Komplexität: So bewältigen Sie komplexe Entscheidungen in vier Schritten

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Wo entwickelt sich unsere Wirtschaft in den nächsten Jahren hin? Wie verändern sich die Anforderungen unserer Kunden? Welche neuen Wettbewerber drängen vielleicht auf den Markt? Soll ich in ein neues Geschäftsfeld investieren oder eher das Bestehende ausbauen?

Wenn wir uns großen Fragen wie diesen stellen, kommen wir heute schnell an einen Punkt, an dem wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Sie logisch zu durchdringen, Vor- und Nachteile abzuwägen, Pro und Contra klar zu definieren gelingt uns kaum. Zumal sich die Welt um uns herum immer schneller dreht. Auch unser Bauchgefühl sendet Fragezeichen. Die Folge: Wir drehen uns gedanklich im Kreis und wälzen immer wieder die gleichen Fragen. Welches ist die richtige Entscheidung? Und was geschieht, wenn ich nicht alle relevanten Aspekte berücksichtigt habe?

Komplexe Fragen lösen wir nicht mit einer einfachen Antwort. Stattdessen können wir mit 4 Schritten zum Lösungsweg kommen:

1. Erkenntnis ist der erste Schritt

Auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen: Komplexe Fragestellungen können wir nicht mit einem einfachen Ja oder Nein, mit Schwarz oder Weiß beantworten; Tatsächlich liegt der erste Schritt auf dem Weg zur Lösung darin, eben dies zu akzeptieren. Nehmen Sie sich etwas Zeit dafür. Diese Erkenntnis erzeugt häufig ein Gefühl der Erleichterung. Das liegt daran, dass ein einfaches Ja oder Nein in beiden Fällen ein großes Risiko in sich birgt, dass wir uns falsch entscheiden.

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Komplexe Herausforderungen fokussiert und lösungsorientiert meistern

Komplexität prägt unseren Arbeitsalltag immer deutlicher. Neue Technologien, Vernetzung und die steigende Marktdynamik sorgen dafür, dass wir immer mehr Zeit benötigen, um Informationen zu sammeln, unser Umfeld zu verstehen und um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig wird die Zeit knapper und der Stress nimmt zu. Die (überwiegend linearen) Prozesse und Abläufe in Unternehmen können die Komplexität nicht mehr auffangen. Das Seminar hat zum Ziel, Sie im Umgang mit Komplexität zu stärken. Es konzentriert sich auf Ihren persönlichen Umgang mit komplexen Situationen und auf Lösungsansätze.


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2. Das Umfeld erkunden

Im 2. Schritt schauen wir uns das Risiko genauer an. Auch wenn wir die Komplexität nicht umfänglich erfassen können, müssen wir uns zumindest annährend ein Bild davon machen. Zeichnen Sie Ihre „Landkarte“ mit den Aspekten, die Sie momentan identifizieren können. Entwickeln Sie eine Idee davon, wie die einzelnen Aspekte zusammenspielen. Sortieren und Klassifizieren Sie Ihr Bild: Was sind die wichtigsten Zusammenhänge? Was ist aus heutiger Sicht am Wahrscheinlichsten und: Wo liegt das größte Risiko? Um Ihre Perspektive zu überprüfen und zu erweitern holen Sie sich weitere ein. Wer könnte für Ihre Fragestellung ein guter Sparringspartner sein?

3. Fokussieren und los

Mit dieser Landkarte haben wir nun die Basis um Schritt für Schritt Erfahrungen zu sammeln und der Lösung näher zu kommen. Wir beginnen mit der Richtung, die momentan besonders wichtig oder hilfreich erscheint. Fokussieren Sie sich darauf und, überlegen Sie sich, welche Vermutungen Sie darüber haben bzw. was Sie noch herausfinden wollen. Und denken Sie daran: Sie müssen sich nicht entscheiden, sondern nur mal einen Tag in diese Richtung gehen und ausprobieren, wie sich das anfühlt. Recherchieren Sie in relevanten Foren, nehmen Sie an Meet-ups teil oder nehmen Sie Kontakt mit Personen auf, die in dieser Richtung zu Hause sind. Werden Ihre Vermutungen bestätigt?

4. Auf dem Weg lernen

Haben Sie eventuell neue Entdeckungen gemacht? Hat sich Ihnen etwas, was Sie vorher nicht gesehen haben, in den Weg gestellt? Und ändert dies möglicherweise etwas an der Richtung, die Sie eingeschlagen haben? Gab es eine Weggabelung, die Sie neugierig macht? Das Gute ist: Sie gehen nicht mehr an den Anfang zurück. Sondern lernen auf dem Weg, treffen Entscheidungen und bauen Ihre Lösung Stück für Stück. Manchmal stellen wir so auch fest, was unsere eigentliche Frage ist. Dass es zum Beispiel nicht darum geht, neue Absatzmöglichkeiten für ein vorhandenes Produkt zu finden, sondern vielleicht das Produktportfolio generell zu erweitern.

Fazit: Komplexität nicht auflösen, sondern an ihr wachsen

Komplexe Fragen und Probleme lösen wir nicht, indem wir von vornherein den richtigen Weg einschlagen: den gibt es nämlich nicht. Es gibt allenfalls ein ‚Und‘, ein ‚Wenn, dann‘ und ein ‚Oder auch‘. Komplexität bewältigen heißt nicht, ihre tausend Fäden auflösen, sondern offen für Neues zu sein, etwas auszuprobieren und durch Erfahrung zu lernen und zu wachsen!

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Über den:die Autor:in

Henriette Hager

ist Coach, Trainerin und Organisationsberaterin für Wirksamkeit im Digitalen Zeitalter. Schwerpunkt: Agile Haltung & Arbeitsweisen, Kulturentwicklung, Team-Entwicklung. Zertifizierte Business Coach, Team-Coach, Coach für Agile Führung, SCRUM-Master, Desgin-Thinking Expertin, Konfliktberaterin, Dipl.-Volkswirtin.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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