My Brand: Selbstmarketing für weibliche Führungskräfte

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Leseprobe aus Seminarunterlage „Ihr erfolgreicher Auftritt als weibliche Führungskraft

Hier finden Sie einen exemplarischen Auszug aus der Seminarunterlage. Gewinnen Sie so Eindrücke zum Seminar bzw. von einem im Seminar behandelten Teilaspekt des Themas.

In sieben Stufen zum gelungenen Selbstmarketing in der Führungsetage

Um im Beruf erfolgreich zu sein, ist nicht nur relevant, was Sie leisten, sondern auch, wie Ihre Leistung wahrgenommen wird.

Indem Sie sich Ihrer maßgeblichen Stärken bewusst werden, damit Ihren eigenen Marktwert formen sowie Ihre beruflichen Ziele ansprechend und überzeugend durchsetzen, eignen Sie sich die 7 wesentlichen Bestandteile des Selbstmarketings an.
Denn: Leistung wird vorausgesetzt – und Klappern gehört zum Handwerk!

Immerhin hängt Ihr persönlicher Erfolg im Unternehmen zu 50 % von Ihrer Bekanntheit im Unternehmen, zu 35 % von Ihrem Image und zu 15 % von Ihrer Arbeit ab!

1. Designen Ihres individuellen Stärken-Schwächen-Profils

Neben der guten Leistung, die Sie als Führungskraft an den Tag bringen, sollten Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten auch sichtbar machen. Starten Sie am besten mit einer exakten Stärken-Schwächen-Analyse und stellen Sie sich einmal folgende Fragen:

Welche sind Ihre Stärken, und welchen Nutzen hat Ihr Arbeitgeber davon?

Inwiefern profitieren Ihre Mitarbeiter von Ihren Stärken?

Welche Ihrer Erfolge sind maßgeblich in Ihrer aktuellen Position als weibliche FK? 

Was könnte Ihr Chef an Ihnen bemängeln oder kritisieren? 

Welche Störungen und Hindernisse befinden sich augenblicklich in Ihrem Bewusstsein zwischen Start und angestrebtem Ziel?

2. Das Ziel kennen, anvisieren und in Einklang mit den eigenen Werten bringen

Leseprobe aus Seminarunterlage "Ihr erfolgreicher Auftritt als weibliche Führungskraft"

Wirksames Selbstmarketing – überzeugende Durchsetzungskraft

Persönlichkeit und Führungskompetenzen sind längst nicht mehr die Faktoren, die allein für den Erfolg als Führungskraft sorgen. Selbstmarketing, Kommunikations- und Netzwerkfähigkeit sowie Durchsetzungskraft werden zu Schlüsselkompetenzen – gerade auch für weibliche Führungskräfte. Steigern Sie Ihre persönliche Wirkung und Durchsetzungsstärke als Führungskraft und stärken Sie damit Ihre Position im Unternehmen.

Sicher, Ziele nehmen wir uns immer wieder vor. Aber, mal ehrlich: Wie oft lösen diese sich in Luft und Wohlgefallen auf? Schade, oder? Überlegen Sie deswegen einmal, was Ihre wichtigsten Ziele bezüglich Ihrer Karriere und Ihres Weiterkommens im Beruf sind. Überprüfen Sie Ihre Ziele daraufhin, wie kon-kret diese sind, und definieren Sie die einzelnen Schritte dorthin. Außerdem stehen manchmal unse-ren gesetzten Zielen unsere Werte im Weg, und wir empfinden dies als Hindernis. Deswegen sollten Sie Sich darüber im Klaren werden, welche Werte und welche Ziele Ihnen wirklich wichtig sind und ob diese sich jeweils behindern oder unterstützen.

Welche langfristigen Ziele bezüglich Ihrer Karriere haben Sie sich gesetzt?

In welche kleinen „Teilschritte” haben Sie diese Ziele eingeteilt?

Wo genau sehen Sie sich auf ihrer individuellen Karriereleiter in ein, drei oder zehn Jahren?

Woran machen Sie fest, dass die von Ihnen gesteckten Ziele realistisch sind?

Wer unterstützt Sie im beruflichen oder privaten Bereich bei der Verfolgung Ihrer Ziele? 

