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Frauen in Führung – Tipps für den Umgang mit Machtstrukturen

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Große Unternehmensführerinnen und -führer lassen Führung einfach aussehen. Tatsächlich ist es aber ein täglicher Balanceakt, besonders für Frauen.

Eine zu starke Kontrolle kann zu Widerständen führen oder auch dazu, dass Mitarbeitende sich immer mehr auf die Führungskraft verlassen und das eigenständige Denken mehr und mehr abschalten. Ist eine Führungskraft dagegen zu herzlich und offen, wird sie wahrscheinlich sehr gemocht, aber ihre Durchsetzungsfähigkeit kann darunter leiden. Es ist immer wieder die Balance auf die es ankommt – und die so schwer zu erreichen ist.

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Wie unsere verschiedenen Stile sich auf Führungsentscheidungen auswirken

Schon früh entwickeln Menschen unterschiedliche Herangehensweisen an Herausforderungen und Beziehungen. Manche streben stärker nach Durchsetzungskraft, klare Ziele stehen für sie im Fokus. Andere legen mehr Wert auf Harmonie und beziehungsorientiertes Handeln. Diese Prägungen beeinflussen später den individuellen Führungsstil.

Für Führungskräfte kann es hilfreich sein, die eigene Prägung zu reflektieren und deren Wirkung auf Entscheidungen zu verstehen. Mit der Zeit lernen viele, dass erfolgreiche Führung nicht darin besteht, von allen gemocht zu werden, sondern darin, konsequent zu handeln und Respekt zu gewinnen. Wie Franz-Josef Strauß es einmal formulierte: „Everybody’s darling is everybody’s Depp.“

Warum Vielfalt der Stile eine Stärke ist:

Kein Führungsstil ist per se besser oder schlechter. Unterschiedliche Stile können in verschiedenen Situationen unterschiedlich wirksam sein. In einem dynamischen Umfeld, das schnelle Entscheidungen erfordert, ist ein zielgerichteter und durchsetzungsstarker Stil von Vorteil. In kreativen Prozessen oder bei der Lösung von Konflikten hingegen ist ein kooperativer Ansatz oft zielführender, da er die Perspektiven aller Beteiligten einbezieht.

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Setzen Sie Ihre Autorität durch, und halten Sie an Ihren Grenzen fest

Mitarbeitende testen oft die Grenzen von Führungskräften, insbesondere zu Beginn einer neuen Arbeitsbeziehung. Klare Kommunikation und das konsequente Festhalten an gesetzten Grenzen sind hier essenziell.

Wenn Führungskräfte unsicher wirken oder zu oft nachgeben, lädt das andere dazu ein, diese Unsicherheiten weiter zu testen. Dies gilt besonders in Machtstrukturen, wo sich Mitarbeitende ihren Platz in der Hierarchie erst erschließen müssen. Durch Klarheit und Konsequenz schaffen Sie Respekt und Vertrauen – entscheidende Grundlagen für ein produktives Arbeitsklima.

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Wärme zeigen und flirten

Effektive Führung lebt von einer Balance zwischen Wärme und Professionalität. Es ist wichtig, wertschätzend und empathisch zu kommunizieren, dabei aber Missverständnisse zu vermeiden, die als unangemessen wahrgenommen werden könnten.

Wärme und Vertrauen entstehen durch einen klaren und respektvollen Kommunikationsstil. Gleichzeitig sollte die Kommunikation in einem professionellen Rahmen bleiben, um Konflikte oder Missverständnisse zu verhindern.

Wie Wärme gezielt eingesetzt werden kann:

Echte Wertschätzung zeigen: Nutzen Sie Gelegenheiten, um Ihre Mitarbeitenden für ihre Leistungen zu loben und Ihre Anerkennung auszudrücken. Dies stärkt das Vertrauen und die Motivation im Team.

Offene Gespräche fördern: Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich Mitarbeitende sicher fühlen, ihre Ideen und Bedenken zu äußern. Empathisches Zuhören zeigt, dass Sie sich für ihre Meinungen interessieren und sie ernst nehmen.

Verbindlichkeit in der Kommunikation: Achten Sie darauf, Ihre Botschaften klar und authentisch zu formulieren. Ehrlichkeit kombiniert mit Wertschätzung verhindert Missverständnisse und baut langfristig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf.

Grenzen setzen: Auch wenn Wärme wichtig ist, sollte sie nie auf Kosten Ihrer Autorität gehen. Klare Grenzen und professionelle Distanz helfen dabei, eine ausgewogene Beziehung zu Mitarbeitenden zu bewahren.

Frauen führen

Wenn Frauen andere Frauen führen, kann es herausfordernd sein, persönliche Beziehungen mit den neuen professionellen Rollen in Einklang zu bringen. Besonders dann, wenn frühere Kolleginnen oder Freundinnen nun direkte Mitarbeitende sind.

Hier gilt es, klare Rollen und Erwartungen zu definieren und offen für Feedback zu bleiben. Transparenz und ein professioneller Umgang helfen dabei, Spannungen zu vermeiden und das Vertrauen innerhalb des Teams zu stärken.

Praktische Tipps für Frauen in Führungspositionen

Um in Machtstrukturen souverän und erfolgreich zu agieren, können diese Tipps helfen:
Selbstbewusstsein stärken: Werden Sie sich Ihrer Stärken und Kompetenzen bewusst. Reflektieren Sie Ihre Erfolge und machen Sie sich klar, welchen Beitrag Sie zum Unternehmen leisten. Ein starkes Selbstbewusstsein hilft, auch in schwierigen Situationen sicher aufzutreten.
Netzwerke aufbauen: Nutzen Sie berufliche Netzwerke, um Kontakte zu anderen Führungskräften zu knüpfen und von deren Erfahrungen zu profitieren. Besonders Netzwerke für Frauen in Führung können eine wertvolle Unterstützung bieten.
Feedback einholen: Seien Sie offen für Rückmeldungen von Mitarbeitenden und Kolleg:innen. Regelmäßiges Feedback hilft, blinde Flecken zu erkennen und Ihre Führungsfähigkeiten kontinuierlich zu verbessern.
Klare Kommunikation: Formulieren Sie Erwartungen und Entscheidungen klar und transparent. Das schafft Orientierung und zeigt, dass Sie wissen, wohin Sie Ihr Team führen möchten.
Grenzen setzen und halten: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, Ihre Grenzen aufzuweichen. Konsequenz ist ein wichtiger Baustein für Respekt und Vertrauen – sowohl in Ihrem Team als auch bei Vorgesetzten.
Mentor:innen suchen: Finden Sie eine erfahrene Person, die Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Mentor:innen können wertvolle Perspektiven bieten und Ihnen helfen, Herausforderungen zu meistern.

Fazit: Souverän führen durch Klarheit und Respekt

Führung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen klar zu treffen und dabei Empathie und Respekt nicht aus den Augen zu verlieren. Für Frauen in Führungspositionen kann dies besonders anspruchsvoll sein, da sie häufig mit zusätzlichen Erwartungen konfrontiert werden.

Wer konsequent handelt, klare Grenzen setzt und dabei wertschätzend kommuniziert, kann Vertrauen und Respekt gewinnen – und so langfristig erfolgreich führen.

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Über den:die Autor:in

Ute Höfer

Diplom-Pädagogin, langjährige Managementtrainerin der Haufe Akademie und Coach.