Selbstbewusstsein aufbauen: Souveräne Frauen im Beruf

0

Beruflich erfolgreiche Frauen leisten viel und haben einen hohen Anspruch an sich selbst. Sie punkten mit Engagement und Leistung und vertrauen darauf, dass ihr Einsatz sie auf der Karriereleiter nach oben bringt.

Doch ein souveräner Auftritt umfasst viel mehr als nur Leistung und inhaltliche Qualifikationen. Souveränität bedeutet, Situationen unter Kontrolle zu haben. Um das zu schaffen, brauchen Frauen eine starke innere Haltung und müssen Selbstbewusstsein aufbauen. Und sie müssen berufliche Spielregeln und den männlichen Sprachkodex beherrschen.

Selbst-PR ist ein wichtiger Baustein für Erfolg am Arbeitsplatz und um Selbstbewusstsein aufzubauen. Menschen positionieren sich immer und zu jeder Zeit – ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht. Paul Watzlawick prägte den Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ Deshalb gilt: Ob, wie und mit wem wir über unsere Erfolge oder Misserfolge sprechen, sagt immer auch etwas über uns selbst aus. Und trägt zu dem Bild bei, das sich andere von uns machen.

Eigen-PR ist keine Prahlerei: Die eigene Leistung richtig verkaufen

Besonders Frauen haben oft ein Problem damit, sich aktiv in Szene zu setzen und verhalten sich eher bescheiden, in der Hoffnung, dass ihre hohe Leistungsbereitschaft und ihr Einsatz auch ohne ihr Zutun „wahrgenommen“ werden. Sie glauben, es sei nicht nötig, die eigenen Leistungen aktiv anzusprechen und herauszustellen. Der Chef müsse doch sehen, was sie leisten, auch ohne es ihm noch einmal explizit zu sagen. Möglich ist das, verlassen sollten sich erfolgreiche Frauen darauf im Berufsleben aber nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Vorgesetzte Ihre Leistungen auf dem Radar hat, sollten Sie die eigenen Erfolge zur Sprache bringen. Dadurch gestalten Sie Ihre Position aktiv und haben es selbst in der Hand, wie Sie in Ihrem Arbeitsumfeld wahrgenommen werden.

Unsere Seminarempfehlung

Souveränitätstraining für Frauen I: Die Basis für Ihren Erfolg

Wenn Sie vorankommen wollen, kommt es neben Ihrer fachlichen Expertise darauf an, die eigenen Leistungen optimal zu kommunizieren und sich intern und extern professionell durchzusetzen. Sicheres und souveränes Auftreten sind dabei der Schlüssel zu Ihrem Erfolg. Mit Persönlichkeit, Diplomatie und einer überzeugenden Kommunikation stärken Sie Ihre eigene Entwicklung und die Entwicklung Ihres Bereiches und Unternehmens.

Investieren Sie in Ihr Know-how und buchen Sie das passende Seminar um Ihre Durchsetzungsstärke zu verbessern.


Seminar Durchsetzen und Selbstmarketing für Frauen

Zurückhaltung ist keine Zier – Sprechen Sie über Ihre Erfolge

Schieben Sie Ihre Bedenken beiseite, ihre Selbst-PR könne als Prahlerei verstanden werden und den Konkurrenzkampf mit den Kollegen im Unternehmen unnötig anfeuern. Häufig erzählen Frauen von negativen Beispielen, in denen gerade Männer in ihrer Selbstdarstellung weit über das Ziel hinausgeschossen sind. Um bloß nicht wie diese negativen Vorbildern zu wirken, entscheiden sie sich für das andere Extrem, nämlich sich zurück zu halten und bescheiden zu sein. Beide Fälle sind jedoch Extreme, die es zu vermeiden gilt. Stattdessen empfiehlt sich ein gesunder, authentischer Mittelweg, der Sie keine Sympathiepunkte kostet und ihr Selbstbewusstsein aufbaut. Genau dort setzt die Selbst-PR an, mit der Frauen ihre Persönlichkeit und Leistungsbereitschaft ins rechte Licht rücken.

Eine kluge Selbst-PR wird heutzutage auf allen Ebenen der Unternehmen immer wichtiger. Denn Firmen strukturieren immer häufiger ihre Abteilungen um und wechseln dabei die Führungskräfte aus. Mitarbeiter fangen dann jedes Mal bei null an, und haben häufig weniger als ein Jahr Zeit, den neuen Vorgesetzten von sich zu überzeugen. Nur wer sich in einer solchen Arbeitsumgebung regelmäßig präsentiert, sein Selbstbewusstsein aufbaut, hat Chancen, mit seinen Leistungen positiv aufzufallen.

