Selbstcoaching: Konflikte konstruktiver lösen!

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Jeder Mensch bewertet eine Konfliktsituation individuell nach seinen Erfahrungen und persönlichen Empfindungen. So kann dies im Alltag bedeuten, dass manche Mitarbeiter Konflikte wahrnehmen, die andere gar nicht sehen oder aber deren Schwere und dessen Bedrohungspotenzial ganz unterschiedlich einschätzen.

Serie: Lesen Sie mehr zum Thema „Selbstcoaching“

Selbstcoaching Teil 1: Seien Sie Ihr eigener Coach!
Selbstcoaching Teil 2: Vier Schritte in Richtung Lösung!
Selbstcoaching Teil 3: Konflikte konstruktiver lösen!
Selbstcoaching Teil 4: Mehr Energie im Job!

Teil 3 unserer Serie zu Selbstcoaching: Konflikte konstruktiver lösen!

Folgende Selbstcoaching-Übung kann Sie darin unterstützen, Ihre eigenen Stressempfindungen und Entstehungsprozesse zu erkennen und zu verstehen um daraus persönliche Bewältigungsstrategien erarbeiten zu können.

Bewertung der eigenen individuellen Wahrnehmung (in Anlehnung an das Stressmodell von Dr. Richard S. Lazarus)

1. Was löst in Ihnen Stress oder Unbehagen aus, wenn Sie an den Konflikt denken?

Machen Sie sich eine Liste aller Punkte, die in Ihnen stresserzeugend wirken, wenn Sie an die betroffene Konfliktsituation denken. Dies könnte z. B. mangelnde Kommunikation, unzureichende Informationen, fehlender Zusammenhalt, unklare oder widersprüchliche Aufgaben oder Anweisungen, fehlende Zeit sich zu erklären, mangelndes Zuhören, fehlende Erholung u. v. m. sein.

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2. Was ist Ihre erste, primäre Bewertung?

Betrachten Sie nun Ihre persönliche Wahrnehmung und deren jeweiligen Auslöser. Welche der folgenden drei Varianten entsprechen Ihren instinktiven Empfindungen?
Herausforderung: Es besteht zwar ein Unbehagen, aber instinktiv wissen Sie, dass Sie es bewältigen werden.
Bedrohung: Sie empfinden den Stressor gefühlsmäßig als bedrohend.
Schädigung: Ihre instinktive Empfindung sagt Ihnen, dass der Konflikt oder ein Teil davon Sie schädigen könnte.

Notieren Sie sich Ihre Einteilung und auch die Gedanken, die Ihnen als mögliche Begründung oder Ursache für Ihre instinktive Reaktion, durch den Kopf gegangen sind.

3. Wie sieht Ihre sekundäre, bewusste Bewertung aus?

Welche Ressourcen, eigene Fähigkeiten und Erfahrungen stehen Ihnen zur Bewältigung der Situation zur Verfügung? Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie alle nötigen Fähigkeiten besitzen, die Situation zu meistern, werden Ihr Stressniveau und damit die Beunruhigung gegenüber dem Konflikt nachlassen.  Fehlen jedoch entscheidende Ressourcen, steigt die Erwartung einer negativen Konsequenz und es kommt, in Abhängigkeit von den Kennzeichen des Konfliktes, zu sogenannten Coping-Strategien. Das ist ein Regulationsmechanismus, der verschiedenen (gewohnten) Verhaltensalternativen beinhaltet. Die reichen von aktiven Maßnahmen zur Situationsveränderung, destruktiven Verhaltens bis hin zu Ablehnungsstrategien oder Rückzug.

Denken Sie zurück an andere Konfliktsituationen, die in Ihnen die gleichen Empfindungen wie die aktuelle Situation ausgelöst haben. Wie hatten Sie sich verhalten und welche Konsequenz hat sich daraus ergeben? War Ihre Reaktion immer unterschiedlich oder hat sich ein Muster abgezeichnet?

Notieren Sie sich Ihre Gedanken sorgfältig.

4. Neubewertung und Bewältigungsstrategien erarbeiten – Konflikte konstruktiver lösen

Was hätten Sie gebraucht, um das Verhalten etwas abzuändern? Was brauchen Sie jetzt? Könnten Sie fehlende Ressourcen oder Fähigkeiten aufbauen oder Unterstützung anfordern? Was würden Kollegen oder Freunde Ihnen anraten, wenn Sie sie fragen würden?

Mit der Erarbeitung möglicher Bewältigungsstrategien und der Erfahrung der daraus resultierenden Ergebnisse werden sich zukünftig bereits in der primären Bewertung eine positive Wahrnehmung entwickeln und die eigenen Haltungen gegenüber Konflikten in konstruktiver Weise verbessern.

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Selbstcoaching Teil 2: Vier Schritte in Richtung Lösung!
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Über den Autor

ist zertifizierter systemischer Coach und Trainerin für Führungskräfte- und Persönlichkeitsentwicklung.

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