Rhetorik und Präsentationstechniken für Führungskräfte

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3 Prinzipien, die Führungskräfte aus typischen Fehlern ableiten können

Respekt! Genau diese Haltung sollte Ihnen als Führungskraft auch während und nach einer Präsentation entgegengebracht werden. Oder noch besser: ehrlicher Respekt! Weil Ihre Präsentation vom Anfang bis zum Ende wie im Flug vergangen ist. Und weil sie lebendig und in der „Sprache“ der Anwesenden vorgetragen wurde. Insbesondere wenn es sich um einen Vortrag vor den eigenen Teams handelt, machen sich Führungskräfte das Präsentationsleben aufgrund ihrer Statuslast oft unnötig schwer. Robert Spengler, Kommunikationsexperte, Präsentationscoach und Führungskräftetrainer bei der Haufe Akademie, schildert Ihnen 3 typische Präsentations-Fehler – und was Sie daraus lernen können.

Fehler 1: Lieblos präsentieren

„Ich sehe keine Begeisterung“. Mein Feedback hat den Teilnehmer im Training erst einmal überrascht. Schließlich hat der Unternehmer alles gegeben. Die Rhetorik war O.K., die Präsentation war eigentlich „ganz interessant“. Aber sie hat mich nicht berührt. Der Grund: Er hat nicht für das Thema seiner Präsentation gebrannt. Diese fehlende Leidenschaft konnte durch geschliffene Rhetorik nicht kompensiert werden. Ehrliche Liebe mit Mängeln in der Rhetorik: ja. Gute Rhetorik ohne Liebe: nein. Ohne Liebe, kein Feuer. Ohne Feuer, keine Funken, die auf Zuhörer oder sogar ganze Teams überspringen können. Wie eben bei diesem Unternehmer, der sich in meinem Seminar „Souveränes Auftreten“ darüber beschwerte, dass sein Team nicht an einem Strang ziehe. Dabei habe er als Unternehmer alles erreicht. Nur aus seinem Team, komme einfach nichts mehr! Aha. Und warum? Im Laufe des Trainings stellte sich heraus, dass sein Team in der Tat nicht motiviert war. Weil er als Chef nicht mehr für sein Tun brennt. Diese fehlende Leidenschaft und Begeisterung gibt er unbewusst an sein Team weiter. Das Ergebnis: mangelnde Motivation. An welchem Strang sollen Mitarbeiter denn ziehen, wenn es keinen Strang gibt? Für was sollen sie brennen, wenn kein Funke da ist, der überspringen kann? Liebe zum Job kann Unglaubliches bewirken: für andere und vor allem für einen selbst.

Prinzip 1: Lassen Sie Funken sprühen

Echte Begeisterung, ja Liebe, zu dem was Sie tun, macht groß und stark. Denn, wenn Sie wirklich für ein Thema „brennen“, davon absolut begeistert sind und mit Leidenschaft darüber sprechen, spricht Ihr Körper ganz automatisch mit: Sie lächeln, erheben die Stimme, sprechen mit großer Geste, richten sich auf – und treten sicher auf. Begeisterung und Leidenschaft führt nicht nur zu einer stattlichen Haltung: das Feuer, das in Ihnen brennt, ist eine Haltung. Ein eindeutiges „Ja“ zu einem Thema, einer Sache. Und an Ihrer Begeisterung lassen Sie Ihr Auditorium teilhaben. Mit vollem Einsatz und ganzem Herzen.

Fehler 2: PowerPoint schlägt Zuhörer tot

„Sie da, in der letzten Reihe, können Sie das auf der Folie nicht lesen? Das macht nichts. Ist eh nicht wichtig“. Nicht nur einmal habe ich als Zuhörer diese oder ähnliche Aussagen gehört – und unbewusst abgeschaltet. Denn genau das passiert bei einem Informationsoverkill durch schwer oder gar nicht lesbare PowerPoint-Folien: Ihre Zuhörer schalten ab. Sie beginnen mit dem Smartphone zu spielen, haben Schwierigkeiten sich wach zu halten und hören einfach nicht zu. Nicht weil das Thema des Vortrags nicht interessant ist. Sondern weil alles zu viel ist. Denken Sie daran: Jeder Mensch kann nur eine gewisse Menge an Informationen aufnehmen. Zu viele PowerPoint-Folien, voll gespickt mit nicht identifizierbaren Fakten und Informationen, führen dazu, dass die maximale Aufnahmekapazität überschritten wird. Die Folge: Ihre Zuhörer schalten ab. Ganz automatisch.