Sich selbst loben, ohne sich zu verstellen

Viele Frauen haben eine eher harmoniegeprägte Motivation und empfinden Eigenwerbung als bedrohlich für die Balance auf der Beziehungsebene. Sie finden es daher oft unangenehm, sich aktiv zu positionieren. Glaubensätze, wie „Eigenlob stinkt“, „ich bin doch ein Teamplayer und will mich nicht hervorheben“, „ich will nicht als Konkurrent auftreten, denn dann mögen mich meine Kollegen nicht mehr“ hindern sie daran, von ihren Erfolgen angemessen zu berichten und Selbstbewusstsein aufbauen zu können. Doch solche Annahmen sind heute überholt, wenn man die Beziehungsebene ebenfalls im Blick behält. Ganz im Gegenteil: Eigenmarketing ist sogar noch viel effizienter, wenn man stärkend, wertschätzend und fair mit seinem Umfeld interagiert. Viele Frauen wissen längst, dass sie sich besser darstellen könnten. Häufig fehlen ihnen aber geeignete Tools und Strategien, um sich selbst zu vermarkten, ohne ihre eigenen Werte und Motivationen zu verraten.

Ein wichtiger Schritt zur erfolgreichen Selbstvermarktung ist eine positive innere Grundhaltung, sich selbst und anderen gegenüber. Denn ein gesundes Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und ein Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen kommunizieren wir permanent auf nonverbaler Ebene. Glaubt eine Frau aber selbst nicht daran, gut genug zu sein, Selbstbewusstsein nicht aufbauen zu können und sieht sie ihren eigenen Wert nicht, wird ihr Umfeld sie aufgrund der nonverbalen Wirkung nicht angemessen respektieren. Auch dann nicht, wenn sie fachlich kompetent ist. Das führt natürlich zu Konflikten am Arbeitsplatz. Denn welchen Eindruck wir bei unseren Gesprächspartnern hinterlassen, hat eben nicht nur etwas mit den gesprochenen Inhalten zu tun. Mit ein bisschen introspektiver Arbeit und dem nötigen Hintergrundwissen können Frauen diese Konflikte aber nicht nur auflösen, sondern positiv für die eigene Selbstdarstellung nutzen – und zusätzlich ihr Selbstbewusstsein aufbauen.

So kommunizieren, dass auch Mann es versteht

Wie Frauen mit Anerkennung und mit Kritik umgehen, wie sie Grenzen setzen und ob sie auch mal „Nein“ sagen können, sagt ebenfalls etwas über sie und ihre Souveränität aus.

Dazu kommt, dass es einige wichtige Kommunikationsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Diese kleinen Unterschiede im männlichen und weiblichen Sprachkodex führen häufig zu Missverständnissen in der täglichen Zusammenarbeit. Beispiel: Eine Frau bringt sich während eines Meetings inhaltlich ein, um ihre Leistung zu präsentieren, Selbstbewusstsein aufzubauen und gleichzeitig Souveränität zu demonstrieren. Auf ihren Chef wirkt der Auftritt aber unstrukturiert, kompliziert und obendrein auch noch kämpferisch gegen seine Person gerichtet. Und das, obwohl die Frau in der Sache zweifelsohne völlig richtig liegt. Der falsche Eindruck entsteht, wenn sie es nicht schafft, ihren weiblichen Kommunikationsstil ihrem männlichen Gegenüber anzupassen. Ähnlich wie bei Fremdsprachen werden Worte und Handlungen nach männlichen und weiblichen Bewertungskriterien unterschiedlich eingeordnet, und lösen demzufolge bestimmte Reaktion aus. Wenn Frauen beide Sprachen beherrschen, vereinfachen sie damit das tägliche Miteinander spürbar und verbessern gleichzeitig die weibliche Außenwirkung. Denn bereits das Wissen um männliche Spielregeln lässt eine Frau viele Hürden und Stolpersteine in der zwischenmenschlichen Kommunikation souverän umschiffen.

Letztendlich geht es darum, Selbstbewusstsein aufzubauen, souverän aufzutreten und die Außenwirkung bewusst zu gestalten, um die Zügel in den eigenen Händen zu halten und den persönlichen Handlungsspielraum im Job zu erweitern. Denn Arbeit macht doppelt Spaß, wenn die eigene Leistung im Umfeld wahrgenommen und geschätzt wird, man gleichzeitig respektiert und gemocht wird – und sich das Engagement zu guter Letzt auch noch in Form einer angemessenen Entlohnung auszahlt.

Teilen Sie den Beitrag auf:

Über den Autor

Sabine Carolina Wenzel

Kommunikationswirtin (BA). Selbstständig als Trainerin, Coach, Beraterin. Systemische und therapeutische Weiterbildungen. Trainingsschwerpunkte: Verhandlungstechniken, Selbst-PR, persönliche Kompetenzentwicklung. Erfahrungen in den unterschiedlichsten Branchen. Trainerin der Haufe Akademie.

Comments are closed.