Welches sind die Gründe für das Erreichen Ihrer Ziele? 

Wie möchten Sie von Ihren Kollegen, Ihrem Chef oder auch privat gesehen werden? 

Was müsste im Hinblick auf das Verhalten Ihrer Kollegen oder Ihres Chefs passieren, dass Sie Ihr Unternehmen verlassen würden? 

Nennen Sie Ihre drei wesentlichen Werte, die maßgeblich Ihre Arbeit beeinflussen.

3. Ihre Zielgruppe

Bei der Vermarktung Ihrer eigenen Führungspersönlichkeit und auch Ihrer Ideen und Leistung ist es maßgeblich, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen und was die Erwartungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe sind. Dabei sollten Sie sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen: 

Wen wollen Sie ansprechen und von sich überzeugen?

Wer ist Ihre wesentliche Führungsperson? 

Welcher Personenkreis wirkt auf diese Person? 

Wer unterstützt Sie bei ihren Vorschlägen, wer kritisiert Sie? 

Wie können Sie ein vertrautes und vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Vorgestzten und auch Ihren Mitarbeitern aufbauen? 

Welchen Ruf, welches Image benötigen Sie, damit Ihr Vorgesetzter Sie mit dem Begriff „Erfolg“ in Verbindung bringt?

4. Designen Sie Ihr individuelles Persönlichkeitslabel – Ihr USP und Ihre TSFs

Nicht nur bei den großen, bekannten Marken heißt es:
Was ist das USP (Unique Selling Proposition = Alleinstellungsmerkmal) und
was sind Ihre TSFs (Top Selling Features = Hauptverkaufsargumente/Kernkompetenzen)?
Auch beim Personal Branding geht es darum, Ihre individuellen Kernkompetenzen herauszustellen und Ihr Markenimage zu gestalten.

Wenn Sie sich nun noch einmal Ihrer Stärken bewusst werden und sich im zweiten Schritt überlegen: Was genau ist meine Kernkompetenz, die mich als weibliche Führungskraft unverwechselbar macht, die mich einzigartig macht?
Dies können zum einen kognitive, emotionale, soziale oder auch Fach- oder Führungskompetenzen sein. Wichtig ist, dass Sie sich mit diesem Alleinstellungsmerkmal klar von Ihren Kollegen abgrenzen und gleichzeitig zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen können.
Neben einem Expertentum, dass Sie auszeichnet, können dies besondere Fähigkeiten sein wie: andere zu motivieren, mutig Entscheidungen zu fällen und umzusetzen, schnell Ergebnisse zu erzielen, analytisch zu denken u.v.m.

Einmal andersherum gefragt:
Welches ist die richtige Markenstrategie, um Ihre persönliche Kernbotschaft effektiv zu vermitteln? Was glauben Sie?
Was hebt Sie zum Beispiel deutlich von Ihren Führungs-Kollegen ab?

Nach diesem Punkt ist das strategische Design Ihres persönlichen Selbstmarketings beendet. Sie sind sich klarer über Ihre Ziele, Werte, Ressourcen, Zielgruppen und Kernkompetenzen geworden. Im nächsten Step geht es nun darum, die Theorie in die Praxis umzuwandeln.

5. Werden Sie sichtbar, hörbar und erlebbar!

… und zwar, indem Sie sich differenzieren. Früher, als die Cowboys noch den Rindern ein Brandzeichen ins Fell brannten, geschah dies, um Tiere voneinander zu unterscheiden und um sie ihrem Eigentümer zuzuordnen. Heute wählen Menschen bestimmte Marken bei Kleidung, um eine Zugehörigkeit zu demonstrieren oder sich abzugrenzen, zu „branden”.

Der essenzielle Wert einer Marke liegt jedoch in ihrer ganz individuellen Botschaft, die sie deutlich von anderen Marken eines ähnlichen Produktes unterscheidet.
Wie beim Produktmarketing erzielen Sie durch eine beständige Botschaft das Vertrauen Ihres Vorgesetzten und Ihrer Kollegen.
Mit Hilfe gezielter, unaufdringlicher und klarer Kommunikation gelingt es Ihnen, Ihre Sichtweisen, Blickwinkel bzw. Perspektive darzulegen.
Dabei ist es relevant, dass Sie sich stets positiv abgrenzen, sich selbst, Ihren Zielen und Werten treu bleiben und nicht in eine angepasste Mittelmäßigkeit abdriften.
Jeder Vorgesetzte ist dankbar für unaufdringlich vorgetragene, innovative, sinnvolle und hilfreiche Ideen.