Prinzip 2: Punkten Sie mit der richtigen Schriftgröße!

Bevor Sie also beginnen Ihre Folien zu betexten: Teilen Sie das Alter Ihres ältesten Zuhörers durch 2. Dann haben Sie genau die richtige Folien-Schriftgröße! Gehen Sie auch bei einem sehr jungen Publikum nie unter 20 Punkt. Denn alles, was an Inhalt nur mit einer kleineren Schriftgröße zu realisieren ist, ist zu viel Information auf einer Folie. Denn gerade wenn Ihr Thema sehr komplex und wissenschaftlich ist, empfehle ich ein klares Konzept: Aber bitte mit Pep und dem notwendigen Gespür dafür, was ihr Auditorium wirklich interessiert! Damit Ihr Publikum Sie und Ihr Thema versteht, sind Sie verpflichtet interessant zu präsentieren. Von Anfang an. Und das bedeutet: Weniger Folien, weniger Inhalt, mehr Mensch.

Fehler 3: Wischi-Waschi-Rhetorik statt konkrete Ansagen

Hören Sie einmal still in sich hinein. Schauen Sie sich bewusst Videoaufzeichnungen Ihrer Präsentationen an und überprüfen Sie dabei, ob Sie nicht manchmal, ganz unbewusst, Worte wie „eigentlich“, „vielleicht“, „versuchen“ oder „bemühen“ verwenden. Diese Worte nenne ich „Verliererworte“. Nicht weil sie falsch sind, sondern weil sie die Wirkung schwächen, die erzeugt werden soll. Ähnlich verhält es sich mit Konjunktiven: Durch „möchte“, „könnte“ oder „würde“ verlieren unsere Aussagen an Wirkung. Wenn Sie zu Ihrem Auditorium sagen: „Ich würde mich auf das Gespräch mit Ihnen nach der Präsentation freuen“, so besteht ja nur die Möglichkeit, dass Sie sich freuen. Aber gewiss ist das nicht. Sagen Sie hingegen: „Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen nach der Präsentation“, so freuen Sie sich wirklich. Wollen Sie eine starke Wirkung Ihrer Aussagen? Dann sprechen Sie nicht in der Möglichkeitsform, also im Konjunktiv, sondern verwenden Sie die Wirklichkeitsform, den Indikativ – oder wie ich sage: Nutzen Sie „Gewinnerworte“. Keine Sorge: Mit gewinnenden Worten sind Sie nicht aufdringlich. Im Gegenteil: Mit klaren Aussagen treten Sie souverän und sicher auf. Menschen lassen sich von souveränen Menschen überzeugen und nicht von Möchte-gern-Rednern.

Prinzip 3: Werden Sie konkret!

Klare, verständliche Aussagen unterstreichen die Wirkung Ihrer Rede oder Präsentation. Sie kennen sich aus, wissen, von was Sie reden – und Sie tun es. Sich festzulegen, in direkten Kontakt mit Ihrem Publikum zu treten, kostet Sie Überwindung? Sehen Sie es als eine Investition: in Ihre Wirkungskraft und Glaubwürdigkeit. Nehmen Sie Ihr Publikum an die Hand, geben Sie konkretes Wissen und Tipps weiter. Geben Sie klare Antworten auf Fragen. Treffen Sie klare Aussagen. Sie wollen mehr darüber wissen? Dann freue ich mich, Sie persönlich kennenzulernen.

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Ihr Auftritt als Führungskraft: stark, intensiv, konzentriert

Präsentieren ist mehr als die Vermittlung von Inhalten. Es sind Interaktion und eine maßgeschneiderte, authentische Rhetorik, die überzeugen. Für nachhaltige Wirkung brauchen Sie als Führungskraft eine Strategie, Pep, intelligenten Witz und ein Gespür für das, was Ihr Gegenüber wirklich will. Das Präsentationscoaching mit dem Kommunikationsexperten Robert Spengler.


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Über den Autor

Robert Spengler

Kommunikations-Regisseur und Spezialist für Präsentieren auf Bühnen und vor kleinen Gruppen. Rhetorik-Coach für Verkaufs- und Marketingspezialisten. Speaker und Autor mit Ausbildungen in NLP und Eignungsdiagnostik. Erfahrung als Vertriebsprofi und Filialunternehmer mit Führungsverantwortung.

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