Erfolgsfaktor Networking: Durch Netzwerken die Karriere pushen

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Einen neuen Job finden, Aufträge gewinnen, Ziele erreichen und überhaupt im Leben weiter kommen – mit Hilfe von Kontakten und Netzwerken, ist das leichter als man denkt. „Authentizität“ ist das Geheimnis.

Menschen, die sich für das Thema Networking interessieren, gehen oftmals davon aus, etwas darüber lernen zu müssen, wie man Fremde anspricht und wie man möglichst spannend „Smalltalk“ praktiziert. Diese Themen sind oft angstbesetzt und bringen eine große Unsicherheit mit sich.
Viele Menschen haben aus diesen Gründen keine große Lust Netzwerkveranstaltungen zu besuchen. Frei nach dem Motto: Ich kann auch ohne Netzwerk glücklich sein!

Der Preis des fehlenden Netzwerks

Natürlich zwingt Sie niemand dazu, Zeit und Mühe in den Aufbau eines guten Netzwerks zu investieren. Allerdings ist es wichtig zu realisieren, was der bewusste Verzicht aufs aktive Kontakteknüpfen und –pflegen bedeuten kann. Sprechen wir es offen aus:

  • Ihre Kontakte reduzieren Sie auf ein Minimum: in pandemischen Zeiten, in denen die Kommunikation meistens ONLINE oder distanziert mit Maske passiert, ein doppelter Verlust.
  • Sie treffen Ihre Entscheidungen allein: andere und neue Sichtweisen fehlen.
  • Ohne entsprechende Kontakte, mit denen Sie sich austauschen können, eignen Sie sich neues Wissen vermutlich fast ausschließlich übers Internet an. Aber durch fehlende Referenzerfahrungen und Beispiele aus der Praxis, fällt es schwerer einzuschätzen, welche Informationen richtig, wesentlich, falsch oder irreführend sind.
  • Sie verlieren kein Wort zu viel: unsere Sprach- und Ausdrucksfähigkeit, wie auch der Facettenreichtum unseres Sprachschatzes nimmt auf Dauer Schaden.
  • Sie benötigen Marketingkampagnen, um Ziele zu erreichen: Sie investieren vielleicht viel Geld, wo ein einziger Anruf in ein Netzwerk ausreichen könnte, um zum Erfolg zu kommen. Oder anders formuliert: Wer ein gutes Netzwerk besitzt, kann zum gewissen Teil auf teure Marketing- und Werbemaßnahmen verzichten, da die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ innerhalb des Netzwerks gut funktioniert.

Kurzum: Ihr Alltag ist geprägt von Kopfarbeit, stundenlangem Sitzen, Schweigen, Sterilität, Freudlosigkeit und vielleicht am Ende des Tages auch Erschöpfung.

Und dabei kann Netzwerken so einfach sein!

Tiefe Verbindungen aufzubauen und zu kultivieren, benötigt Zeit und Energie. Aber: Es lohnt sich! Zum Beispiel können Sie über ein gutes Netzwerk ihren Kundenstamm aufbauen und erweitern. Auch wenn es darum geht, Gleichgesinnte für die eigenen Interessen zu gewinnen oder Unterstützer bei der Entwicklung innovativer Ideen zu finden, ist eine gelungene Vernetzung besonders hilfreich. Darüber hinaus kann sie in wichtigen Situationen einen entscheidenden Informationsvorsprung liefern.

Aus einem guten Netzwerk können Beziehungen entstehen, auf die Sie sich in Zukunft verlassen können. Es geht also nicht darum, wie gut Sie sind, was Sie wissen oder was Sie können, sondern darum,

  • wie gut Sie andere kennen,
  • wie gut diese Personen Sie kennen,
  • und wie gut diese Personen jene Menschen kennen, mit denen Sie in Zukunft Geschäftsbeziehungen eingehen wollen.

Wie präsentiere ich mich richtig?

Beim Netzwerken kommt es, wie so oft im Leben, auf den ersten Eindruck an. Deshalb ist es hilfreich sich die Vorstellung der eigenen Person wie eine Art „Elevator Pitch“ zu betrachten:
1. Stellen Sie sich zunächst mit vollem Namen vor.
2. Überlegen Sie sich im Vorfeld einen kurzen, prägnanten Satz, der Sie sowohl treffend charakterisiert, als auch ihrem Gegenüber vermittelt, was sie oder er von Ihnen zu erwarten hat. Zum Beispiel, was Sie beruflich tun oder etwas, was ganz einfach neugierig auf Sie und Ihre Person macht.

Die ersten Fragen, bevor ich mich sichtbar mache, dürfen also sein:
Wer will ich in diesem Netzwerk sein?
Was sollen die anderen von mir wissen/sehen?

Feilen Sie an Ihrem Pitch! Und denken Sie dabei ausschließlich an Ihre:n Gesprächspartner:in und daran, was diese Person an Ihnen interessant finden könnte.
Stellen Sie sich vor jedem Kontakt die Frage: „Was kann ich dieser Zielperson bieten?“

Die Königsdisziplin: stellen Sie Fragen!

Und zu guter Letzt gilt es dann der anderen Person zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Mit guten Fragen und interessiertem Zuhören erobern Sie die Herzen der Menschen. Langatmige Anekdoten und Selbstbeweihräucherung hingegen langweilen Ihre Zuhörer:innen.
Seien Sie stets authentisch, denn das macht Sie Einzigartig, damit bleiben Sie in Erinnerung und daraus können Sie Ihre Kraft ziehen.

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Über den:die Autor:in

Gaby Schramm

Trainerin, Coach, Mediatorin, Supervisorin. Langjährige Erfahrung in Stabs- und Führungsfunktionen in der Wirtschaft, als Lehrbeauftragte und Unternehmensberaterin. Tätigkeitsschwerpunkte: Konfliktmanagement, Deeskalation in Gewalt u. Rassismus, Change Management, Führung, Teamentwicklung, Resilienz.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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