bis hin zu Bestellannahmen oder Problemlösungen. Für den Kunden bringen die Bots viele Vorteile mit sich, der größte davon ist sicherlich die Zeitersparnis durch eine prompte Antwort. 2017 kommen Social-Media-Marketer um das Thema Chatbots deswegen nicht mehr herum.

Der Wachstum-Wendepunkt

Nein, die Social-Media-Nutzung wird 2017 nicht zurückgehen – im Gegenteil. Allerdings wird es wohl keinem neuen Netzwerk mehr gelingen, die etablierten Parteien ernsthaft zu stürzen. Snapchat war der letzte Wolf, der Teil dieses Rudels wurde. Damit nicht genug. Facebook gehört neben WhatsApp auch Instagram, Microsoft hat gerade LinkedIn für eine enorme Summe gekauft. Und auch Google will immer noch mitmischen. Immer weniger Firmen gehören immer größerer Anteile am sozialen Netz. Das wird 2017 so weitergehen.

Bye bye organischer Traffic

Früher war die Social-Media-Welt einfach: Wenn etwas gepostet wurde, war sichtbar, wer diese Nachricht sieht. In Zeiten, in denen die organische Reichweite auch bei Social Media weiter beschnitten wird, müssen andere Methoden her. Social Media gehört schon seit einiger Zeit zu Paid Media, 2017 wird es Zeit, sich darauf einzustellen und entsprechend zu reagieren.

Chat-Monetarisierung

Viele Menschen nutzen soziale Medien nur als Chatplattform in einem privaten Umfeld. Aber genau hier sind sie nicht so leicht erreichbar. Noch nicht. Facebook arbeitet fieberhaft an der Monetarisierung des Messengers. Whatsapp könnte bald folgen. Marketer müssen sich dann Gedanken machen, wie potenzielle Kunden in diesem sensiblen Umfeld angesprochen werden können. Hyper-Personalisierung könnte ein Weg sein, wie diese Mammutaufgabe gemeistert werden kann.

Social-Media-Reichweite ist die Währung

Influencer Marketing war früher noch stark blogzentriert. Heutzutage haben sich die Kriterien verschoben. Ohne ein reichweitenstarkes Social-Media-Profil wird kaum noch jemand Teil dieses elitären Kreises. Social-Media-Reichweite wird damit die zentrale Währung in diesem Bereich.

Snapchat und kein Ende

Was kaum jemand für möglich gehalten hat, ist nun Realität. Snapchat gehört zu den größten sozialen Plattformen überhaupt. Die Erfolgsstory Snapchat ist auch mit mutigen Neuerungen geschrieben worden und schlicht dem schnellen, mobilen „Im-Moment-Lebensstil“ geschuldet. Damit einher gehen interessante Möglichkeiten für Marketer. 2017 wird Snapchat damit auch in Deutschland für Furore sorgen.

Twitter wackelt aber fällt nicht

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Twitter noch am Leben. Seit einiger Zeit kommen keine positiven Nachrichten zum Kurznachrichtendienst, Anleger sind regelmäßig enttäuscht, die Nutzerzahlen stagnieren. In den Medien ist Twitter trotzdem präsent wie nie. Vor allem Fernsehsender scheinen nichts lieber zu tun, als Tweets zu zitieren. Auch 2017 wird kein gutes Jahr für Twitter werden. Abschreiben sollte man das Netzwerk allerdings noch lange nicht.

Content der zieht

2017 wird das Jahr des immersiven Contents. Das heißt von Inhalten, die ein „Mittendrin-Gefühl“ hervorrufen. Gerade erst hat Facebook 360-Grad-Videos eingeführt. Das ist allerdings nur der Anfang. 2017 fängt ein lange herbeigeredeter Trend endlich an, massentauglich zu werden. Die Rede ist von Virtual Reality (VR). Egal ob zur Unterhaltung, zur Kommunikation oder zur Bildung: Die Möglichkeiten hier sind riesig und werden erst 2017 vollends klarwerden.

Social Commerce is coming

Um Social Commerce war es 2016 erstaunlich still. Sicher gab es auch hier einige Meldungen von Buy-Buttons & Co. auf Social Media. So richtig wollte der Trend aber nicht abheben. Das könnte sich 2017 ändern. Das Potenzial ist schlicht und ergreifend zu hoch, um brachzuliegen.

Es wird weiterhin spannend bleiben. Und die Notwendigkeit sich stets auf den neusten Stand in Sachen Social Media Marketing zu bringen wird weiterhin bestehen. Deshalb: Machen Sie sich fit für ein erfolgreiches Social Media Jahr 2017!

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Über den Autor

ist Chefredakteur der Marketing-Zeitschrift „acquisa“ der Haufe Gruppe und Autor für den Bereich Marketing und Vertrieb der Haufe Akademie.

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