5 Tipps für gelungenen Business-Smalltalk

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Wer Smalltalk lediglich mit unnützem und überflüssigem Geplauder am Kaffeeautomaten gleichsetzt, irrt gewaltig. Schon Oscar Wilde wusste um die Bedeutung des lockeren Gesprächs: „Das ist die Kunst, alles zu berühren und nichts zu vertiefen“. Smalltalk ist Redekunst im Kleinformat. Wir verraten Ihnen, was Sie mit eben dieser Kunst erreichen und wie Sie mit dem unterschätzten „kleinen Gespräch“ glänzen können.

Warum ist Smalltalk eigentlich so wichtig?

Smalltalk ist aus unserem Alltag nur schwer wegzudenken. Er ist sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich sozusagen das „Schmieröl“ für unser soziales Miteinander. Denn auch wenn wir zunehmend über soziale Netzwerke miteinander kommunizieren, ersetzt die elektronische Konversation niemals das persönliche Gespräch. Natürlich handelt es sich beim Smalltalk nicht um eine tiefschürfende, intellektuelle Konversation – er bleibt stets eher oberflächlich. Aber dies ist noch lange kein Grund, ihn als unwichtig abzutun. Denn tatsächlich hat das „kleine Gespräch“ große Kraft: So dient gelungener Smalltalk als Türöffner und kann ein Wegbereiter für spätere positive Gespräche über konkrete Inhalte sein. Kurzgesagt: Smalltalk ist unverzichtbar für das aufbauen von Netzwerken und das berufliche Vorankommen. Aber auch diese Form der Gesprächsführung will gelernt sein. Denn mit den falschen Themen und unpassendem Verhalten können Sympathiepunkte schnell verspielt sein. Aber keine Angst: Mit den folgenden fünf Tipps meistern Sie „das kleine Gespräch“ mit Bravour.

Tipp 1: Suchen Sie sich Halt

Wenn wir nervös werden, neigen wir dazu, zu ausladend und wild zu gestikulieren. Um die Hände unter Kontrolle zu halten und sich selbst vor Verlegenheitsgesten (Hände in den Hosentaschen oder Spielen mit Gegenständen) zu schützen, können Sie ganz einfach zu einem Glas oder einer Kaffeetasse greifen. So können Sie sich wesentlich leichter auf Ihr Gegenüber konzentrieren.

Tipp 2: Mundwinkel nach oben

Auch wenn es offensichtlich und banal erscheint: Ein Lächeln erleichtert die erste Kontaktaufnahme ungemein, denn es signalisiert Ihrer Umgebung Zugewandtheit und Interesse. Ein Lächeln in Kombination mit einer offenen Körpersprache (vermeiden Sie verschränkte Arme, überkreuzte Füße oder den Blick zum Boden) sind wahre Eisbrecher, die bei anderen Menschen Hemmungen abbauen, aktiv auf Sie zuzugehen.

Tipp 3: Das richtige Thema finden

Hier kommt ein echter Networking-Geheimtipp: Am leichtesten gelingt der Einstieg in den Smalltalk, indem Sie mit Ihrem Gegenüber über offensichtliche Gemeinsamkeiten sprechen. Das könnte beispielsweise die Anreise zur Veranstaltung, der Veranstaltungsort selbst, der Vortrag, den Sie eben gehört haben oder das Catering sein – irgendeine Gemeinsamkeit findet sich immer, denn schließlich befinden Sie sich gerade zur selben Zeit am selben Ort. Um das Gespräch am Laufen zu halten, ist es hilfreich offene Fragen zu stellen. Das sind unter anderem die sogenannten „W-Fragen“: Woher, wozu, wie, weshalb.

Hier einige Fragebeispiele zur Inspiration:

  • Wie hat Ihnen der Vortrag bzw. die Referentin/der Referent gefallen?
  • Welches Unternehmen vertreten Sie hier?
  • Was machen Sie beruflich?
  • Was haben Sie vorher gemacht?
  • Wie war Ihre Anreise?
  • Von wo sind Sie angereist?
  • Das sieht lecker aus. Schmeckt es auch so?
  • Aus welchem Grund sind Sie hier?

Beim gelungenen Smalltalk gilt es, möglichst positiv besetzte Themen zu finden. Kritische Themen wie auch Provokationen oder Lästereien sollten Sie unbedingt vermeiden. Zu den absoluten Tabus zählen unter anderem:

  • Krankheiten
  • Politik
  • Religion

Tipp 4: Voll und ganz bei der Sache sein

Nichts ist unhöflicher und signalisiert mehr Desinteresse als der ständige Blick aufs Handy und erschwert  jegliche Kommunikation. Das Schlimme ist: Vielen von uns ist der regelmäße Check von News auf dem Smartphone schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir es bereits ganz unbewusst tun. Lassen Sie deshalb Ihr Handy unbedingt in der Tasche. Das gilt bei Veranstaltungen auch für die Zeit zwischen zwei Gesprächen, da Menschen, die sich mit ihrem Smartphone beschäftigen, automatisch signalisieren, dass sie für eine Kontaktaufnahme nicht offen sind.
Halten Sie sich während eines Gesprächs an folgende drei Regeln, um Ihrem Gegenüber zu vermitteln, dass Sie ein/e aufmerksame/r Zuhörer:in sind:
• Halten Sie Blickkontakt
• Zeigen Sie sich neugierig und stellen Sie Fragen
• Sorgen Sie für ein ausgewogenes Gespräch, indem Sie Ihre/Ihren Gesprächspartner:in ausreichend zu Wort kommen lassen.

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Tipp 5: Keine Angst vor Gesprächspausen

Auch wenn es schwerfällt: Bleiben Sie entspannt, wenn die Konversation ins Stocken gerät. Wir neigen in solchen Situationen dazu, fieberhaft zu überlegen, was wir jetzt noch sagen könnten und verkrampfen innerlich. Versuchen Sie stattdessen Folgendes: Wandeln Sie Ihr „Was kann ich noch sagen?“ in ein „Was interessiert mich noch?“. Das kann beispielsweise etwas Ergänzendes zum bisherigen Gespräch, etwas Gesprächsverwandtes oder auch ein komplett neues Thema sein. Sollte Ihnen wirklich überhaupt nichts mehr einfallen, haben Sie immer zwei Optionen:

  1.  Stellen Sie offene Fragen (siehe Tipp Nr. 3)
  2.  Natürlich können Sie die Gesprächspause auch nutzen, um den Smalltalk zu beenden. In dem Fall bedanken Sie sich und drücken Sie Ihrem Gegenüber Ihre Wertschätzung aus. Denn eine formvollendete Verabschiedung trägt maßgeblich dazu bei, ob und wie Sie in Erinnerung bleiben.

Fazit:
Auch beim Smalltalk gilt: Übung macht den Meister und die Meisterin. Ein letzter Tipp: Üben Sie Ihre Smalltalk-Kompetenz erst einmal im Kleinen, bevor Sie sich aufs Business-Parkett trauen. Das könnte zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt, an der Bushaltestelle oder bei der Kaffeepause im Büro sein. Ihre Mühe wird sich bereits nach wenigen „Trainingseinheiten“ auszahlen und Sie werden merken, wie viel leichter es Ihnen fällt, passende Gesprächsthemen zu finden.

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Über den:die Autor:in

Jasmin Burgey

arbeitet im Marketing der Haufe Akademie für den Themenbereich Persönliche und Soziale Kompetenzen.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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