6. Netzwerken Sie gezielt!

Was früher Seilschaften und Verbindungen waren, sind heute Netzwerke.
Netzwerken bedeutet zum einen, dass Sie Sich speziell in Ihrem Unternehmen gegenseitig fördern und unterstützen. Um sich selbst mit guten Beziehungen positiv aufzuwerten, sollten Sie jedoch möglichst viele Gelegenheiten nutzen, um auch außerhalb Ihres Unternehmens Kontakte zu knüpfen und diese sinnvoll auszubauen.

Dazu bieten sich Messen, Events, Kongresse, Vorträge und auch Parties an.
Gute Kontakte sind jedoch etwas Wertvolles und wollen gehegt und gepflegt werden. Interessieren Sie sich für Hobbies und Vorlieben Ihres Chefs und Ihrer Kollegen. Auch wenn Sie lieber Handball als Fußball schauen oder lieber Bier als Wein trinken … Oder bleiben Sie noch zum Umtrunk anlässlich des Geburtstags eines Kollegen!

Wenn Sie auch mal in der Kantine mit Kollegen aus den anderen Abteilungen essen gehen, erfahren Sie nicht nur Neues aus anderen Bereichen, sondern zeichnen sich auch dadurch aus, dass Sie einen „guten Draht zur Abteilung XY haben“ und werden ggf. dadurch mit interessanten Aufgaben betraut. Tipp am Rande: Versuchen Sie, sich mit den „Guten und Erfolgreichen“ zu verbünden und sich von ihnen Fähigkeiten und positive Merkmale abzuschauen und zu nutzen. Es geht dabei nicht darum, andere zu kopieren, sondern gezielt einzelne Fähigkeiten in die eigene Persönlichkeit zu transformieren.

Nicht vergessen: Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden!
Teilen sie Ihren „Highway to Success” in kleine Schritte mit Boxenstopps ein:
Bereiten Sie sich gezielt auf Gespräche und Meetings vor, indem Sie zum Beispiel bei einigen Tagesordnungspunkten durch Ihr Wissen glänzen.

7. Den eigenen Marktwert entdecken, kreativ nutzen und spürbar Erfolge generieren:

Wenn Sie Ihren eigenen Marktwert entdecken und auch bewusst entwickeln wollen, bedarf es einer gezielten Reflexion Ihrer eigenen Person und Persönlichkeit.

Dabei können Feedbacks unterschiedlicher Personen Ihnen helfen, Ihr Selbstbild zu korrigieren und Ihren Wert zu entdecken.

Um in Zukunft komplizierte und anspruchsvolle Situationen erfolgreich zu meistern, ist es hilfreich, sich an bereits „bestandene” Situationen der Vergangenheit zu erinnern. Analysieren Sie diese Situationen möglichst genau und filtern heraus, was genau Ihnen zu Ihrem Erfolg verholfen hat. Bei diesem Prozess werden Ihnen erneut Ihre Kernkompetenzen bewusst.

Mit einer „Dreifach-Analyse” kommen Sie Ihren Führungskompetenzen als weibliche Führungskraft auf die Schliche.

Um welche Situation hat es sich gehandelt, und was genau war die Herausforderung oder das Problem?

Wie genau haben Sie die Herausforderung erfolgreich bestanden? Was war Ihre Leistung?

Wie genau sah Ihr Erfolg aus – wie haben Sie das Problem gelöst?

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Über den Autor

Ursprünglich Journalistin und Moderatorin. Zertifizierte Trainerin, Coach, Keynotespeaker und Unternehmensberaterin mit den Schwerpunkten Kommunikation, Rhetorik, Stimme und Persönlichkeit, Auftritt, Redecoaching, Persönlichkeits-/Führungskräfteentwicklung, Teamcoaching, Change Management, Moderation und Podiumsdiskussionen.

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