Tipp für neue Führungskräfte: Ändern Sie nicht gleich alles!

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Neue Führungskräfte, insbesondere wenn sie aus den eigenen Reihen kommen, haben oftmals viele Ideen, wie man Dinge besser und effizienter gestalten kann. Das ist auch gut so, allerdings sollten Sie als neue Führungskraft nicht direkt alles ändern. Denken Sie daran, dass jede Veränderung eine Kritik des Bestehenden ist und somit erst mal die Routine Ihrer neuen Mitarbeiter stört. Deswegen sollten Sie sich erstmal einen umfassenden Überblick verschaffen. Nehmen Sie sich dafür in Ihrer neuen Führungs-position Zeit. Analysieren Sie die Ausgangssituation und bewerten Sie diese mit ent-sprechender Priorisierung. Danach können Sie gezielt in die Umsetzung gehen.

Sammeln Sie Informationen und analysieren Sie die Situation

Bevor Sie Entscheidungen treffen und vielleicht auch neue Strukturen aufbauen, sollten Sie zunächst so viele Informationen wie möglich sammeln. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern und ggf. auch Kunden. Verschaffen Sie sich dadurch ein umfassendes Bild Ihres neuen Arbeitsumfelds und knüpfen Sie wichtige Beziehungen. Fragen Sie Ihre neuen Mitarbeiter auch nach ihren persönlichen Zielen, Erwartungen, nach ihrer Selbsteinschätzung sowie nach reizvollen und lästigen Aufgaben. Sie zeigen damit nicht nur Interesse, Sie erhalten auch viele Informationen, die für die Mitarbeiterführung und Aufgabensteuerung wichtig sind. Notieren Sie sich Vorschläge für einen späteren Zeitpunkt. Analysieren Sie anschließend, welche Veränderungen für die Erreichung Ihrer Ziele notwendig sind. Berücksichtigen Sie dabei die Erwartungen der unterschiedlichen Stakeholder und beginnen Sie bei Verände¬rungen mit einem „leichteren Thema“. Wenn Sie Veränderungen durchsetzen möchten, dann erklären Sie diese verständlich Ihren Mitarbeitern.

Typische Fehler neuer Führungskräfte in den ersten 100 Tagen:

  • Eine „Jetzt komme ich und ab heute wird alles anders”- Haltung
  • Die zu starke Betonung der Chefrolle
  • Alles selber zu machen
  • Zu hohe Erwartungen an sich selbst und Perfektionismus
  • Spannungen im Team persönlich zu nehmen
  • Fehlende Distanz zu den Mitarbeitern
  • Sich für alles verantwortlich fühlen
  • Konflikten auszuweichen
  • Mögliche Konkurrenten nicht einzubinden
  • Die Mitarbeiter in ihren Ängsten und Erwartungen nicht ernst nehmen
  • Aus der Unerfahrenheit heraus Entscheidungen zu treffen, die später bereut werden

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Über den Autor

Sebastian Kindler

ist Diplom-Pädagoge und Produktmanager für die Themen Management, Führung und Leadership bei der Haufe Akademie.

Zur Themenübersicht Führung und Leadership

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